Ideen am Kamin

Geschichten aus Tolkiens Welt vom Herrn der Ringe und anderen Werken.
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Bubikopf
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Ideen am Kamin

Ungelesener Beitragvon Bubikopf » Freitag 8. Dezember 2017, 08:22

Es war spät geworden und es war bereits kalt, bevor die Sonne unterging. Doch das störte ihn nicht. Bubikopf hatte es sich in seinem Hinterzimmer gemütlich gemacht.
Das Feuer im Kamin prasselte und das zarte Holzgeflecht von diesem sonderbaren Korb auf dem Kamin knisterte durch die Wärme. Ein Fund wie er hier in dieses Smial sehr gut hingehörte, ein Fund von weit her, das weiss er. Ein anderer reisender Händler hatte ihn eingetauscht und gemeint es käme von einem Waldvolk weit im Osten, seltsame Leute aber wie es scheint mit natürlichem Material doch recht geschickt. Er hatte viele solche Funde hier in dem Smial, hier in dem Handelsposten des Glüxmarktes für das Auenland und die Umgebung.
Dadurch war es für den einen oder anderen nicht so einladend wie andere Hobbitsmials, doch er war gerne hier und konnte jedem Fund die eine oder andere Geschichte entlocken - und Geschichten hören sie gerne!
Ja, Geschichten habe ich einige zu erzählen, dachte er sich im Stillen und schmunzelte ins Feuer hinein.
Dann wanderte seine Konzentration auf andere Funde um die er sich nun kümmern sollte, nachdem die letzte Führung und damit auch die Rohanausstellung zuende waren. Ein schöner Abend war es wahrlich!
Dann fiel ihm ein, was Mutter Eifriede neulich zu ihm sagte, in Bezug auf die Essensreste vom Fest: " So ziemlich alles im Leben kann man zu mehr als einer Sache gebrauchen mein Junge, mach das beste draus. Es wäre doch schade, wenn man alles gleich entsorgen würde, das machst du ja auch mit den Mathoms nicht oder?"
Nein das würde ich nie tun, alles hat seine Verwendung für eine gewisse Zeit und dann nur eine andere.
Er sah sich im Raum um: hinter ihm an der Wand die seltsamen Leuchtkugeln die ein leicht violettes schimmern zu dem warmen Orange des Kaminfeuers beitrugen, die Kiste in der viele kleine wunderbare Dinge aufbewahrt waren, an der Wand zu seiner Rechten der grün-bronzene Wandteppich mit dem gesockelten Hirschkopf und ihm gegenüber der kleine Tisch mit Büchern und dem letzten Auenländer Wochenblatt, aufgeschlagen auf der Seite wo das Handelshaus Lykos Werbung für seine Farben machte..
Das ist es! Jetzt wusste Bubikopf was zu tun ist und ging ins Nebenzimmer und begann an einigen Annoncen zu arbeiten, die die rustikalen Rohanmöbel an den Mann bringen sollte. Jede Woche ein Angebot oder doch seltener und dafür eine ganze Reihe von Möbeln?
Fest stand, dass er nicht den Platz hatte zur Zeit um all die schönen Stücke aufzubewahren, also je günstiger desto besser dachte er. Als ob der Preis je jemanden überfordert hatte! Bubikopf musste kichern und probierte noch eine Weile an den Grafiken und den Texten..
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Bubikopf
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Re: Ideen am Kamin

Ungelesener Beitragvon Bubikopf » Samstag 23. Dezember 2017, 20:50

Nach viel getaner Arbeit lag erneut ein entspannter Abend vor ihm und er machte es sich auf dem Sofa gemütlich.
Er zog den Tisch mit den Unterlagen zu sich und goss sich den frisch aufgebrühten roten Tee ein.
Das Logo war ihm gut gelungen fand er. Eine elegante weisse Taube mit einer Ähre in den Krallen. Wie gemacht für die Idee dahinter. Die friedliche weit reisende Taube beschafft sich das Baumaterial für ihr Nest. Sie schmiedet sich ihr Glück, in Frieden und Freiheit.
Dann überlegte er was heute alles erledigt war.. die Vasen waren heute früh von Lausebub und Prilo gebracht worden und standen bereits in der grossen Halle. Einige Teppiche die eher zu den Pflanzen passen würden, lagen ebenfalls bereit und wurden ausprobiert. Es wurde so lange hin und her gerollt bis ein neuer 'Pfad' entstand mit hellbraunen grob geblümten weichen Teppichen aus dem Breeland aber gegen Abend entschieden sich er und Maeral, die ihm freundlicherweise ihren Rat und Hilfe anbot, sich dann doch für die bunten mit zierlichen Blümchen besticktem Muster wie sie gern im Auenland verwendet werden.
Und dann war da noch der abgesperrte Raum.. irgendwo müssen die Sachen ja bleiben bis sie eine neue Verwendung finden - dachte Bubikopf und zuckte mit den Schultern. Dann ging er mit der Tasse Tee in den grossen Saal. Die Werkelecke war wie so oft vollgestellt mit geheimnisvollen Dingen, Büchern, Rollen und Anderem das einen oder zwei näherer Blicke bedürfte. Die Feuerblume - wie er den modernen Menschenleuchter an der Wand gern bezeichnete - flackerte golden auf und erhellte die Werkelecke zusammen mit dem kleinen steinernen Kamin von beiden Seiten. Doch die Papiere die er suchte waren hier nicht.
Auch nicht auf den abermals gut gedeckten Speise- und Zubereitungstischen. In der Leseecke? Auch nicht. Er entdeckte sie erst auf dieser seltsamen Elbentruhe die bei der ersten Ausstellung auch niemand aufbekommen hatte; in Eifriedes ehemaligem Zimmer wo jetzt viele Dinge standen, die vor allem mit Schiffen und Meer zu tun hatten.. Dinge die ihn an seine Mutter und ihren heutigen Wohnort erinnerten. Ein schöner Ort dort an der Küste. Er genoss ja auch seinen ersten langen und die paar folgenden Aufenthalte dort. Sehr inspirierend zum Schreiben und ein guter Ort zum nachdenken.. Aber das kann er ja auch hier wo es für ihn gemütlicher ist, wo er Freunde und Arbeit hat.. Dennoch die Sehnsucht war stets präsent, oft musste er an die Familie denken, die er so selten sah.
Er nahm sich die Papiere von der Truhe und blickte sie noch einmal durch. Denn gleich morgen früh wollte er diese Angebote zum Stadtausrufer bringen und sie verteilen lassen. Zum Anfang sollten es die rohirrischen Bänke und Stühle sein. Sie verbrauchen zwar im Lager nicht soviel Platz wie das andere, aber dafür schätzte er die Nachfrage wesentlich höher ein. Sie sollten also schnell verkauft sein.
Die Zeichnungen waren schön und deutlich zugleich und der Preis unschlagbar. Er rollte die Papiere wieder zusammen und legte sie auf den freien Tisch in der Leseecke und fand dass er nun beruhigt schlafen könne. Dann schnappte er sich die weiche grünbraune Decke aus Rohan und schlief auf dem Sofa im Hinterzimmer ein, noch bevor die Glut im Kamin erloschen war.


