Eine Lehre in Avaric

Geschichten aus Tolkiens Welt vom Herrn der Ringe und anderen Werken.
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Celandril
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Eine Lehre in Avaric

Ungelesener Beitragvon Celandril » Mittwoch 12. Januar 2022, 19:41

(( Akteure diesmal:
Fawill, in diplomatischer Mission unterwegs geschrieben von Ambarussa
Wethrinvar, in diplomatischer Mission unterwegs geschrieben von Ambarussa
Viel Vergnügen :) ))

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Fawill geht auf den gut sichtbaren Versammlungsort zu und schaut sich um.

Wethrinvar betrachtet mehr oder minder entspannt die Anwesenden. Es sind... Leute, mit denen er nicht mehr als nötig spricht und so... mustert er den Himmel und seufzt leise. Es könnte so einfach sein... wenn nicht golodhrim immer so lange für alles bräuchten.

Fawill grüßt Merilos, sieht kurz irritiert die Stufen nach oben, und nickt dann zustimmend. Wenn auch etwas zögerlich.

Wethrinvar hebt dann leicht irritiert die Brauen, als er den Blick wieder senkt... und jemanden ... entdeckt?

Fawill redet nur kurz mit Gonediad und gibt dann den schweren Bogen ab. Der ganz bestimmt zum Jagen gedacht ...ist... irgendwie.

Fawill sieht sich wieder um. Blicke, die demonstrativ dem fransig kurzgeschnittenen Haar gelten, werden offenbar mit Übung ignoriert.
Er mustert auch Wethrinvar kurz und zieht die Augen zusammen, ehe es die Stufen erneut hinauf geht.


Wethrinvar betrachtet sich das mit unverhohlener Neugierde. Den Bogen abgeben...das wird sich hier auch nicht mehr ändern. Aber nun... bleibt abzuwarten, was der Jungspund nun treibt.

Fawill setzt sich mit Blick auf den Weg an den Rand der Treppe.

Er scheint auf etwas zu warten, und versucht nebenbei, mit den Fingern ein loses Stückchen aus dem Treppenrand zu lösen. Ohne hinzusehen, denn der Weg ist ja wichtig.


Wethrinvar hebt den Blick , dem Burschen folgenderweise , die Treppe hinauf und blinzelt. Dann kichert er leise. Vielleicht kann man ihm ja helfen. Aber irgendwie... kennt man sich nun oder kennt man sich nicht? Grübelnd wird in diese Richtung gehinkt.


Fawill steht wieder auf, ein Steinchen in den Fingern, das man nicht braucht.

Wethrinvar verharrt auf dem Absatz und mustert Fawill einen Moment. Eindeutig vollkommen unbekannt. Aber was soll es schon, wenn er schon einmal hier oben ist?

Fawill murmelt etwas, und beobachtet den Weg zum Treffpunkt. Nicht Leute, die näherkamen.

„Mae govannen .... Ihr seid zum ersten Mal hier?“
Dabei klingt die Stimme in der für ihn üblichen Weise wenig melodisch.



Fawill wirft den Stein nach hinten weg. Stört irgendwie. Der ist zwar nicht größer als die Fingerkuppe einer Dame aber ---eh?


Wethrinvar verschränkt nur die Arme locker vor der Brust, während der Kopf leicht geneigt wird und er eine Braue hebt. Und den Oberkörper kurz ein wenig dreht. Steinchen .... also wirklich!

Fawill dreht sich langsam um. Wer ist das - Wer spricht so?!
Dann mustert er den Elben vor sich. Eine Weile, denn das erinnert irgendwie an ... Bilder.

„Euch gibt es wirklich! Wie seid ihr denn hier reingekommen?“
Fawill klingt dabei sogar überrascht.


Wethrinvar blinzelt erstaunt und legt den Kopf zur andern Seite.

„Bitte ? Das wäre eine Erklärung wert, denke ich....“


„Naja, ich dachte, das Tal ist vor Fremden versteckt. Selbst ich hatte Schwierigkeiten, obwohl die Abstammung wirklich eindeutig ist, aber gut ... scheint ja funktioniert zu haben, was?“ Fawill lacht. „Besser hier zu sein als noch weiter im Osten.“

Er geht etwas näher, und schaut Wethrinvar mit großen Augen an.


