Briefe an den Onkel

Geschichten aus Tolkiens Welt vom Herrn der Ringe und anderen Werken.
Lestard
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Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Sonntag 19. November 2017, 20:14

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Neuster und letzter Teil:

Gradwanderung

*Der Gefangene wird vor den Fürsten geführt. Die Wachen salutieren. Auf ein knappes Nicken des Fürsten ziehen sich die Wachen in den unteren Raum zurück*'
*Gustav mit Rändern unter den Augen. Schlaf hatte er wenig in den letzten Tagen. Er verbeugt sich vor dem Fürstenpaar. Worte fallen keine*
*Berenthil erhebt das Wort an den Beklagten*: Fünf lange Jahre ward ihr in meinem Vertrauen behaftet. Fünf lange Jahre Eure Austern genossen. Wahrlich eine recht lange Zeit.
Allet sieht traurig und mitleidig gen Gustav .Wie konnte er dies nur tun .Wie konnte er es wagen einem ihrer Stiefsöhne so etwas antun zu wollen.*
*Gustav steht da mit gesenketem Blick*
Gestern wurde mein Major Domus hingerichtet. Heute steht der zweite Mitgehangene vor mir. *Der Fürst mit ernsten klaren Worten* Das Tribunal wird morgen tagen und ein Urteil fällen.
*Der Inhaftierte weiß was es bedeutet*'
*Allet schüttelt traurig ihren Kopf* Wie konntet Ihr nur so etwas tun Gustav ? Und aus was für einem Grund.Ich hatte Euch wahrlich für klüger gehalten Gustav.
*Den Blick kurz zur Fürstin. Er schluckt und senkt diesen anschliessend*
Aufrgund möglicher Befangenheit wird den ersten Vorsitz Fürst Erondyl übernehmen. Beisitzer: Mein Bruder Edhyldir Berenthil, zweiter Besitzender Fürst Lestardon. In meinen Augen ist es Hochverrat. Die Verhöre ergaben das ihr nicht wusstet was in dem Paket sich befand. *Der Fürst mit indirekter Frage gewährt dem Austernfischer das Wort.*
Allet: 'Ihr hattet hier doch ein schönes Leben , wahrt angesehen und habt eine nette Frau *wieder ein Kopfschütteln *und dies alles habt Ihr nun fortgeworfen .*sie verstummt*'
Die Geschäfte liefen die letzten Wochen wegen schlechter Seeverhältnisse kaum.Als ein Mann an den Stand kam und um einen Gefallen bat gegen gute Bezahlung habe ich dem zugestimmt. Der Fremde sprach von einer Überraschung für die Fürstenfamilie *gesenkt der Blick* Ich hätte es wissen müssen. Der Inhalt war mir nicht bekannt.
Allet:*Sieht entschuldigend zu ihrem Mann weil sie einfach das Wort ergriffen hatte obwohl ihr dies nicht zustand .Hofft aber das er ihr dies verzeihen kann da sie Gustav und Idera stets als ihre Freunde sah und es sie mitnimmt was geschehen ist.*
*Für einen kurzen Moment ballt der Fürst die Fäuste ruckartig bevor er sich wieder entspannt. Nickt Allet zu. Entschuldigung akzeptiere er wegen der Brisanz im Zusammenhang mit der ganzen Familie. Ihn inbegriffen* Jeder sogenannte "Gönner" *ruhig aber eisern die Stimme* Ist entweder Freund oder Feind. Letzeres wahrscheinlicher Gustav, denn Leute die planen tuen dies über Wochen. Er muss Eure Situation studiert haben und nahm sie beim Schopf.'
*Ein müde eingeständiges vorsichtiges Nicken*
Ihr steht vor mir weil unsere Familie der Euren dachte in guter Verbindung nahe zu sein.'
*Berenthil nickt ihm knapp zu. Gewährt Gustav ein zweites Mal das Wort*
Ich habe die Strafe verdient *mit zitternd leiser Stimme* Allerdings hoffe ich das meine Frau unbescholten hier leben kann. Das wär mein wichtigster und im Wissen das morgen mein Todesurteil fällt einziger und letzter Wunsch, so ich einen äussern darf. Werte Allet, mehr als einen Fehler gemacht.
*Der Fürst nickt seiner Frau zu, sie möge wenn sprechen*
Allet: '*Sieht kurz zu ihrem Mann dem Fürsten und als dieser Nickt wendet sie sich Gustav zu* Ihr wart mir stets ein guter Freund Gustav und ich nahm auch an das Ihr Eurem Fürsten treu wäret und ihm nie schaden würdet.*sie nickt traurig* Das Ihr dies doch tatet erfüllt mich mit tiefer Traurigkeit. Was mit Idera geschehen wird hat das Tribunal zu entscheiden.
Ich bin Euer Freund und hätte Meldung machen müssen. *traurig, leise* Für den Fehler stehe ich gerade morgen zur dritten Nachmittagsstunde mit meinem *Berenthil mit knappen Worten bemessen* Es war ein Anschlag auf das Leben meines Sohnes. Das Tribunal wird richten. Habt ihr einen möglichen Nachfolger mit Euren Fähigkeiten der Austernfischerei und vor allem mit mehr Verstand als dem Euren?
*Die matten Augen halbwegs in Richtung des Fürstenpaares gerichtet* Ich kenne niemanden. Die meisten Leute verstehen nichts davon. Idera meinte sie erkundige sich, was im Moment schwerlich geht, da sie einsitzt wie ich weil sie das Paket überbrachte.
Nun denn. Ich gewährte Euch das Wort. Euch habe ich große Freude *kurz nach rechts* zu verdanken und großen Kummer *Er weiss das Gustav nichts mit Absicht tat. Doch Dummheit schützt bei solch Verbrechen vor Strafe nicht*
Morgen zur dritten Stunde wird das Urteil gesprochen und vollstreckt werden.Wachen!
*Die Wachen führen den Gefangenen ab mit einem Salut für dem Fürstenpaar*'
Das war mein schwerster Abschnitt des heutigen Tages *leise ihr zugewandt* Mir wäre ein Unbekannter lieber gewesen*'
Grüße *lächelt Allet charmant entgegen. Berenthil mit einem Nicken* Wir haben ein Urteil gefällt.
Berenthil: Setzen wir uns.Allet: '*Respektvoll wird sich vor dem eintreteten Fürsten verneigt * Zum Grusse Fürst Lestardon.
Was den Austernfischer anbelangt, nach Sachlage, Erwägen der Beweise ist das Urteil ein klarer Fall. Der Angklagte ist schuldig im Sinne der Anklagepunkte und wird morgen durch den Strick hingerichtet.
*Allet faltet ihre Hände , die locker in ihrem Schoß liegen, dem Gespräch der Fürsten still lauschend*
*Berenthil nickt knapp*
Weitaus schwieriger bei der Frau. Wisst ihr Allet hier gilt Sippenhaft. *sieht Allet an*'
*diese nickt leicht, den Blick zu Lestardon gewandt*'
Idera wusste nichts von einem Mann als das Paket in ihre Hände fiel. Im Glauben es sei ein Geschenk. Warum sollte sie auch denken das Gustav ihr Mann ein Geschäft machte. Erst ein paar Tage später erfuhr sie von dem Handel. Sie ging zu den Wachen und machte Selbstanzeige für sich und ihren Mann.
*Berenthil wartet*'
Es galt den Grad zu gehen. Das Gesetz der Sippenhaft beachten und gleichzeitig einer im Sinne vorsätzlicher Handlung Unschuldigen.
*Allet , den Blick wieder auf ihre Hände gerichtet, hört weiter zu.*
Folgendes Urteil: Idera wird für die Dauer einer Stunde in Dol Amroth an den Pranger gefesselt. Das Volk soll sehen wessen Tat ihr Mann begann. Allerdings setzen wir die Frau nicht dem Pöbel aus, sondern unter strenger Bewachung. Damit ist der Strafe der Sippenhaft Genüge getan.
*Berenthil nickt knapp*
Solch Schande wird diese Frau nicht länger ertragen. Wir haben ihr anschliessend Geleit zugesagt. Idera wird auf einen Schoner gehen. In ihre Heimat überführt. Sie stimmte dem dankbar zu.
Berenthil: Ein gerechtes Urteil *Der Fürst nickt zufrieden* Was wird mit der Taverne geschehen?
*Allet atmet innerlich ein wenig auf.Froh das Idera nicht mit dem Tode betraft wird wie ihr Mann Gustav.*
Nachts geht der Fürst in den Kerker. Ein kurze Handbewegung dem Kerkermeister entgegen der draussen wartet.
Der Tod durch den Strang kann qualvoller sein als mancher denkt *leise die knappen Worte des Fürsten der eine kleine Ampulle in der rechten Hand hält*
Ich gewähre Euch den Gnadentod Gustav. Nehmt den Inhalt. Ihr werdet einschlafen und morgen jeder denken ihr seid aus Angst einem Herzschlag unterlegen.
Der Verurteilte streckt die zitternde Hand aus. Der Inhalt fliesst die Kehle runter. Das Letzte was er in diesem Leben sieht ist der fahle Mondstrahl der durch das Kerkerfenster scheint...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Freitag 24. November 2017, 08:29

...Auszüge aus der Vorgeschichte...

