Eis und Kuchen in Imladris

Geschichten aus Tolkiens Welt vom Herrn der Ringe und anderen Werken.
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Celandril
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Re: Eis und Kuchen in Imladris

Ungelesener Beitragvon Celandril » Montag 25. September 2017, 15:41

Gwaniarhen nimmt es eben hin , wie es kommt. Dass sie nun eingeladen werden mit einer offensichtlich mental nicht ganz gesunden Person zu Fawills Ross zu wandern, irritiert ihn zwar ein wenig, aber er kann nicht viel dagegen vorbringen. Schließlich ist es vielleicht für den Menschen hilfreich,wenn man sich noch ein wenig mit ihm befasst und für alle Anderen von ihnen ist es zumindest nicht schädlich. Warum also nicht? Er lächelt nur schief und nickt leicht, bevor er sich sachte ein wenig zurück zieht, damit Matau ihn nicht noch so anspringt, wie er das zuvor mit den anderen getan hat. Außerdem ist ihm Vyzras Nähe zwar schon nicht mehr zuwider , einfach , weil er scheinbar das Vorangegangene schon nicht mehr nachträgt, aber es ist doch auch nicht so, als würde er jetzt grade ihre Nähe wieder suchen wollen. Also eben ein wenig Abstand halten und abwarten. Das macht die Sache eindeutig einfacher. Auch wenn er innerlich Fawill nur gratulieren kann. Schließlich macht dieser das wirklich ganz hervorragend und hat Matau mühelos wieder auf etwas gerichtet bekommen ,was vielleicht auf Dauer mehr Informationen und eine Beruhigung bringen wird, sodass er wieder zu den Heilern kann, ohne ihnen sofort wieder auszubüxen. Mal sehen. Fürs Erste hält er sich einfach zurück, nachdem er ein leises : "G-g-gerne doch ." von sich gegeben hat.





Dann soll es jetzt wohl losgehen. Beibt zu hoffen, dass die Erwartungen bei Matau nun nicht zu sehr in den Himmel gestiegen sind...andererseits, so wie er sich verhält, ist das entweder sehr wahrscheinlich oder eben auch gar nicht der Fall. Das kann Fawill unmöglich vorher wissen, und auch nichts dafür oder dagegen tun.
Überraschenderweise sind die beiden anderen Elben wirklich bereit, sich die Kuchenverköstigung anzusehen, also befestigt Fawill seine Waffen und geht langsam den Weg zurück den er vor kurzer Zeit gekommen war.
Über die Brücken - so viele Brücken! - und in Richtung dieses schmalen und steilen Pfads, der aus dem Tal hinaus führt...wo sie schon vor dem Anstieg des Geländes, zwischen hohen Bäumen, auf ein kräftiges Pferd treffen, für die Statur unerwartet leicht bepackt, dessen Fell recht auffällig in dunkelbraune und weiße Stellen unterteilt ist. Ebenfalls bemerkenswert sind die Beine, an denen das Fell in Richtung der Hufe immer länger wird. Das Tier hebt den Kopf als sein elbischer Begleiter so unerwartet rasch wieder da ist, aber so eilig ist was-auch-immer bestimmt nicht, also kann auch noch weiter nach besonders wohlschmeckendem Gras gesucht werden.
Fawill geht derweil direkt zu seinem Pferd, und beginnt damit, eine der Gepäcktaschen zu öffnen.


Und endlich geht es los.
Wie es mit den Erwartungen Mataus aussieht, weiß im Moment wohl niemand. Noch nicht einmal er selbst. Er ist nämlich den ganzen Weg über beschäftigt seinen ganz persönlichen Feind, die aber leider wunderbare Karten und Zeichnungen dabei hat, zu piesacken. Zumindest versucht er es. Vyzra lässt sich nicht daran stören, dass er ihr in die Seite piekst, Haare verwuschelt und zupft und ihr abwechselnd versucht auf den Rücken oder auf die Arme zu klettern.
Wahrscheinlich sind es genau die fehlenden Reaktionen, die ihn dazu bringen einfach weiter zu machen. Schließlich schmollt er immer für einige Sekunden, bevor ihm was Neues einfällt.
Das grasende Pferd beendet schließlich sämtliche Ärgereien auf Seiten des Menschen, der plötzlich mehr Interesse hat, sich hinter Fawills Rücken zu verstecken. Schließlich ist der um einiges größer, als die Elbin.
„Liebes… großes Hotte…“ nuschelt er.
Aber Fawill nähert sich dem Pferd, da muss man sich ein neues Versteck suchen. Und was ist näher, als der nächste Baum? Gwaniarhens Rücken!
Matau stürzt schon auf den blassen Elben zu, als man grob am Kragen gepackt wird.
„Neeein!!! Böses Eichhörnchen! Lass mich!“
„Nö.“
„Was heißt hier nö? Lass looohoooos!“
Und dann tritt er Vyzra gegens Schienbein und tritt eine sehr erfolglose Flucht an. Vyzra schaut zwar, als müsse sie sehr kräftig fluchen vor Schmerz, aber sie bleibt einfach stehen und hält den, sich sträubenden, Mann fest, gequält lächelnd. Langsam schleicht sich jedoch der Schalk wieder ein, während man den Drang, das Schienbein zu halten, unterdrückt.
„Heh… da hat jemand Angst vor Pferden.“
Matau hört auf sich zu Sträuben, dreht sich um und wird kurz darauf puderrot.
„H..hab ich gar nicht!!!“
Vyzra grinst nur noch breiter.