„Sicher.... und fremd... nett. Ich bin wahrscheinlich schon häufiger hier gewesen, als Euch die Füße von daheim fort getragen haben. Aber wie auch immer... schön, dass auch Ihr hergefunden habt. Habe ich etwas im Gesicht oder wieso kommt Ihr so nah heran?“

Fawill bremst sich gerade noch so, dass der Waldelb nicht mit einem Finger anzustubsen versucht wird.

„Ehm...im Gesicht nicht, soweit ich sehen kann...also... kann sein.. aber ha - habt Ihr etwas im Mund oder so etwas? Oder zu viel scharfes gegessen...?“


Wethrinvar blinzelt und die Augenbrauen wandern noch ein wenig höher, bevor er kurz den Kragen komplett herunterklappt... die Narben einen Moment sichtbar lässt und dann wieder hinaufschiebt.
„Nein.. ich habe nicht zu scharf gegessen und nichts im Mund....“


Fawill betrachtet den Gegenüber mit beinahe einer Unterart von wissenschaftlichem Interesse. Das muss ja irgendeinen Grund haben - oder eine Ursache - so redet doch keiner! Dann allerdings ...erklärend ist das ..zumindest ansatzweise.

„Also nur zerschnitten - aber kann nicht lange her sein. Dann wird es ja wieder! Und ich verstehe, warum Ihr hier bleibt. Es ist bestimmt hübscher als zwischen lauter finsteren Bäumen, die kein Licht durchlassen.“


„Ich bin weitaus lieber im Wald als hier.... aber Verpflichtungen lassen andere Dinge nicht zu... aber was treibt eine neugierige Person wie Euch hierher?“

Wethrinvar hebt die Brauen erneut, jetzt eher spöttisch... schließlich ist das ein ziemlich vorlauter Nestling.


„Lustig, auch Verpflichtungen! Die natürlich geheim sind, aber keine Sorge, das hat nichts mit dem Waldlandreich zu tun. Dort gibt es für uns nichts von Interesse.“
Fawill bemerkt Spott entweder nicht, oder geht einfach nicht darauf ein.


„Ganz erstaunlich, wo auch niemand Euch dort mehr als eine Spinne zeigen würde.... wenn überhaupt. Zumindest nicht, solange Ihr davon ausgeht, dass wir lieber hier als in unserem Wald wären. Wie auch immer man auf diesen Gedanken kommen kann...

Aber es ist schon beeindruckend, einen Welpen mit einem Auftrag anzutreffen. Schon ausgewachsen oder gehört das zum Unterricht bei "Euresgleichen" ?“

Wethrinvar lächelt, während der Kopf erneut ein wenig zur Seite geneigt wird. Vorlauter Welpe bekommt, was ein vorlauter Welpe verdient.



„Ha, kann man bei Euch erst Dinge erledigen wenn man schon ewig und noch länger geübt hat? Ich kann das, und es ist auch nicht schwierig. Nur mit wichtigen Leuten reden... also, mit Euch rede ich auch, aber das ist ja nur privat. Und ich gebe Unterricht, dankeschön, vielleicht habt Ihr ja Interesse, wenn es die Verpflichtungen erlauben!“
Fawill schnaubt kurz - es wurde ein ehemals wunder Punkt gestreift, den man noch spüren kann, wenn jemand genau genug trifft.


„Ich bin mir sicher, ich wäre interessiert an dieser Form von Unterricht. Muss faszinierend sein.

Aber nun... beeindruckend. Bei uns muss man nicht alt sein... aber ein Kind los zu schicken.... ist leichtsinnig. Von dem her.. .müsst Ihr entweder sehr gut in dem sein, was Ihr tut….Oder aber Eure Meister sehr leichtsinnig... aber was kümmert es mich. Ihr achtet nicht einmal darauf, wo Ihr Eure Steine hinwerft, wenn ich das einmal so sagen darf.“

Wethrinvar lächelt freundlich und unverbindlich, während er den Kopf erneut neigt. Es scheint eine Angewohnheit zu sein. Von einer Seite zur Andern eben.



Fawill macht die Seitwärtsbewegung ein paar mal nach. Was muss man sich auch mit jemandem so ...störendes abgeben, nachdem schon so lange auf etwas so viel Wichtigeres gewartet wurde!

