Briefe an den Onkel

Geschichten aus Tolkiens Welt vom Herrn der Ringe und anderen Werken.
Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Sonntag 3. März 2019, 09:18

Nachrichten aus Gondor

Werter Herr Amathorn,

der von euch beschriebene in etwa 30 Sommer alte Mann ist in Gondor. Wir hatten Zeit ein eigenes Bild zu formen.
Er war in Esta verliebt und ihr Avancen gemacht. Das Mädchen schätzte ihn als guten Freund. Theo nahm es hin. Sie trafen sich einige Male bis Esta ihm anvertraute, das ihre "große" Liebe die Stadt verlassen hatte. Den Aussagen nach wirkte Esta an dem Tag verstört und erzählte von einem Brief der beim Bäcker für ihn hinterlegt wurde.
Das letzte Mal das der Mann Esta sah. Der Brief liegt dem meinen anbei. In diesem Schreiben an den Rohrirr wird der Selbstmord der jungen Frau von ihr selbst angekündigt, der nach Datierung und der Aussage Theos exakt mit den Daten übereinstimmt.
Morde an Frauen gab genau zwei in den letzten zehn Jahren. Ich muss darauf hin weisen bekannte Morde die in Akten vermerkt worden sind und nicht im Zusammenhang des damaligen Krieges standen.
Beträchtliche Zweifel hingegen bestehen an der Aussage des Thans von Edoras.
Ich habe entschieden die Sache ruhen zu lassen. Es ist für niemanden zielführend eine alte Geschichte ins Leben zu rufen, an deren Vorkommnissen nichts mehr zu ändern ist.
Theo wird in Gondor eine neue Heimat finden.
Grüße an eure werte Frau.

Hochachtungsvoll

A. Berenthil


Der Brief geht heute raus.
Roderyck nickt mit einer Frage, die Berenthil ihm gewährt
Weiterhin keine Spur wegen der Sache mit dem Handelsmann?
Der Fürst mit ernster Miene, dessen Antwort knapp bemessen:
Die Präsenz der Wachen bleibt verstärkt...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Montag 18. März 2019, 11:18

Palais der Familie Berenthil, Dol Amroth.

Der Major Domus neigt das Haupt vor dem eintretenden Bruder des Fürsten und schließt die Tür von außen.
Berenthil mit leicht hochgezogener Braue und der Frage:
Er ist dein..Sohn?
Damals in Edoras. Die Geschichte kennst du

Der ältere Bruder schmunzelt amüsiert.
Berenthils Mundwinkel zucken marginal
Dann wird er in Gondor bleiben und wir suchen eine adäquate Aufgabe.
Berenthil sieht seinen Bruder an, der antwortet:
Mein Vorschlag an meinen Sohn ist, er soll mit seiner Gefährtin einige Zeit durch den Westen reisen. Das Land kennenlernen. Eine Aufgabe bekommt er noch früh genug
Berenthil nickt knapp.
So sei es. Wir haben einen Gefangenen...Er wurde beim Versuch des Einbruchs nahe dem Haus des Händlers inhaftiert.
Der Bruder sieht aufmerksam zu Berenthil, der weiter spricht.
Nach einigen Verhören wurden wir gewahr, das er den Händler kennt aus früheren Handelsbeziehungen. Der Mann besaß einen kleinen Weinladen und wurde vom Handelshaus stetig beliefert. Es kam zu einem Eklat als die Lieferungen ausfielen, weil das Schiff, auf dem die Ware sich befand von Korsaren gekapert wurde. Der Gefangene sah darin einen Vertragsbruch. Das Handelshaus reagierte mit dem Eintreten höherer Gewalt. Kurzum. Es ging über Anwälte bis vor das Gericht. Die Richter entschieden gegen die Klage mit eben der Begründung, das höhere Gewalt kein Bestandteil des Vertrags gewesen ist. Dem Mann kostete der Verlust seiner Ware die Existenz und schlug sich als schlechter Barde durch.
A..ha..
wirft der ältere Bruder ein. Haben wir ein Motiv?
Unser Gefangener schweigt. Er nimmt von seinem Recht Gebrauch einen Anwalt einzuschalten. Pflichtverteidiger.
Die Crux. Er bleibt in Haft wegen versuchten Einbruchs. Nicht mehr als ein paar Tage. Es kam niemand zu Schaden. Nichts wurde entwendet. Der Mann suchte nach Essen in seiner tiefen Existenznot. So die Aussage. Beschaffungskriminalität.