Gwaniarhen ist derweilen einfach Fawill gefolgt. Schließlich wollte dieser ja, dass sie mitkommen und dass es nicht zu den Stallungen geht, sondern zu Weidegründen... nun , das ist keine Schwierigkeit. Imladris ist groß und hat genug Platz für solcherlei und dementsprechend wandert er auch recht unbekümmert, kann man es beinahe nennen, hinterdrein und genießt die Ruhe des Tales, die Grüße, die ab und an jemand eher den anderen Dreien als ihm zuruft und den herrlichen Tag. Als sie allerdings FawillsRoß sehen, lächelt er tatsächlich weiter. Das ist doch ein nettes Pferd. Zimbel würde sich sicherlich sehr gut damit verstehen, wenn die Mehlnase grade nicht damit befasst wäre, irgendwo zu grasen. Neugierig betrachtet er das Tier und lächelt nur noch ein wenig weiter. Mit Tieren hat er sich immer schon verstanden. Besser als mit andern Kindern oder dergleichen, was nicht verwunderlich ist. Tiere scheren sich nicht um Sprachfehler oder anderes Aussehen. Also betrachtet er das Tier und die entspannte Art , mit der es auf seinen Reiter reagiert oder eben nicht wirklich reagiert und entspannt sich selbst ebenfalls unwillkürlich. Nur damit irgendetwas seitlich von ihm vorgeht, das ihn dazu bringt, erstaunt den Kopf zu drehen und Vyzra zu mustern, die grade Matau am Kragen hält und von ihm getreten wird. Also das ist doch bei aller Abneigung nicht nett! " L-l-l-lass das d-d-doch sein, M-m-matau! S-s-so etwas t-t-tut man n-n-nicht und V-v-vyzra hat s-s-sicherlich ihre G-g-gründe , d-d-dich zu halten.... " Er ist sichtlich verwirrt. Was auch daran liegen dürfte, dass er bisher nicht mitbekommen hat, wer eigentlich das Ziel von Mataus neuester Idee war. Sich hinter ihm verstecken.... nun ja... Aber er hat es nicht mitbekommen und lächelt verwirrt und ein wenig fragend von ihr zu ihm und wieder zurück, während Fawill in den Satteltaschen kramt und Matau damit aufgezogen wird, dass er Angst vor Pferden zu haben scheint. Was stimmen düfte, so wie er reagiert. Dass seine folgenden Worte es wahrscheinlich nur schlimmer machen, ist eher nicht in Gwaniarhens Kopf angekommen. " A-a-aber das m-m-macht doch nichts, w-w-wenn man s-s-sich v-v-vor etwas f-f-fürchtet. D-d-das ist d-d-doch normal. U-u-und Pferde sind ja a-a-auch wirklich g-g-große T-t-tiere. D-d-da ist d-d-das doch keine Schande. A-a-also wirklich n-n-nichts, wofür d-d-d-du dich schämen m--m-müsstest. "


Angst vor Pferden?
Ausgerechnet soetwas! Nicht zu glauben...Fawill hat gefunden wofür sie hergekommen sind, und dreht sich nun langsam um. Nach seinem Lehrmeister gibt es zwei Möglichkeiten, um Angst zu überwinden, eine schnelle, bei der man einer Angst eine schlimmere gegenüberstellt, und eine langsame, bei der man der Angst etwas gewünschtes entgegensetzt.
Eine unerwartete Situation, das mag sein, aber Fawill ist sich sicher, dass sein gutmütiges Tier zum kennenlernen ganz wunderbar geeignet ist.
Aus einem flachen Metallbehälter, um einiges leichter als er aussieht, nimmt der Elb etwas, das in helles Tuch gewickelt ist, und ziemlich intensiv nach Nüssen riecht. Dazu wird Matau fragend angesehen, und die erwähnte Angst ebenso wie die ganze Situation, Matau halb auf dem Weg zu Gwaniarhen, und von Vyzra festgehalten, vollkommen ignoriert.
"Wollt Ihr ein Stück versuchen? Meine Cousine backt traumhaften Kuchen."
Das gescheckte Pferd macht derweil keine Anstalten, sich irgendwie zu bewegen oder sonst auf die 'Besucher' zu reagieren.