„Woher wisst Ihr denn, dass ich nicht darauf geachtet habe?“
Fawill verschränkt die Arme vor sich.


„Es wäre beeindruckend, wenn Ihr schon, bevor Ihr von meiner Wenigkeit überrascht wart, einen Stein nach mir geworfen hättet. Aber wenn es Euch beruhigt, dann betrachten wir es so und ich sollte mir überlegen, Euch nach Eurem Lehrmeister zu fragen, wie es scheint.“

Wethrinvar hebt kurz die Mundwinkel in offensichtlicher Belustigung. Allerdings ist es auch ... erheiternd und erleichternd... dass er sich ein kleines Wortgefecht mit jemandem liefern kann. Selbst wenn es ... albern ist.

„Dieser ist bedauerlicherweise für Euch vermutlich nicht zu sprechen.“
Fawill lächelt sehr dünn.


„Das wäre wirklich ausgesprochen bedauerlich. Vielleicht kennen wir uns ja sogar schon. Verwundern würde es mich nicht weiter. Wobei ich schon fasziniert bin, wer so etwas wie Euch auf Imladris losgelassen hat, liebes Kind.“

„Also wirklich! Warum auf Imladris? Was habt Ihr denn mit Imladris zu tun, wo Ihr ja nicht einmal gerne hier seid?“

„Ah, das Eine hat mit dem Andern nichts zu tun. Aber um die Frage zu beantworten ich erledige Dinge, die für beide Seiten anscheinend wichtig genug sind, keinen Aufschub zu dulden als den, den die Reise braucht.“
Wethrinvar hebt gleichmütig die Schultern. Es scheint, als würde er das tatsächlich nur feststellen. Simple Tatsachen eben.

„Und warum auf Imladris ? Ich weiß nicht. Weil Ihr offenkundig hier seid und nicht an einem anderen Orte.“


Fawill kommt es gar nicht in den Sinn, dass jemand an einer solchen ..Unterhaltung…vielleicht sogar Spaß haben könnte. Demzufolge ...wird Wethrinvar auch einfach nur recht finster angeschaut.

Wethrinvar lächelt nur , erschreckend freundlich, zurück und wirkt... immernoch .... amüsiert.

„Oh, das habe ich wohl nicht simpel genug formuliert, wenn Ihr daraus Interesse für das was Ihr tut ableitet - ich meine damit, ich habe nicht vor, mit jemandem aus den östlichen Wäldern irgendetwas zu verhandeln, außerdem seid Ihr frech, und es kümmert mich nicht, ob Ihr fasziniert seid oder nicht.

Und wenn Ihr etwas lernen wollt, muss das wohl hier sein, denn ich kann bedauerlicherweise nicht fort, solange ich nicht jemanden getroffen habe der nicht IHR ist.“


„Bedauerlich, aber immerhin werfe ich keine Steine auf Reisende, nur weil ich Verachtung oder Ärger für ihre Herkunft empfinde. Aber schön, dass Ihr das Wort frech immerhin kennt, Welpe. Jetzt legt Euch noch Zähne und Klauen zu, damit Ihr es auch nutzen könnt, ohne albern zu wirken.“
Wethrinvar lacht heiser auf und schüttelt amüsiert den Kopf.
„Ihr seid... trotz Eures Verhaltens... erstaunlich amüsant, wisst Ihr?“


Fawill schüttelt kurz den Kopf, während geantwortet wird...oder etwas ähnliches wie geantwortet.

„Könntet Ihr das lassen, bitte? Es klingt grauenhaft. Als hättet Ihr Nesseln im Hals oder so etwas.“


„Es könnte mir beinahe Leid tun, Euch Unannehmlichkeiten bereitet zu haben. Aber ich denke, es zu unterlassen ist einfacher, wenn Ihr eben nichts äußert, dass mich amüsiert. Was bisher noch nicht geschehen ist. Ich sollte mich allerdings dafür bedanken, dass Ihr meinen Tag so auflockert, denke ich.“
Wethrinvar neigt mit einem deutlich amüsierten Blick den Kopf kurz ein wenig, während er spricht.


Fawill sieht Wethrinvar böse an, und stößt eine Hand nach vorn. Nicht sehr stark, aber merklich, wenn auch vermutlich nicht genug, um wirklich jemanden zu stoßen. So man überhaupt soweit kommt, natürlich, wovon der junge Elb definitiv ausgeht.

