Die Hobbitdame, die behauptet, ein Zwerg zu sein - Kommentar

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Beuno
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Re: Die Hobbitdame, die behauptet, ein Zwerg zu sein

Ungelesener Beitragvon Beuno » Sonntag 6. April 2014, 14:49

((Eine würdige Fortsetzung der Geschichte und wieder sehr angenehm zu lesen, lieber Eiko! Bravo! :) ))
"Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden,
als die Dunkelheit zu verfluchen."
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Bango
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Re: Die Hobbitdame, die behauptet, ein Zwerg zu sein

Ungelesener Beitragvon Bango » Sonntag 6. April 2014, 20:50

huiuiui, wenn ich da was von wüsste würd ich mir ja Sorgen machen, oja!

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Eikoweis
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Re: Die Hobbitdame, die behauptet, ein Zwerg zu sein

Ungelesener Beitragvon Eikoweis » Donnerstag 5. Juni 2014, 16:33

Es war ein Sonntag Nachmittag - ich saß gerade mit Mutter beim Fünfuhrtee als es energisch an meine Smial-Tür klopfte. Wir sahen uns an und ahnten wohl beide in diesem Moment, dass uns da nichts Gutes in die Höhle stand. Mutter seufzte nur als ich zögernd die Tür öffnete und wie befürchtet eine junge Hobbit-Dame, die sich aber für etwas anderes hält, Einlass begehrte.
"Lautenreißer, ist ja mal eine seltene Gelegenheit Euch hier anzutreffen. Um so mehr freut es mich, dass der Tisch bereits gedeckt ist"
Nun gut - ich kannte das Prozedere ja bereits und wusste, dass die Törtchen, auf die ich mich schon gefreut hatte, nun in einem fremden Magen landen würden. Und so geschah es auch.

Während Rotinia, oder Barazbund, oder wie auch immer, gierig eine Köstlichkeit nach der Nächsten verspeiste, ging ich meinen Gedanken nach. Plötzlich platzte es aus Mutter, die von Rotinia bis dahin gar nicht beachtet wurde, heraus: "Du ungezogenes Gör, Du glaubst wohl man hätte hier nur auf Dich gewartet, was? Und Du könntest Dich benehmen wie Du wolltest? Du magst meine Tochter sein oder auch nicht. Aber wenn Du es bist, wird es Zeit, dass Du Dich zu benehmen lernst!"
Jetzt waren es die Dame und ich, die sich verdattert ansahen.
"Gute Frau - was meint Ihr mir Tochter?" war das Einzige, was der Rotschopf heraus brachte und das auch nur stockend.
War es nicht Mutter gewesen, die diese Möglichkeit gar nicht wahrhaben wollte? Und jetzt das!

Mit hochrotem Kopf – die Farbe glich der unserer Haarpracht – gab sie die ganze Geschichte zum Besten, die sie mir bereits erzählt hatte. Als sie endete, war der Rotschopf mittlerweile kreidebleich geworden - innerlich war es für mich ein Freudenfest, sie so zu sehen, wenn ich ehrlich sein soll.
Gerade als Rotinia ihre Fassung wieder zu gewinnen und zum verbalen Schlagaustausch auszuholen schien, klopfte es erneut.
„Himmel, was denn jetzt noch“ Mit diesen Worten trat ich an die Tür und rechnete schon damit, einen Bären vor der selben stehen zu sehen. Doch stattdessen lächelte mich ein waschechter Zwerg – und da bestand dieses Mal kein Zweifel – freundlich an, erblickte die beiden Damen und sagte mit tiefer Stimme „Ah - Familienzusammenführung, wie mir scheint. Ein freudiges Ereignis, wahrlich, und ein Grund anzustoßen. Doch verzeiht, ich stellte mich noch nicht vor – Aikbrand, Aroins Sohn, zu Euren Diensten und denen Eurer Mutter.“
Rotinia sprang vom Tisch auf und es schien, sie wolle dem Zwerg um den mächtigen Hals fallen. Doch besann sie sich eines anderen und kniete stattdessen vor ihm nieder, was er Ihr gleich tat.
„Bruder, was machst Du hier? Ich dachte Du wärest schon lange wieder in der Heimat, nachdem Du den Buchsbaum beauftragt hattest, eine Bleibe für mich zu finden? – was er im Übrigen immer noch nicht getan hat! Ich sollte doch die Gegend auskundschaften“