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Re: Ideen am Kamin

Ungelesener Beitragvon Bubikopf » Samstag 2. Februar 2019, 18:49

Die Eröffnung der neuen Ausstellung zum Thema Licht und Erleuchtung im Mathomhaus des Südviertels war wieder sehr gut angekommen beim Volk und gut aufgenommen worden. Die Mondbarden hatten abermals ein sehr schönes musikalisches Programm passend zum Thema geboten. Seine Freunde Beuno und Tulpeline haben das Feuerwerk unschlagbar gut hinbekommen und sogar das riskante Manöver mit dem brennenden Bolzen der von der Zwergenballiste in den Holzhaufen geschossen wurde um ihn anzuzünden war wahrlich gelungen. All die Vorbereitungen und die lange Wartezeit bis zu dieser großartigen Idee, die diesmal überraschenderweise sein treuer Helfer Lausebub hatte, waren die Mühe wert.
Die Beschaffung mancher Mathome war dieses Mal alles andre als leicht, er konnte dieses Mal nicht einfach einen Schreiner in der befreundeten Rohirrim-Stadt beauftragen oder einem reisenden Händler alle exotischen Waren abkaufen. Dieses Mal musste er sich Abenteurer suchen die entweder mal in jenem fernen Land waren, dessen Namen man ungern ausspricht oder Verwandte die sich dort umsehen wollten ob Hilfe gebraucht oder Verbündete erwünscht waren.
Andere Ausstellungsstücke bekam er wiederrum auf seinen eigenen langen Reisen angeboten, die ihn ob seiner Freundschaft zu vielen Zwergen, zum Erebor führten, der nach langer Zeit endlich wieder ihnen gehörte und nun gesichert und wieder aufgebaut werden soll.
Bubikopf kam ins Tagträumen, als er an eben jene Reise und seine Eindrücke vor Ort dachte.. Die Pracht, die vielen behauenen Steine, der geschmiedete Stahl, die vielen Wachen, Zwerge unterschiedlicher Herkunft die Handel treiben mit den Menschen von Thal und Seestadt - beides selbst äußerst lohnende Ausflugsziele - und noch verblüffender mit den Elben vom Düsterwald.. ach nein, jetzt darf man ihn wieder Grünwald nennen, auch wenn er an manchen Stellen noch finsterer ist als der Fangorn. Bubikopf musste grinsen und kurz darauf schaudern bei diesem Wortspiel. Er mag Wälder, aber lichtdurchflutet gefallen sie ihm besser, ebenso wie in einer gute Wohnhöhle. Ja das Licht hat schon etwas sehr beruhigendes. Irgendwie weiss man dass einem an solchen Orten nichts passieren kann, man sieht ja alles. Und damit man das kann, nutzen alle Völker natürlich Lichtquellen unterschiedlichster Art, je nachdem was man eben findet oder gerne anschaut.
''Ich persönlich mag ja am liebsten Laternen, die halten lange, sind windgeschützt und lassen sich auch ausmachen wenn man schlafen will'' dachte Bubikopf laut. "Laternen und Kerzen sind natürlich für die Hallen der Zwerge oft unpraktisch da sie ja ständig einer neu anzünden müsste, wenn grad auf wenig benutzten Wegen mal jemand lang muss. Da bieten sich Kristalle und Spiegel besser an um das Licht umzuleiten und zu reflektieren."
Bubikopf war grade auf dem Weg nach Hause, nachdem er abgeschlossen hatte und dachte darüber nach, ob er nochmal eine Führung anbieten sollte, da seit der Eröffnung doch weniger Besucher kamen und immerhin hat er ja seitdem auch noch das ein oder andere Mathom getauscht, wie zum Beispiel die Julbäume, die herrlich für Licht und Behaglichkeit sorgen. Dann lief er aber schnell zum Mathomhaus zurück um zu schauen ob er auch alle Kerzen ausgemacht hatte, denn das ist ein weiterer Nachteil von offenen Feuern, es kann leicht für zuviel Licht und Wärme sorgen!
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