Wethrinvar zieht eine Braue hoch und schiebt den stoßenden Arm recht entspannt wirkend einfach ein wenig beiseite. Dabei kichert er leise und sichtlich belustigt. Aber verärgert wirkt er noch nicht. Warum auch ? Welpen versuchen so etwas so oft.

„Oh, Treppen sind zu schwer, ja? Ein wenig zu >alt< dafür? Dann kommt nach unten!“

„Netter Versuch. Aber wenn Ihr mich die Treppe hinunter werfen wollt, wäre etwas Mühe angebracht. Bitte...“

Fawill springt vom Turm ohne nach unten zu sehen.


Wethrinvar lacht leise und zuckt mit den Schultern, bevor er in aller Ruhe die Treppe nimmt. Es wäre möglich, aber warum das eigene Knie beschädigen, wenn es das Gemüt des Welpen beruhigen wird, dass er die Stufen nimmt?

Fawill verdreht die Augen und wartet.

Wethrinvar hebt nur erneut amüsiert die Brauen, eigentlich ein Ausdruck, der heute kaum von seinem Gesicht weicht, wie es scheint.

„Erfreulich, wie munter Ihr seid, obwohl Ihr eine lange Reise hinter Euch haben müsst, mein Junge.

Springen und Streiten... sicher, dass Ihr nicht aus dem Wald stammt? Ihr seid nicht friedfertig genug für einen staubigen Gelehrten.... oder ungelenk genug... wie es scheint.“


Fawill wartet weitere Belustigung nicht ab. Es ist zwar albern, und es ist vermutlich unangemessen, und dazu auch noch völlig sinnlos, aber ...hier zu warten ist ohnehin ärgerlich genug, und was sollte schon passieren? Das ist ja nicht der erste Kampf, bei weitem nicht, und Kraft liegt nun doch in dem ersten Angriff. Beide Arme sind Ziel, Handgelenke um genau zu sein, zumindest vorerst.

Wethrinvar scheint die Worte tatsächlich nicht komplett spöttisch zu meinen. Aber dass es für jemanden eine Beleidigung sein dürfte, der eben noch so redete wie der Welpe... dessen ist er sich wohl bewusst.

„Auch Gelehrte neigen dazu, ab und an verteidigt werden zu müssen.“

Wethrinvar kichert nur leise, während er auf angreifende Hände schlägt als würde er ein Kind davon abhalten wollen, nach einer Leckerei zu greifen. Ein Klaps, mehr nicht, aber warum auch?

„Ah, das ist wahr. Sie neigen dazu, aus ihren Schwierigkeiten nicht allein heraus zu kommen .“


Fawill lässt sich von Kinderschelte nicht abhalten, die Bewegung fortzuführen. Nach vorn, näher, und dazu den Körper zur Seite und dann ebenfalls nach vorn. Einfach mal sehen, wie schnell man Richtung Wand kommen kann.

„Oder man sorgt direkt dafür, dass Schwierigkeiten gar nicht erst soweit kommen - indem man Krieger zur Hand hat, die sich darum kümmern können, und nicht nur in Bäumen sitzen.“


Wethrinvar hebt die Braue erneut auf diese halb belustigte, halb neckende Art und macht einen Schritt zurück... ein wenig nachgeben kann man ja. Schließlich hat er ihn ja auch geneckt.

„Ah, aber aus Bäumen heraus lassen sich Schwierigkeiten so leicht vermeiden. Und unsere Gelehrten sind nicht dumm genug, sich dorthin zu bewegen, wo man sie schützen müsste, liebes Kind. Wenn Ihr im Übrigen verschmust seid oder Euch nach einer Umarmung sehnt...sagt es doch einfach.“


„Tut mir sehr leid, Ihr seid nicht ansatzweise so gut für Umarmungen geeignet wie Ihr vielleicht annehmt - also kein Bedarf, danke.“

Fawill würde als direktere Antwort auf Unverschämtheit versuchen, den Anderen zu Boden zu reißen, indem man einfach ...schneller näher kommt. Gewicht dazu ...wäre vorhanden, wenn auch vermutlich nicht viel mehr als Wethrinvar selbst hätte.