Der Fürst zuckt äußerst unbefriedigt mit den Schultern.
Wenn der Mann wieder auf freiem Fuß ist, müssen wir ihn beschatten lassen. Die einzige Chance welche uns bleibt.
Ein Motiv ist es Andaryriorn. Das musst du zugeben.
Was habe ich davon?
Berenthil knirscht mit den Zähnen Das Ganze ist über ein Jahr her. Wie soll der Mann von der Reise gewusst haben? Woher die Geldmittel? Eine Reise dieser Größenordnung kostet Geld. Meine Recherchen älterer Akten ergaben keinen gemeldeten Pferdediebstahl, oder größere Einbrüche in der Stadt und am Kap.
Nichts!

Schweigen beider Brüder, eine Weile lang. Der Ältere spricht ernst und leise:
Falls er unser Mann ist, dann hat er Komplizen.. Andaryriorn...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Dienstag 30. April 2019, 15:46

Der Brief des Bruders.

Berenthil reist mit seiner Frau ins Auenland. Selten das der Fürst Reisen dieser Art unternimmt, aber der Grund ließ ihm keine Wahl.
Der Richter wurde mit einer Armbrust eines unbekannten Täters am linken Arm gestreift, aus nächster Nähe. Der Fürst hatte dem Advokaten viel zu verdanken. Jetzt ist er an der Reihe.
In Gondor wurde der Mann aus der Haft entlassen. Mangelnde Beweise.
Edhyldir der ältere Bruder geht einige Tage später durch die Gassen der Stadt Dol Amroth, als er seinen ältesten Sohn im Gespräch mit jenem ehemaligen Verdächtigen sieht. Die beiden schienen sich gut zu kennen. Sein ältester Sohn, geboren in Edoras, entstanden aus einem "Unfall" des damaligen jungen gondorischen Soldaten und einer Rohirr an der Grenze zu Rohan, hatte dem Mann das Leben gerettet. Das Gespräch nahm seinen Lauf. Der Bettler, des Einbruchs beschuldigt, bei dem nichts entwendet wurde, spricht jetzt offen. Geschuldet dem Mann der sein Leben bewahrte einst am hohen Pass nach Gondor.
Der Bruder eilt ins Palais und schreibt:

Andaryorn,

es folgt der Grund warum der freigelassene Verdächtige plötzlich so offen sprach und weitere Zeilen:
...Eine undichte Stelle unter den Wachen. Er nutzte seine Position aus, um einiges über den Handelsmann in Erfahrung zu bringen. Das Ganze ist über ein Jahr her. Die Wache um die es geht..Beschreibung und Name folgen ... war noch einige Zeit hier im Westen, nach einer langen unbefriedigten Reise in die Berge. Der Bettler bekam von der Wache regelmäßig etwas zu essen. Decken. Dabei lernten die beiden sich besser kennen. Die Wache quittierte den Dienst vor genau 4 Wochen unter Angabe, das er gesundheitlich nicht mehr in der Lage sei, den Dienst ordnungsgemäß zu verrichten.
Ich bin dem nachgegangen und tatsächlich lag ein Attest wegen häufiger Atemnot vor.
Aus Angst vor weiteren Repressalien hat der Bettler die Geschichte, er sei ein Handelsmann gewesen, frei erfunden.
Er sah die Wache in etwa der gleichen Zeitspanne zum letzten Mal. Auf seine Frage hin, was er vorhabe... ich zitiere wörtlich:
Es gibt genau zwei Dinge: Ein Handelsmann und Advokat.

Mögen die Valar euch schützen.

