Re: Mein lieber Drubb, ...

Geschichten aus Tolkiens Welt vom Herrn der Ringe und anderen Werken.
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Maiglockli
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Re: Mein lieber Drubb, ...

Ungelesener Beitragvon Maiglockli » Donnerstag 22. August 2019, 16:18

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21. Wedmath (August)
Mein lieber Drubb,
gestern, am Trewstag, fand wieder die Grenzerstunde starr. In der letzten Woche hatte ich mir vorgenommen, noch einmal Kuchen vorbeizubringen, weil beim letzten Mal einige der Grenzer nicht anwesend gewesen waren. Der Abend verlief anders als ich es erwartet hatte. Ganz anders. Eine Grenzerin berichtete davon, dass vermehrt Zwiens beim Küssen erwischt wurden. Und dann ist auch noch eine Munkelei über den Farabas und mich im Umlauf, nämlich dass wir uns auch geküsst haben. Zwischen den Grenzern entbrannte ein richtiger Streit darüber, ob man sich vor der Hochzeit küssen und generell Gefühle füreinander empfinden dürfe oder nicht. Es ist schließlich unsittlich. Ich fühle mich ganz furchtbar. Es ist wahr, der Farabas hat mich geküsst, und das ging alles so schnell! Und jetzt geht diese Munkelei um! Es ist mir an sich egal, was die anderen über mich denken… Aber jetzt bekommt der Farabas vielleicht Schwierigkeiten! Und ihr auch! Ich wollte euch nie so eine Schande machen. Die Grenzer haben diskutiert und es wurde viel zu viel für mich, ich fühle mich ganz furchtbar und schuldig. Ich bin rasch weggegangen und konnte meine Tränen dann nicht mehr zurückhalten. Der Faroweis und der Bango sind mir nach und haben mich etwas getröstet. Ich habe mich ganz schrecklich benommen. Morgen findet bei den Elben ein Fest statt, aber ich fühle mich jetzt zu schlecht. Bitte verzeih die Flecken, ich musste weinen. Ich hoffe so sehr, dass ihr keinen Schaden von meiner Dummheit davontragen werdet. Bitte richte Mutter und Vater meine Entschuldigung aus.
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Re: Mein lieber Drubb, ...

Ungelesener Beitragvon Maiglockli » Sonntag 25. August 2019, 09:44

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13. Wedmath (August)
Mein lieber Drubb,
Mallenglîël und ich sind noch zwei Tage in der Feste Guruth geblieben und heute weiter gereist. Leider hatten wir beim Herumfragen nach Hernod keinen Erfolg. Die Menschen, die hier in der Feste leben, bleiben zwar eher unter sich, aber im Moment scheinen viele Händler und Jäger unterwegs zu sein, Hernod ist da als einer von vielen Fremden nicht sonderlich aufgefallen. Er sieht ja auch aus wie die meisten Menschen. Habe ich ihn Dir überhaupt schon einmal beschrieben? Er hat dunkles, etwas lockiges Haar und braune Augen. Unter dem linken Auge hat er eine quer verlaufende Narbe, hui, das war sicherlich ganz schön knapp gewesen, als er die bekommen hatte. Er trägt auch etwas Bart. Daran muss ich mich bei den Menschen noch gewöhnen, das sieht so seltsam aus. Bei Zwergen gehört ein Bart ja schon dazu, das sehe ich da eher als Teil der Kleidung, aber bei Menschen ist die Gesichtsbehaarung nochmal ganz anders. Hernod nennt das bei sich einen „Drei-Tage-Bart“. Hernod ist auch ziemlich groß. Hihi, aber ich glaube, Mallenglîël ist etwas größer. Nun, Mallenglîël und ich wollten nicht ewig in der Festung bleiben und deshalb sind wir heute Morgen weiter gezogen, weiter nach Osten. Hernod wollte ja auch nach Osten und wir dachten uns, dass er vielleicht auch bereits die Feste verlassen hatte. Als wir die Straße entlang gegangen sind, hat mir Mallenglîël eine Geschichte erzählt, über eine Rote Maid. So wird anscheinend hier ein Sumpf genannt. Vielleicht ist das Wasser durch spezielle Erde derart rot gefärbt. Die Geschichte war traurig, diese Maid soll vor langer Zeit durch den Krieg, der hier mal gewütet hat, verdorben worden sein. Sie hatte wohl sehr viel Leid ansehen müssen. Ich möchte mir nicht vorstellen, was so viel Leid mit der Seele einer Person anstellt. Jedenfalls kamen wir bald zu einer großen Brücke, die über den Weißquell führt. Das ist der Fluss am Ende der Einsamen Lande. Und weißt Du, wer da mitten auf der Brücke auf der Mauer saß? Hernod, genau! Er saß einfach so da und mampfte unbekümmert ein Brot. Als er uns sah, wurde sein Ausdruck sofort sehr fröhlich, ich dachte schon, er platzt fast vor Begeisterung! Hihi, er ist uns gleich entgegengekommen und wir haben uns begrüßt. Dann hat er sich ganz höflich bei Mallenglîël vorgestellt und sie hat sich ihrerseits ebenso höflich bei Hernod vorgestellt. Hihi, auf seine Komplimente hat sie wunderbare ernüchternde Antworten gegeben. Das hat den armen Hernod kurz aus der Fassung gebracht. Mallenglîël ist es gewohnt, von Menschen bewundert zu werden, und Hernod hat noch nie eine Elbin direkt vor sich gehabt. Dann hat er sie aber überrascht! Sie hat einen trockenen Kommentar zu etwas abgegeben und Hernod stieg mit ein. Sie meinte später erstaunt zu mir, dass sie nie gedacht hätte, dieser Mensch würde es verstehen, Sarkasmus und Zynismus einzusetzen. Was auch immer das ist, anscheinend besondere Humorformen. Jedenfalls sieht Mallenglîël Hernod seitdem mit anderen Augen und ist aufgeschlossener, sie stempelt ihn anscheinend nicht einfach als gewöhnlichen Kerl ab. Das freut mich sehr. Wir haben nicht weit von der Brücke unser Lager aufgeschlagen. Geht es euch allen gut, Drubb? Bitte grüße Mutter und Vater herzlich von mir.
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Re: Mein lieber Drubb, ...