Das Gespräch, welches nun folgte im Einzelnen wiederzugeben, würde wohl den Rahmen des Erträglichen sprengen und ich erlaube mir, nur dessen Inhalt wieder zu geben.
Rotinia (das sie die Stickerei Ihres Namens falsch deuteten wurde erst kürzlich klar) , wurde als kleines Kind von einer Gruppe Menschen nahe des Nebelgebirges gefunden (wie sie dahin kam, blieb ein Rätsel für alle und wo das überhaupt ist, ein Rätsel für mich) und wegen Ihrer Kleinwüchsigkeit als Zwerg betrachtet. Da sie mit dem Wirbelwind nicht zurecht kamen, brachten sie sie zu den vermeintlich Ihren, die in einer kleinen Familienenklave im nördlichen Nebelgebirge lebten. Aikbrands Eltern nahmen sie auf und sie wurde von Ihnen wie ein eigenes Kind groß gezogen. Bei einem Unglück erlitt die Kleine allerdings eine Kopfverletzung und schien seitdem selbst Ihre bruchstückhaften Erinnerungen an die Kindheit vergessen zu haben. Sie wuchs wie ein Zwerg auf, benahm sich wie einer und die Eltern schafften es nicht, Ihr die Wahrheit zu vermitteln. Da sie von Hobbits im Westen gehört hatten - Verwandte berichteten etwas von einem Beutlin – schickten sie sie auf Fahrt in der Hoffnung, dass mit der Begegnung auch die Erinnerung wiederkäme. Dass dem nicht so war, mussten viele von uns erleben. Und auch Aikbrand begriff wohl, dass nur der harte Weg der Offenlegung, etwas bewegen könnte.
Und das tat es wohl auch - die Frechheit in Person schien nun endgültig ihre Worte verloren zu haben und wirkte wie versteinert. Schließlich endete der Zwerg mit den Worten:

„Es ist jetzt an der Zeit, dass Du begreifst, wer Du wirklich bist und so wie ich das sehe, hast Du Deine wahre Familie wohl gefunden. Du warst, bist und wirst immer meine Schwester im Herzen bleiben. Doch hier ist Dein Ursprung und hier musst Du leben, bis Du erkennst, wo die Quelle Deines Lebens entspringt und welchen Lauf Dein Lebensstrom fließen wird. Vater will, dass Du für ein Jahr in diesem Land bleibst und lernst und begreifst. Dann magst Du tun, wie Dir beliebt. So ist es sein Wunsch und Du weißt – damit Dein Befehl. Ich selber werde immer mal wieder vorbeisehen und eine zeitlang bei meinen Vettern in den Erde Luin bleiben. Es gibt viel zu regeln und zu besprechen. Also lerne Dein Herz kennen, kleine Schwester!“

Rotinia schossen die Tränen ins Gesicht und plötzlich nahm sie Ihre Füße in die Hand, riss die Tür auf und verschwand in der Abenddämmerung. Ehrlich gesagt hatte ich in dem Moment Mitleid mit Ihr und das sah man mir wohl an.
Aikbrand legte eine Hand auf meine Schulter und sagte: „Macht Euch keine Gedanken um die Kleine - sie wird sich schneller fangen als Ihr Euch vorstellen könnt. Aber da ich sehe, dass Ihr Euch um sie sorgt, bitte ich Euch, sich Ihrer anzunehmen.“ Ohne meine Antwort abzuwarten schloss er mit einem lächelnden „Danke!“ und besiegelte damit mein Schicksal. Herrje - was soll nur werden?
Mutter hatte die ganze Zeit geschwiegen und hielt den Blick gesenkt. Jetzt sah sie auf und sagte mit leiser Stimme: „Sie kann mein Smial in Lindholz haben. Ich selbst habe mir bereits eine neue Bleibe in Barleywick gesucht.“ Dann stand sie auf, machte einen Knicks vor dem Zwerg und verschwand wortlos. Der Zwerg seufzte und es schien ihm eine Last von den Schultern gefallen zu sein. Auf wessen Schultern sie stattdessen nun ruhte, dürfte dem Leser klar geworden sein. Wo bin ich da nur rein geraten?

Der Zwerg blieb noch einige Zeit und wir leerten so manchen Bierkrug miteinander - ich aus Verzweiflung - er aus Freude. Doch worüber wir sprachen, wie ich ins Bett gekommen bin und ob ich nicht vielleicht nur schlecht geträumt hatte, blieben Fragen, die mir auch der nächste Morgen nicht beantworten konnte.

