Briefe an den Onkel

Geschichten aus Tolkiens Welt vom Herrn der Ringe und anderen Werken.
Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Sonntag 13. Oktober 2019, 09:55

Bewährungsprobe

Auf der Suche nach seinem Bruder erreichen Sare und Yosi das Gut der Familie Berenthil im Süden Ithiliens.
Der Dúnedain wittert eine kommende Gefahr welche wie eine Art Schatten, stetig sich ausbreitet. Seltsames Gefühl, obwohl im Gut selber die Lage entspannter wirkt. Nach außen gibt es nichts was nur im Ansatz auf mögliche Bedrohungen hinweisen könnte. Er bleibt wachsam. In der kleine Taverne, schlicht mit ein paar Strohsäcken ausgerüstet, findet er keinen Schlaf. Bekannt als der "Späher" im engsten Kreis der Berenthils, entsendet er einen Boten "Priorität Hoch" an den Fürsten in Dol Amroth.
Tage gehen ins Land. Sie treffen auf den Bruder mit Gefährtin, dessen Auftag es war das Gut den Flüchtlingen zu übergeben. Vertrauensvorschuss von Berenthil, eine Probe? Beides?

Dol Amroth

In der Zwischenzeit erreicht die Depesche den Fürsten. Berenthil erkennt die Lage, selbst, wenn die Zeilen vage Vermutungen beinhalten, kennt er den "Späher", seine besondere Fähigkeit, die sich in der Vergangenheit mehr als nützlich erwiesen hatte und rückt sofort mit einem Heer aus.
Ziel: Das Gut in Ithilien.

Ithilien

Bei Eintreffen des Fürsten berichten erste Späher ein brandschatzende Horde ist auf dem Weg zum Gut. Berenthil mit knappen Nicken zitiert den haradrischen Prinzen an den Außenwall.
Berenthil sieht kurz zu Abin
Was schätzt ihr?
Späher bekunden etwa hundert
Das entspricht auch meiner Kenntnis. Könnten Leute von euch dabei sein.
Wir kämpfen gegen einen gemeinsamen Feind Fürst Berenthil.
Berenthil nickt knapp. Keine Zeit für weiteres Geplänkel. Der Feind naht.
So sei es! Befehligt die Bogenschützen. Ich übernehme die Bodentruppen
Abin klettert hoch auf den Außenwall zu den Bogenschützen.
Die Männer am Tor in Stellung, schützend hinter den errichteten Palisaden. Soldaten und Wachen.
Berenthil als Oberbefehlshaber.
Hinter dem großen Tor, dessen schweres Eisengitter halb oben bleibt, für ein rasches Nachrücken der zweiten Linie von Bodentruppen, die dort warten, kampfbereit.
Im Falle einer möglichen Niederlage, wird es runter gelassen.
Wachen die im Inneren vom Gut, das einer Festung gleicht auf den Strassen die Menschen informieren.
Aufrufe an die Bevölkerung, sofort die Häuser aufzusuchen. Ausnahmezustand.
Der Prinz sieht im Dunkeln einige kleine Fackeln. Der Feind hat es schwer bei Nacht ohne Fackeln vorwärts zu kommen und muss Fackeln entzünden. Ein Vorteil.
Berenthil wachsam hinter einer der Palisaden verschanzt mit Wachen und Soldaten
Abin zählt...
300m
200...

Höchste Anspannung.
Eröffnen die Bogenschützen das Feuer. Beginnt die Schlacht.
100...
Im Halbdunkel lassen sich Schemen erkennen. Man sieht auch Bogenschützen gehen in Stellung
50..
Feuer!

Die Schlacht beginnt.
Pfeile fliegen in beider Richtung. Der Feind ist gut vorbereitet. Männer fallen auf beiden Seiten.
Im Befehlston oben auf der Mauer.
Schürt die Pfeile mit Öl und setzt das Pack in Brand!
Rauch! Vorrückende Truppen.
Der Fürst brüllt:
Für Gondor! Stürmt nach vorne, mit ihm seine Männer.
Gefallene Feinde, Wachen, Bogenschützen. Berenthil hebt kurz im Gemetzel seine blutende Hand nach oben.
Schreie. Blutende zuckende Leiber....
Die zweite Linie stürmt nach vorne, der Feind ist unterlegen, verliert die Schlacht.
Keine Gefangenen!
Brüllt der Fürst. Seine Rüstung von Blut durch tränkt. Verluste auf beiden Seiten. Die Schlacht ist gewonnen. Heiler strömen jetzt zum Schlachtfeld vor den Toren und bergen Verletzte und die Toten.
Berenthil hatte auch was abbekommen, wie Abin der zum Fürsten tritt.
Der Fürst murmelt:
Für Gondor.
Abin murmelt:
Ihr seid ein kluger Stratege Fürst. Ohne euer Heer wäre dieser Sieg nicht auf unserer Seite zu verzeichnen.
Für Gondor