Nach einem schönen Abend mit wohl neuen Freunden, einem Päärchen aus Bree kehrt er heim, öffnet die Kommode, holt den Brief des Onkels hervor. Nimmt vor dem Kamin im Wohnzimmer Platz und ja, öffnet diesen. Zweieinhalb Wochen früher. Zweieinhalb Wochen vor dem 25 Geburtstag, den Brief, jenen „geheimnisvollen“ Brief seines Onkels.

„Shairmon,
wenn Du diesen Brief öffnest, wirst Du Dich sicher freuen von mir zu hören. Ich weiß allerdings nicht, ob dem noch so sein wird, wenn Du am Ende des Briefes angelangt bist und all das, was vorher für Dich als gegeben, sich dann grundlegend geändert hat. Ich beginne daher mit unserer gemeinsamen Familiengeschichte.
Deine Großeltern, lieber Shairmon, waren alles andere als arm. Dein Großvater entstammt einer alten Adelslinie, ebenso die Kinder und deren Kindeskinder.“
Es ist ruhig in dem Raum. Sehr ruhig. Shairmon blickt stur nach vorne, verweilt einen Augenblick, nimmt den Brief zur Hand, liest weiter
„Dein Vater und Dein Großvater hatten nie ein gutes Verhältnis zueinander. Es endete damit dass Dein Großvater, Deinen Vater aus dem Haus warf und ihn enterbte. Seit dem Tag lebte er bescheiden von seiner Hände Arbeit, nahm sich eine liebenswerte Frau und versuchte zu überleben. Der Kontakt zu seinem Bruder, mir, brach völlig ab.
Eines Abends, ich rauchte vor dem Kamin wie jeden Abend meine Pfeife, dazu einen guten roten Wein, kam einer meiner Hausangestellten zu mir und sagte, ich habe Besuch. Eine junge Frau, etwas aufgelöst, bittet mich zu sprechen, meinte er. Ich ließ sie rein, warum auch nicht, mein Herz immer offen, wenn jemand in Not ist. Ihr Name Galladien . Ich war etwas irritiert, der Name sagte mir was, nur was? Es stellte sich heraus, dass es Deine Mutter war, die mich um ein Gespräch ersuchte. An diesem, jenen für uns drei folgenschwerem Abend, ergab ein Wort das Andere. Sie schüttete Ihr Herz aus. Ich muss gestehen, ein schöner Anblick noch dazu. Worüber wir insgesamt sprachen werde ich mit ins Grab nehmen, aber was an diesem Abend geschah, Dir, nun da Du 25 bist, nicht vorenthalten. Es wurde später und später, die Unterhaltung, vertraulicher. Ein Teil, des Gespräches war, dass Ihr Mann, ihr bittere Vorwürfe machte, sie könne wohl keine Kinder bekommen. Sie hat einfach mein Herz berührt, blieb an diesem Abend und in dieser Nacht bei mir. Ja, Shairmon, wir haben Zärtlichkeiten ausgetauscht. Am nächsten Tag ging sie zurück, zurück zu ihm.“
Ein lautes Seufzen durchbricht die Stille des Raumes
„Deine Mutter wurde schwanger. Ich erfuhr es einige Monate später. Ein guter Freund, ein Arzt, schien wohl bei ihr den fünften Monat festgestellt zu haben. Es bedurfte keiner komplizierten Rechnung meinerseits, die Begegnung mit ihr, jener Abend, war vor ungefähr fünf Monaten. Du bist mein Sohn Shairmon. Ich habe aber nie einen Anspruch erhoben, da ich Deine Mutter schützen wollte und Euch als Familie. Dann als junger Mann zogst Du aus und kamst zu mir. Du kannst jetzt sicher ein bisschen nachvollziehen, wie sehr ich mich freute, meinen Sohn zu sehen und endlich, nach all den Jahren Zeit mit ihm zu verbringen.“
Stille, nur das Knistern des Kamins, nimmt den Brief und liest weiter
„Du selbst sagtest mir, ich sei Dir näher als Dein Vater. Jetzt kennst du den Grund. Ich weiß, dass Du immer Deine bescheidene Art beibehalten wirst und das ist gut so. Zolle den Menschen Respekt, so sie es verdienen, unabhängig von der Herkunft. Wie haben auch ein Familienwappen (Es folgt eine genaue Beschreibung des Wappens)“
Shairmon dreht sich um, sieht das Gemälde an der Wand und erkennt es wieder. Noch vor einigen Tagen fragte er seinen Mentor, was es mit diesem Wappen auf sich haben könnte und dieser ihm doch sagte, es sei ein sehr altes Wappen, wohl älter als das Ölgemälde an der Wand.
Nimmt den Brief wieder zur Hand.
„Unser Abschiedsabend ist uns beiden schwer gefallen. Ich habe Dich sehr ungern ziehen lassen, aber ein junger Mann braucht Abenteuer. In der Zeit brachte ich Dir alles bei, was ein Mann aus unseren Kreisen können und wissen sollte. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, dass Du eines Tages zu mir zurückkehrst um unsere Geschäfte zu übernehmen, als mein Erbe.
Wo immer Du bist, in meinem Herzen bin ich bei Dir. Shairmon Sohn des Berenthil
Dein Vater“
Der junge Mann sitzt noch einige Zeit schweigend da. Dann faltet er den Brief sorgfältig zusammen, legt diesen in seine Schlafzimmerkommode und geht ins Bett. Schlafen wird er wohl nicht in dieser Nacht…

...

Ein Pergament wird im Haus der Sippe hinterlassen.

Meine Frau und ich werden am 23ten diesen Monats unsere Reise nach Gondor antreten. Es wird Zeit nach nunmehr zwei Jahren nach Hause zu reisen, um meinen Vater zu besuchen. Wir werden nach einer Zeit nach Bree zurückkehren.
Als ernannter Mentor möchte mitteilen, das nichts gegen eine Aufnahme der neuen Rekrutin spricht. Die Reiseroute bekam ich von den Boten, die auch die Briefe meines Vaters brachten. Eine kleine Handelsroute, die uns von Bree nach Gondor führen wird. Ich gehe mit gemischten Gefühlen, diese Reise, wir wissen es, nicht ungefährlich, unser Volk hier in alle Lande zerstreut. In der Hoffnung das sich das nach unserer Rückkehr nichts geändert hat, verbleibe ich mit besten Grüßen.

Euer Freund Shairmon,

Sohn des Berenthil

Bericht der Abschiedsfeier mit Freunden am Freitag vor der Abreise

https://dieibeth.wordpress.com/2015/03/ ... ser-reise/

Der Aufbruch in die einsamen Lande

Am frühen Morgen nach dem Keilermarkt, brechen sie auf. Rösser mit dem nötigstem bestückt. Tage später weicht das grüne saftige Gras des Breelandes, der kargen Landschaft in den einsamen Landen. An der staubigen Straße steht eine Taverne. Die Mauern marode, das Dach eingefallen. Sie kehren ein. Erstaunlicherweise ist die Kaschemme von vielen Leuten besucht. Der Umgangston rau. Nachdem beide feststellen mussten, das weder Wasser, noch das Essen genießbar, geht es weiter. Der Tag neigt sich langsam dem Ende und es gilt einen sicheren Schlafplatz zu finden. Auf dem Weg, von der Taverne Richtung der Pferde, werden sie gewarnt, die Wege seien gefährlich, dunkle Kreaturen lauern entlang der Straße, äußerste Vorsicht geboten. Die Wasserschläuche müssen gefüllt werden. Ein kleiner See rechtsseits der Straße. In der Nähe dem nahen Hügel entlang patroulliert eine Kreatur, ein Billwiss, offensichtlich alleine, denn weit und breit keine Anderen zu sehen.
Langsam nähern sich beide geduckt hinter Bäumen dem Wasser, den Bilwiss, der Beide noch nicht gesehen, stets im Blick. Sie brauchen das Wasser, die Schläuche sind leer, der Tod des Feindes beschlossen. Versteckt hinter einem Baum, die Armbrust angelegt. Er muss mit einem Schuss fallen, keine Möglichkeit bekommen, Alarm zu schlagen. Sekunden der Anspannung.
Ein einziger Schuss, der Feind fällt zu Boden. Aufatmen. Schnell werden die Schläuche gefüllt, im Schrittempo zu Fuß mit den Rössern die Straße entlang.
Die Sonne neigt sich gen Westen. Er studiert kurz die Karte. In der Nähe etwas abseits der Straße muss ein Lager sein. Der Weg dorthin nicht ungefährlich. Noch bevor die Sonne am Horizont verschwindet, erreichen Beide schließlich das kleine Lager. Ein Zelt errichtet, ein Platz für die Nacht.