Ungelesener Beitragvon Maiglockli » Sonntag 25. August 2019, 19:49

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24. Wedmath (August)
Mein lieber Drubb,
ich habe dir ganz viel zu berichten! Es ist nämlich sehr viel passiert. Zuerst zum Stammtischabend am letzten Merstag: Eigentlich wollte ich da gar nicht hin. Nicht nach dem, was bei der Grenzerstunde passiert war. Aber ich dachte mir: Ich kann mir doch nicht von meinen Gefühlen das Leben ruinieren lassen! Eher sollte ich alles genießen, so gut ich das kann. Als ich dann eine Stunde später im Efeubusch angekommen war, haben mich meine Freunde gleich herzlich begrüßt. Sie redeten nicht über die Gerüchte. Sie waren mir nicht böse deswegen. Das freut mich, so sehr. An dem Abend haben wir natürlich viel über die anstehende Hochzeit vom Faroweis und der Mairad gesprochen. Und dann kam so ein seltsamer Kerl und meinte, meine Haarspitzen seien zu trocken. Ich musste aufpassen, dass ich nicht ausrastete. Meine Haarspitzen, trocken? Der war wohl betrunken. Anscheinend wollte er mit seinem Gerede erreichen, dass ich, mit verringertem Selbstbewusstsein, seine Tanzeinladung für die Hochzeit annehme. Was ist eigentlich mit all den Kerlen los? Hängen die allen unverheirateten Hobbitdamen so sehr an den Fersen? Ich kann mir das nicht erklären. Vielleicht deuten sie meine Freundlichkeit falsch. Und dieser Kerl am Merstag, der war wirklich unhöflich. Da ist der Farabas ganz anders. Der kam später sogar auch noch, da waren schon fast alle weg. Wir haben uns ausgesprochen. Ich habe ihm erklärt, wieder einmal, dass ich ihn nicht verletzen will. Und ich gebe ihm eine Chance. Der Farabas ist klug, das weiß ich. Und er ist ein lieber Kerl. Am Hochtag, zur Hochzeit, war er dann natürlich auch da. Ich hatte da aber viel zu tun und konnte mich nicht wirklich mit ihm unterhalten. Schließlich war ich neben dem Herrn Beuno eine Trauzeugin. Hui, ich war so aufgeregt gewesen. Zuerst hatte ich den Faroweis abgeholt, er brauchte noch etwas Hilfe mit seinem Anzug. Dann sind wir zum Smial gegangen, die Mairad war schon da. Ich habe wirklich versucht, die beiden davon abzuhalten, sich vor der Trauung zu sehen. Am Ende konnten sie es nicht mehr aushalten. Wozu habe ich mir da die Mühe gemacht? Ich weiß es. Weil sie meine Freunde sind und sie sind mir sehr wichtig. Die beiden werden sowieso ein gemeinsames Leben voller Glück haben, da macht das nichts aus. Nun, jedenfalls sind nach und nach die Gäste eingetroffen. Ich habe versucht, jeden als Trauzeugin persönlich zu begrüßen, aber ganz rasch waren es schon so viele. Der Herr Beuno hat glücklicherweise beim Begrüßen geholfen. Außerdem kennt er all die Leute sowieso. Als ich mich umsah, und all die Hobbits, Menschen, Elben, Zwerge und Beorninger sah, da musste ich ein paar Tränen wegblinzeln. So viele waren für den Faroweis und die Mairad gekommen! Das hat mich sehr gerührt. Ich freue mich sehr für die beiden. Das Ankommen und in Empfang nehmen der Gäste hat ziemlich lang gedauert, hihi. Dann wurde die Zeremonie begonnen. Tulpeline hat das Paar getraut, sie darf das als Grenzerin. Zuerst haben sich die beiden gegenseitig ihre Liebe erklärt, der Faroweis hatte sogar ein Lied gesungen! Ich hatte es mir vorher angehört und es war dann auf der Bühne noch viel schöner. Dann haben sie sich gegenseitig das Ja-Wort gegeben und der Herr Beuno und ich waren Zeuge von der Trauung. Dann haben wir alle gefeiert. Es war ein fantastisches Fest! Jeder war gut gelaunt und ausgelassen. Die Musik war auch wunderbar. Das frisch vermählte Paar hat dann erst einmal die Geschenke angenommen. Da bildete sich eine ganz lange Schlange vor den beiden! Ich habe alle Geschenke auf einer Liste eingetragen, damit dann später die Dinge den Gästen zugeordnet werden konnten. So ist das Schreiben der Dankesbriefe viel einfacher. Am Ende haben sich die Sachen zu einem riesigen Berg aufgetürmt. Nachdem ich dann etwas gegessen hatte, habe ich die Geschenke ins Smial gebracht. Die liebe Tulpeline hat mir dabei geholfen. Der Faroweis wollte sogar selbst mit anpacken, an seiner Hochzeit, stell Dir das vor! Wir haben ihn gleich wieder raus geschickt. Die Feier war immerhin fantastisch. Bald war es dann Zeit geworden, um zu gehen. Die Gäste verabschiedeten sich nach und nach, und ich wollte noch bleiben, um alles ordentlich zu machen. Dabei hat mir die Tulpeline auch geholfen. Als ich zur Festtafel kam, lag da plötzlich ein Hobbitherr und ein paar Leute standen um ihn herum. Ich hab mich da gleich darum gekümmert und der Herr war lediglich betrunken. Er konnte noch stehen und heim reiten, also haben wir ihn auch heim reiten lassen. Dann sind die anderen auch schließlich gegangen und die Tulpeline und ich haben uns auch auf den Weg gemacht. Sie hatte die Nachtschicht und ich habe sie noch zu einem Tee eingeladen. Als sie dann gegangen war, klopfte es noch einmal an der Tür. Ich dachte, die Tulpeline hatte etwas vergessen. Aber dann stand da der Farabas vor mir! Er hat mich mit seinem Besuch sehr überrascht. Wir haben miteinander geredet. Oh je, allein beim Schreiben dieser Zeilen pocht mein Herz ganz laut. Er meinte, sein eigenes Herz schlage nur für mich. Und er hat mir gesagt, dass er mich liebt. Dann hat er mich geküsst, und das war vielleicht ein Kuss! Sonst ist er immer so schüchtern und zurückhaltend, aber da hat er mich nun überrumpelt. Huiuiui, ich konnte danach nur durch meine Erschöpfung von der Hochzeit einschlafen. Mach dir keine Sorgen, lieber Bruder, zwischen dem Farabas und mir blieb es beim Küssen. Er ist dann auch gegangen, es war auch schon spät, beinahe zwei Uhr in der Früh. Der Farabas ist schon ein lieber Kerl. Also, ich habe ihn sehr lieb. Auch wenn das unschicklich ist und gegen die Sitte ist. Der Farabas ist schlau, das ist mir wichtig. Er hat aber auch ein gutes Herz und das ist das Wichtigste. Ich werde ihn heute mal zur Abwechslung besuchen, sonst besucht er mich immer. Hihi, mal sehen, ob ihn das überrascht! Hoffentlich freut er sich dann darüber… Ich möchte immerhin nicht, dass er sich unwohl fühlt. Und weißt Du, ich freue mich schon sehr über die nächste Wochenblatt-Ausgabe! Dort wird bestimmt alles über die schöne Hochzeit geschrieben sein! Der arme Herr Beuno hatte sicherlich viel Stress, er war Trauzeuge und musste gleichzeitig für seinen Bericht arbeiten und Bilder anfertigen. Vielleicht bin ich auch auf einem Bild zu sehen, hihi, da bin ich gespannt! Ihr könnt dann auch lesen und sehen, wie wunderbar die Hochzeit gewesen ist. Bei einem derart perfekten, wundervollen Fest wird die Ehe ein voller Erfolg für die beiden sein. Ich wünsche den beiden jedenfalls das beste Leben, das sie leben können! Und weißt Du, als ich da all die Gäste begrüßt hatte, da kamen ein paar und haben mich sogar umarmt! Einfach so! Hach, es gibt so viele liebe Leute! Ich habe mich darüber sehr gefreut. Auf dem Fest waren alle sehr herzlich. Nun, ich hoffe, dass es euch allen auch gut geht! Bitte grüße Mutter und Vater von mir.
Deine Maiglockli