„Beruhigend. Mein Sohn würde sonst noch ärgerlich werden, wo er das als sein Vorrecht sieht. Außerdem... seht Ihr aus, als wäret Ihr mir zu stachlig für dergleichen.“

„Stachlig! Ha. Immer doch.“

Wethrinvar lacht nun ehrlich erheitert auf, als wäre das nur ein amüsantes Spiel, was es auf seiner Seite tatsächlich ist, wobei ein Schritt zur Seite gemacht und beiläufig gegen Beine getreten wird, die so nahe sind. Wenn er schon so gern so nah heran möchte und das in so offenkundiger Absicht.

„Das ist wahr. Und stürmisch. Ich bin... mir nicht sicher, ob ich lachen oder applaudieren soll.“


Fawill hat ziemlich offensichtlich keine Ahnung, was Wethrinvar mit stachlig meinen könnte. Aber darauf kommt es ja gerade nicht an, und demzufolge wird Treten ausgewichen und so gut als möglich der Weg weg von Steinwänden abgeschnitten.

„Flüchten geht einfacher wenn Ihr aufgebt, wisst Ihr.“

Noldor: the Deep Elves, the second host of the Eldar on the westward journey from Cuviénen, led by Finwë. The name meant "the Wise" (but wise in the sense of possessing knowledge, not in the sense of possessing sagacity, sound judgement).

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Celandril
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Re: Eine Lehre in Avaric

Ungelesener Beitragvon Celandril » Mittwoch 12. Januar 2022, 19:42

„Warum sollte ich flüchten wollen, wo Ihr noch nicht einmal ganz ausgewachsen scheint, Liebes? Vielleicht möchte ich nur die Möglichkeit zum Spielen nicht gleich verneinen, wo Ihr es so nötig zu haben scheint.“
Wethrinvar zwinkert spöttisch und lässt sich recht entspannt "treiben", wenn man das denn so nennen will.


Fawill beobachtet das einen Moment, und verschränkt dann die Arme wieder, während nun Wethrinvar eher abschätzend bis spöttisch gemustert wird.
„Sieht eher nach Müdigkeit aus. Dabei war doch Eure Reise gar nicht so weit, wie man annehmen kann. Nur aus dem Wald und über die Berge.“

Wethrinvar hebt im Gegenzug nun auch wieder... als würde er es nicht schon die gesamte Zeit getan haben....eine Augenbraue leicht an und lächelt.

„Ah, es ist eben ermüdend, Euren Gelehrten zu lauschen, wenn sie erklären, wie viel Ruhe man eigentlich nach dieser so kurzen Reise nötig haben würde. Aber es ist doch liebenswert, dass Ihr mich wieder geweckt habt, denke ich.

Aber wie steht es mit Euch? Die Milchration heute schon bekommen? Nicht, dass Ihr aufhört zu wachsen, bevor Ihr beeindruckend seid. Das wäre bedauerlich, denke ich.“


„Es hat hier auch kaltes Wasser, hab ich gehört... falls Ihr noch einen Moment braucht, bis man tatsächlich mit etwas anfangen kann, das nicht nur in Flucht endet...“

„Wenn ein Kräftemäßen wie zwischen ein paar halb ausgewachsenen Hirschen gewünscht ist, liebes Kind, sagt es doch einfach. Ich bin mir sicher, dass es unterhaltsam ist, wenn ich nur weiß, was eigentlich Euer Wunsch ist.“
Wethrinvar ärgert sich offenkundig auch über diesen Kommentar nicht zu sehr. Stattdessen wieder das Lächeln , irgendwo zwischen Duldsamkeit und Spott angesiedelt.
„Aber meine Dank für den Ratschlag in all seiner Wohlgemeintheit. Es ist nett, dass Ihr Euch solche Gedanken macht. Aber vielleicht sollte man das Wasser erst in Betracht ziehen, wenn es etwas abzuwaschen gibt, hm?“


„Ihr sagtet, Unterricht wäre unterhaltsam - da ich hier kein Schwert habe, muss ich leider improvisieren, und einen Parcours zu bauen wäre übertrieben, also - das nächstbeste.

Ich nehme an, laufen in Rüstung wäre unpassend, wo Ihr vermutlich noch nie eine getragen habt.“


Wethrinvar blinzelt einmal.. dann erneut und dann... heben sich die Mundwinkel , bevor Lachen hervorsprudelt. Herzhaft und nicht weniger unangenehm klingend als zuvor schon. Aber offenkundig... amüsiert er sich königlich. Warum auch immer.