Die einsamen Lande - Feste Guruth

Weitere Tage durch die endlos erscheinende Steppe. An den halbwegs geniesbaren Tümpeln die Schläuche aufgefüllt, Wildschweine, Hasen erlegt. Weiter westwärts. Das nächste gesteckte Ziel, die Feste Guruth. Die Straße wird, wenn sie denn einsehbar im Trab geritten, um die Kraft der Rösser zu schonen. Es ist staubig, leichter Nieselregen, die Silouette der Feste langsam zu erkennen. Da steht an der Straße, 50 Fußlängen entfernt ein riesiges Tier, ein Wolf? Nein größer als ein Wolf mit mächtigem Körper. Die Pferde leicht unruhig, als auch sie das große Tier am Straßenrand erblicken. Es geht zu Fuß ganz langsam mit den Pferden zurück, 100 Fußlängen von dem Raubtier entfernt. Es heißt warten, doch der Warg regt sich nicht, bleibt an der Straße. Um ihn herumreiten, brächte keinen Sinn, wo einer, da können in den Hügeln noch mehrere lauern. Er beschließt nach endlos erscheinenden Minuten, das Tier zu erlegen. Sie bleibt bei den Pferden. Entgegen der Windrichtung in Schussweite an geschlichen. Armbrust gespannt, Pfeil angelegt. Die Windrichtung dreht, das Tier wittert die menschliche Beute. Warge schneller als Wölfe, es löst sich der tödliche Schuss, doch der Warg erreicht den Gondorer noch. Beide fallen zu Boden blutüberströmt und bleiben liegen. Voller Angst und Sorge rennt sie zu ihm. Er lebt, doch ist er an den Oberarmen und Schultern durch tiefe blutende Kratzspuren verletzt. Das Tier wird von einigen Leuten der Feste zur Seite gewuchtet, die Wunden notdürftig versorgt und voller Sorge die Feste Guruth erreicht. Das Mauerwerk ist an einigen Stellen zerfallen, der Rest gut erhalten. Im kleinen Feldlazaret werden die Wunden versorgt, Verbände regelmäßig gewechselt. Glück gehabt.
Die Reise muss unterbrochen werden, bis die Wunden einigermaßen verheilt sind. Dann geht es weiter, zur letzten Brücke, der Grenze der einsamen Lande Richtung der Trollhöhen.

Nach einigen Wochen erreicht den Vater eine Nachricht des bekannten Notars aus Bree, das sein Sohn auf dem Weg zu ihm ist. Die Freude, über ein hoffentlich baldiges Wiedersehen, nach langer Zeit ist groß. Während der Sohn und seine Frau durch die Wildnis reisen, werden Vorkehrungen für die Ankunft der Beiden getroffen.

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Samstag 25. November 2017, 09:43

Nach einigen Wochen erreicht den Vater eine Nachricht des bekannten Notars aus Bree, das sein Sohn auf dem Weg zu ihm ist. Die Freude, über ein hoffentlich baldiges Wiedersehen, nach langer Zeit ist groß. Während der Sohn und seine Frau durch die Wildnis reisen, werden Vorkehrungen für die Ankunft der Beiden getroffen.

Von den einsamen Landen zur letzten Brücke, den Trollhöhen

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Tage vergangen, endloses karge Landschaft, staubige Straßen. Das Bedürfnis nach einen Bad im kühlen Wasser wächst mit jedem Meter. Die Landschaft beginnt sich langsam zu verändern. Ein Fluss eine Brücke, Wasser. Doch sie sind nicht allein. Nahe der Brücke kommt langsamen Schrittes ein Mann Ihnen entgegen. Schützend die Hand an der Waffe stellt er sich vor seine Frau.Worte werden gewechselt. Glücklicherweise kein Feind. Im Gegenteil, er bietet an, sie nach dem gewünschtem Bad in ein nahegelegenes sicheres Lager zu führen,
Zuerst, ein langes Bad im kühlen sauberen Wasser. Die Tümpel in den einsamen Landen, trugen wenig Wasser um dort ausgiebig baden zu können.
Endlich Wasser für Mensch und die Pferde. Nach dem Bad werden die Wasserschläuche gefüllt und zurück zur letzten Brücke geritten wo sie schon erwartet werden und wie versprochen in ein kleines Lager geführt. Einsam, aber sicher oben versteckt in der üppigen Waldlandschaft der Trollhöhen. Der Mensch ist einer aus dem hohen Norden, einer von dem erzählt wird, er könne die Gestalt eines Bären annehmen. Ein großer, rustikaler doch freundlicher Gesell. Es gibt Keilerbraten, Wasser und Bier, extra zubereitet und auch ein Zelt für Beide aufgestellt.Ein erholsamer Abend am Lagerfeuer lässt vergessen, das schon Einiges hinter, doch noch ein weiter Weg vor Ihnen liegt...

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Die Trollhöhen

Am nächsten Tag, es ist schon Mittags das Paar mit einer kräftigen Pilzsuppe, Früchten aus den Wäldern zum Frühstück versorgt. So schön die Gegend so tückisch kann sie sein. Sie werden gewarnt vor denen, welche der Gegend den Namen gaben. Fängt die Straße leicht an zu beben, ist ein Troll in der Nähe.
Der freundliche Gesell malt mit einem Holzstück eine sichere Route nach Bruchtal in den Boden. Den Ort den die Beiden unbedingt auf Ihrer langen Reise besuchen wollen. Das Paar wird noch mit Früchten und Fleisch vom gestrigen Abend versorgt, und so verlassen sie nicht nur das Lager, sondern auch einen neu gewonnenen Freund.
Weiter geht die Reise auf der beschriebenen Route Richtung Bruchtal. Große Bäume mit saftig orangen Blättern. Wild an der Straße, ein schönes Gebiet, als nach ein paar weiteren Tagen, die Straße leicht beginnt zu beben. Den Troll erlegen? Ein gar törichtes Unterfangen. Es heißt Rückzug bevor sie gesichtet werden. In guter Entfernung versteckt hinter Bäumen, überquert der Troll die Straße und verschwindet in den Wäldern. Aufatmen, noch lange nicht. Die Straße ruhig, im Schritt geht es weiter. Die Gegend scheint beiden gesonnen, ohne weitere Vorkommnisse, ein Flussbett erreicht. Er watet Meter für Meter durch das Wasser, um für Ross und Reiter eine passable Furt zu finden. Seine Frau bleibt bei den Pferden. Das Wasser ruhig und keine Strömung. Zurück zu den Pferden passieren beide die Furt. Es geht weiter nach oben in die Berge. Die Luft wird deutliche kühler, die saftigen Bäume weichen der kargen Landschaft der Berge. Schon gut geübt im Jagen nach Nahrung, der Suche nach Wasser, dem Aufstellen des Lagers. Noch ein Stück Weg nach Imladris.

Trollhöhen - Imladris

Tage später durch das Gebirge des Hochmoors kurz vor den Toren der Elbenstadt. Sein Ross stolpert und geht zu Boden. Alle Versuche das Tier wieder auf die Beine zu bekommen scheitern. Es bleibt nur das Eine. Der Sattel, das Zaumzeug entfernt, das andere Ross beladen, bittet er seine Frau vorzugehen. Ein letztes Mal wird das Pferd gestreichelt, den treuen langjährigen Kameraden. Er spannt die Armbrust: "Machs gut alter Freund" und versetzt seinem Ross den Gnadenschuss.
Vor den Toren der Elbenstadt, werden sie von den dortigen Wachen befragt, warum das Paar Einlass erbäte. Nach einer Weile und ohne Waffen wird es Ihnen gestattet die Stadt zu betreten. Sie haben Hunger, sind müde und brauchen einen Platz zum Schlafen. Die Eindrücke überwältigend,Ein steiler Zickzackpfad führt ins Tal hinab; das letzte Stück des Weges zum Flussufer verläuft über eine in den Fels gehauene Treppe und einen ordentlich angelegten Pfad.
Das Tal selbst ist grasbewachsen und mit Eichen und Buchen bestanden. Die Architektur überwältigend.
Als Erstes werden sie von einem Elben zum heimeligen Haus verwiesen, wo Ihnen der Eintritt zunächst verwehrt, aber angeboten wird das Ross zu versorgen und die Vorräte zu lagern, solange sie in der Stadt weilen. Nach langer Suche, kommen beide im Gästehaus unter. Der Hunger plagt, es geht in die Stadt, leider ohne nennenswerten Erfolg irgendwo eine Art Taverne zu finden. Einige Zeit später, ihre Suche nicht von Erfolg gekrönt, treffen beide einen Elben in feiner Robe. Er erkennt, der Mann kommt aus Gondor, das Paar ist müde und hungrig
"Niemand soll Hunger leiden in unserer Stadt"
Endlich der Einlass gestattet in die Eingangshalle, der dortigen Taverne. Wie alles in dieser Stadt, unvergleichlich, das Essen ein Gedicht.
Der Beschluss seht fest, noch etwas länger zu bleiben. Ohne ein zweites Ross wäre die Reise hier zu Ende.
Ein langer Tag, er geht zur Neige...

