Filbu fragt...

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Bango
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Re: Filbu fragt...

Ungelesener Beitragvon Bango » Freitag 23. März 2018, 11:32

Uh, wegen den neun Ringen habbich nu geschaut. Im Brief 246 hat Tolkien geschrieben:
"I do not think they (The Nazgul) could have attacked him (Frodo) with violence, nor laid hold upon him or taken him captive; they would have obeyed or feigned to obey any minor commands of his that did not interfere with their errand – laid upon them by Sauron, who still through their nine rings (which he held) had primary control of their wills."
Etwas aus dem Zusammenhang, es geht darum ob Frodo die Nazgul hätte kontrollieren können.

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Monabella
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Re: Filbu fragt...

Ungelesener Beitragvon Monabella » Freitag 23. März 2018, 12:17

-Die Uruk-Hai sind quasi Halborks, eine Züchtung Sarumans aus Orks und wilden Menschen. Saruman wollte damit den Nachteil der Orks, dass sie helles Tageslicht nicht mögen und im Hellen weniger effektiv sind, ausmerzen. Die Bezeichnung "Bilwiss-Menschen" bezeichnet auch Halb-Orks, der Begriff wird im Film (in der deutschen Übersetzung?) bei der Erklärung, was Uruk-Hai sind, falsch verwendet. Eigentlich ist ein "Bilwiss" das gleiche wie ein "Ork", die Begriffe stammen aus zwei verschiedenen Übersetzungen des HdR (Margaret Carroux und Wolfgang Krege), in Englisch hieß es "Goblin" und "Orc". Tolkien hat sie offenbar eine Zeitlang beide nebeneinander verwendet, das "Bilwiss" ist eine Übertragung des englischen "Goblin". Dabei ist wohl keine Systematik erkennbar. Zuletzt hat er sich dann auf "Ork" festgelegt, "Bilwiss" taucht dann nicht mehr auf.

-Tom Bombadil wird als das älteste, lebende Wesen auf Arda bezeichnet, die Elben kennen ihn unter dem Namen "Iarwain Ben-Adar" , was wörtlich "alt-jung Vaterlos/ohne Vater" bedeutet. Außerdem verfügt er über einiges an Macht, hält sich aber offenbar aus allem raus - abgesehen davon, dass er den Hobbits in den Hübelgräberhöhen hilft. Tolkien selbst schrieb in einem Brief über den alten Tom:
„ Ein paar Rätsel muss es immer geben, sogar in einem mythischen Zeitalter. Tom Bombadil ist eines (absichtsgemäß). "


- Glorfindel... ja, da gibt's wohl Spekulationen. Es gibt die Theorie, dass es sich bei dem Glorfindel in Bruchtal um den wiedergeborenen Glorfindel aus dem ersten Zeitalter handelt, der während der Flucht aus Gondolin ums Leben kommt. Er liefert sich ein Duell mit einem Balrog, beide sterben dabei. Er stammte aus dem Haus Turgon. Möglicherweise haben ihn die Valar, respektive Mandos, ihn zurückgeschickt angesichts der aufziehenden finsteren Zeiten. Es könnte aber auch sein, dass es sich bei dem Gondolin-Glorfindel und dem Bruchtal-Glorfindel um zwei verschiedene Noldor handelt und wir es einfach nur mit einer Namensüberschneidung zu tun haben :-)


Soderle, das war mal mein Senf zu den Themen... ich hab schon lang nimmer reingeschaut ^^
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Re: Filbu fragt...

Ungelesener Beitragvon Eikoweis » Freitag 23. März 2018, 13:01

Waido hat geschrieben:Einige Rätsel in Tolkiens Werk bleiben ;)


Und das macht für mich auch einen Reiz aus und sollte an vielen Stellen einfach so stehen bleiben. Tolkien hat sich selbst ja auch nicht als,Erfinder, sondern als Entdecker einer Welt gesehen. Und es war ihm selbst unmöglich alles zu entdecken - das bewahrt den Zauber Mittelerdes :)
Auch wenn ich es etwas anders sehe, aber vor fast 30 Jahren sagte eine Freundin von mir mal, wie enttäuscht sie gewesen wäre, nachdem sie das Silmarilion gelesen hatte. Nicht wegen der ganz anderen Art der Literatur oder seiner Sprache, sondern weil sich plötzlich vieles, was im HdR aus der Altvorderen Zeit bruchstückhaft durchscheint, plötzlich in klarem Licht präsentiert.
Wie gesagt - für mich verhält es sich etwas anders, aber so gerne ich selber forsche, grübel und rätsel, ermahne ich mich doch immer wieder selbst, nicht das Staunen allzu sehr durch vermeintliches Wissen zu ersetzen.
Ich tue mich so zB immer etwas schwer mit den Briefen. Auf der einen Seite sind sie interessant und lassen mich dem Denken Tolkiens näher kommen. Auf der anderen Seite begegne ich ihnen auch mit Vorsicht- vieles in Ihnen sind nur Momemtaufnahmen einer zwischenzeitlichen Erkenntnis. Und gerade Tolkien hat diese Erkenntnisse immer wieder selber hinterfragt und sich nicht grundlos schwer damit getan, sich auf endgültige Fassungen festzulegen.
Wie gesagt - ich sehe sie manchmal erklärend, aber nicht als endgültigen Teil,des,Kanons. Der Hinweis von Bango bzgl. der Ringe, ist aber zB ein guter erklärender Hinweis und logisch. Macht Sinn ;)