„Nein! Ich will zu Blasshaar!“
Ein neuer Spitzname wohl. Loslassen wird sie ihn trotzdem nicht. Ihre Gründe, neben den üblichen Ärgereien, hat sie tatsächlich. Der Mensch wird einen Stromschlag nicht nur mit abstehenden Haaren überstehen. Nennen wird sie ihre Gründe trotzdem nicht.
Und dann kommen diese unfassbar schlauen Worte, die Vyzra dazu bringen, mal sicherheitshalber eine zweite Hand zu benutzen. Zeit dafür hat sie. Und die Idee nochmal nachzugreifen ist auch nicht schlecht.
Es dauert, bis die Worte im zerstreuten Kopf von Matau verstanden werden. Und dann darf Vyzra die Beine in den Boden stemmen, als Matau, wie ein beleidigtes, tollwütiges Kind versucht, an Gwaniarhen ran zu kommen.
„MIR IST DAS NICHT PEINLICH!!! UND ICH HAB KEINE ANGST VOR PFERDEN!!! PFERDE SIND BÖSE!!! ABER ICH HAB KEINE ANGST!!!“
Plötzlich lässt der Ansturm nach.
Nüsse. Schnuppern. Richtig! Süßdieb hat ja was.
Kuchen! Pferd! Aber… Kuchen!
Vyzra hält fest! Als Schutzschild benutzen? Wahrlich großes Pferd!
Matau’s Gesichtszüge ändern sich sekündlich. Da ist ein kindlich, nach Süßigkeiten gierendes Lächeln, ein kurzes, beleidigtes Schmollgesicht zu Gwaniarhen, ein schüchternes Wegducken, diesmal hinter Vyzra, die ihn dafür doch loslassen muss. Aber was dagegen hat sie bei dem Grinsen wohl nicht. Ein überlegter Ausdruck auf Vyzra’s Schultern und Rücken, dann wieder ein komplett entsetzter Blick auf die Größe des Tieres gerichtet und wieder ein Wegducken, Hände auf den Schultern der Elbin.
Die Idee mit dem Schutzschild scheint ganz gut angekommen zu sein, da Vyzra nun doch langsam vorgeschoben wird. Sie lässt das auch kommentarlos, immer noch grinsend über sich ergehen.
Das endet damit dass Vyzra zwischen Matau und dem Pferd steht und eine Menschenhand auf Höhe der Taille in Richtung Kuchen greift. Mehr ist nicht von dem Menschen zu sehen. Vyzra ist doch groß genug, um Matau vollständig zu verstecken. Oder vielleicht hat er sich auch nur sehr sehr klein gemacht. Auf jeden Fall ist es fraglich, wie genau ein ausgewachsener Mann hinter einer Elbe verschwinden kann. Aber das ist Matau. Da werden gewisse Naturgesetze wohl teilweise einfach mal außer Kraft gesetzt.



Gwaniarhen rechnet ja mit Vielem, ohne zu registrieren, dass Blasshaar wahrscheinlich er sein dürfte. Aber nicht damit, dass Matau sich so aufregen wird, nur weil er ihm erklärt, dass es doch normal sei, sich vor der ein oder andren Sache zu fürchten. Warum sollen Pferde denn bitte böse sein ? Verwirrt blinzelt er. Und blinzelt nochmal. Das ist wirklich ein vollkommen seltsames Geschöpf. Eindeutig. Dass dazu dann noch Vyzra kommt, die ihn allerdings dankenswerterweise fest im Griff hat und somit nicht zulässt, dass er ihm zu nahe kommt, macht die Sache auch nur schwerlich besser. Mal davon ab, dass er jetzt nicht einmal mehr jemandem einen Schlag verpassen könnte, wenn er wollte. Erst einmal muss nun Zeit verstreichen, in der man sich erholen kann. Aber das wird er sicherlich nicht äußern, wo er es doch zuvor irgendwann schon einmal sagte. Schließlich legt er keinen Wert darauf, dass dieser klebrige und dreckige und vollkommen irre Kerl sich an ihn klammert. Nicht, dass er ihn nicht mögen würde... Matau ist ein freundlicher Bursche und eigentlich wirklich niedlich. Aber es wäre mehr als fatal, wenn er ihn jetzt an sich heranließe und der Mensch dann irgendwann angerannt kommen würde, während es Gwaniarhen nicht erwartet oder wieder einmal nicht kontrollieren kann. Das wäre .... nun.... eine unangenehme Erfahrung für beide Seiten im besten aller Fälle.... Darauf kann er verzichten....
Aber dann hat sich das Interesse an seiner Person auch schon erschöpft. Der Mensch wittert wie ein Jagdhund , dem man eine stinkende Socke vor die Nase gehalten hat und statt den Schwanz einzukneifen und wegzurennen, dreht er sich um und macht sich , Stück für Stück und nur nach deutlichem Grübeln, daran mit Vyzra vor sich auf Pferd und Kuchen zuzuwandern. Und auf Fawill zu...
Gwaniarhen weiß grade nicht ob er das lustig oder einfach nur seltsam finden soll. .Aber solange sie alle ihren Spaß daran haben .... Verwirrt blickt er hin und betrachtet sich das Schauspiel. Was genau wird das wohl ,wenn es fertig ist?