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Bruchtal liegt im Nordwesten, etwas versteckt in einer Schlucht des Bruinenflusses, der die Hochmoore westlich des Nebelgebirges durchschneidet und ist relativ schwer zugänglich. Wohl zum Schutz vor Feinden verborgen. Aus westlicher Richtung kommend hat der Wanderer einen durch zahlreiche Felsklüfte und Sumpflöcher erschwerten Weg zum Bruinental zu überwinden und anschließend eine Furt zu überqueren.Über einen Zugang zur Schlucht von Norden, Süden oder Osten ist nur wenig bekannt. Von Westen kommend sind Felsklüfte und Sumpflöcher zu überwinden, um zum Bruinental zu gelangen, wo eine Furt überquert werden muss. Der Weg ist mit weißen Steinen markiert. Imladris als Zuflucht vieler Menschen und Elben, die sich ausruhen oder gesunden wollen. Aufgrund seiner umfangreichen Bibliothek und Erbstücke, sowie Reliquien der Elben ein Zentrum der Gelehrsamkeit. Einen wunderschönen Garten, welcher auf einer Höhe über den Flussufern angelegt ist. Terassen mit Blick zum Flussufer in welchen steinerne Sitzbänke eingelassen sind. Ein Ort der Stille, ein Ort neue Kraft zu schöpfen. Beide verbringen unvergleichlich schöne Tage. Doch es ist Zeit aufzubrechen. Beim dortigen Stallmeister wird ein neues Ross besorgt. Schweren Herzens, doch mit dem Blick nach vorn, Bruchtal verlassen die Reise nach Gondor fortgesetzt...

Eregion

Tage später, Imladris liegt weit hinter Ihnen, erreichen sie über einen verschlungenen Trampelpfad, fernab bekannter Routen, Eregion.
Die Elben Eregions, die sehr gute freundschaftliche Beziehungen zu den Zwergen hegen und regen Handel mit den Zwergen Khazad-dûms betreiben.
Eregion liegt auf der Westseite des Nebelgebirges. Im Süden grenzt es an den Glanduin, im Nordwesten an Mitheithel und Bruinen.
Die Hulstbäume, Bäume mit graugrünen Stämmen, die aus dem Gestein der Berge zu bestehen scheinen, mit dunklen glänzenden Blättern und leuchtend roten Beeren. nach denen das Land benannt worden ist. Auch das Wappen Eregions ist ein Hulstbaum. Die Hulstpflanzen gibt es nicht nur in Baum-, sondern auch in Buschform. Insbesondere auf dem Hulstenkamm ist diese Flora sehr intensiv vorhanden.
In einem kleinen Lager unweit der Strasse machen die beiden Rast. Sie werden freundlich empfangen. Es gibt Wasser, Spanferkel, Tee, die Pferde werden ordentlich versorgt, eine Frau aus Rohan, einen redseeligen Zwerg und vor allem reichlich Bier.
Es kam was kommen musste...
Der Zwerg und der Gondorer zechten gröhlend die halbe Nacht, "lösten" in nur einigen Stunden mit großen Reden sämtliche Probleme Mittelerdes.

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Betrunken torkelt er ins Zelt, der Zwerg bleibt gleich an der Feuerstelle liegen. Die Männer, was unschwer zu hören war, dem komatösen Schlaf erlegen, während die Frauen "finstere" Pläne schmiedeten, die Herren am nächsten Morgen, mit brachial Methoden, wie zum Beispiel mit einem Eimer, gefüllt mit kaltem Wasser aus dem Tiefschlaf zu holen.
Der nächste Tag wie erwartet mit starken Nachwehen und einem Katerfrühstück. Immerhin schafft er es aus dem Zelt zu kriechen, mehr oder minder. Die Rohirr bereitet dem Paar ein gutes Frühstück. Vorräte werden aufgefüllt, doch der Zwerg kommt mit keinen guten Neuigkeiten ins Lager zurück. Genau kann er es nicht sagen, aber die Kunde, das es Krawalle an den Grenzen in Enedwaith gibt, schon wie ein Lauffeuer herumgesprochen. In einem weiteren Lager treffen sie auf einen Kurier, der ihnen genau das bestätigt. Es ist nicht möglich, die Grenzen zu passieren. Ein herber Schlag für die beiden Reisenden. Da bleibt nicht viel an Alternativen übrig, außer harren, was Monate bedeuten kann, nach Bree umkehren, was Beide nicht wollen, oder...durch den Berg...und einen ellenlangen Umweg durch Rohan in Kauf zu nehmen.
Lange überlegen sie. Die Reise geht nach Nordosten. Tage gehen ins Land, als das Paar, müde und erschöpft, ein Lager erreicht. Dort treffen sie den Zwerg wieder, der Ihnen einen seiner Vetter nennt, der in der Nähe des Hulstentors in einem Lager lebt. Immerhin ein kleiner Lichtblick.
Was bleibt;
wachsendes Unbehagen darüber,
Wochenlang ohne Licht,
Orks und wer weiß was sonst noch in den Tiefen auf sie lauert...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Montag 27. November 2017, 07:58

Am nächsten Morgen, versorgt mit Proviant, wird die Reise fortgesetzt. Schon bald gelangen sie durch das karge Tal an die Mauern von Moria. Noch einmal der Blick zum verhangenen Himmel, Tageslicht, das letzte für Wochen…

Moria

Moria, von den Zwergen Khazad-dûm genannt, das größte und berühmteste aller Zwergenreiche, im Nebelgebirge unter den Bergen Caradhras, Celebdil und Fanuidhol.
Das prächtige Höhlensystem, ein weitläufiger Komplex von Höhlen und Gängen; mit Bergwerken, Schmieden, Städten aus dem Stein gehauen.
Die Schmieden von Moria erzeugen die technisch fortgeschrittensten Gegenstände aus Metall oder Stein. Die Handwerkskunst der Zwerge sucht ihresgleichen.
Anfang des Ersten Zeitalters von Durin I. gegründet. Seit jeher war Khazad-dûm die Heimstatt von Durins Volk. Die Zwerge schürfen hier nach Mithril, einem besonders wertvollen und seltenen Metall.
So staunen die Beiden nicht schlecht, als sie den ersten Punkt hinter dem großen Tor in Moria erreichen. Eine große Halle, seltsame Kristalle, die das Licht von den Feuern der Kohlebecken zu reflektieren scheinen, der Halle mehr Helligkeit zu verleihen. Die Bauten aus den rohen Felsen gehauen, beeindruckend für das reisende Paar. Zunächst gilt es den Vetter zu finden. In der Halle befinden sich viele geschäftige Zwerge und nach einer kurzen Zeit, werden beide fündig.
Im Gegensatz zu der üblichen Zurückhaltung gegenüber Fremden, wird das Paar, für Zwergen Verhältnisse, recht freundlich empfangen.
Bei allem Staunen gleich schon die erste Hürde.
Die Pferde können nicht mit, sie müssen wie alle hier unten auf Ziegen ausweichen. So werden Sättel und Vorräte auf die neuen „Rösser“ umbeladen. Das Reiten auf diesen Tieren, nicht ganz ohne „Tücken“. Sehr zur Belustigung der ansässigen Zwerge, bäumt sich ihres erst einmal auf, fast wäre sie aus dem Sattel gefallen, das Seine bewegt sich keinen müden Meter vorwärts. Die „Begeisterung“ über die neue Art des Reisens hält sich bei Tier und Mensch eher in Grenzen.
Der Vetter gibt Beiden eine Karte und eine Empfehlung an den nächsten Verwandten mit, der schon tiefer im Berg im nächsten großen Lager, namens Delfblick leben soll.
Die Wege aus Stein, schlängeln sich kurvenreich durch die geheimnisvollen Tiefen unter den Bergen. An den Straßen kleine Laternen. Alles mehr im Halbdunkel, seltsame Schatten, scharrende Geräusche, doch die Ziegen scheinen den Weg fast wie von selbst zu finden. Kleine Lager am Rande der Wege. Dort wird halt gemacht und übernachtet, irgendwo draußen abseits der Straßen viel zu riskant. Es heißt, Orks und Bilwisse lauern überall und wer weiß was sonst noch in den Tiefen auf sie wartet.