Manchmal ist es auch einfach gut ein Hobbit zu sein, der mit staunenden Augen auf eine Welt blickt, die er nicht verstehen muss, um einfach rundrum zufrieden zu sein :)

Liebe Grüße, Eiko

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Re: Filbu fragt...

Ungelesener Beitragvon Mairad » Freitag 23. März 2018, 13:19

Eikoweis hat geschrieben:.....
Manchmal ist es auch einfach gut ein Hobbit zu sein, der mit staunenden Augen auf eine Welt blickt, die er nicht verstehen muss, um einfach rundrum zufrieden zu sein :)

Liebe Grüße, Eiko

;thx Einfach wunderbar ausgedrückt
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Re: Filbu fragt...

Ungelesener Beitragvon Bubikopf » Freitag 23. März 2018, 15:45

Ein Hobbit - wie wir uns ja aus dem Südviertel vermutlich alle am ehesten als einer fühlen - wird auch nie diese ganze Welt verstehen. egal wieviele Mathoms er gesammelt, wieviele Geschichten er gelesen oder wie abenteuerlich er im Herzen ist.
Selbst uralte Wesen wie Elben oder Ents oder Gandalf/Saruman wissen nie alles, das will schon was heissen ;)
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Re: Filbu fragt...

Ungelesener Beitragvon Filbu » Freitag 23. März 2018, 16:58

Mairad hat geschrieben:
Eikoweis hat geschrieben:.....
Manchmal ist es auch einfach gut ein Hobbit zu sein, der mit staunenden Augen auf eine Welt blickt, die er nicht verstehen muss, um einfach rundrum zufrieden zu sein :)

Liebe Grüße, Eiko

;thx Einfach wunderbar ausgedrückt


Dem kann ich mich nur anschließen. In der Unwissenheit liegt für mich als Hobbit RPler ein sehr großer Reiz und das unterscheidet uns (meiner Meinung nach) maßgeblich von anderen Völkern. Wenn Hobbits über Kriege, Nazguls, Rohirim etc. reden als wären es alltägliche Dinge verlieren sie für mich den "Zauber" den sie in den Augen eines Hobbits eigentlich haben sollten. Sie haben einen Blick auf die Dinge in Mittelerde, den man als Spieler gar nich mehr haben kann.
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Re: Filbu fragt...

Ungelesener Beitragvon Mairad » Freitag 23. März 2018, 17:06

Na ja zumindest die Bree-Menschen sind ebenso unbeschlagen wie die Hobbits, Bree ist da auch so eine Enklave und ich denke vom GROßEN da weiß Elrond was und Galadriel aber der durchschnittliche Elb, hm der weiß wahrscheinlich von Orksen und der Geschichte der Eldar aber von den Neun?
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Re: Filbu fragt...

Ungelesener Beitragvon Filbu » Donnerstag 1. November 2018, 22:07

Was könnt ihr mir zum Wächter im Wasser erzählen. War es schon immer dort in Moria? War es ein eigenständiges Wesen oder wurde es dazu befohlen Moria zu bewachen?
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Re: Filbu fragt...

Ungelesener Beitragvon Bango » Donnerstag 1. November 2018, 23:15

Ui, ich glaub das der ein eigenständiges Wesen ist, vielleicht so ein alter Kumpel von Morgoth oder so. Der hatte bestimmt eine ganze Zeit unter Moria gehaust, und als sich dann vor dem Westtor der See gebildet hat ist er da hin geschwommen, irgendwie. Ich glaub nicht das dem direkt befohlen wurden Moria zu bewachen, aber vielleicht konnte Sauron ihn so ein bischen beeinflussen undso, der hatte doch Einfluss auf alle bösen Wesen oder so.

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Re: Filbu fragt...

Ungelesener Beitragvon Beuno » Freitag 2. November 2018, 00:49

Ja, so ähnlich sehe ich es auch. So wie der Balrog, der ja 'auch nur so' unter Moria gehaust hat.
(( Die Balrogs waren ja 'Maiar', soweit ich weiss, vielleicht war der Wächter auch so eine Abart davon? ))
"Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden,
als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Konfuzius)


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