Das ist....auch eine Möglichkeit. Interessant, auf was für Ideen Menschen kommen können. Erst etwas erstaunt, und dann durchaus belustigt, beobachtet Fawill den näherkommenden Matau. Und damit natürlich Vyzra, die den ganzen Unfug mit sich machen lässt, ohne dem vernarbten Menschen böse zu sein.
Wobei es zugebenermaßen schwer ist, Matau irgendwie böse zu sein...bei Gwaniarhen war es zu Beginn auch nicht leicht, aber der wirkt bei aller Zurückhaltung immerhin wehrhaft.
Fawills Pferd kümmert sich kein Stück um näherkommende Unbekannte, und auch nicht um den nun ausgewickelten Kuchen, der so gar nicht nach Gras schmeckt, und noch nicht einmal nach Äpfeln. Den können diese Leute gerne haben!
Fawill wartet ab, bis Vyzra auf angemessene Nähe herangeschoben wurde, und bricht dann ein Stück ab. Großzügig. ...und nach kurzem Überlegen noch eines. Hatte irgendjemand Angst vor irgendwas erwähnt? Wenn man nur nach Fawills Reaktion geht wohl nicht.




Das einzig sichtbare Körperteil – Mataus linker Arm – versucht nach den zwei Brocken Leckereien zu greifen. Das geht zu Anfang natürlich daneben, wenn man nicht hinschaut, wo man hin greifen muss.
Wohl oder übel muss da ein roter Schopf, vorsichtig hinter Vyzra hervorgeschoben werden.
Erst das Pferd misstrauisch anschauen. Nur weil es völlig desinteressiert wirkt, heißt das nicht, dass es einen nicht plötzlich beißt, oder tritt! Pferde sind böse! Nicht einzuschätzen und auch noch mit ganz gefährlichen Hufen versehen! Und erst die Zähne! Böse und gefährlich! Jawohl!
Dann das Ziel anvisieren. Zwei wunderbar nach Nüssen duftende Brocken! Das muss man haben… Also nochmal danach greifen. Da man ja jetzt etwas sieht, könnte das sogar klappen.
Vyzra schaut summt immerhin vor sich hin. Die Augenbrauen sind beide etwas nach oben gewandert und sie lächelt ein wenig müde, als würde man sich fragen, warum man eigentlich den Mist hier mitmacht. Das der Mensch jetzt nur noch halb hinter ihrem Rücken hängt, schaut sie sich nur kurz an und nimmt ihre Rolle als Schutzschild wieder ernst und schaut mit ihrem Lächeln das äußerst geduldige Pferd an.
Ob man einfach mal einen Schritt zur Seite gehen sollte? Nein… das wäre vielleicht zu viel. Er ist zwar niedlich und macht komische Dinge, aber die Angst gegenüber Pferden ist wohl tatsächlich mal etwas, dass Matau ernst meint.
Mit einem Mal kippt ihr Kopf fragend zur Seite. Eine Frage, die man auch stellen muss, denn das ist jetzt schon etwas… merkwürdig.
„Matau? Wie bist du nach Imladris gekommen?“
Die Elbin schaut links an sich, ein wenig nach unten, um den Mann anzuschauen.
Der wird doch nicht wirklich mit der Heilerin hierhergelaufen sein. Aber auf einem Pferd hierher, erscheint nun auch ein wenig unwahrscheinlich.



Gwaniarhen betrachtet kritisch, was sich da tut, bevor er das in diesem Moment wohl am Sinnvollsten scheinende tut und sich einfach setzt. Sachte die Beine unter sich anwinkeln und recht still und ruhig dort verharren und lächelnd zusehen, wie Matau an das Pferd heranschleicht und Vyzra mit der Geduld einer gelangweilten großen Schwester alles mit sich machen lässt. Das muss man ihr wirklich anrechnen, dass sie sich so um ihn kümmert, ohne sonderlich lebhaft zu agieren. Damit könnte man jemand so Empfindliches wie einen Menschen wahrscheinlich wirklich übel beschädigen. Aber so .....
Nun, so kann Matau in relativer Ruhe nach dem Kuchen greifen, der ihm angeboten wird, während Fawills ansehnliches Roß ohnehin nicht interessiert wirkt. Der Albino kann es dem Tier nicht verdenken. Das Gras ist sicherlich eher nach dem Geschmack des Tieres als es ein Stück nussiger Kuchen wäre. Also ist es auch die bessere Wahl. Matau hingegen könnte wohl mit Gras nicht viel anfangen... Aber sei es wie es sei..... Er hat Kuchen, Vyzra mimt immer noch den lebenden, wenn auch völlig überflüssigen Schild und Gwaniarhen... lächelt als Zimbels Nase neben ihm ins Gras taucht. Der artige Rotbraune stellt die recht kleinen Ohren auf, bleibt sonst aber mucksmäuschenstill und betrachtet interessiert ,was sich da tut. Derweilen lehnt der Elb sich einfach gegen die Vorderläufe des Tieres. Ein stabiles Pferd. Nicht zu groß, lange nicht so kräftig wie Fawills , aber doch massiver als die Rösser , die es in Imladris hat. Ein Tier, das mühelos klettert oder lange Strecken zurücklegt, ohne übermäßig schnell zu rennen. Zimbel wirkt auch mehr wie ein übergroßes Pony. Rotbraunes Fell, schwarzer Schweif und schwarze Mähne, dazu die kleinen Ohren, ein gradezu stupsnasiges Gesicht und dann noch das Mehlmaul und der weiße Bauch- und Brustbereich. Wie meist, streift er recht frei durchs Tal , da Zimbel eigentlich freundlich zu jedem ist und sich doch von niemandem mitnehmen lässt. Und erstaunlicherweise nie Probleme mit Gwaniarhens "Schockmomenten " zu haben scheint. Das brave Tier betrachtet jetzt allerdings mit ernsthaftem Interesse , was die Zweibeiner da vorne tun und senkt nur ab und an die Nase, um sachte eine Schulter oder den weißen Schopf freundlich und vorsichtig zu stupsen. Immerhin hat er auf ein grüßendes Gewieher verzichtet , dass sicherlich bei Matau für alles, nur nicht für Freude sorgen würde....
Aber nun ja... Zimbel ist ein kleiner Schelm und nur ein sachtes Klopfen auf den Vorderlauf hält ihn davon ab, sich zu näheren. Aber so verharrt er eben und betrachtet das Drama mit gespitzten Ohren und wachem Blick, während sich Gwaniarhen bequem an seine Beine lehnt und einfach sitzen bleibt. Warum auch nicht? Wenn Zimbels Wege ihn grade wieder zu diesem Teil des Tales geführt haben, dann wird sich sein Reiter nicht darüber beklagen.
http://hdro-schattenklingen.de/