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Nach einigen weiteren Tagesritten erreichen sie Delfblick. Eine faszinierende Architektur aus dem Stein gemeißelt. Reflektierende Kristalle, Kohlebecken und beschäftigte Zwerge. Den Vetter finden sie nach einer Weile, nach ein paar interessanten Gesprächen mit den hiesigen Zwergen.
Sogar Hilfe wird Ihnen angeboten. Gleich schon am nächsten Tag, würde eine kleine Truppe zum Schürfen in die Minen reisen, die auf dem Weg des nächsten Ortes ihrer Reise liegen. Besser zu Mehreren als zu Zweit durch das Dunkel. Sie nehmen das Angebot mehr als nur „gerne“ an.
Wo nun schlafen? Es werden ihnen Säcke, die übereinander gestapelt sind, angeboten.
Inmitten des Raumes ein großes Feuer und auch Betten. Warum auf Säcken schlafen, wenn es doch Betten gibt?
Diese Frage wird nach, einem kräftigem Essen am Feuer, wie von selbst beantwortet. Immer mehr Zwerge kommen, essen, trinken ihr Bier und fallen in die Betten. Ein wahres „Schnarchkonzert“!
Nichts, wie zurück zu den Säcken.
Für beide ist nicht nur schwer, sich an das Dunkle zu gewöhnen, der Tages –und Nachtrhythmus komplett aus den Angeln und es sind noch Wochen bis
zum Tageslicht…

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Moria, der Weg durch das Dunkel

Am nächsten Tag geht es weiter. Die Gruppe der Minenarbeiter scheint Wege zu kennen, die nicht auf der Karte verzeichnet sind. Ihm wird eine weitere Karte in die Hand gedrückt, eine die zu mindestens für einen großen Teil der Strecke, Sicherheit verspricht, sollten sie sich verlieren.
"Versprich uns Junge, das die Karte, wenn ihr Beiden hier raus seid, für immer verschwindet"
"Das verspreche ich. Habt Dank. Wir sind froh über Euer Geleit und Hilfe.
Die Gruppe bricht auf. Endlos erscheinende Wege, die nach dem einen oder anderen Feindkontakt, wo er Seite an Seite mit den Zwergen kämpft und die Gruppe siegreich hervorgeht, nach weiteren Tagen zu den Minen führen. Hier in der Nähe, trifft die Gruppe erneut auf den Feind, einige Orks, tauchen plötzlich aus dem Dunkel auf versperren den Weg. Der Kampf unausweichlich.

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Der Anführer der Zwergentruppe, rät den Beiden jetzt weiterzuziehen, wenn die Orks in den Kampf verstrickt werden.
"Wenn ich ein Zeichen gebe, auf die Ziegen und los. Wie kommen klar hier. Nicht das Erste Mal, das wir die Mistkerle erschlagen!"
Der Anführer klopft kurz mal auf die große Stahlaxt mit breitem Grinsen.
Keine Zeit mehr für weitere Wortwechsel, es heißt kämpfen.
Er nickt, bereit dem Rat zu folgen, das Leben seiner Frau, die höchste Priorität.
Der Kampf beginnt, die Anzahl der wütenden gröhlenden Orks, nicht größer als die der tapferen Zwergenrecken. Es steht Mann gegen Mann.
Beiden gelingt es abseits, an den Kämpfenden vorbeizukommen. Dank der Zwerge.

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Müde abgekämpft geht es weiter. Nach einigen Tagen entdeckt das Paar eine Art See. Vorher vergewissern sich beide, das sie die Einzigen hier sind.
Einer hält dennoch Wache, sicher ist sicher, während der Andere kurz, denn lange kann man in dem zwar klaren, aber eiskalten Wasser nicht verharren, baden geht. Besser so, als die langsam stinkende juckende Haut länger ertragen zu müssen. Selbst wenn die Kleidung dreckig, besser fühlen sich Beide allemal und erreichen die 21.te Halle. Trotz der Müdigkeit, hingerissen von dem monumentalem Bauwerk tief unten im Berg.
Ein Bett auf einem Karren endlich was zu essen. Mal ausruhen für ein paar Tage. Die Kleidung in den Wassertrögen waschen. Vorräte auffüllen und das gigantische Bauwerk besichtigen. Sie erfahren, das es von hier aus noch ungefähr zwei Wochen bis nach Lorien sind. Es liegt sicher daran, das er Namen nennen kann, von der tapferen Zwergentruppe, den Minenarbeitern, natürlich wieder Vettern, eine weitere Karte ihm in die Hand gedrückt, eine Abkürzung zur 1ten Halle, dem Weg zu den Elben
Zwei Wochen, nur noch zwei Wochen zum Licht....

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Montag 27. November 2017, 15:05

Der Weg ans Licht - Lorien

Wochen, Monate? Er macht nach dem Aufstehen einen weiteren Strich auf das Pergament. Dunkle Wege, manche Kreaturen, der Weg weiter irgendwie nach Westen. Sie haben Glück. Die Söhne Durins Ihnen gut gesonnen. Hilfe in jedem Lager, weil Beide immer wieder Grüße von Vetter an Vetter ausrichten können. Das hat das Paar gelernt. Diese Zwerge sind hervorragende Baumeister, suchen Ihresgleichen, Schmiede, mutig, unerschrocken. Ein starkes Volk. Vieles hat sich geändert.
Wenn sie wieder Monate später nach Bree zurückkehren, dann mit mehr als nur einer Erfahrung, sondern mit großer Achtung, Ehrfurcht, tiefer Anerkennung diesem Volk gegenüber.
Es waren Vettern und deren unerschrockene Freunde denen das Paar eine einigermaßen "friedliche" Reise zu verdanken hat. Das Gerücht Zwerge seien mürrisch mag zum Teil stimmen. Mürrisch oder nicht, sie durften Seite an Seite stehen füreinander, miteinander.
Unvergesslich für Beide.
Eine Truppe im Kampf, eine andere achtete auf seine Frau. Dunkelheit mag Angst bereiten, sie kann auch etwas Gutes haben. Ehrlicher Zusammenhalt, denn ohne wäre das Leben schnell verwirkt, da unten in den Tiefen unter den drei Bergen.
Wochen später erreichen Beide den Punkt den man Erste Halle nennt von dort aus ins Licht zurück.
Die Augen brauchen eine Weile, sich an das Sonnenlicht zu gewöhnen. Dank einer Karte eines Vetters erreichen sie ein kleines Lager nicht weit weit entfernt von den Toren unter den Bergen.
Der Blick zurück, die Söhne im Berg werden unvergessen bleiben.
Müde, froh wieder Sonne, Tag und Nacht zu erleben, bleiben Beide Tage. Lorien ein Ort, wie in einer anderen Welt
Wieder heißt es weiter Richtung Gondor, das noch weit entfernt liegt mit seiner über alles geliebten tapferen Frau an der Seite...

Lothlorien der goldene Wald

Geographisch auf der östlichen Seite des Nebelgebirges unterhalb des Spiegelsees (Kheled-zaram) und dem Osttor von Moria. Im Osten wird der Wald durch den Anduin begrenzt. Im Süden ist Lóriens Grenze nicht klar erkennbar und liegt irgendwo in der Ebene von Celebrant (Parth Celebrant).
Eine wundervoll, blühende Landschaft erwartet die beiden nachdem sie das Lager wieder hoch zu Ross verlassen. Satt leuchtende orangene Blätter lassen dem Wald in einem goldenen Glanz erscheinen. Die hohen Mallornbäume, deren Wipfel in den Himmel ragen. Gegensätzlicher zu den Tiefen unter den Bergen könnte es kaum sein.

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Doch die Freude währt zunächst nur von kurzer Dauer, als eine Patrouille Ihnen den Weg versperrt. Erklärungen werden verlangt, warum zwei Menschen das Land der Elben passieren. Er beginnt über die Zustände an den Grenzen zu Enedwaiths zu berichten, warum die Route dann durch Moria führte und das Beide auf der Durchreise nach Gondor sind. Der Wachhabende ist skeptisch und schickt einen seiner Männer, um den Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Die Wachen erstaunlich gut informiert. Ein Glück für die Beiden, sie dürfen den Weg Richtung Süden fortsetzen mit einem Erlaubnisschreiben, falls noch, was höchstwahrscheinlich ist, weitere Wachen Ihnen auf dem Weg begegnen. Geraten allerdings auf den Straßen zu bleiben .