25. Wedmath (August)
Mein lieber Drubb,
es ist schon wieder ganz viel passiert. Also, zuerst einmal hatte ich gestern am Abend den Farabas besucht. Der wohnt in Froschmoorstetten. Und, hihi, er hat sich über meinen Besuch gefreut! Und er war auch sehr überrascht, oh ja! Dann habe ich auch kurz einen Teil seiner Familie kennengelernt, also, es waren Stimmen aus dem Smial, die mir zugerufen haben. Hihi, die Familie vom Farabas ist sehr freundlich. Das sind die Apfelstetter, Du kennst sie ja sicherlich irgendwie. Der Farabas und ich sind dann zum Moor gegangen, an einen schönen Platz im Trockenen. Die Sterne schimmerten wundervoll auf dem Wasser. Und dann hat er Farabas mich wieder überrascht. Er hatte ein Geschenk für mich. Er hat für mich eine Kette aus Silber gemacht, selbst gemacht! Da dran ist ein Anhänger mit einem Apfel und einem M. Ich habe mich überaus gefreut. Der Farabas hatte mir versprochen, dass wir uns nicht in der Öffentlichkeit küssen, und deshalb hatte er dann erst gefragt, ob er mich küssen darf. Als wir uns dann küssen wollten, kam plötzlich, wie aus dem Nichts, eine große Kröte. Hihi, der Farabas hat mich gut vor ihr beschützt. Ich bin dann auch bald heim. Ach, da fällt mir gleich das nächste ein. Gestern am Morgen hatte ich einen Brief bekommen, Du sicher auch. Es ging um mein Smial und deine Mühle, die wir von Urgroßmutter geschenkt bekommen hatten. Darin stand, dass es nicht rechtlich korrekt gewesen ist, denn das Geschenk wurde in ihrem Testament gemacht und das war ja auch das einzige, was in ihrem Testament festgelegt war. Jedenfalls waren darunter nur vier Zeugenunterschriften vorhanden, also viel zu wenig. Das Smial und die Mühle gehen rechtmäßig an jemand anderen. Ich weiß nicht, an wen, aber sicherlich an Onkel und Tante Steinferse, die wollten ja auch schon immer ein so großes Smial. Das gönne ich ihnen. Mir war es zu groß. Was soll ich auch mit einem riesigen Smial und was sollst du mit einer Mühle. Urgroßmutter hat es sehr lieb gemeint, aber ich denke mir, die können die Gebäude besser gebrauchen. Deshalb war es für mich auch in Ordnung, das Smial zu räumen. Ich hatte sowieso nicht so viele Möbel. Als ich dann heute Morgen die letzten Dinge geholt hatte, ging ich die Bachuferstraße entlang und da sprang mir ein Verkaufs-Schild ins Auge. Naja, ich bin vielmehr dagegen gelaufen. Ich hatte dem großen Smial unter dem großen Baum noch nachgesehen. Und dann habe ich aufgesehen und da war ein kleines Smial. Mit hübschen Laternen am Garteneingang und an der Tür, und einem großen Baum. Es war perfekt. Ich guckte durch eines der Fenster, und da kam dann ein Unterkunftsvermittler raus aus dem Smial. Er war sehr freundlich und zeigte mir gleich alles, auch von innen. Es war wunderbar. Es gibt sogar zwei Kamine! Ich habe es sofort gekauft. Tante und Onkel Steinferse hatten mir Geld gegeben, weil sie die Mühle sowieso vermieten wollten, und ich hatte auch ein paar der Möbel, welche keiner von uns brauchte, verkauft. Als ich aus dem Smial wieder hinaus trat, sah ich den Bach, und die anderen Smials, und die Hügel und Bäume und Felder und… Es fühlte sich nach Zuhause an. Hihi, ich bin eigentlich nur ein Smial weiter gezogen, fühle mich aber so viel wohler. Die Möbel konnte ich gleich wieder einräumen. Besucht mich mal! Grüße bitte Mutter und Vater.
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Re: Mein lieber Drubb, ...