Berenthil nickt...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Donnerstag 2. Januar 2020, 13:20

Der Wille des Königs

Berenthil hat eine Audienz beim König erwirkt. Nicht ohne, von seiner Seite aus gesehen, trifftigen Grund. Der Fürst möchte der jüngeren Generation Platz machen. Sein Amt niederlegen und alles seinem dafür vorgesehenen Sohn Shairmon übergeben.
Zwei Tage zuvor berief er seine Brüder, um den möglichen Entschluß zur Disposition zu stellen.
Einigkeit herrschte bei Beiden, Berenthil muss bleiben, aber im Falle das der König eine andere Position einnimmt, seien sie bereit, die nötigen Schritte in die Wege zu leiten.

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Die Stadt ist im Wiederaufbau. Geschäftige Hände packen mit an. Die Menschen sind trotz der noch deutlichen Zeichen der großen Schlacht auf dem Pelennor zuversichtlich. Viele gaben ihr Leben in der letzten großen entscheidenen Schlacht um die Haupstadt des Landes.
Mittlerweile ist nahe Osgiliath ein Hafen für Handelschiffe aller Arte eingerichtet, um die Stadt mit den nötigen Hilfsgütern zu versorgen.
Der Fürst und seine Frau haben etwas Zeit vor der Audienz und machen sich ein Bild der Lage nach fast gut über einem Jahr.
Blickt man weiter gen Osten kann man immer noch den grauen verhangenen Himmel über Mordor sehen. Längst ist der Schrecken verblasst, aber die Erinnerungen bleiben.
Osgiliath ist komplett zerstört. Ob es jemals wieder aufgebaut werden kann, steht in den Sternen. Priorität hat die Hauptstadt des Landes. Das Markenzeichen Gondors, die mächtige Stadt der Könige.
Das Fürstenpaar führt viele Gespräche mit den Menschen in den Strassen der Stadt. Berenthil unterstützt mit Hilfsgütern, die über den Seeweg transportiert werden.
Es war ihm immer ein Anliegen. den Menschen in der Not beizustehn. Worte bleiben, wenn Taten folgen. So war es immer.
Während beide langsam den Weg nach oben gehen, kommen erste Zweifel.
Unsicherheit, ob Shairmon tatsächlich schon soweit ist.
Wer käme bei der mittlerweilen Großfamilie als mögliche Option in Frage?
Es ist soweit. Ellessar umarmt beide herzlich und heisst sie willkommen als Freunde.

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Zusammen mit dem König geht es in einen der Privaträume.

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Ihr wollt zurücktreten?
Berenthil nickt mit Ehrfurcht vor seinem König.
Fürst Berenthil...
Lothíriel ist das jüngste Kind und die einzige Tochter von Fürst Imrahil von Dol Amroth, aber die Macht ist euer.
Ihr ward und seid der Westen von Gondor. Niemals habt ihr eure Postion aus Ehrfurcht vor ihr ausgespielt. Sie ist sich dessen bewusst und glaubt mir, froh das es eine graue Eminenz im Hintergrund gibt, welche die Fäden im Sinne Gondors in den Händen hält und die richtigen Strippen zieht, für das Wohl unseres Volkes.
Der Fürst lauscht aufmerksam den Worten seines Königs.
Eure Familie ist stetig gewachsen. Ich sehe keinen außer Euch der dieses Amt ausfüllen kann. Die Menschen brauchen eine starke Persönlichkeit zu der sie aufblicken. Ihr seid eine.
Die beiden Ältesten aus erster Ehe.
Der eine ein hervorragender Schiffbauer, dem wir unter anderem die florierende Handelsflotte verdanken.
Der Zweite ein Soldat, ein Mann der nicht eine Sekunde zögern wird, das Schwert gegen den Feind zu erheben, was er mehrfach bewiesen hat.
Shairmon erwirkte einen Frieden im Süden. Eine große Leistung mit vielen neuen Herausforderungen.
Euer Zwillingsbruder. Ihm fehlen über 10 Jahre. Wichtige Jahre in denen hier Geschichte geschrieben wurde.
Wer bleibt übrig am Ende.
Der älteste Bruder vielleicht.
Andaryriorn, es gibt keinen außer euch.
Keinen.
Ich bin nicht nur euer König, sondern einer der eure Taten für unser Land mehr als zu schätzen weiß. Jeder brachte Opfer. Auch ihr. Eure zweite Frau wurde, als sie eine Flüchtlingskaravane aus dem Osten begleitete, in einen Hinterhalt geführt und brutal abgeschlachtet.
Endlich ist der Frieden eingekehrt. Opfer, viele die ihr Leben gaben, bleiben in unseren Herzen unvergessen.
Jetzt brauchen wir jene starken Persönlichkeiten für den Wiederaufbau, neuen Wegen und Perspektiven.
Ellessars ruhige Worte und die pragmatischen Argumente überzeugen den Fürsten
Möget ihr noch lange als Fürst im Westen die Schritte der Menschen leiten.
Wenn die Valar euch heimwärts führen, wird die Zeit gekommen sein für euren dafür ausgewählten Sohn.