Nach Tagen erreichen sie die sagenumwobene Stadt Caras Galadhlon. Vor dem riesigen Tor wird der Weg erneut versperrt und der Einlass verweigert.

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Eine Reise dieser Art muss gut vorbereitet sein. Er zieht ein kleines Pergament aus der Manteltasche, das einem der Wachen überreicht wird. Der Inhalt des Schreibens wird wohlwollend zur Kenntnis genommen. Eine Wache mit dem Papier verschwindet ins Innere der Stadt, kehrt nach einer Weile zurück, wechselt mit dem Wachhabenden in Sindarin einige Worte. Der Hauptmann reicht dem Gondorer das Pergament zurück mit einem etwas freundlicherem Willkommensgruß und der Anweisung die Waffen hier bei den Wachen vor den Toren zu lassen. Kein Problem für das Paar dem Einlass gewährt und sich dann hoch zu Ross durch das Tor begibt.

Caras Galadhon

Hauptstadt von Lothlórien, der Sitz von Galadriel und Celeborn, liegt auf einem Hügel und wird von einem tiefen Graben und einer grünen Mauer umgeben, die wahrscheinlich aus Erde besteht. Von einem Weg im Norden, der zum Cerin Amroth führt, ist im Westen rundum die Stadt in der Form eines Halbkreises eine gepflasterte Straße angelegt, die zur einzigen Brücke über den Graben im Süden führt, wo sich beide Mauerenden überschneiden.
Caras Galadhon unterscheidet sich stark von allen anderen herkömmlichen Städten in Mittelerde.
Die Elben der Stadt wohnen auf Fletts, Emporen die miteinander verbunden sind, in den Ästen der riesigen Mallorn-Bäume, die auf dem Hügel stehen. Der Größte von allen steht in der Mitte der Stadt an der höchsten Stelle des Hügels. Unter diesem Baum entspringt ein kleiner Bach, der nach Südosten den Hang hinab fließt und dabei auch Galadriels Garten, in dem ihr Spiegel steht.
Das Paar ist überwältigt von der Schönheit, der Symbiose von Natur und Baukunst. Tage später werden die Bündel gepackt. Was gibt es jetzt schon vieles zu erzählen, wenn sie nach Bree zurückkehren. Doch daran ich lange nicht zu denken. Ein weiter Weg, geschuldet, das die Handelsroute zu dem Zeitpunkt ihrer Reise gesperrt, liegt immer noch vor Ihnen. Er nutzt das Verweilen einen Brief an das Volk Gondors zu schreiben, welcher Wochen brauchen wird.

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„Meine Freunde,
wir sind nach langen Wochen in Lorien angekommen. Ungünstige Umstände zwangen uns durch den Berg über Lorien weiter zu reisen. Rohan liegt vor uns und vieles haben wir schon hinter uns gelassen. Es geht uns gut, wir sind unversehrt. Trotz aller Gefahren, welche waren und sein werden, haben wir viel Hilfe erfahren. Den Valar sei es gedankt! Es geht weiter, weiter nach Hause, nach Gondor.
Euch sichere, gute Wege im fernen Bree.
Euer Shairmon und Anmona Berenthil“

Weiter geht die Reise gen Süden….

Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Mittwoch 29. November 2017, 20:11

Von den Weinbergen Loriens nach Stangard der Pforte von Rohan

Ein letzter Halt in Lorien, den Weinbergen. Eine wunderschöne Landschaft wie überall hier. Hoch oben in den Wipfeln schlagen sie das Nachtlager auf. Ein wenig schwermütig diese beeindruckende Natur zu verlassen. Es muss weiter gehen. Weiter Richtung Süden.
Eine steinige Straße führt durch ein dichtes Waldgebiet. Nach Tagen, die Landschaft lichter und erreichen den Teil Mittelerdes welcher der große Fluss genannt wird.Die Ufer des Großen Flusses durchdringen viele unterschiedliche Regionen. Er fließt vom hohen Norden entlang der nördlichen Grenze Rohans und trennt Lothlórien vom Düsterwald.

Stangard

Die Stadt eher eine Festung mit mehreren Wachtürmen bestückt die größte in der Gegend. Die "Begrüßung" der Wachen gegenüber den Beiden, wie in Kriegsgebieten üblich, reserviert. Die Waffen müssen an den Toren abgelegt werden. Ausdrücklich darauf hingewiesen nur eine Nacht die Erlaubnis zu erhalten in der Stadt zu bleiben. Im Inneren viele Zelte mit Verwundeten, Schwerbewaffnete Rohirim, die Patrouille laufen. Kein Zweifel, da draußen vor den Toren herrscht der Krieg gegen das Böse aus Mordor. Rauchschwaden am Horizont. Keiner der Wachen ohne schwere Waffen.
Welch ein Unterschied zu Lorien!

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Es heißt: Zurück in die Realität und das die Reise der Beiden nicht nur schöne Dinge birgt.
Nachdem die Pferde bei einem Stallburschen abgegeben worden sind, geht es ins nahegelegene Gasthaus, ein Zimmer für die Nacht suchen. Hier herrscht reges Treiben. Viele Soldaten sitzen an den Tischen, essen, trinken, eine kurze Rast, bevor es zurückgeht auf das Schlachtfeld.
Der Schankwirt ein herber freundlicher Gesell, beschreibt wir sie am Besten an die vielen lagernden Orkstämmen vorbeiziehen können. Zumindestens eine mögliche Route Wenigen zu begegnen. Ausschließen kann der Wirt es nicht. Damit war zu rechnen. Ab jetzt geht es durchs Kriegsgebiet
Das Paar isst zu Abend, dann geht es zeitig ins Bett.
Mit Anbruch des frühen Tages, weiter nach Süden...

Rohan entgegen

Im frühen Morgengrauen ist Aufbruch. Rohan entgegen. Die Karte des Wirtes erweist sich als zuverlässig. Trotz der prekären Lage des Landstriches keine Sichtung etweiliger Feinde.
Einige Tage später jedoch, kurz vor der Grenze zum Land der Pferdeherren wird die Luft plötzlich langsam kühler. Ein seltsames Phänomen, die Sonne scheint am Horizont, als eine unerklärliche Kälte sich Beider bemächtigt und wie aus dem Nichts dunkle Wolken den Tag zur Nacht werden lassen. Die Pferde beginnen zu scheuen. Zeit abzusitzen und mit den Tieren zu Fuß versuchen weiter zu gehen. Ein schwerliches Unterfangen und nicht nur die Tiere beschleicht ein ungutes Gefühl. Im Dämmerlicht des Halbdunkels, werden langsam schemenhafte Schatten sichtbar, die über die kleinen Hügel hinweggleiten. Schritt für Schritt nur weg von hier. Das Licht in diesem Landstrich ist dem der Schatten gewichen. Kälte zieht den Lebenden durch Mark und Bein.
Plötzlich kreuzt etwas den Weg, schnell lautlos, dann wieder verschwunden. Mit aller Körperkraft müssen die Pferde die letzten Meter zur Grenze mehr oder minder „gezogen“ werden. Die kleine steinige Straße passiert eine große Ruine. Seltsames Heulen zu vernehmen, der Wind?
Die Kälte, Meter für Meter, unerträglicher. Etwas scheint den Beiden die Lebenskräfte mit jedem der immer schwerer fallenden Schritte zu entziehen. Mit eisernem Willen und letzter Kraft werden endlich eine Brücke und dahinter eine Art Steppenlandschaft sichtbar. Nur noch mühsam das andere Ende der Brücke erreicht. Ausruhen…
Stunden später, die Kälte aus den Körpern entwichen geht es weiter, das Dunkel weicht dem Licht der Steppenlandschaft, vor Ihnen liegt Rohan.