Ungelesener Beitragvon Maiglockli » Montag 26. August 2019, 17:07

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26. Wedmath (August)
Mein lieber Drubb,
hast du die neue Ausgabe gelesen? Mallenglîël ist im Wochenblatt! Mallenglîël ist im Wochenblatt! Ahhhhh! Sie ist im Wochenblatt! Mit Bildern! Ich freue mich ja so sehr! Sie war bei diesem Elbenmarkt, zu dem ich es nicht geschafft hatte. Jetzt weißt Du endlich, wie sie aussieht! Sie ist sehr hübsch, nicht wahr? Und sie ist auch sehr lieb und lustig, auch wenn sie immer so ernst guckt wie auf den Bildern, hihi. Wo ich gerade beim Wochenblatt bin: Der Bericht von der Hochzeit ist auch ganz wunderbar! Hihi, sogar ein paar Bilder von mir sind dabei! Im Bericht sind die Mairad und der Faroweis sehr gut dargestellt. Es war definitiv eine Traumhochzeit. Dann gab es noch den Bericht zur Grenzersprechstunde. Ich bin extrem froh darüber, dass der Herr Beuno wie versprochen nichts von meinem schrecklichen Benehmen geschrieben hat. Beim Weiterlesen habe ich nichts schlimmes erwartet. Und dann kam ich zu den Munkeleien. Wer schreibt derart furchtbare Dinge über mich?... Wer ist mir denn so böse?... Also erst einmal: Ich bin nicht tot. Jedenfalls bin ich davon überzeugt. Die liebe Mairad hat mich auch sehr verteidigt. Der Farabas hatte mir einen Antrag gemacht, aber nur zum Scherz, das wussten wir beide. Ich rede niemals abfällig über Bockländer. Und ich weine nicht so viel, erst recht nicht wegen sowas. Und den Farabas hab ich auch nie feige genannt. Das stimmt alles gar nicht! Weißt Du, der Faroweis und der Herr Beuno stehen da ganz hinter mir. Das haben sie mir gesagt. Die habe ich nämlich gestern beim Verbundabend getroffen. Da waren auch, natürlich, die Tulpeline und der Bango. Wir hatten uns in Stock getroffen und wollten wandern und grillen. Hihi, die liebe Tulpeline meinte erst, dass sie vergessen hatte, was sie mit uns eigentlich vorhatte, aber wir haben sie daran erinnert. Als wir an den Ställen standen, waren da drei Lange. Die lungerten da so rum und haben uns auf unsere Fragen und Grüße nicht geantwortet. Sie sind dann in den Goldenen Barsch gegangen. Wir sind durch Stock gegangen. Das gehörte zur Wanderung. Tulpeline hat uns dann noch durch das Umland geführt. Auf dem Weg habe ich mein Wanderlied vor mich hin gesungen. Erinnerst Du Dich? Ich meine das Lied, das ich bisher nur mit Mallenglîël und Hernod gesungen habe… Nun, ganz plötzlich ist der Faroweis mit eingestiegen! Er meinte, einer unserer Nachbarn hat es ihm beigebracht. Das war sicherlich Welko, dieser unhöfliche Kerl! Der würde noch meine Briefe im Wochenblatt veröffentlichen, wenn er sie in die Finger bekommen könnte! Naja, was soll es. Wir sind dann jedenfalls weiter gewandert und haben Ruinen auf einem Hügel erreicht. Dort standen wieder die drei Langen. Wir wollten sie nicht stören und sind zum Stockturm. Dort sind wir raufgeklettert und haben die Aussicht genossen. Danach haben wir uns am Fluss einen schönen Platz zum Grillen gesucht. Hihi, das hatte etwas gedauert. Als wir einen gefunden hatten, habe ich für die anderen geangelt. Ich hatte meine Sachen dabei, weil ich vorher in Wasserau angeln gewesen war. Die Tulpeline hat einen leckeren Karottensalat gemacht. Wir haben alle gegessen, gelacht und uns über alles Mögliche unterhalten. Das war schön. Ist alles in Ordnung bei euch? Bitte grüße Mutter und Vater herzlich von mir!
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Re: Mein lieber Drubb, ...