Fawill spricht ruhig und nun tatsächlich etwas gelassener. Man bewegt sich auf relativ sicherem Gebiet.

Er verzieht zwar das Gesicht bei dem Geräusch, wartet aber ab. Nicht ohne die Augen zu verdrehen allerdings.


Wethrinvar beruhigt sich schließlich wieder und grinst nur noch weit und sichtlich amüsiert.
„Bei allen Mächten, Du, mein lieber Junge, bist wirklich mit das Amüsanteste ,was mir hier bis jetzt begegnet ist, wenn man einmal vom Harfenjungen absieht. Aber wenn du meinst, dass du mit oder ohne Rüstzeug ein Wettrennen oder einen Langlauf abhalten möchtest... nur zu... normalerweise bin ich der, der die Welpen scheucht, aber wenn es dir ein Bedürfnis ist, können wir das sicherlich tun. Es würde mir schließlich nie in den Sinn kommen.... einem Welpen .... solche kleinen Freuden zu verweigern...“


Fawill spricht nun sichtlich genervt, aber nicht übermäßig böse: „Ich habe nicht hier was nützlich wäre - nicht mein Gebiet, nicht meine Übungsplätze...“ und spöttischer: „...aber Ihr könnt einmal versuchen anzugreifen, da fehlt es an Wille und Umsetzung, wie es scheint.“

„Vielleicht war ich auch nur nicht bereit, Schmerzen zuzufügen. Auch wenn deine Wenigkeit darum zu betteln scheint.“
Wethrinvar rührt sich, den Worten folgend, nicht weiter, sondern lächelt nur entspannt.


Fawill versucht nebenbei zu ergründen, wen von all den Harfenspielern, denen er hier in nur drei Tagen schon begegnet ist ...damit gemeint sein ...ach egal! Wichtigeres!

„Ziemlich überzeugt, dafür dass Ihr nichts, aber auch gar nichts tun wollt.“


„Gib mir einen Grund, jemanden zu schlagen, bei dessen Lehrer ich mich danach nicht einmal dafür entschuldigen kann, weil ich nicht weiß, wer es ist, Kind. Das wäre... unhöflicher als das, was wir hier tun.“
Wethrinvar scheint das tatsächlich ernst zu meinen, wenn auch ansonsten... bisher... alles amüsant gewesen ist.


„Ihr könnt einen entschuldigenden Brief nach Lindon schicken, mein Lehrmeister hat sein Amt mir überlassen. So Ihr etwas schreiben könnt, natürlich. Oder schickt ein Geschenk, das wäre sicher eine Alternative. Ich weiß zwar nicht, wo Brannon Sulothar derzeit ist, aber irgendwer wird ihn schon finden .... oh, also besser nichts Verderbliches. Das würde sonst vielleicht gar nicht erst ankommen.“

Fawill klingt nicht begeistert. Aber nun ...wenn der es wissen will...


Wethrinvar blinzelt und das Lächeln ist von einem Moment auf den Anderen ... einfach ... fort.... Auch wenn die grünen Augen nun mit einer andern Art von Neugierde Fawill betrachten

„Sulothar , eh ? Das erklärt zumindest Eure faszinierende Sicht auf ein Volk, dass Ihr nie getroffen habt, Welpe. Aber ich denke... diesen Brief würde ich mir tatsächlich gönnen. So er denn nötig würde.“

Wethrinvar hebt die Mundwinkel danach wieder leicht an. Aber nun... scheint die Duldsamkeit... nicht mehr vorhanden zu sein. Wenn auch Wethrinvar darauf achtet, nicht Ärger über den Lehrer ... auf den Schüler zu lenken. Das wäre.. als würde man Juveniel für etwas schlagen ,was er getan hat. Nicht rechtens.


Fawill hebt nur kurz die Schultern und die Hände leicht nach oben. Begeisterung ... ist nach wie vor nicht vorhanden, allerdings ist auch der Wechsel keineswegs aufgefallen.