Rohan: Land der Pferdeherren

Zwischen dem großen Fluss Anduin und dem Weißen Gebirge liegt das Königreich Rohan. Ein flaches, grünes Land mit wenigen Hügeln und großen ausgedehnten Grasmeeren. Die Nördlichen Grenzen bilden Fangorn und der Fluss Limklar. Im Osten zieht sich die Grenze entlang des Anduin, über die Ostmauer von Rohan bis zu den Mündungen der Entwasser und dem Mering-Strom. Die natürliche Grenze im Süden bildet das Weiße Gebirge. Die westlichen Gebiete werden von den beiden Flüssen Adorn und Isen begrenzt. Die Rohirrim, ein Bauernvolk, das von Viehzucht und Ackerbau lebt. Wenn auch keine Nomaden, so sind die Rohirrim doch ein Reitervolk, dessen Reiter als die besten in Mittelerde gelten und berühmt und gefürchtet sind.
Die erste Rast wird in Harwick gemacht. Schon erstaunlich, trotz plündernder Orks, schwer bewaffneter Soldaten, spielende Kinder, ein See in der Mitte. Idylle inmitten des tobenden Krieges. Hier lohnt es einige Tage zu bleiben. Ein gutes Stück der langen Reise ist geschafft weiter, weiter Rohan passieren. nach Gondor, das immer näher rückt...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Freitag 8. Dezember 2017, 19:04

Der nächste Morgen. Frühes Erwachen. Da liegt ein Schreiben auf dem Nachtisch des großen Raumes. Immerhin Betten für viele. Geschlafen trotz mancher Nebengeräusche haben Beide gut. Das Pergament wird geöffnet. Es ist vom Vater:

Mein Junge

Deine Nachricht das ihr über Moria, dann Rohan passieren, erreichte mich. Ihr werdet in der Stadt des Waldmeisters, Rast machen. Dort wird Euch jemand erwarten. Es ist wichtig.
Ich erwarte Eure Ankunft.

Dein Vater

Der Brief, das kennen Beide, ohne Siegel, man weiß nie ob die Post auch den Empfänger erreicht. Nach einem Frühstück und Tage später gelangen sie in die Stadt des Waldmeisters.
Seltsam, als hätte man die Ankunft der Beiden erwartet, sprintet ein Junge auf das Paar zu:
"Da in dem Haus, wartet Einer, hat mir 2 Kupferlinge gegeben."
Schon ist er weg.
Beide gehen zum Haus. Dann hinein. Keiner da.
Für den ersten Augenblick, als wie aus dem Nichts eine vermummte Gestalt sichtbar wird. Schützend stellt der Gondorianer sich vor seine Frau. Der Fremde nimmt den Mundschutz ab.
"Ihr seid der Jenige, die Beschreibung passt. Wenn ihr Dunharg erreicht. Dann wird ein Waldläufer auf Euch warten"
"Hat es mit dem Schreiben zu tun und warum sollten wir dorthin, ich will eine andere Route weiter"
"Die ist dicht. Geht nach Dunharg, dort wird ein Waldläufer warten und folgt den Anweisungen."
"Was hat es damit auf sich?"
fragt er den Fremden doch der nickt nur knapp und bleibt Beiden eine Antwort schuldig.Schmeißt ihm eine Münze zu und verschwindet.
Eine Nacht, gutes Essen, sogar ein kleines Gästehaus.

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Es bleibt Unbehagen, aber den Brief des Vaters zu Händen, voll Vertrauen.
Einen weiteren Tag später, weiter, nicht wie geplant, West Rohan entgegen...

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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Freitag 8. Dezember 2017, 19:13

West Rohan

Eine wochenlange Reise, West Rohan entgegen. Dank einer alten Karte, welche Beiden noch in Ost Rohan an die Hand gegeben wurde, kann das Paar
einigermaßen sicher fernab bekannter Routen nach West Emnet gelangen.

West Emnet

aus dem Rohirrischen übersetzt, West-Ebene oder Plateau des Westens, ist eine der fünf Regionen Rohans
Das Gebiet liegt zwischen den Flüssen Isen im Westen, Schneeborn im Süden und Entwasser im Osten. Im Norden schließt sich der Fangornwald an.
Südlich der großen Ebene beginnt das Weiße Gebirge, wo mit Edoras und Helms Klamm die wichtigsten Siedlungen Rohans liegen.
Das Westemnet grenzt an drei der vier anderen Provinzen: Westfold (Westen), Ostfold (Süden) und Ostemnet (Osten).

Eine lange Reise über Aldburg Richtung Edoras. Der Stadt am Fusse der weißen Berge. Alles verlief einigermaßen reibungslos, doch kurz vor den Toren der Stadt, taucht ein Halborkreiter, wie aus dem Nichts auf der Straße auf. Es kommt zu einem Angriff. Der Ork wird zwar durch den Gondorianer getötet,doch er selbst durch einen Streifschuss verletzt. Versorgt von seiner Frau noch an Ort und Stelle, kommen Beide nach Edoras.
"Nur ein Kratzer"
seine Worte...

Edoras

Die Hauptstadt von Rohan, wurde von Eorl und seinem Sohn Brego gegründet. Die Siedlung wird geschützt durch einen Erdwall und eine hohe Steinmauer, die mit Dornen gekrönt ist. Auf der abgeflachten Spitze des ursprünglich grünen Hügels thront die Goldene Halle Meduseld, der Regierungssitz der Könige von Rohan. Vor der Stadt befinden sich die Hügelgräber der Könige, auf denen die berühmte Pflanze Simbelmyne blüht. Der Name der Stadt bedeutet übersetzt Die Höfe.

Der "Kratzer" erweist sich als hartnäckig. Die Wunde blutet leicht. Eine Ansässige sieht den Verletzten und seine besorgte Frau.
"Kommt lieber mit. Hier in der Stadt gibt es einen guten Heiler. Der sollte einen Blick auf die Wunde werfen"
Als dieser die Wunde untersucht, die Umstände erfragt, wird der versierte Mann plötzlich sehr schnell. Wasser, Tinkturen, Leinentücher, Verband, Messer nach oben in eine der Krankenstuben gebracht. Er muss sich hinlegen, bekommt eine Tinktur verabreicht und schläft nach einer Weile ein. Seine Frau weicht ihm nicht von der Seite.
In Sorge und das nicht zu Unrecht.
Der Heiler und seine Assistentin beginnen mit einem kleinen Eingriff und der fachmännischen Versorgung der Wunde.
Glücklicherweise alles zur rechten Zeit, denn der Orkpfeil war vergiftet und nur ein Streifschuss.
In Edoras nicht das erste Mal, das Verletzte mit Vergiftungen versorgt werden.
Glück gehabt in letzter Minute...
Dem Gondorianer wird Bettruhe verschrieben. An Weiterreisen erst einmal nicht zu denken.
Die Genesung geht gut voran und endlich hat das Paar ein paar Tage später Zeit, sich die Stadt anzusehen.
Hoch ragen die Ausläufer der weißen Berge am Horizont der Stadt. Ein überwältigendes Panorama.
Nicht nur das. Es sind die weißen Berge, dahinter ... Gondor...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Samstag 23. Dezember 2017, 19:38

Nach Gondor

Tage später ist es soweit, weiter rauf in die Berge, über einen steilen Serpentinenpass ins Zeltlager der Rohirr nach Dunharg. Die Beiden werden gleich in der Mitte des Lagers angesprochen, dass weiter die Straße hinauf ein Mann auf sie wartet. Es wird, obwohl der Tag angebrochen, Meter für Meter dunkler, ein Unbehagen macht sich breit. Erinnerungen an die Reise, damals am großen Fluss, wo die Sonne den Schatten wich und eine Eiseskälte Ross und Reiter ummantelte.
Wie aus dem Nichts taucht plötzlich eine dunkle Gestalt direkt vor Ihnen auf, welcher sich als jener entpuppte, der das Paar durch die Tiefen der weißen Berge führen sollte. Der Mann kennt sich aus, gibt Anweisungen, keinen Gedankengängen nachzuhängen, wenn sie die Pfade passieren, sondern konzentriert ihm nach, den Weg zu folgen.
Sie reiten langsam weiter.

Die Pfade der Toten

Von Dunharg führen Reihen alter Steine zum Dimholt. In der Schlucht dahinter befindet sich das Dunkle Tor, der Eingang. Über dem Tor sind undeutliche Zeichen und Figuren in den Fels gemeißelt. Das unheimliche Tor wird passiert; eine Art Tunnel unter dem Dwimorberg liegt vor Ihnen.
Aus Mythen kennt er jene Geschichten von der Armee der Toten, die hier hausen sollen und alles und jeden ins Verderben reißen, die es wagen ihre Wege zu kreuzen. Niemand sei jemals von hier zurückgekehrt…
Der vermummte Mann reitet langsam aber zügig voran. Allen Anschein nach kennt er den einzig sicheren Weg. Doch das Grauen ergreift Besitz von dem Gondorer. Bilder so klar, als wäre er selbst inmitten des Geschehens, damals dabei gewesen:

Sie waren einst Menschen aus den Ered Nimrais und schworen auf dem Erech Isildur bei der Gründung Gondors ihre Lehnstreue. Der Krieg gegen das Böse entbrannte doch die Mannen brachen den Schwur und ließen Gondor im Stich. Isildur verfluchte sie niemals Ruhe zu finden, in ewiger Dunkelheit und Verdammnis, bis eines Tages der Eid erfüllt werde. Das Volk zog sich in die Höhlen des Weißen Gebirges zurück, von nun an als wesenlose Schatten.