Der König sieht dem Paar abwechselnd in die Augen. Die Entscheidung ist gefallen.
Berenthil neigt sein Haupt, dann spricht er mit leicht gehobener Stimme.
Mein König. So sei es....

Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Sonntag 2. Februar 2020, 16:48

Neubeginn

Breeland
Früh morgens trifft er auf seinen älteren Bruder, der auch einen kleinen Spaziergang unternimmt.
Dabei fällt ihm der Brief aus der Tasche.
Der geht nach Gondor. Hast du ihm geschrieben?
ein Schmunzeln
Ich...
Lass mich den Brief lesen.
Warum?
Der Inhalt ist höchstwahrscheinlich mit keinen guten Neuigkeiten bestückt.

Er gibt dem älteren Bruder ohne Worte den Brief, der ihn öffnet. Still liest er die Zeilen. Eine nach der anderen.
Am Ende angelangt reicht der Ältere dem Jüngeren den Brief zurück.
Verbrenn den Mist.
ein Schmunzeln
Keine Ahnung was in mich gefahren ist.
Alte Geschichten aus unser aller Kindheit.

die Stimme väterlich.
Niemand trägt irgendeine Schuld. Andaryriorn ist sein Ebenbild. Als kleines Kind, Heranwachsender, junger Mann. Heute. Du warst mit Büchern beschäftigt, er kämpfte mit Holzschwertern dann als Kommandant im Krieg.
Vater hat immer nur ihn gesehen.
Falsch mein Junge. Vater war Feldherr und Gelehrter. Vergessen? Damals tobte der Krieg. Für ihn war der Kampf gegen den Feind höchste Priorität. Das ist alles. Ihn trifft keine Schuld, Dich, deinen Zwillingsbruder, mich.

der jüngere hebt seine Braue kurz nach oben.
Keinen.
Der Krieg forderte seinen Tribut von jedem auf seine Weise. Ich kam her weil ich dich kenne und etwas für dich habe.

zieht einen alten vergilbten Umschlag aus der Jackentasche.
Ein Brief, den dein Vater auf dem Totenbett schrieben lies. Unten ist seine Unterschrift. Lies ihn. Dann siehst du alles mit anderen Augen. Der Inhalt, daher so spät, was die Übergabe betrifft, war an Bedingungen verknüpft, die im Schreiben genannt werden. Wenn du fertig bist ist dein Irrglaube, Vater hätte einen von euch bevorzugt, Geschichte.
Sieht seinem jüngeren Bruder hinterher der langsam davon schlendert.
Im Garten hinter dem Haus liest er die Zeilen des verstorbenen Vaters. Ein vages Lächeln. Die letzten Worte des Vaters verwahrt er in einer kleinen Schublade im Haus.
Ein Brief der mehr als ein paar Zeilen beinhaltet. Worte die ihm was bedeuten, viel bedeuten. Alles was er meinte sei recht, steht in einem ganz anderen Licht. Die Wahrheit versus seinem subjektiven manifestiertem Irrglaubens über all die vielen Jahre.
Verpufft in ein paar Augenblicken.
Danke Vater ...
und wirft seinen Brief ins Feuer...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Sonntag 1. März 2020, 14:11

Düstere Zeiten


Breeland.