Noldor: the Deep Elves, the second host of the Eldar on the westward journey from Cuiviénen, led by Finwë. The name meant "the Wise" (but wise in the sense of possessing knowledge, not in the sense of possessing sagacity, sound judgement).

J.R.R. Tolkien. The Silmarillion

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Celandril
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Re: Eis und Kuchen in Imladris

Ungelesener Beitragvon Celandril » Freitag 1. Dezember 2017, 17:39

Das braune ....Pferd, oder Pferdchen, kann Fawill von seiner Seite aus natürlich gleich sehen - nur um sofort wieder zu Matau zu schauen, der den Kuchen im ersten Anlauf verfehlt, und vermutlich deshalb kurzzeitig die Deckung verlässt. Noch hat er nicht bemerkt, wer sich da zu Gwaniarhen gesellt hat, und für den Moment darf das bestimmt auch noch so bleiben.
Caliondo ist an Elben, Menschen und Kuchen weiterhin genauso interessiert wie vorher, nämlich überhaupt nicht. Dafür wird nun der Kopf etwas gehoben, und Zimbel freundlich angeschaut.
Fawill reicht den Kuchen - beide Stücke, obwohl eines eigentlich für Vyzra bestimmt war- an Matau. Schließlich muss man den davon ablenken, dass er nun nicht nur ein Pferd vor sich hat, sondern auch hinter sich.



Vyzra schaut für den Moment, wo sie doch kein Stück abbekommt etwas enttäuscht. Aber das legt sich recht schnell wieder.
Kuchen bekommt man ja immer irgendwie und man kann immer ein wenig warten.
Wo schaut das Pferd hin?
Ein leichtes Drehen des Kopfes und die Augen weiten sich einen Augenblick. Oh…oh…
Matau ist noch damit beschäftigt beide Kuchenstücke glücklich zu betrachten.
„Keine Ahnung. Ich hab geschlafen.“
Und schon landet ein ganzer Brocken im gierigen Menschenmund. Hinter Vyzras Rücken versteckt es sich gut vor dem großen bösen Pferd.
Das da hinter ihm noch eins steht wird vorerst nicht bemerkt. Aber hin und wieder muss man ja Blasshaar auch mal wieder beleidigt anschauen und ihm unter die Nase reiben, was für tolle Leckereien man hat.
Noch ein Pferd. Kleiner… aber bestimmt nicht weniger bösartig. Warum sonst sollte es so zu ihm schauen und ihn in die Zange nehmen. Bäume! Es muss doch hier irgendwo…? Warum ist kein Baum da, wenn man einen braucht?
Matau merkt noch nicht mal, wie er mit geweiteten Augen dass Pferd anstarrt und ganz nebenbei den Nusskuchen zerdrückt.
Vyzra dafür schon. Vielleicht sieht man es nicht, wenn man mit dem Rücken zum Menschen steht, aber eine beschleunigte Atmung fällt schon auf, wenn derjenige der panisch wird, einem am Rücken klebt. Vyzra mag vielleicht nicht viel Ahnung haben, wie man einen Geist heilt, aber eins weiß sie: Umarmungen helfen immer!
Also bekommt Matau eine Umarmung von hinten. Nicht ganz unähnlich, wie beim ersten Zusammentreffen mit Gwaniarhen, nur diesmal wird nicht gelacht, sondern einfach nur umarmt, um möglichst viel von Matau vor diesen neugierigen Pferdeblicken zu schützen.
„Geschlafen? Du hast die ganze Zeit geschlafen, während ihr nach Imladris gereist seid? Wie schade! Man kann doch so schöne Sachen sehen, auf der Reise.“
Die leise gesprochenen Worte sollen hoffentlich ablenken. Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken. Das muss doch auch bei panischer Angst vor Pferden klappen.
„Ich hab kein Pferd. Wenn du willst und die Heiler sagen, dass es in Ordnung geht, dann kann ich dich vielleicht mal mitnehmen. Erst etwas kleinere Runden, bis du wieder völlig auf dem Damm bist und dann vielleicht mal Bree, mh? Da gibt es viel grün. Ganz anderes Grün als hier. Wäre das etwas?“
Na komm schon. Lass dich ablenken. Zumindest ist das kein reiner Redeschwall.