Dein Bruder

E. Berenthil


Der Fürst schickt den Brief per Eildepesche auf die Reise. Am Abend desselben Tage trifft ein Schreiben des Bruders im Auenland ein...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Donnerstag 30. Mai 2019, 12:50

Eine Depesche für den Fürsten

Werter Herr Berenthil,

die von euch gesuchte Person wurde gefunden und ist an einem geheimen Ort in Gewahrsam. Nach Bericht der Wachen, leistete er keinen Wiederstand.
Die Auslieferung nach Gondor kann beginnen. Solange bleibt der Mann in Haft. Versuche ihn zum Reden zu bewegen scheiterten. Seid gewiss, das der Mann hier eine gute Versorgung bekommt, bis eure Garde ihn nach Gondor überführt.
Auf meinen Rat, das er nach rechtlichen Grundlagen einen Anwalt hinzuziehen kann, was in Zusammenhang mit dieser Inhaftierung rechtens sei, verneinte er das Angebot.
Mein Eindruck, mag subjektiv vorkommen. Der Mann ist in allem zurückhaltend. Keine Fragen wegen der plötzlichen Inhaftierung, lassen aus meiner Erfahrung den Rückschluß zu, er wollte das man ihn findet.
Rechtlich betrachtet ist der Mann hier keiner Verbrechen beschuldigt, doch in Gondor werden ihm Straftaten zur Last gelegt, was mir die "Freiheit" verschaffte ihn wegen dringenden Tatverdachts, möglicher weiterer Taten, in Gewahrsam zu belassen.
Ich weise darauf hin. Die Überführung sollte nach Eintreffen meiner Nachricht pro Forma bestätigt werden.

Hochachtungsvoll

C. Amathorn, Richter der Stadt Bree.


Berenthil erhält das Schreiben, greift zu Feder und Pergament.

Werter Herr Amarthorn.

meinen Dank für Eure wichtige Nachricht in dieser Angelegenheit. Ich schicke meine Wachen nach Bree, wegen Überführung des Gefangenen. Seht diese Nachricht als Bestätigung von meinerstatt.

Beste Grüße an die Familie.

Mit Hochachtung


A. Berenthil

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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Sonntag 21. Juli 2019, 15:42

In dubio pro reo

Der Fürst erhielt einige Wochen später ein zweites Schreiben aus Bree. Inhalt: Das dem Inhaftierten die ganze Schuld nicht zur Last gelegt werden dürfe, mit der Bitte um Kenntnisnahme und Berücksichtigung möglichen Strafmaßes.
Werter Herr Amathorn.

ich habe euer Eilschreiben erhalten und berücksichtige dieses, im Falle einer Verurteilung. Im Moment ist der Mann außer Haft in einer meiner Kasernen untergebracht, auf deren Grundstück er Bewegungsfreiheit genießt.
In den nächsten Tagen werden die Befragungen weiter gehen. Als gänzlich schuldlos gilt er von meiner Warte kaum. In einem der Verhöre gab er selbst zu man habe ihn gezwungen. Die offene Frage ist zu was und durch wen.
Der Mann hüllt sich in Schweigen und ich bat meinen Freund, die Befragung weiter zu führen. Er ist selbst versiert. Meiner Einschätzung nach, etwas diplomatischer als ich.

Mit besten Grüßen und Glückwunsch zum neuen Familienmitglied

A. Berenthil


Kap von Belfalas

Zwei Paare machen sich auf den Weg. Das eine gerade frisch vermählt. Das andere bislang eher befreundet. Die einen auf Hochzeitsreise, die anderen reisen mit.
Nach einigen Tagen geht es über Calembel Richtung Berge. Die Straße führt durch Lothgobel. Einen verlassenen Ort der auch des öfteren von umherziehenden Räubern heimgesucht wird.
Einer geht vor, Straße sondieren, ob sie gefahrlos passieren können. Dabei findet er ein Pergament und ein Medallion.
Im Morgengrauen passieren sie die Straße ohne Vorkommnisse und finden eine kleine kleine Pension in Dinadab. Das Text kann mit Hilfe einer bestimmten Vorgehensweise sichtbar gemacht werden.
Folgendes ist zu lesen, wenn auch für fast alle Anwesenden, bis auf einen, ohne jeglichen Zusammenhang:

Ich reise, fliehe vor dem Ganzen. Drei Tage unterwegs, immer weiter Richtung Berge...
wird er kommen um sie alle ..ich werde sie warnen...irgendwann..das Unheil rückt nahe...
Vielleicht mein letzter Tag...Schreibe dir Alldrik...rette sie...mach ich dann wenn ich im Norden bin.


Einer der vier steht auf. Schreibt im Nebenzimmer einen Brief und reitet nach Calembel um den Brief einem Eilboten in die Hand zu geben. Aufschrift: Streng vertraulich, höchste Priorität.
Höchste Priorität auch der Empfänger: Haus Berenthil...