Ein lange Reise neigt sich dem Ende zu. Der Anlass war die Hochzeit seines Zwillingsbruders im Kreis der engsten Familie. Diesmal nicht in Gondor, sondern im Breeland, die mit einem feuchtfröhlichem Abend endete.

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Der nächste Tag war von Aufbruchsstimmung geprägt. Edhyldir der älteste Bruder der Drei beschließt noch ein paar Tage im Breeland zu bleiben. Andaryiorn und seine Frau reisen weiter ins Auenland.
Kaum angekommen überreicht ihnen der Verwalter einen Brief aus Gondor. Eine dunkle Ahnung, das es keine guten sind lässt ihn den Brief öffnen und der Brief mit einigen Anhängen gleitet auf den Boden..

Kap von Belfalas einige Wochen später. Ankunft des Fürsten im Wachhaus der Kapwachen.

Der Fürst sieht zuerst den Kommandanten an, dann die Wache und zurück zum Kommandanten. Knapp, fast barsch klingt die Stimme des Feldherrn.
Ich habe eure Botschaft erhalten. Bericht!
Berenthil alles andere als "amüsiert".
Ser!
Der Kommandant salutiert
Ser !
Ein Salut von der Wache
Ich höre!
erklingt die Stimme Berenthils
Allet steht besorgt neben ihrem Mann.
Es begann kurz nach eure Abreise Ser! Schmiererreien an den Wänden. Gondor den Gondorern...
Weiter!
Wir haben das als dämlichen Scherz abgetan. Es entfernen lassen und die Leute befragt. Wegen möglicher Hinweise. Dann war Ruhe. Dachten wir jeden
falls.
Die Augen des Fürsten sind verengt, während er aufmerksam zuhört.
Die Wache steht in Haltung neben seinem Kommandanten und hört dessen Bericht zu.
Berenthils Frau spürt die Anspannung und den Unmut ihres Mannes überdeutlich.
Zwei Wochen später kamen besorgte Bürger zu uns und gaben uns ein paar Zettel in die Hand. Darauf stand: Fremdlinge raus. Die nehmen unser Geld, unsere Arbeit, unser Leben. Gondor den Gondorern. Der Slogan von den Schmierereien an den Wänden wiederholte sich in schriftlicher Form. Wir stellten genaue Untersuchungen an.
Und?!
Wir stellten fest das die Bürger keine Auskünfte geben konnten..ein kurzes Innehalten .. oder wollen Ser.
Und?!
Wir ermitteln, aber diese Leute fanden einen fruchtbaren Nährboden in der Stadt und am Kap. Sieht so aus das die Menschen hier...Den Parolen glauben schenken.

Kommandant! donnert die Stimme Berenthils Gondor ist Land der freien Völker. Wenn das so weiter geht, was ich verhindern werde, droht ein Bürgerkrieg!
Ser!
salutiert
Wie ihr wisst sind auch Harad hier die Immunität genießen. Nicht auszumalen, wenn der Prinz zurückkehrt!
Ja Ser. Wir haben in der Zeit viele befragt, ob es ihnen wirklich schlechter geht als in Kriegszeiten. Antworten waren so vielfältig wie die Charaktäre der einzelnen Bürger hier...
Kommandant! Ich werde genau das machen, was jeden überzeugen wird. Ihr werdet den Aushang später an jede Mauer der Stadt und am Kap verhängen.
Ser!
salutiert
Irgendwer will unser Land in ein neues Chaos stürzen. DAS werde ich VERHINDERN!
brüllt Berenthil
Ich verordne ab sofort Hausdurchsuchungen bei JEDEM hier am Kap und in der Stadt an. Jedes Material, das Hinweise auf mögliche Mittäterschaft bezeugt wird konfisziert. Die Menschen sofort verhaftet. Anklage: Hochverrat!
Aye Ser!
Informiert die Harad auf der Insel. Sie mögen Vorsichtsmaßnahmen treffen.
Aye Ser!'

Allet zuckt innerlich zusammen als ihr Mann neben ihr seinen Unmut freien lauf lässt und mit lauter Stimme seine Anweisungen brüllt.
Die Wache: Aye Ser!
Ich lasse ein Schreiben an unsere Diplomaten ergehen. Wenn der Prinz herkommt, wird er in Kontakt treten.
Das Dekret wird heute aufgesetzt und überall aufgehängt. Wache!
sieht zu Boham holt euch Schreibutensilien!
Aye Ser !
zieht gleich Block und Stift hervor um zu notieren.