Er hat es bemerkt. Hervorragend. Ganz hervorragend. ..und zerbröselt dabei den Kuchen. Das hat sich ja gelohnt.
Immerhin, noch steht der Mensch und rennt nicht schreiend davon... Fawill legt den Kuchen erst einmal zurück, solange alle potentiellen Esser beschäftigt sind.
Caliondo kümmert sich zwar immer noch kein Stück um irgendwen - aber das könnte sich ja auch ändern, jetzt wo mit ein möglicher Spielgefährte aufgetaucht ist. Und da mag Vyzra sich alle Mühe geben und Fawill leise mit seinem Pferd sprechen, wenn die beiden beschließen, dass ein Treffen in der Mitte gut wäre. .. nun, zumindest Fawill wird seine treue Begleitung nicht zurückreißen, nur weil Matau jetzt wie festgewachsen da herumsteht. Es sind doch nur Pferde-? Angst in allen Ehren, aber wenn sie offensichtlich grundlos ist, dann hört man doch auf damit!
Vyzra redet mit dem Menschen, und der Noldo hört zu, was das wohl werden soll. Wenn der die Reise zu Pferde verschlafen hat, dann war die Angst ja -- er hat den ganzen Weg verschlafen?!
"Wer hat dich festgehalten Matau? Dass du nicht runtergefallen bist in der Zeit?"



Zimbel für seinen Teil scheint sich keine Gedanken um den verängstigten Menschen zu machen. Immer wieder wandert der Kopf hinunter und er schnuppert an Gwaniarhens leeren Händen, rupft dann etwas Gras und reibt sich in aller Ruhe an dem bleichen Elben, ohne die Vorderläufe zu regen. Schließlich lehnt sein Reiter ja daran und da man ihn nicht treten möchte, wird man sich nicht von der Stelle rühren. Auch wenn durchaus ein freundlicher Blick alle paar Grasbüschel gen des größeren und kräftigeren Pferdes geht. Schließlich lernt man immer gern neue Leute kennen, nicht wahr?
Gwaniarhen derweilen hat die Augen tatsächlich geschlossen und scheint es zu genießen, dass das Pferd weder Widerwillen noch Unsicherheit zeigt, sondern ihn eben einfach so verträgt, wie er ist. Und andersherum ebenso. Beide wirken völlig zufrieden damit und Matau.... nun ,der wird nicht weiter beachtet, weil Gwaniarhen der Meinung ist, dass er dann schon aufhören wird, sich zu fürchten und Zimbel.... nun, der hat keine Meinung dazu. Es interessiert ihn einfach nicht.


Dass Angst einfach so aufhört kann man gleich wieder vergessen und grundlos ist sie nicht – wenn man Matau fragen würde. Denn Pferde sind heimtückische, bösartige Vernichtungsmaschinen! Jawohl!
Solche Gedanken kreisen aber in diesem Moment nicht durch den vor sich hinstarrenden Matau. Der Kuchen ist bereits unter dem Druck zerbröselt zu Boden gefallen. Der klägliche Rest in der Faust, wird langsam zu einem Brei zerdrückt, aber das wird auch nicht bemerkt.
‚Ich will nicht hier sein!‘
‚Dämlicher Idiot!‘
‚Sie sind böse!‘
‚Nur, weil mich mal eins gebissen hat, musst du das nicht so ausweiten!‘
‚Was hat es damit zu tun, dass diese Monster dich mal gebissen haben!?‘
‚Vergiss es! Das Eichhörnchen spricht mit dir.‘
‚Aber… aber…‘
‚Eichhörnchen passt auf! Und wehe du kletterst wieder irgendwo hoch! Ich könnte schwören, dass da wieder was geknackst hat!‘
‚Hat es nicht… und schimpf nicht dauernd!‘
‚‘Türlich knackst nichts mehr… Aber es tut verdammt nochmal immer noch weh! Nur weil du nichts davon spürst, heißt, dass nicht, das man es nicht merkt, wenn da etwas passiert, dass nicht passieren soll!‘
‚In Ordnung… Eichhörnchen passt auf, dass diese Biester nichts tun. …. Versprochen?‘
‚Versprochen! Jetzt antworte ihm endlich. Ich will schlafen!‘
‚Du schläfst doch sowieso die ganze Zeit!‘
‚Ruhe!‘
‚…. Aber…‘
‚WAS?!‘
‚Was hat Eichhörnchen gefragt?‘
‚Er hat gefragt, wer dich festgehalten hat, auf dem Weg hierher.‘
‚Er? Eichhörnchen ist doch eine Sie.‘
‚Der mit dem Kuchen!!!‘
‚Ach Süßdieb!‘
‚Sprotte….‘
Umarmungen sind wirklich was Tolles. Ganz eindeutig. Matau drückt sich zwar an Vyzra, als wäre sie die allerletzte Rettung, aber er beginnt zumindest etwas regelmäßiger zu Atmen.
Ein triumphierendes Lächeln aufgesetzt, drückt Vyzra einmal etwas fester. Umarmungen heilen ALLES!
„Eichhörnchen ist kein Feind mehr. Eichhörnchen ist jetzt Matey!“ Das klingt noch einige Oktaven zu hoch, noch leise und etwas zittrig, aber besser als panisches Schweigen.
Vyzra blinzelt ein paar mal. Lächeln aus dem Gesicht gewischt und fragend auf den Rotschopf, der ihr an der Brust klebt, schauend.
„Was ist ein Matey?“
Diese Frage bleibt jedoch unbeantwortet. Immer noch extrem verschüchtert – was nur an der Anwesenheit dieser fürchterlichen Kreaturen liegt! – muss eine andere Frage beantwortet werden.
„Weiß ich nicht! Ich hab doch geschlafen. Moment… du meinst doch nicht…“ Matau schluckt schwer, als ihm da etwas dämmert.
Und während Matau sich zusammenreimt, dass er auf einem dieser Monster gesessen hat, während er schlief, Vyzra sich fragt, ob Matau überhaupt die Versprechungen von Ausflügen mitbekommen hat und was zur Hölle ein „Matey“ sein soll, ertönt irgendwo im Hinterkopf ein sehr grummeliges und verschlafenes ‚Ich…‘.


