Ein Brief

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Millaray
Grünifantin
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Ein Brief

Ungelesener Beitragvon Millaray » Donnerstag 2. August 2018, 09:07

Die Sonne versuchte seine Strahlen durch die Wolkendecke zu befördern. Und obwohl so früh, war es bereits heiß. Die Tür und die Fenster des Stammtischsmials waren weit offen, um zu lüften. Ein Vogel flog zwitschernd in der Nähe und Millaray beobachtete, wie ein Fleck sich vor die Fußmatte verbreitete. So ein seltsamer Morgen! Erst war das Brot ausgetrocknet und ließ sich kaum schneiden, dann kippte das Milchglas um und der ganze Boden war verklebt. Dann ist eine Vase fast kaputt gegangen. Oja. Und eine Kiste im Speisekammer ist fast auf Millarays Kopf gelandet, bevor es in tausende Stücke zerbrach. Und jetzt auch das noch! Mit stöhnen holte sie Wasser und Bürste und machte sie sich an der Arbeit das widerliche Sache vom Weg zu entfernen. Kann der Bürgermeister die Tauben in Auenland verbieten? Eine Zeitlamg spielte sie glücklich mit der Gedanke, doch dann verzog sich ihr Gesicht. Unsinn so ein Wunsch!
„Hallo und guten Morgen, Fräulein Maywine!“ eine laute und fröhliche Stimme störte ihr tun. Millaray erschrak, doch dann erkannte sie den Postboten.
„Oh. Guten Morgen!“
„Entschuldigt. Ich wollte Sie nicht erschrecken!“ Der Postbote war sichtlich peinlich, näherte sich und hielt sie an der Arm entschuldigend.
„Ne, ne. Alles gut! Nichts passiert. Ich war in Gedanken.“ Millaray versuchte ihm zu beruhigen.
„Ich habe Sie gesehen und wollte Sie nur begrüßen... es war nicht meine Absicht...“
„Alles gut. Alles gut.“ sprach Millaray den Postboten ins Wort. „Nichts passiert.“ Sie lächelte.
„Entschuldigt!“ wiederholte sich der Postbote und dann reichte ihr das Post. „Bitte schön, Fräulein Maywine.“
Millaray nahm das Post. „Danke schön. Richtig warm heute, oder? Es wird bestimmt wieder heiß...“
„Das denke ich auch, deswegen versuche ich alles auszuliefern, während es noch so kühl ist.“
Millaray lachte. „So kühl? Die Tischdecke, die ich vorhin nach dem Frühstück gewaschen habe, ist schon trocken. In solchen Tagen kann man gut Wäsche machen. Alles ist sofort trocken.“
Der Postbote lachte mit. „Meine Frau sagt das gleiche. Nur das Gemüse freut sich nicht. Ich muss andauernd giessen.“
Millaray seufzte. „Oja. Das können sie laut sagen. Die Blumen sehen auch Abends bescheiden aus. Haben Sie gesehen, wie wenig Wasser im Wässer ist? Ist das schon mal so vorgekommen?“
Der Postbote überlegte kurz. „Ich kann nicht sagen, dass es ungewöhnlich heiß ist. Vor Zehn Jahren! Oja. Da war es auch so heiss, dass die Getreide sehr früh geerntet musste und es war weniger als sonst. Aber wer achtet schon auf Wässer? Ein bodenständiger Hobbit soll sich nicht so nah an solche großen und gefährlichen Gewässer wagen.“ Er bekräftigte seine Aussage mit einem nicken.
„So ist es. So ist es.“ bestätigte Millaray nachdenklich und schaute in die Ferne.
„So. Ich muss jetzt weiter. Meine Pflicht ruft!“ Der Postbote wirkte wieder beschäftigt.
„Ja. Ich muss auch hier weiter machen...“ Millaray machte eine Geste, womit sie das Garten und das Smial umschließ. „Sichere Wege!“
„Sichere Wege, Ftäulein Maywine!“ mit einem Lächeln und nicken drehte sich der Postbote um und ging zu der Straße. Kurz darauf vermischte sich sein fröhliches Pfeifen mit dem Gezwitscher der Vögel.
Millaray durchsuchte die Post, ob da was wichtiges ist. Nanu! Wem gehört dieses Schrift? Sie schaute das Brief genauer an. Aus Bree, stand drauf. Wer könnte ihr aus Bree schreiben? Sie kannte da niemandem... oder doch?! Ihr Herz übersprang einen Schlag. Doch nicht etwa? Sie machte schnell den Brief auf und überflog es bis sie den Unterschrift las. O, nein! Sie stöhnte. Dann las sie noch mal das Brief in Ruhe.

„Liebe Millamuk!

Ich bin irgendwi noh im Bree. Ich weis, das ich gesagt habe, das ich so schnel wie möglich zu dir kome, doch werde ich hier aufgehalten. Ich habe gehjort, das am 30ten dieses Monats die Kapele „Frischer Wind“ oder so enlich zu euch in Efeubusch komt. Die solen gut sain, hab ich gehjort. Also wollte ich dir vorfroide machen. Ich kome so schnell ich kann. Bleib stark!

Deine Patentante,
Miri“

Millaray runzelte den Stirn. Was schrieb sie da? Frischer Wind?! Davon hat sie noch nie was gehört. Aber mit Bango und Herward sollte sie auf jeden Fall reden.

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Bango
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Re: Ein Brief

Ungelesener Beitragvon Bango » Donnerstag 2. August 2018, 16:54

Bango schlendert fröhlich den Bühl hinauf, Richtung Hobbingen und Efeubusch.
"Dumdidei, Törtchen allerlei. Uh, hunger..." Bango bleibt kurz stehen, fummelt einen Apfel aus seinem Proviantkorb, und beginnt daran zu knabbern. Da es schon warm ist und weil Bango schon weit gekommen ist und weil man im Sitzen viel besser essen kann sucht er sich einen schönen Busch um im Schatten ein Päuschen zu machen.
"Ui, da is ja schon Beutelsend. Zeit für den Schreckschraubensnack, oja." Den Schreckschraubensnacks hat Bango gerade erfunden. Das man nach einem Schreck eine Kleinigkeit zu sich nehmen sollte ist ja allgemein bekannt. Aber noch besser ist es bestimmt schon vor dem Schreck einen Snack einzunehmen, das hilft sicher noch viel mehr. Also sollte man immer was gegessen haben bevor man vielleicht einer Schreckschraube begegnet. Und das kann in der Nähe von Beutelsend jederzeit passieren.
Also sucht Bango ein Törtchen aus seinem Korb und beginnt gemütlich es zu verspeisen. Auf der anderen Strassenseite schiebt sich derweil ein grosser Wagen aus dem Lieferantenweg von Beutelsend, beziehungsweise er wird geschoben.
Bango schnüffelt. Es riecht nach leckeren, frisch geernteten Sauerkirschen. Von Weitem ist Lobelias knarzige Stimme zu hören, die die Wagenschieber einschärft bloss keine Kirsche vom Wagen fallen zu lassen.

Nachden der Schreckschaubensnack verspeist ist macht Bango sich hoppsenden Schrittes wieder auf den Weg nach Hobbingen, ein lustiges Liedchen pfeiffend und die Körbe in den Händen fröhlich im Takt schwenkend.
"ui, ob Ray wohl schon da is? Der mussich meine neue Erfindung erzählen, oja!"


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