Ungelesener Beitragvon Maiglockli » Mittwoch 28. August 2019, 18:48

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28. Wedmath (August)
Mein lieber Drubb,
es ist gerade mal Hevenstag, und dennoch ist schon wieder ganz viel passiert! Diesmal berichte ich nur von wunderbaren Geschehnissen. Zuerst beginne ich mit dem Montag: An diesem Abend hatte mich die liebe Tulpeline zum Grillen eingeladen. Das Wetter war perfekt und wir konnten uns draußen sehr gut hinsetzen. Es gab Schweinerippchen, Würstchen und Hühnerkeulen. Von den Keulen hat mir Tulpeline dann zwei auf den Heimweg mitgegeben. Während die Tulpeline das Grillen übernommen hatte, durfte ich ihre Hühner füttern. Dabei habe ich versucht, den Tierchen gut zuzureden, weil ja ihre Artgenossen auf dem Grill lagen. Neben dem Fleisch gab es noch Salate zum Essen. Die Tulpeline wollte gern wissen, wie ich meinen Kartoffelsalat mache und deshalb hatte ich davon eine Schüssel mitgebracht. Sie selbst hat auch etwas Salat gemacht und dann haben wir sie miteinander verglichen. Außerdem hatte die Tulpeline noch etwas Karottensalat gemacht, wie den vom Wandern. Das war sehr lecker. Ich durfte auch Carli, dem Hund von Tulpeline, eins der Würstchen geben, hihi, da hat sie sich gefreut! Bald bin ich dann heim gegangen. Da gab es eine große Überraschung für mich! Mallenglîël stand vor meiner Tür! Also, eher war sie auf einer Brücke in meiner Siedlung. Und sie saß eher als dass sie stand. Jedenfalls hatte ich mich extrem gefreut! Und sie auch, hihi! Ich habe sie gleich durch mein neues Smial geführt und wir hatten uns gegenseitig sehr viel zu erzählen. Es war dann schon ziemlich spät und es war wunderbar, dass Mallenglîël bei mir übernachtet hat. Gestern hatte ich ihr dann alles ein wenig gezeigt und wir haben wieder ganz viel miteinander geredet. Als wir wieder im Smial waren, habe ich ihr die neuste Ausgabe des Wochenblattes gezeigt. Hihi, sie kannte das Wochenblatt noch nicht und war sehr überrascht darüber, dass sie dort auch zu sehen war. Ihr ist es generell egal, ob sie als Mallenglîël irgendwo abgebildet ist. Wir haben uns dann gemeinsam die Bilder angesehen und Mallenglîël hat mir ganz viel von dem Fest, wie sie es nennt, erzählt. Sie meinte, dass sie selbst nur die Schmiede und das Gruselkabinett von innen gesehen hatte, weil sie die meiste Zeit in schöne Gespräche vertieft gewesen war. Dann hat sie mir auch alles über die Gruselführung erzählt und ich habe mich da wirklich sehr gegruselt! Gestern Abend sind wir dann noch gemeinsam angeln gegangen, das war wunderbar. Heute musste Mallenglîël leider schon wieder weg, aber jetzt kennt sie ja meine Adresse und hat versprochen, bei jeder Gelegenheit zu Besuch zu kommen. Ich überlege, ob ich vielleicht mal wieder mit ihr gemeinsam losziehen soll… Oder ich nehme das Angebot von Tulpeline an und werde Grenzerheilerin der Grünfeldkompanie. Da kann ich auch wieder reisen, wenigstens ein bisschen. Das vermisse ich nämlich sehr. Das Auenland ist wundervoll, aber Mittelerde ist es auch, und es gibt so viel Fantastisches zu entdecken. Da fällt mir noch ein: Ich habe gehört, dass Herr Halldin, bei dem ich zum Geburtstag gewesen war, einen Bauernmarkt plant. Vielleicht könnte ich dort einen Stand führen und unseren Honig und Tee verkaufen… Und von den Sachen würde ich dann kostenlose Probierproben anbieten, also dass jeder kostenlos zwei Tassen tee trinken und mit Honig süßen kann. Was meint ihr dazu? Grüße alle bitte herzlich!
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Re: Mein lieber Drubb, ...