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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Mittwoch 21. August 2019, 12:55

Nach Hause

Ein Jahr lag das Angebot des Fürsten beim hohen Richter der Stadt Bree auf dem Tisch. Lange gehadert, da dem Advokaten, Land und Leute ans Herz gewachsen waren. Freunde die man ungern verlässt, Anliegen von vielen Bürgern, denen er stets nahe war. Seine Frau lernte Amathorn in Bree kennen. Hier kamen die Kinder zur Welt.
Am 17.8. diesen Jahres fasst er den für ihn schweren Entschluss und legt vor dem Bürgermeister der Stadt mit sofortiger Wirkung das Amt des Richters nieder. Natürlich hatte der dreifache Vater alles mit seiner Frau besprochen, deren Worte waren, Ich gehe mit dir überall hin, ihm Kraft gaben diesen Schritt in die Tat umzusetzen.
Der Fürst wurde in einem Schreiben in Kenntnis gesetzt, das Amathorn das Angebot angenommen hat, das ungefähre Eintreffen der Familie.
Mit seinen Unterlagen in einem kleinen Aktenkoffer unter dem Arm verabschiedet er sich vom emsigen Fräulein Torfmoor, den Angestellten und nicht zuletzt seinem geschätzten ehemaligen Kollegen Richter Tannenbusch.
Die Möbel wurden vorher mit dem Schiff versendet, Hausauflösung. Die letzte Amtshandlung war gleichzeitig sein Abschied. Die Hochzeit von zwei Menschen die Freunde wurden über die Jahre: Ordosig und Myrke.
Ein schöner Abend, der wie viele Trauungen die er durchführen durfte, in steter Erinnerung bleiben wird.
Langsam bewegt sich die kleine Kutsche dem Auenland entgegen. Ein weiterer Meilenstein. Abschied nehmen. Hier besaß die Familie lange ein Haus im Südviertel. Erinnerungen, die bleiben.
Wochen später erreichen sie Gondor, die Heimat seiner Väter, seine Heimat. Am Hafen bekommen sie die Mitteilung, wo es hingehen wird. Die neue Heimstatt am Kap.
Da wird gestaunt, wegen der Größe. Beeindruckend das der junge Fürst Shairmon, persönlich die Schlüssel überreicht.
Gleich nebenan ist der neue zweite Gerichtssaal der Stadt Dol Amroth gebaut worden.
Einleben, Ankommen.
Einige Tage später leistet Amathorn den richterlichen Amtseid vorm Fürsten Berenthil und wird damit als hoher Richter der Stadt Dol Amroth berufen.
Der Fürst macht keinen Hehl daraus, über seine persönliche Freude, den Richter hier am Gerichtshof der Stadt in Amt und Würden zu wissen.

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Auf den Richter wartet viel Arbeit. Das ist er gewohnt und studiert zunächst die Aktenlage, hält seine erste Richtersprechstunde unter reger Teilnahme einiger Bürger und denkt immer wieder an die Freunde in Bree.
Gondor mag weiter weg liegen, aber nicht aus der Welt. Es gibt eine Schiffsroute. Warum nicht eine kleine Einweihungfeier planen?
Der Gedanke daran zürt ein Lächeln auf die Gesichtszüge des Richters ...

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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Sonntag 25. August 2019, 19:16