„Du möchtest also , dass ich mir ein wenig Mühe gebe, damit du nicht meinst, ich würde weglaufen statt mich auf eine ... gepflegte Schlägerei einzulassen, hm?“
„Wie Ihr meint. Ich denke ja nicht, dass ihn das irgendetwas angeht. Aber wenn Ihr nur so zu einem normalen Übungsablauf zu bewegen seid...“
Fawill sieht den Anderen nun tatsächlich eher auffordernd an.


Wethrinvar hebt nun die Schultern und lächelt dünn und mit leiser Achtsamkeit, die vorher nicht da war. Vorher war es nur ein Welpe... jetzt ist es der Welpe eines .... Mistkerls... oder wie man es sagen möchte.
„Ah, versteh mich nicht falsch, aber ich bin mir sicher.. .es würde ihn wirklich... interessieren.“
Wethrinvar gluckst leise, aber dennoch... bewegt er sich fürs Erste noch nicht auf den Jüngeren zu.


Fawill murmelt halblaut: „…nur weil es wen interessiert, heißt noch längst nicht, dass es ihn etwas angeht, Waldbewohner.“

„Oh, aber wenn es doch so ein lieber und alter Bekannter ist, kann ich mich dem kaum verwehren, denke ich.“

Fawill zieht die Augen zusammen und -- geht dann einen halben Schritt zurück.

„Bekannt woher?“


Wethrinvar hebt nur eine Augenbraue und dann folgt der Mundwinkel ebenfalls.

Fawill fragt mit deutlich anderer Betonung als zuvor. Scharf, nicht einfach angriffslustig.

„Wieso ist es nun interessant, liebes Kind? Wo es zuvor doch nicht schien, als wolltest du ihn überhaupt erwähnen.“
Wethrinvar gluckst und beobachtet Fawill mit einem katzenhaften Interesse. Hin und wieder... wird eben deutlich, woher einige von Juveniels Verhaltensweisen rühren.


Fawill blinzelt, und hebt dann eine Hand - oder zwei Finger - an den Nasenrücken, zwischen die Augen. Keine Geste, die man von diesem Alter erwarten würde, gut möglich also, dass dies von jemandem übernommen wurde, der ..älter ist.
„Will ich auch nicht. Wisst Ihr wo er ist?“


Wethrinvar neigt erneut den Kopf ein wenig zur Seite und gluckst leise.

„Ich habe keine Ahnung und meine Freude darüber ist vollkommen fehlend, wo ich mich doch sehr gern nochmals mit ihm unterhalten würde. Aber er ist ja so eine liebenswürdige Person... da kann ich kaum widerstehen, eine weitere Unterhaltung zu führen.“


„Bedauerlich. Dass Ihr es nicht wisst. - ich komme schon noch dazu, mich mit Euch zu prügeln, keine Sorge - aber mein Interesse daran hat leider hinter Verpflichtungen diverser Art zurückzustehen. Also wenn Ihr so freundlich wärt, mir zumindest ansatzweise die Umstände und den Zeitraum zu nennen ... denn zu glauben dass Ihr befreundet seid, dazu fehlt es mir an fantastischer ….Vorstellungskraft.“

Fawill mustert Wethrinvar jetzt ebenfalls aufmerksamer, und deutlich ruhiger. Fast als hätte man eine andere, gewissenhaftere Person vor sich.
Ebenfalls zu bemerken ist die immer noch vollkommen fehlende Freude dahinter. So man es bemerken möchte.


„Ich denke, je nachdem, wie man Freundschaft definiert und wieviel Klinge daran teilhaben darf, sind wir beste Freunde. Ansonsten... eher nicht. Aber vielleicht sollten wir uns für unsere Prügelei einen Sandplatz suchen, sobald Verpflichtungen nachgekommen wurde. Und keine Sorge, Kind. Mir fehlte es bisher an der Vorstellungskraft, ihn für die Person zu halten, die irgendjemandem Unterricht in irgendetwas geben würde und dabei auch noch erfolgreich ist.“

Wethrinvar mustert Fawill weiterhin. Er wirkt jetzt ... vollkommen wach und nicht mehr belustigt. Dass dort keine freudige Erwartung ist... fällt auf, aber es wäre auch verwunderlich, wenn er ausgerechnet die sehen würde.


Fawill beginnt zu lachen. Eher wenig belustigt allerdings ... auch wenn noch ein Sprung bis zu zynisch fehlt, und die folgenden Worte eher leise sind.