Ungelesener Beitragvon Maiglockli » Samstag 31. August 2019, 14:09

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1. Halimath (September)
Mein lieber Drubb,
heute ist der erste Tag des Monats und in letzter Zeit ist schon wieder ganz viel geschehen. Zuerst berichte ich dir von dem Stammtisch-Abend. Vielmehr beginne ich etwa eine Stunde früher. Ich wollte auf dem Bühl Pilze sammeln und da stand auf einmal der Farabas am Teich! Der war da spazieren. Er hat sich gleich sehr gefreut, mich dort zu treffen. Der Farabas sagte mir, dass ich ganz wunderbar wäre, so wie ich bin. Uiuiui… Und dass er jeden einzelnen Augenblick mit mir genießt, das hat er gesagt. Und dass ich seine Traumdame sei! Und, stell Dir vor, er sagte auch, dass er sogar mit mir auf Reisen gehen würde! Und ich wäre der größte Sonnenschein, den es gibt. Oha! Uiuiuiuiui! Das war ziemlich viel für mich. Bevor ich aufgrund meines roten Gesichts umkippen konnte, wurde es Zeit, zum Stammtisch zu gehen. Der Farabas ist auch mitgekommen. Der hat sich dann etwas seltsam verhalten und wollte erst tanzen und dann wieder nicht. Wir hatten allgemein sehr viel Spaß, aber dann hat der Farabas vor den anderen gesagt wie gern er mich hat. Das hat mich so sehr durcheinander gebracht, dass ich nicht einmal mehr die Tanzschritte zusammenbekommen hatte und mich erst einmal setzen musste. Nach und nach hat sich aber alles geklärt und der Farabas hat sich auch bei mir entschuldigt. Nachdem der Stammtisch zu Ende war, haben sich der Farabas und ich spontan dazu entschieden, gemeinsam ins Bockland zu reiten. Da fällt mir gleich etwas ein: Der Herr Halldin war auch beim Stammtisch, und auch der Beorninger von seinem Geburtstag. Herr Halldin hat mit mir noch einmal wegen des Bauernmarktes gesprochen und alles wird klappen. Ich wollte mir also den Stand in der Breesiedlung ansehen und der Farabas wollte mich freundlicherweise zum Bockland hin begleiten. Wir sind am Hochtag dann richtig losgeritten und zum Abend hin waren wir dann da. Erst einmal haben wir uns alles gemeinsam angesehen, das war sehr schön. Letztendlich standen wir vor dem Tunneleingang im Großen Hag, der zum Alten Wald führte. Mir war etwas mulmig zumute, aber irgendwie wollte ich auch wieder dort rein. Vielleicht hat mir der Farabas Mut gemacht. Jedenfalls trafen wir dort am Eingang einen Zwerg, der suchte nach einem Hobbit-Mädchen. Ringelblume Boffin büxt ja öfter mal gern aus. Ich hatte einen Hobbit vorher in den Alten Wald gehen sehen, also muss sie das gewesen sein. Der Herr Zwerg machte sich dann auf die Suche und wir wünschten ihm viel Erfolg. Der Farabas und ich überlegten, selbst nach dem Mädchen zu suchen. Wir konnten es ja nicht allein im Wald lassen und ich kannte mich immerhin schon etwas dort aus. Also haben wir uns am nächsten Tag selbst auf die Suche gemacht. Der Sonnenaufgang an diesem Morgen war wundervoll, als wäre der Himmel in Rosenwasser getränkt worden. Nun, als wir dann im Alten Wald waren, stellten wir uns vor und ich entschuldigte mich für unser Stören. Nachdem ich um Erlaubnis gebeten hatte, dass wir im Wald suchen dürfen, sind wir dann losgegangen und ich habe dem Alten Wald Lieder vorgespielt. Diesmal waren dort viel mehr wilde Tiere sichtbar als bei meinem letzten Besuch. Wir haben uns um Wölfe herum geschlichen und der Farabas musste sogar mit einem Bären fertig werden, aber er hat es geschafft! Ich hatte ganz furchtbare Angst um ihn. Großvater wurde ja von einem Bären getötet beim Honigsammeln. Für mich ist es immer noch fantastisch, dass Vater und Du den Bären dann zur Strecke gebracht hattet. Nun, der Farabas und ich hatten dann auch bald den kahlen Hügel erreicht und da trafen wir einen anderen Hobbit, der auch das Mädchen suchte. Wir sind dann tiefer in den Alten Wald gegangen. Und dann haben wir etwas entdeckt! Eine weiße Blume! So eine, von denen Goldbeere mir erzählt hatte! Sie war wunderschön und sehr groß. Ich habe ihr gleich ein paar Lieder vorgespielt. Dann sind der Farabas und ich weiter gegangen und haben bald die Weidenwinde erreicht, beim Alten Weidenmann. Dem habe ich Lieder vorgespielt und der Farabas hat dazu getanzt, das war sehr lustig! Ich hatte sowieso nicht gedacht, dass der Farabas so weit mit mir in den Alten Wald gehen würde. Als ich mit dem Spielen fertig war und wir gehen wollten, ist der Farabas plötzlich ausgerutscht. Zum Glück konnte ich ihn zum Weitergehen bringen, bevor er einschlief. Wir haben dann rasch die Weidenwinde an einer flachen Stelle überquert und sind weiter gegangen. Da haben wir auch bald die Brücke gefunden, die nicht weit vom Haus des lieben Tom steht. Es war schon spät in der Nacht und wir haben kurz am Wasserfall gerastet. Da hat der Farabas mir gesagt, dass er die Welt mit mir sehen will. Uiuiui. Und er will irgendwann mit mir nach Bruchtal gehen. Und, dann hat er gesagt, dass… Oh, es ist so schwierig, das zu schreiben… Er sagte, er wolle in vielen Jahren mit mir in Bruchtal stehen, und dann würden wir beide einen Ring tragen! Da hat er mir doch tatsächlich indirekt einen Antrag gemacht! Und er meinte auch, dass er schon mit Vater darüber gesprochen hatte! Wusstest Du davon? Und er meinte, unsere Familien seien damit einverstanden! Oh weh, das hat mich ganz ganz doll überfordert! Der Farabas hat mir etwas Zeit für mich gegeben und ich war ganz verzweifelt, so verzweifelt, dass ich viel geweint habe. Nach einem Weilchen kam der Farabas mich trösten. Ich bin noch nicht bereit für das Heiraten! Auch wenn ich dem Farabas gesagt habe, dass ich ihn liebe. Und auch wenn er mir gesagt hat, dass wir auch verheiratet gemeinsam reisen können. Was ist, wenn ich ihn auf einer Reise verliere? Das könnte ich niemals verkraften. Ich habe furchtbare Angst. Der Farabas meinte schließlich zu mir, dass wir die ganze Sache einfach vergessen und so tun, als wäre es nie passiert. Das ist auch keine Lösung, aber es hat mir in dem Moment zumindest geholfen. Ich fühle mich ganz schlecht. Der Farabas und ich sind dann zum Haus des lieben Tom gegangen. Hihi, der Farabas nennt ihn „Tom Brombeerstiel“, das klingt hübsch. Draußen hat uns der Tom dann begrüßt und drinnen die Goldbeere. Nachdem wir gegessen hatten, haben der Farabas und ich am Kamin noch ein wenig musiziert. Der Farabas spielt nämlich die Laute! Es war wunderbar, gemeinsam mit ihm Lieder zu spielen. Bald war es dann sehr spät und ich war sehr müde. Ich habe mich hingelegt, aber einschlafen konnte ich nicht. Ich fühle mich ganz schrecklich. Der Farabas war schon einmal verlobt und wurde abgewiesen, und jetzt habe ich ihn auch abgewiesen. Obwohl er mir keinen so richtigen Antrag gemacht hat. Also, er hat sich vor mir hingekniet, und mir auch einen Ring angesteckt, aber er hat mich nicht gefragt, ob ich ihn heiraten mag. Nicht direkt. Den Ring muss ich ihm noch zurück geben, das habe ich ganz vergessen. Ich bin so durcheinander. Und ich kann immer noch nicht schlafen. Lieber Drubb, sag mir bitte, wusstest du von dem Antrag?... Ich verzweifle… Ich hoffe, euch geht es wenigstens gut. Bitte grüße Mutter und Vater von mir.
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Re: Mein lieber Drubb, ...