Gerichtsaal am Kap

Am Tor wird ein Mann festgenommen, der den Richter sprechen möchte. Seit einiger Zeit ist das Kap hermetisch auf Anordnung des Fürsten abgeriegelt und das Vorzeigen von Ausweispapieren Bedingung. Gesucht wird ein Mann, dem schwere Verbrechen zur Last gelegt werden.
Der Richter, auf einem Spaziergang mit seiner Frau, bemerkt die Ansammlung von Wachen am Tor mit dem Ergebnis den Fremden eskortiert von den Wachen zum Gerichtssaal zu bringen.
Amathorn mit Blick auf dem Fremden und der Bitte um Vorstellung
Theogrinn, Hauptmann des dritten Regiments unter Fürst Berenthil a. D. 25 Jahre treu gedient für den Fürsten, Volk und Vaterland
knapp notiert
Vor 10 Jahren ehrenhaft
betont es
aus dem Herr in den Ruhestand entlassen.
Danke. *
sieht den Hauptmann a. D. an.
Als ehemaliger Kommandant in Kriegszeiten, weiß ich, was eine Absperrung dieser Art für einen Grund haben kann. Auf Nachfragen in der Stadt, erzählten die Leute, ein Mann wird gesucht. Mein Name fiel in dem Zusammenhang. Wegen meiner Kapuze konnte mich keiner erkennen.
Elli notiert sich alles ganz genau während sie aufmerksam zuhört.
Erstaunt darüber kam ich her. Die gute Kunde euer Ehren, das ihr hier im Amt seid bewog mich
neutral in der Sache. Nichts deutet auf einen möglichen Versuch hin, den Richter emotional einzunehmen.
Amathorn, hört aufmerksam zu. In kurzen Worten erklärt er kleine Details warum, ohne die Schweigepflicht zu vernachlässigen. Der Name des "Klägers" wird in dem Zusammenhang nicht genannt. Die Tatsache, das er beschuldigt wird Familie Hynt etwas anzuhaben erwähnt.
Der ehemalige Hauptmann hebt kurz eine Braue, Stirn in Falten*
Handelshaus Hynt ist mir bekannt. Natürlich ist es das. Euer Ehren, bin ich ihnen nie begegnet
Möglich. Gab es vielleicht andere Schwierigkeiten im Zusammenhang? Motive einer vermeintlichen Rache?
Rache?
der ehemalige Kommandant wirkt konstatiert
Warum sollte einer wie ich, sich rächen?
Keine Frau im Spiel? Eine verschmähte "Liebe"?'
in Bezug der Aussage des möglichen Klägers, vor einigen Tagen
Ich bedauere. Meine Frau, mit der ich glücklich leiert war an die 30 Jahre verstarb vor zwei Jahren.'
Mein Beileid.

spricht auf den Hafen an. Die Arbeiter dort. Ob er jemanden kenne, besser kennt*
Wir patrouillierten oft am Hafen.
nennt ein paar Namen.
Manchmal nach Dienstschluss trafen wir uns auf einen Krug Bier in der Hafentaverne.
gibt bereitwillig Auskunft.
der Name Alldrik war nicht unter den Namen
Ward ihr jemals außerhalb der Grenzen unseres Landes?
Nein. Nach der Entlassung aus dem Dienst, gingen wir nach Tadrent. Dol Amroth ist zu teuer. Ihr versteht. Zeugen kann ich benennen.

Amathorn nickt ihm zu. Er möge die Zeugen benennen.
Nennt einige Namen.
Dem Richter sind diese bekannt. Immerhin ist Tadrent sein Heimatort. Er selbst war 5 Jahre in Bree, gut 10 in Dol Amroth und somit auch nicht in seinem Heimatort. Der Hauptmann war nach dem Weggang eingezogen, wie es scheint.
Seitdem in Tadrent anssässig?
Wir hatten ein kleines Haus dort. Ich habe es immer noch in meinem Besitz. Wir lebten glücklich und zufrieden. Manchmal war ich in der Stadt. Alte Kameraden treffen.
Das Haus ist in der Registratur vermerkt, nehme ich an.