„Erfolgreich genug. Schön ... also soll es nicht genauer sein. Schade, das hätte vielleicht geholfen. Aber gut. Der Sandplatz hier ist ganz akzeptabel, für ein eingeengtes Tal.“


„Nun, mich stört es auch nicht, es hier und jetzt zu versuchen. Wobei ich hoffe, dass niemals einer meiner Schüler mit diesem Ausdruck in Stimme oder Auge an mich denkt. Dann hätte ich ... wirklich einen Grund, nicht mehr zu unterrichten. Und um es leichter zu machen: ich traf deinen Lehrer... zuletzt hier im Tal. Allerdings ist das eine Weile her und war ... ausgesprochen interessant.“

Wethrinvar zuckt leicht mit den Schultern. Glücklich wird es den Burschen nicht stimmen, wenn er ihn wirklich sucht, aber das ist nicht... Wethrinvars Problem.


Fawill lächelt kurz. Gesprochen wird, zumindest im ersten Teil der Antwort, aufrichtig. Im weiteren... leicht spöttisch, aber längst nicht mehr so sehr.

„Ich danke. Das ist zumindest eine zweckdienliche Information... und was unterrichtet Ihr? Weglaufen?“


„Nein. Töten, liebes Kind. Und schützen. Weglaufen... sollte jeder, wenn seine Fähigkeiten... ihm anderweitig nicht hilfreich scheinen oder die Verantwortung nicht im Kampf liegt. Aber unterrichten muss ich das sicherlich nicht. Vernünftige Leute wissen, wann sie sich zurückziehen sollten.“

Wethrinvar spricht das nun recht entspannt und gleichmütig aus. Es ist schließlich ... ein Fakt.


Fawill grinst vorwarnungslos.
„Irgendetwas sagt mir, dass Ihr diese Dinge grundsätzlich anders unterrichtet als ich. Schreibt an wen immer Ihr wollt, wenn es Eure zarten Gefühle für nötig erachten - ich habe nichts dagegen, Eure Methode zu sehen....mit den hier doch etwas begrenzten Möglichkeiten eben.“


„Oh, ich denke nicht, dass wir eine Schlägerei zum Abbauen von eventuell aufgestauten Dingen wie Langeweile oder dergleichen... nicht als Übung bezeichnen müssen, aber ich denke, den Brief tue ich mir an. Falls ich sie treffe, erkundige ich mich bei einer Bekannten, ob sie weiß, wo er sich herumtreibt. Es wäre sicherlich unterhaltsam.
Aber dass die Möglichkeiten hier... nicht ganz ausreichend sind, das ist wohl etwas, in dem wir uns einig sein können.“

Wethrinvar hebt die Mundwinkel kurz an, bevor die Züge wieder gleichmütig werden.


„Immerhin das! Aber mit den Gegebenheiten muss man leben.
Welcher Feind wartet schon, bis man in geeignetem Gelände ist?“
Fawill lacht dazu.


„Wohl wahr. Das tun sie selten. Aber das würde es ja auch beinahe langweilig gestalten.“
Wethrinvar gluckst leise.


„Allerdings...muss das warten, fürchte ich. Verpflichtungen nahen, verspätet, aber besser als nie. So Ihr es nach der Mittagszeit einzurichten schafft, nicht zu sehr wegzulaufen?“

Fawill sieht Wethrinvar kurz reichlich herausfordernd an, ehe kurz gezwinkert wird. Warum auch nicht?


Wethrinvar lacht leise und nickt leicht.

„Sicherlich werde ich das einrichten können und freue mich darauf. Wir werden uns gut amüsieren, denke ich.“


Fawill stimmt zu, und neigt den Kopf *sehr* leicht zum Abschied, ehe mit raschen und zielstrebigen Schritten eine langsam den Weg entlanggehende Person angesteuert wird.

„So denn viel Vergnügen bei dem, was auch immer du zu tun hast, Welpe. Ich werde mich wohl einfach ... bis dahin, wie es einem alten Mann gebührt, zu einem Nickerchen legen, wo ich auf Antwort noch warten muss.“
Wethrinvar gluckst nur und nickt ebenfalls leicht. Faszinierend, dass Sulothar so einen unterhaltsamen Burschen unter sich hatte.

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