Ungelesener Beitragvon Maiglockli » Dienstag 3. September 2019, 16:38

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3. Halimath (September)
Mein lieber Drubb,
ich sitze gerade am Brandywein und schreibe Dir. Der Farabas und ich hatten gestern den Alten Wald im Osten verlassen, durch die Senke vor den Hügelgräberhöhen. Ich habe ihm den Ring wieder gegeben. Ich fühle mich noch immer schlecht. Auch wenn der Farabas gesagt hat, dass ich keinen Grund dazu habe. Nun ja… Hast Du die neue Ausgabe des Wochenblattes gelesen? Uiuiui, ich wurde schon wieder erwähnt! Das muntert mich etwas auf, ich freue mich sehr. Der Bericht vom Grillabend ist sehr schön. Hihi, es ist wunderbar, dass den anderen der von mir gefangene Fisch derart geschmeckt hat. An diesem Abend hatte ich wirklich Anglerglück. Es war ja allein schon Glück, dass ich meine Angel dabei hatte. Wir sollten auch mal wieder zusammen angeln gehen. Nun zu den Munkeleien: Warum gibt es so viele Gerüchte über den Farabas und mich? Das kann ich nicht verstehen. Wir sind nicht verlobt und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Außerdem habe ich keinen Grund, vor dem Farabas zu flüchten. Wir können gut miteinander über alles reden und ich flüchte sowieso nicht vor solchen Situationen, Du kennst mich ja. Hach Drubb, ich mache mir große Sorgen. Warum muss das nur alles derart kompliziert sein. Früher musste ich mich nicht mit solchen Gefühlen und Gerüchten herumplagen. Nun kommt alles auf einmal. Hast Du auch mit so etwas zu kämpfen? Ich hoffe nicht. Vielmehr hoffe ich, dass es Dir gut geht. Bitte grüße Mutter und Vater von mir.
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Re: Mein lieber Drubb, ...

Ungelesener Beitragvon Maiglockli » Donnerstag 12. September 2019, 10:50

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10. Halimath (September)
Mein lieber Drubb,
hast Du auch die Einladung erhalten? Unsere Base Schneeglockli heiratet! Dabei ist sie ein Jahr jünger als ich, das hätte ich nie gedacht. Naja, andererseits wollte sie schon immer die Erste in allem sein. Sie meint ja auch immer zu mir, dass sie von uns beiden stets die Erste sein wird, weil Schneeglöckchen früher blühen. Hihi, sie ist schon etwas eigen, aber ich habe sie dennoch sehr gern. Schneeglockli ist zwar ziemlich von sich überzeugt, aber in der Not hilft sie auch. Onkel Derko hat da schon eine ganz feine Tochter, oh ja. Die Hochzeit fällt aber auf den Zeitraum vom 13. Bis zum 15. Halimath, also genau dann, wenn Herr Halldin seinen Bauernmarkt veranstaltet. Da kann ich leider doch nicht unseren Honig und unseren Tee verkaufen. Ich hatte mich schon so sehr darauf gefreut! Die Familie geht aber vor. Und innerhalb eines Tages kann ich auch nicht vom Südviertel aus bis in die Breesiedlung reisen. Es ist sehr schade mit dem Bauernfest, jedoch freue ich mich auch bereits auf die Hochzeit von Schneeglockli. Ich möchte, dass sie glücklich ist und einen wunderbaren Tag hat. Uiuiui, nur ein Jahr jünger als ich und schon fast verheiratet… Das ist schon erstaunlich. Sollte ich auch so rasch heiraten? Hm… Wie ist es bei Dir, lieber Bruder? Hast Du Deine Herzensdame schon gefunden? Ich hoffe, Du findest mal eine ganz wunderbare Hobbitdame! Bitte grüße Mutter und Vater von mir. Wir sehen uns dann alle auf der Hochzeit! Bis dahin.
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Re: Mein lieber Drubb, ...

Ungelesener Beitragvon Maiglockli » Dienstag 17. September 2019, 15:21

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22. Wedmath (August)
Mein lieber Drubb,
wir sind nun schon über eine Woche in den sogenannten Trollhöhen. Das ist kurz vor dem Nebelgebirge. Und es ist eine ganz andere Welt im Vergleich zu den Einsamen Landen! In den Einsamen Landen gibt es so ziemlich keine Bäume, weshalb ich bisher nicht bemerkt hatte, dass bereits der Herbst Einzug gehalten hat. Es ist noch nicht einmal Halimath und hier färben sich schon die Blätter. Ein ganz wunderbarer Anblick ist das. Und hier ist alles voller Wald. Die Blätter beginnen bereits, zu fallen, und legen überall einen hübschen bunten Teppich aus. Wir gehen zusammen sehr gelassen und entspannt, wir haben es ja auch nicht eilig. Mallenglîël kennt den Weg und Hernod sucht bei alten Ruinen nach Relikten und Artefakten. Mallenglîël übrigens auch. Hihi, die beiden fachsimpeln manchmal über ihre Funde. Mallenglîël bringt Hernod auch vieles bei und er hört ihr sehr gern zu. Weißt Du, ich hatte mich die ganze Zeit gefragt, warum dieses Land hier als Trollhöhen bezeichnet wird. An einem Abend, gestern war das, gingen wir auf einem kleinen Trampelpfad durch die Bäume und plötzlich trat da ein Troll aus dem Gebüsch hervor. Der stand dann einfach so da, mitten im Weg, und hat uns angeglotzt. Er hat uns wohl nicht erwartet. Dieser Troll sah fast aus als wäre er aus Stein, seine Haut wirkte etwas moosig und er hatte ein irgendwie plattgedrücktes Gesicht. Die Augen, die waren größer als meine Fäuste! Nach einem langen Augenblick, in dem wir uns nur stutzig angeguckt hatten, brüllte der Troll auf ein Mal los und begann damit, seine Arme wild um sich zu schwingen. Mallenglîël rief mir gleich zu, dass ich in Deckung gehen solle, was ich auch gleich getan hatte. Ich habe mich im Gebüsch versteckt und alles beobachtet. Mallenglîël wollte den Troll gerade angreifen, als, wie aus dem Nichts, Hernod dem Troll auf die Schultern sprang, er war wohl unbemerkt auf einen der Felsen geklettert, die in der Nähe standen. Es war sehr spannend! Ich hatte große Angst um Hernod, und auch um Mallenglîël. Der Troll hätte sie sicher zertrampelt, wenn sie nicht so flink und geschickt wäre. Hernod hat sehr mit dem Troll gerungen, aber dann hat Mallenglîël ihn zu Fall gebracht und Hernod konnte dem Ungetüm die Kehle durchschneiden. Wäh, das Blut war ganz dick und klebrig. Es sah eklig aus. Der Troll trug bei sich ein Medaillon, das ah sehr schön aus. Es gehört sicher einem Elben, Mallenglîël hat es mitgenommen und wenn wir den Besitzer finden, geben wir es zurück. Seit wir dem Troll begegnet sind, sind wir noch wachsamer als vorher. Und Mallenglîël ist sehr erstaunt über Hernods mutiges Verhalten! Ich bin so froh, dass alles gut gegangen ist. Wir werden weiter durch den Wald gehen. Unser nächstes Ziel ist die Lautwasser, das ist ein großer Fluss, der in der Elbensprache Bruinen genannt wird. Mallenglîël meinte, dass er durch die vielen Wasserfälle so laut sei. Ich bin schon ganz gespannt darauf, diesem Fluss zuzuhören. Morgen ziehen wir weiter und werden sicherlich wieder gemeinsam Wanderlieder singen, das macht immer viel Spaß. Ich hoffe sehr, dass es euch gut geht! Wie ist die Ernte? Grüße bitte Mutter und Vater von mir. Mir geht es gut.
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Re: Mein lieber Drubb, ...