Ein harter Schlag ins Gesicht holt ihn in die Realität zurück.

„Ich habe gesagt konzentriert Euch auf die Straße, Eure Frau. Das war ernst gemeint. Wir müssen weiter“

Der Mann steigt in den Sattel und reitet los. Das Paar dicht hinter ihm. Endlos erscheint der Weg, dann endlich ein zweites Tor, ähnlich jenem in Dimholt. Dahinter: Gondor!
Ein bewegender Moment. Drei Jahre ist es her, dass er sein Säckel packte und Gondor verließ. Drei Jahre fern der Heimat, prägende Jahre:
Briefe nach Gondor, wochenlanges Warten. Der Onkel den er verließ in Wahrheit sein Vater.
Bree und Holzmann, elende buchhaltärische, leidliche Einweisungen. Holzmann blieb standhaft der Sohn des Berenthil hatte zu lernen, auch wenn der Blick bei den langen Abhandlungen des Notars immer schlaftrunkener wurde, gelernt hatte er.
Das Volk Gondors in dem er sich heimisch in der Fremde fühlte, Kameraden, Freunde fand. Das Geschäft als Einrichter brachte ihm einen Namen im Umland und darüber hinaus. Er traf die Liebe seines Lebens, dem Schönsten, was einem Menschen passieren kann.

Gondor (Schwarzgrundtal)

Nun steht er da, steigt vom Sattel, kniet nieder und küsst den Boden seiner Väter. Ein bewegender Moment. Dank an den Waldläufer, der genauso lautlos verschwindet, wie er in Dimholt erschienen war.
Mona wird stürmisch in die Arme genommen, endlich in Zuhause. Ihre Liebe, Mut, stetige Zuversicht, Hoffnung und Begeisterung mit ihm gemeinsam nach Hause zu reisen, trugen ihn durch manch dunkle Stunde.
Noch sind sie am Anfang, in den Bergen und es heißt auch hier eine Schlafstätte zu finden, denn die Reise durch diesen Tunnel hat Beide viel Kraft gekostet. Übermüdet und hungrig erreichen sie Morlad, ein kleines Bergdorf in den Hängen der Berge. Gespräche, Begegnungen mit der heimischen Bevölkerung und ein eigenes kleines Gästehaus, lassen Beide zu neuen Kräften kommen und Heimat, Dorf in der imposanten Natur genießen. Das Morthondtal (auch Schwarzgrundtal genannt) ist ein fruchtbares, grünes Tal an den Südhängen der Ered Nimrais in Gondor. Im Sindarin Ered Nimrais (Berge der weißen Hörner) genannt, ist ein Gebirgszug im Südosten Mittelerdes und bildet die nördliche Grenze des Landes. Die bekannten Berge der Ered Nimrais der Mindolluin, an dessem Ausläufer Minas Tirith erbaut war, der Dwimorberg, der Eingang zu den Pfaden der Toten und außerdem noch das Starkhorn bei Dunharg und Thrihyrne bei Helms Klamm.

An der Zeit dem Vater einen Brief zu schreiben, das sie in Gondor angekommen sind...

Berenthil, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, sieht aus dem Fenster. Neben ihm auf einem Beistelltisch, ein guter gondorischer Rotwein und die Nachricht seines Sohnes, das Beide in Morlad angekommen sind. Langsam an der Zeit alles für die nahe Ankunft vorzubereiten.
Drei Jahre: Nur spärlich gingen Briefe hin und her. Einmal, auch das Jahre her in Bree begegnet.
Hat er sich verändert?
Wie sie sein mag, seine Frau?
Er ging als der Sohn des Bruders, kehrt heim als der Seine.
Viele Gedanken gehen ihm durch den Kopf.
Sicher ist, er kann es kaum noch erwarten seinen Sohn und seine Frau in die Arme zu schließen ...nach drei langen Jahren...
Lange noch sieht er aus dem Fenster, ein gutes Glas Wein in der Hand....

Morlad

Am frühen Morgen, die Sachen sind gepackt, die Reise kann weitergehen. als er eine kleine Nachricht, die unter der Tür geschoben wurde entdeckt. Die Botschaft eher kurz und doch lässt sie Fragen offen.

"Werte Frau und Herr Berenthil,
ich soll Euch ausrichten, das am morgigen Tag zur 4ten Nachmittagsstunde, jemand, der Euch Beide gut zu kennen scheint, hier in Morlad eintreffen wird.
gez. Mallathorn
Wachhabener"


Beiden steht eine wichtige unbeantwortete Frage im Gesicht. WER möchte das Paar im fernen Gondor sprechen? Der Vater? Nein, er hätte seinen Namen genannt. Es nützt nicht weiter wilden Spekulationen nachzuhängen. Die Sachen werden wieder ausgepackt. So nutzen Beide den eher ungewollten verlängerten Aufenthalt sich die Gegend anzusehen und die schöne Landschaft zu genießen.
Die Antwort auf die Frage welche Beide zunehmend mehr beschäftigt, wird es morgen zur 4ten Nachmittagsstunde geben...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Mittwoch 27. Dezember 2017, 14:15

....
Im fernen Gondor sitzt Berenthil am Frühstückstisch und wartet auf die Ankunft des Diplomaten und seiner Gefährtin. Neben ihm zwei Schriftstücke: Eine beglaubigte Geburtsurkunde, das Andere ein Schreiben.
"Das sind Neuigkeiten Cedrik"
Der Major Domus nickt
"Hat mich überrascht..."
Knapp, die Worte. Längst nicht sicher ob er sich darüber nun zu freuen hat.
"Die Urkunde lässt keinen Zweifel offen."

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"Ich weiß"
greift noch einmal zu den Schriftstücken. Dann rollt er die Pergamente zusammen und legt sie rechts neben seinem Teller, als der Diplomat und seine Gefährtin zum gemeinsamen Frühstück eintreffen.
Nach Beendigung werden die Bediensteten gebeten den Raum zu verlassen und diesen zu schließen. Berenthil der schon auf die Ankunft und Neuigkeiten des Diplomaten gewartet hatte, kommt gleich zu Sache.
"Was habt ihr herausgefunden?"
"Eine Menge, leider nichts was in irgendeiner Form als Beweis dienen könnte"
"Bedauerlich..."
Der Fürst geht zu einem der kleinen Tische und holt eine versiegelte Schriftrolle hervor. Kehrt zum Tisch zurück mit den Worten.
"Geht zum Hafen. Dort liegt ein Schiff vor Anker und dem Kapitän überreicht dieses Schriftstück."
Der Diplomat nickt kurz bestätigend diesen Wunsch zu erfüllen.
"Eine Frage an den Kapitän. Davon hängt es ab, ob Ihr das Schriftstück überreichen könnt oder es mir zurückbringen werdet."
Ein weiteres Nicken.
"Fragt ihn ob meine Weinlieferung angekommen ist. Wenn Ja, dann überreicht das Pergament. Ansonsten bringt es mir zurück"
"Ich werde Euren Auftrag ausführen"
"Gut, gut. Der Kapitän wird, wenn er das Siegel sieht, Euch Eure Fragen in der Angelegenheit beantworten. Vielleicht sind die Auskünfte dienlich am Verhandlungstisch. Ich will das die Sache ein gutes Ende nimmt. Immerhin besitzt der Verhandlungspartner eine äußerst wichtige, strategische Position im Osten."
Ein Nicken. Der Diplomat hat die Botschaft verstanden. Es werden einige Dinge ausgetauscht hinter den verschlossenen Türen.
Während die Beiden auf dem Weg zum Hafen sind wird Cedrik gerufen
"Wenn die Lieferung eingetroffen ist, Zeit für den Marschbefehl."
Die Zeit ist gekommen dem Ganzen ein Ende zu setzen und wenn der Diplomat, die nötigen Beweise findet, können wir diesen Verbrecher hier dingfest machen. Gut, das es im Osten niemanden kümmert, wenn seine Stellung überrannt wird"
"Ich warte lange auf diesen Tag Cederik. Wenn alles nach Plan läuft."
Berenthil nickt seinem Major Domus zu, der ihm einen Kaffee einschenkt.
"Ich will die Sache vom Tisch haben, bis mein Sohn und meine Schwiegertochter hier eintreffen."
Der Major Domus nickt.
"Was ich damit.."
weist auf die Schriftrollen neben seinem Teller
"...anfangen soll wird die Zukunft zeigen."
Dann erhebt er sich und sieht aus dem Fenster. ..


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