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Re: Die Hobbitdame, die behauptet, ein Zwerg zu sein

Ungelesener Beitragvon Beuno » Donnerstag 5. Juni 2014, 16:45

((Wieder wunderbar geschrieben! Bravo, Eiko! ;super ))
"Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden,
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Re: Die Hobbitdame, die behauptet, ein Zwerg zu sein

Ungelesener Beitragvon Bango » Donnerstag 5. Juni 2014, 17:23

hui, das is ja was, uiuiui, was da wohl draus wird auch... uff

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Filbu
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Re: Die Hobbitdame, die behauptet, ein Zwerg zu sein

Ungelesener Beitragvon Filbu » Donnerstag 5. Juni 2014, 18:20

Unerhört. Dieses Zwergenbalg hat behauptet es hätte bereits eine Unterkunft. Mich in so einem unzuverlässigen Licht dastehen zu lassen. Dazu wird dieses Fräulein ein paar Takte von mir hören. Eikoweis ist wirklich zu bemitleiden.

(( toll geschrieben Eiko. Weiter so.))
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Re: Die Hobbitdame, die behauptet, ein Zwerg zu sein

Ungelesener Beitragvon Eikoweis » Donnerstag 5. Juni 2014, 18:55

Nachtrag: Leider musste ich am nächsten Tag feststellen, dass es leider kein Traum gewesen war. Sie stand tatsächlich wieder da und schien ihre Fassung mehr als wiedergewonnen zu haben und mein kurzes Mitleid war damit schnell verflogen. Sie begrüßte mich mit "Bruderherz!" Allerdings lag da etwas in Ihrer Stimme, was danach klang, als hätte sie mir damit einen Drachen an den Hals gewünscht. Resultat ist jedenfalls - sie wohnt jetzt im alten Smial von Mutter - direkt am Ortseingang von Lindholz und sie lies sich ein Schild mit ihrem Zwergen-Namen anfertigen "Barazbund" Wenn Ihr also mal auf dem Weg zum "Fuchs" seid …

((@Bueno - Danke ;) ))

@Bango - zumindest solltest Du Deine Speisekammer gut versperren, wenn sie an Deine Tür klopfen sollte. Sollten dennoch Schäden entstehen, werd ich mich wohl meiner Verantwortung stellen müssen und die Schäden tragen

@Filbu – als ich sie das letzte Mal sah, hatte sie eine Riesenspitzmaus im Schlepptau und ich hörte sie deutlich sagen: "Such den Buchsbaum" Aber das war bestimmt nur Spaß.

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Re: Die Hobbitdame, die behauptet, ein Zwerg zu sein

Ungelesener Beitragvon Filbu » Donnerstag 5. Juni 2014, 19:08

Auch noch am Siedlungseingang? Wie soll ich denn da ungesehen vorbeikommen wenn ich in den Fuchs will?
Und Spitzmäuse damit abzurichten nach mir zu suchen ist ja wohl die Höhe.

((tolle idee mit dem zwergennamen))
Bild

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Re: Die Hobbitdame, die behauptet, ein Zwerg zu sein

Ungelesener Beitragvon Hecco » Donnerstag 5. Juni 2014, 20:46

Wenn man Spitzmäuse auf Filbus abrichten kann geht das bestimmt auch mit Törtchen... *ruft durch seinen Garten* "Komm Wuschel, wir gehen Törtchen suchen!"
[Sippe] Minzo: 'ui eine Runde'
[An Sippe] 'Ich mag Kreise aber lieber'
[Sippe] Minzo: 'Runden sind doch kreisig'
An Sippe] 'Das sagt sich so einfach, aber ist das auch wissenschaftlich belegt?'
[Sippe] Minzo: 'Wurstenschaftlich is das belegt, sagt jedenfalls Bango'
[An Sippe] 'Mit was ist es denn belegt?'
[Sippe] Minzo: 'mit Wurst'
[An Sippe] 'Verrückt'
[Sippe] Minzo: 'Bango is nich verrückt, unsere Mama hat ihn testen lassen'

[Sippe] Filbu: '*Mordlust flammt für einen kurzen Augenblick in Filbus Blick auf*'

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Re: Die Hobbitdame, die behauptet, ein Zwerg zu sein

Ungelesener Beitragvon Olardia » Freitag 6. Juni 2014, 08:31

Spitzmäuse auf Herrn Buchsbaum abrichten? Das geht niemals gut. Herr Buchsbaum, sollte das wirklich passieren, so meldet Euch doch bei mir. Ich würde Euch gerne etwas dazu sagen.
*schüttelt leicht den Kopf*

Freundliche Grüße
Olardia Freiwind


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