Ungelesener Beitragvon Maiglockli » Mittwoch 2. Oktober 2019, 15:29

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9-25.KeilermarktSeite2.jpg
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25. Halimath (September)
Mein lieber Drubb,
hatte ich Dir schon vom Stammtisch berichtet? Das war was! Der Faroweis wollte irgendetwas sagen und hat sich vor allen hingestellt. Dann hat er einen nach dem anderen zu sich gebeten und Geschenke verteilt! Ich bin nun offizielle Honiglieferantin des Smialtörtchens. Dazu bin ich Ehrenangestellte, weil ich scheinbar gut kochen kann. Vielleicht liegt das an den Kuchen, die ich zur Grenzersprechstunde gebacken hatte. Dann habe ich noch einen Julfestkalender bekommen, da macht man in der Julzeit jeden Tag ein Türchen auf und findet eine Leckerei. Mal sehen, wie das ist. Dann bin ich zum Keilermarkt in Bree gereist. Zum Glück war noch alles fertig gewesen für den Bauernmarkt vom Herrn Halldin, also konnte ich alles gleich mitnehmen. Zu dem Markt hatten wir immerhin keine Zeit gehabt, weil die Schneeglockli da geheiratet hatte. Der Falco und die Schneeglockli passen gut zusammen, er ist ja auch so draufgängerisch und direkt wie sie. Hihi, sie sind schon ein feines Paar. Nun, ich bin einen Tag früher angekommen und kam gerade rechtzeitig zu einem Konzert. Das war sehr schön! Am nächsten Tag habe ich dann alle Sachen am Stand vom Smialtörtchen aufgebaut. Bevor der Markt eröffnet wurde, gab es noch ein Theaterstück, ein Mordfall wurde da untersucht. Das war wunderbar! Danach begann der Markt und es war sehr viel los! Ganze sieben Leute haben unseren Tee probiert, vier davon wollten auch gern Honig dazu. Letztendlich hat dann nur Azaline Tee gekauft, aber gleich zehn Beutel davon! Und zwei haben Honig gekauft: das Fräulein Tunvil, die den Markt veranstaltet hat, einen und der Faroweis hat gleich zehn gekauft! Leider habe ich nicht mehr verkauft… Vielleicht war zu viel los oder der Tee hat nicht geschmeckt… Beim nächsten Mal wird es besser. Die Bäcker vom Smialtörtchen haben dann auch Pfannkuchen mit unserem Honig angeboten. Zum Ende des Marktes gab es eine Verlosung, aber ich habe leider nichts gewonnen. Für das Geschäft war es generell kein erfolgreicher Tag, dennoch bin ich froh, dabei gewesen sein zu können. Nachdem der Markt beendet war und noch Musik gespielt wurde, tauchte auf ein Mal der Farabas auf! Der wollte mit mir allein sprechen. Er hat noch einmal betont, dass unsere Familien hinter uns stehen. Ich habe ihm noch einmal gesagt, dass ich noch nicht bereit für eine Beziehung bin und fürs Heiraten schon gar nicht. Ich wollte ihm auch die Silberkette zurückgeben, aber er hat darauf bestanden, dass ich sie behalte. Sie ist nun sicher in einer Schublade in meinem Smial verstaut. Irgendwie wird es mir immer unangenehmer, mit dem Farabas zu sprechen. Er sagt immer, dass er mich versteht und mir Zeit gibt, aber beim nächsten Mal fängt er wieder vom Heiraten an. Das wird mir irgendwie alles zu viel, ich fühle mich ganz eingeengt. Und es wirkt als wollen unsere Familien unbedingt, dass wir heiraten. Mir wird gar keine Wahl gelassen. Wenn das so weiter geht, werde ich mir wohl eine Auszeit nehmen müssen.
Nun ja, der Keilermarkt war trotzdem sehr schön! Ich war danach nur ganz kurz heiser, weil ich so viel rumgeschrien habe, hihi! Ich bin schon auf die nächsten Märkte gespannt und hoffe, daran teilnehmen zu können.
Wie geht es Dir, lieber Drubb? Ich hoffe, alles ist gut bei euch. Bitte grüße Mutter und Vater von mir.
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