Verwirrt blinzelt Gwaniarhen, als Matau sich so verhält und dann zu sprechen beginnt und ihm wohl irgendetwas dämmert. Was das sein könnte, weiß er grade nicht, da er sich nicht die Mühe gemacht hatte, zuzuhören. Aber dass es den Menschen offensichtlich erschreckt, dass er nahe mit Pferden zu tun gehabt haben könnte.... das genügt doch ausreichend, damit Gwaniarhen fragend den Kopf zur Seite legt. Dass Zimbel die Bewegung nachahmt und dies direkt über dem Kopf des Albinos, macht die Sache sicherlich unterhaltsamer anzuschauen. Oder in Mataus Falle eher erschreckender als es ohnehin schon zu sein scheint.
Der bleiche Bursche selbst allerdings.... nun der lächelt eben milde und irritiert und wartet einfach ab, was sich da wohl noch tun wird. Viel mehr bleibt ihm im Moment ja auch nicht über.


"Ganz sicher! Und Ihr seid lebend angekommen - das ist doch schonmal nicht schlecht, oder?
Man könnte fast davon ausgehen, das Pferd mit dem ihr hergekommen seid, wollte Euch gar nichts böses -"
Fawill spricht weiter, auch wenn Matau nicht aussieht, als würde er zuhören...aber wer weiß. Vyzra 'beschützt' ihn ja, immerhin.
Und Gwaniarhen beweist einen erstaunlichen Mangel an Einfühlungsvermögen, Fawill merkt, wie jetzt der dem-kann-man-leicht-böse-sein- Mechanismus einsetzt. Kann man aber auch wirklich! Alle geben sich Mühe, nur....aber das kommt vielleicht einfach falsch rüber. Und eigentlich sieht das kleine Pferd ganz lustig aus, wie es diese Kopfbewegung nachmacht. Nunja. Abwarten, ob Matau durchhält...


Der Mensch gibt eine ganze Weile nichts von sich. Die Erkenntnis liegt zu schwer. Nur geweitete Augen, die zu Vyzra aufschauen, Fawill anstarren und dann mit einem entsetzen Fiepen nur kurz zu Gwaniarhen und seinem hochgefährlichem Killerpferd sieht. Dann landet das Gesicht wieder in Vyzras Busen und drückt sich noch enger an.
„Es versteht uns! Es versteht uns!“
Die Stimme ist mehrere Oktaven nach oben gewandert. Nicht nur, dass er auf so einem Vieh saß – NEIN! – Die Pferde verstehen einen auch noch! Warum sonst würde es genau wie Blasshaar schauen?
Wenn sie einen verstehen, dann könnten sie auch Verschwörung planen! Man muss etwas dagegen tun! Aber er ist nur ein Einzelner und er wird sich ganz bestimmt keinem Monster nähern, nur um ihm zu sagen, was er von dem Vierhufer hält.
„Was plant es? Welches Biest hat mich hierher gebracht? Vielleicht wollte es mir nichts auf der Reise tun, weil es wusste, dass es hier die perfekte Gelegenheit dazu findet!“
„Jetzt wirst du aber unrealistisch…“
Vyzra stört es nicht im Geringsten, dass der Mann sein Gesicht an ihre Brust drückt, als gäbe es keinen nächsten Morgen. Egal, wer vorbei läuft, das sieht und sich Dinge denken könnte, Matau muss getröstet werden. Die Angst ist ja wirklich einfach nur übertrieben, aber auf der anderen Seite übertreibt der Mensch auch mit allem.
Ob der Andere andere Emotionen übertreibt? Oder ist er ganz normal? Aber bis jetzt hat er immer das Gefühl übermittelt, als wäre er die eher schlecht gelaunte Seite und Matau das gut gelaunte Spielkind.
„Sie sind böse!!!“
Na toll! Jetzt murmelt er nur noch ängstlich an ihrer Brust herum.