Gefragt wird nach dem Eintrag, dem Straßennamen. Viele gibt es nicht in Tadrent.
Selbstverständlich
nennt Strasse und Hausnummer.
Namen der Kameraden?
sofort benannt die geforderten Auskünfte gegeben.
Blickt dem Hauptmann entgegen
Warum denkt ihr das ihr beschuldigt werdet, mögliche Rache zu üben. Der Folterung, Sklaverei womöglich. Erpressung?
Euer Ehren. Das entzieht sich weit meiner Kenntnis
die Antwort des Kommandanten wirkt wahrheitsgetreu. Die Mimik ohne Spur von Nervosität.
Alte Feinde in den Reihen eures Kommandos?
überlegt eine Weile
Vor 10 Jahren verfolgten wir Korruption in eigenen Reihen...
Wir wurden unter geheimen Kommando ... entsendet
Im Osten verschwanden Waffen ...'
Damals tobte der Krieg. Flüchtlinge begleitet, mit Waffen eskortiert.
Zunächst lief alles einwandfrei. Die Truppe unter meinem Kommando war Dol Amroth stationiert...
Bis eines Tages der Fürst mich und in etwa 10 meiner Soldaten zu einer sofortigen geheimen Unterredung befehligte.
Der Fürst berichtete von mehr Flüchtlingen, toten Soldaten.
Verluste gehörten dazu ...
Er berichtete, ein verwundeter Soldat machte Meldung das, die Waffenlager der Schiffe im Hafen von Pelagir korrumpiert wurden. Dabei, laut dem Verletzten, waren es keine feindlichen Soldaten...Männer in Uniform. Er entkam knapp den Todesschergen...'
Als wir ankamen, fanden wir auf beiden Schiffen, weder Leichen, noch Waffen..Es galt das Umland zu durchforsten.
Einige Leute erzählten von einer Flüchtlingskarawane, eskortiert von einigen Soldaten, die Richtung Dol Amroth zog.
Wir nahmen die Verfolgung auf. In Sorge das hier gehörig was stinkt. An einer Kreuzung nahe der Grenze zum Lebenin konnten wir nur noch Leichen..oder was davon übrig blieb bergen ...'
Wir fanden einen Finger .. an dem Finger einen Ring..Ich erkannte ihn sofort wieder..
Der Ring der zweiten Frau des Fürsten Berenthil.
Es blieb mir die schlechte Kunde per Eilboten zu senden und nach den Schergen zu suchen mit meiner Unterschrift versehen.
Die Spuren schwerer Stiefeltritte führten uns weiter gen Osten zu einem Lager. Alles lag in Schutt und Asche. Einige Waffen konnten geborgen werden. Es könnte einer aus den Reihen gewesen sein. Unsere Mission war streng geheim. Keiner meiner Mannen, dafür steht mein Wort hätte ein Wort nach außen dringen lassen. Vielleicht haben wir bei der Untersuchung etwas, oder jemanden ...übersehen. Rauch. Schwefel Schwaden.. Masken vorm Gesicht...

Amathorn nickt sehr nachdenklich geworden. Die traurige Geschichte über den Tod der zweiten Frau des Fürsten kannte jeder hier am Kap. Jetzt hörte er sie von einem Augenzeugen und mögliche Gründe, warum.
Würdet ihr das eben Gesagte unter Eid bezeugen?
Sieht zu seiner Frau, sie möge eine Abschrift vorbereiten und beide ihm auf den Tisch legen*'
Nickt ,erhebt sich um ihm Nebenzimmer die Abschrift anzufertigen
Es dauert ein Weilchen bevor Elli mit allem zurückkommt und vor Culrod ,zusammen mit einem Federkiel ,hinlegen würde
Der Fürst selbst bekam die Botschaft per Eilkurier unter meinem Namen. Natürlich euer Ehren
nickt der Gerichtswache zu. Er möge den Mann von den Handschellen befreien. Was er macht und in der Nähe bleibt.
Der Hauptmann unterschreibt.
Ihr seid euch bewusst, das ich gezwungen bin, eine Verwahrung anzuordnen, bis die Ermittlungen durch die Wachen gänzlich zum Abschluss kommen?
Vollkommen euer Ehren

Die Gerichtswache führt ihn nach draußen. Dort wird er den Wachen übergeben mit der ausdrücklichen Anordnung, der Hauptmann soll eine gute Versorgung bekommen.
Nachdenklich sieht er wie die Tür geschlossen wird.
10 Jahre her ...
Ein Nicken zur Wache.
Schreibt dem Handelsmann ich möchte ihn sprechen...

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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Montag 26. August 2019, 18:47

Gerichtsaal am Kap

Ich glaube dem Hauptmann a. D.Was zu beweisen wäre.'
Alles sehr mysteriös .Nur was hat das Ganze mit den Hynts zutun ? Waffenhandel vielleicht ?'
Aber nach 10Jahren ...'

Elli sieht ihren Mann nachdenklich an.
Vielleicht eine Geschichte aus dem Reich der Mythen und Fabeln. Ablenkungsmanöver.
Hmm ...das wäre auch denkbar'
Alles ziemlich verworren wenn Du mich fragst .
Es macht mich nachdenklich

darauf kann er sich auch im Moment keinen Reim bilden.
Waffenhandel wäre möglich. Die Hynts handelten vielleicht während des Krieges mit Waffen
Aber das eigene Land , seinen Fürsten berauben ?
Nehme kaum an das die Handelsfamilie damit in Verbindung steht.
Aber wenn nicht weshalb möchte dann Wer sie auslöschen .Das verstehe ich nicht .

Die Wache bringt den Handelsmann, der in offizieller Robe den Gerichtssaal betritt
Euer Ehren
neigt das Haupt. Auch der Dame ein kurzes Neigen gewidmet.
Zum Grusse der Herr.
mit freundlichem Lächeln.
Herr Hynt
nickt ihm freundlich zu.
Danke, das ihr kommen konntet. Bitte nehmt Platz.
Herr Hynt. Es ist lange her, aber eine wichtige Frage. In Kriegszeiten handelte euer Haus auch mit Waffenlieferungen?
Das haben wir.
Gab es irgendwelche Vorkommnisse. Ausser der Tatsache, der Feind könnte die Sachen in die Hände bekommen?
Für die Lieferungen war mein Vater zuständig. Ich war im Osten stationiert. Wir schrieben uns in weiteren Abständen.

denkt kurz nach.
Ein Brief klang seltsam. Irgend etwas mit möglicher Sabotage an den Waffen.
Seine Zeilen waren undeutlich. Alles was ich darin lesen konnte:'

Jemand hat unsere Waffen versucht zu sabotieren. Kurz vor Auslaufen des Schoners ging ich an Bord,zwecks letzter Inspektion. Unter Deck fiel mir auf, das manche Kisten unvorschriftsmäßig verschlossen waren.
Die Waffen in den Kisten waren teils unbrauchbar. Verhöre begannen, Verhöre meiner Angestellten. Mein Sohn wir haben einen Verräter in unseren Reihen..'
Ich konnte schlecht meine Sachen im Dienst "packen". Wartete auf den zweiten Brief.
Monate später kam ein Brief: Wir haben sie.'
Die Verräterin. Mehr habe ich nicht.'
Euer Vater sprach von einer Frau?'

nickt
Den Namen habe ich vergessen. Ich müsste im Schriftwechsel nachsehen.'
Nicht nötig Herr Hynt. Das ganze in etwa vor 10 Jahren?'
Ich meine ja.
Keine weiteren Fragen.

Euer Ehren.
nickt der Dame auch zu.
Gute Wege
mit freundlicher Stimme.
Eine Frau ? Erinnerst du dich. Im Zusammenhang mit der Familie Hynt? Die Aussage von Alldrik?
Ja schon ...
nachdenklich
verstehe es trotzdem nicht'
Hynt machte Waffengeschäfte..

beginnt.
Sein Vater bekam einen Sabotageversuch raus. Eine Frau als Täterin identifiziert. War diese Frau wirklich allein daran beteiligt?..
Was wäre wenn Alldrik einer der Schergen gewesen ist. Jemand der nicht dem Haus Hynt schaden wollte, sondern dem Auftraggeber Fürst Berenthil?
Vielleicht war er im Osten an der Sache mit der Karavane beteiligt?
Kann ich mir kaum vorstellen

sie muss etwas schmunzeln
jedenfalls in meinem Verständnis was Frauen anbelangt .
Alldrik wurde festgenommen. Er kam nicht freiwillig. Ich werde die Aussagen des Hauptmann verifizieren Adresse, alte Kameraden, Registratur
Sabotage der Waffenlieferungen. Verschwinden von Waffen im Osten. Vielleicht stand diese Frau Alldrik nahe.
Erpresst, gezwungen
Dann wäre mir klar, warum es Rache am Haus Hynt gedacht ist. Rache am Haus Berenthil, damals im Osten.
Das ist alles 10 Jahre her Culrod .Da wirst Du weit ausholen müssen um noch brauchbares zu finden .nickt Ja dann sehe ich auch einen "Grund" für die späte Rache an der Familie Hynt .
10 Jahre her. Die wichtigsten möglichen Zeugen sind tot, oder verschwunden

nickt, ganz ihrer Meinung.
Es gibt Aussagen. Keine Beweise. 10 Jahre. Fast unmöglich. Die Wachen werden ihre Ermittlungen schließen, ans Gericht weiterleiten und ich ein Verfahren eröffnen und ein Urteil fällen. oder es einstellen müssen. Letzteres scheint mir realistisch. Falls es überhaupt eines geben wird.
Das wird dann aber kein befriedigendes Ergebnis werden Culrod .Und sind damit die Hynts außer Gefahr ?'
Nein in beiden Fällen. Mein großes Problem. Der mögliche Täter wird mangels Beweislast und Einstellung des Verfahrens auf freiem Fuß gesetzt.
Gar nicht gut .Bedeutet das dann für diese Familie ständig in Sorge leben müssen das ihr Leben in Gefahr ist ?
Vielleicht macht der Täter einen Fehler...So sieht es aus.