Gwaniarhen für seinen Teil versteht zwar das Prinzip nicht, nach dem Matau gut und böse zuteilt, aber er wird den vierbeinigen Freund auch sicherlich nicht fortschicken, nur weil das dem Menschen lieber wäre. Aber etwas tun kann man ja durchaus ,also hebt er eine Hand und klopft gegen eines der schwarzen Beine, woraufhin sich das artige Mehlmaul langsam und in aller Seelenruhe hinlegt. Man würde sich zwar lieber mit dem anderen Pferd beschäftigen, aber da der zweibeinige Schimmel ja offensichtlich nicht möchte, dass er das tut.... nun.... Zimbel hat Zeit. Später ist auch noch Gras auf der Weide....
Also wird sich ganz langsam und in aller Gemütsruhe niedergelassen, damit man dem seltsamen Menschen nicht noch mehr Furcht einflösst und dann der Kopf mit einem schweren Schnauben, das wohl ein Seufzen sein könnte, auf Gwaniarhens Beinen abgelegt. Der daraufhin gedankenversunken die Stirnlocke des Tieres zaust und leicht irritiert Matau betrachtet. Er weiß ja selbst, wie sich Furcht anfühlt. Aber wie kann man denn Angst vor Pferden haben , wenn man auch noch auf einem hergereist ist ?


"Natürlich verstehen sie uns! Sonst wäre es doch sehr schwer, unseren Bitten zu folgen, und das tun sie doch meist. "
Während Gwaniarhens Pferdchen der stummen Aufforderung seines Reiters so artig folgt, hat Caliondo jedes bisschen Interesse an allem elbischen verloren. Viel war es ja ohnehin nicht, aber der eigene Elb wollte ja etwas nehmen, und da war es eben nett, solange stehen zu bleiben.
Jetzt wurde schon eine Weile nicht mehr an den kleinen Gepäcktaschen gewühlt, also ist das ganz offensichtlich vorbei und fertig, und man kann sich zu dem Kleinen hinüberbewegen. Vielleicht mit der langen Nase anstubsen, wo das dunkle Fell von einem länglichen weißen Streifen unterbrochen wird, der sich bis zwischen die Ohren zieht.
"Sie sind hilfsbereit und klug, und achten gut auf ihre Reiter."
Das ist doch nett, dass der eigene Elb einmal wieder darauf hinweist. Das sollte viel öfter vorkommen. Genau wie Karotten öfter vorkommen sollten. Und warum schauen die alle so erwartungsvoll auf dieses ängstliche, übergroße Kaninchen, das aussieht als wäre es irgendwo unter die Hufe gekommen?



Vyzra verdreht die Augen. Was anderes kann man nun echt nicht mehr tun.
Der Mensch hängt ihr an der Brust, das Pferd bewegt sich, die Befürchtungen des Menscgen werden bestätigt und sie will eigentlich immer noch Kuchen.
Wie sind sie eigentlich in diese Situation gekommen? Warum sind sie Kuchen holen gegangen, anstatt welche selbst zu machen?
Matau linst nur grade so hervor um den Hufgeräuschen auf den Grund zu gehen. Ein ängstliches Fiepen kann man noch vernehmen, bevor Vyzra noch einmal drückt, damit er nicht wegrennt oder anderen Blödsinn aus Furcht verzapft.
„Na komm, jetzt bist du nicht mehr eingekesselt und sie interessieren sich nicht für dich. Also alles gut. Nicht wahr?“
„…böse…“
„Bist du ein Mensch oder eine Maus?“
„Die tun nur so, als… was? Ich bin keine Maus!“
Aha! Trotzkind kommt also doch wieder heraus, wenn man es herausfordert.
„Bist du wohl! Du hängst mir wie eine Maus an der Brust, die sich vor der Katze zu retten versucht!“
„Stimmt doch gar nicht!“
Na endlich ist sie ihn los, als er sich mit einem Stoß von ihr entfernt und sie mit wunderbar hochrotem Kopf anstarrt.
Aber alleine ohne Schutz auf einer Weide stehen ist auch schlecht mit den beiden wilden Biestern in der Nähe.
Auf zum nächsten Baum, wenn er denn gelassen wird. Der Andere scheint ja die Idee von Bäumen nicht so toll zu finden.
http://hdro-schattenklingen.de/

Noldor: the Deep Elves, the second host of the Eldar on the westward journey from Cuiviénen, led by Finwë. The name meant "the Wise" (but wise in the sense of possessing knowledge, not in the sense of possessing sagacity, sound judgement).

J.R.R. Tolkien. The Silmarillion


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