Stummes Nicken.
Ja...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Sonntag 1. September 2019, 16:03

In Memorandum

Berenthil, allein.
Den Punkt gewählt, welchen seine zweite Frau einst liebte.
Schweigend auf das Meer.
Die neuen Erkenntnisse des Richters gestern beim gemeinsamen Wein, führten ihn in die Vergangenheit zurück.
Ein Schmerz in der Brust. Als sei es gestern gewesen. Die Depesche des damaligen Hauptmanns Theogrinn mit der traurigen Botschaft, der unumstößlichen grausamen Wahrheit.
Die Valar schenkten ihm Jahre nach dem Mord der zweiten Frau ein neues unvorhergesehenes Glück mit seiner dritten jungen Frau.
Gedanken zurück zum gestrigen Gesprächsverlauf. Ein Mann, der einen ehemaligen Hauptmann seines Regiments des Verrats beschuldigte, wegen einer vermeintlich verschmähten Frau in Zusammenhang mit dem Haus Hynt.
Das Kopfschütteln bezeugt seinerseit die Absurdität des Ganzen und gleichzeitig rückt es diesen Mann in den Fokus
Eine alte Geschichte.
Die eines Verrats an ihn mit der Folge des grausamen Todes seiner geliebten Frau.
Denkt weiter an das gestrige Gespräch mit dem Richter, der ihm den Inhalt aller Aussagen wiedergab:
Hynt, den Mann Alldrik und den Hauptmann Theogrinn a. D.
Hynt fand damals raus, das die Waffen auf dem Schiff boykottiert wurden. Einige waren unbrauchbar. Der Handelsmann, ordnete eine Untersuchung an. Es musste eine undichte Stelle geben.
Die Lieferung war in seinem Auftrag, dem Haus Berenthil an Bord. Ziel: Pelagir
Eine Frau wurde dingfest gemacht, später hingerichtet. Sie gab am Schluss zu, den Ort der Karavane die seine verstorbene zweite Frau begleitet hatte, ihren Erpressern mitgeteilt zu haben.
Namen fielen keine.
Das erklärt einen vagen Zusammenhang vermeintlicher Anschläge auf die Söhne des Handelshauses.
Berenthils Gesichtszüge sind hart.
Das Ganze galt ihm. Die Hynts als Figuren auf dem Schachbrett, gut in Szene gesetzt und plaziert.
Ihm gilt der Hass, dessen Motive mannigfaltiger Natur sein mögen. Ein Mann seiner Position, kennt Gegebenheiten wie diese. Es gehört zum Alltag in seinem Amt.
Doch wer immer es war, ging zuweit.
Boykott von Waffen: Hochverrat in Kriegszeiten. Das Abschlachten seiner zweiten Frau. Hochverrat an einem Regenten, in Kriegs -und Friedenzeiten!
Eine Verhandlung ist obsolet. Keine Anklage, keine Zeugen. Geschehnisse, die weit in die Vergangenheit führten, selbst wenn einiges in der Gegenwart gewahr wurde.
Am Schluss keine Grundlage weiterer Ermittlungen, durch die Wachen am Kap.

Seine Lippen formen tonlos sanfte Worte in Memorandum an seine zweite Frau:

A Elebereth Gilthoniel
silivren penna míriel
o menel aglar elenath!
Na-chared palan-díriel
o galadhremmin ennorath
Fanuilos, le linnathon
nef aear, si nef aeron!


Du hast dieses Lied geliebt...Shairmon wird immer ein Zeichen unserer unvergesslichen Liebe sein.

Im Sattel. Eisern nach vorn der Blick auf die Stadt, gleich dem Vorhaben, von dem ihn niemand abhalten kann.

Ich kriege dich elender Verräter...

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