Das Dekret des Fürsten, was am gleichen Abend in der Stadt und am Kap ausgehängt wird.

Auf Geheiß des Fürsten Andaryriorn Berenthil, gilt ab sofort folgende Verordnung:

Jeder Bürger hier ist aufgerufen die Denunzianten gegen unser Volk und Vaterland
ausfindig zu machen und Informationen an die Stadtwachen unverzüglich zu liefern.
Hinweise die zur Ergreifung der Täter führen, werden mit einer Belohnung von zehn Goldmünzen ausgesetzt
Hochverrat an unserem Land wird geahndet mit dem Tod.
Von diesem Tage an, ab der zehnten Abenstunde, wird eine Ausgangssperre verhängt.
und eine umfangreiche Hausdurchsuchung in die Wege geleitet.
Jeder der sich dagegen wiedersetzt, gilt a priori als Hochverräter.
Das Dekret tritt ab sofort in Kraft.

gez. Fürst Andaryiorn Celariorn Berenthil


Taverne am Kap

Die Schankmaid sieht im Garten zwei Gäste und eilt hinüber.
Der Fürst sieht zur jungen Frau.
Grüße.
Zum Grusse Fürst und Fürstin Berenthil.
Khamy knickst.
Grüsse werte Khamy
lächelt der jungen Frau freundlich entgegen.
Die Schankmaid nimmt die Bestellungen auf. Zurück in der Küche wird Bier und Saft in Gläser gefüllt und die köstlichen Kleinigkeiten fertig gemacht.
Zusammen mit Tellern , Besteck und Servietten findet alles seinen Platz auf einen großen Tablett und wird in den Garten getragen.
Ich hoffe es ist so recht?
Allet nickt
Vielen Dank Khamy.
Es folgen ein paar Fragen nach Neuigkeiten, welche die junge Schankmaid eher sorglos beantwortet. Bis zu dem Zeitpunkt da Berenthil ihr ganz spezielle Fragen stellt.
Khamy überlegt kurz bevor sie nickt. Ja es gab schon neue Gesichter hier in der Taverne.
Wie war die Stimmung? Haben sie sich ordentlich verhalten? Gab es eurerseits Anlass zur Besorgnis?
Berenthil fixiert die junge Frau
Also so richtig besorgt war ich nicht aber jetzt senkt sie ihre Stimme und beugt sich leicht nach vorn über den Tisch einer dieser Gäste ...der war irgendwie komisch.
Nun ...Ihr werdet es nicht glauben aber ich hätte diesen Gast gar nicht bemerkt wenn er mich nicht angesprochen hätte .Was habe ich mich vielleicht erschrocken !'
Aha..Wie sah er aus? Könnt ihr euch erinnern?'
Wenn ich ehrlich bin kann ich mich nur an dessen Stimme erinnern und das er ganz in Schwarz gekleidet war .Aber diese Stimme ...sie schaudert kurz so eindringlich fast hypnotisch wenn Ihr versteht Fürst Berenthil.
Was wollte er von euch? Etwas Bestimmtes?
Hatte er vielleicht einen Akzent in der Stimme?
Einen ...hmm ...
sie scheint zu überlegen dann nickt sie sachte ja das hatte er wohl. Wenn ich mich nicht irre würde ich sagen er käme weit aus dem Süden .Er meinte er hätte von dieser Taverne gehört und wollte sie sich einmal anschauen .Als ich ihn fragte ob er hier vom Kap käme schütteltet er nur grinsend seinen Kopf .'
Sagte er noch etwas? Wie groß schätzt ihr den Mann? Körperbau?
Er wollte noch wissen ob hier auch hoch herrschaftliche Leute einkehren würden.
Im Allgemeinen oder spezielle Leute? Hat er vielleicht Namen genannt, oder die umschrieben?
Wie er aussah ?
Khamy schüttelt betrübt den Kopf. Ich kann nicht sagen wie er aussah Fürst Berenthil.
Für mich sah er irgendwie so ....so ...körperlos aus .Ich weiß das klingt verrückt aber anders kann ich es nicht beschreiben.
Nach Namen hat er nicht gefragt aber es schien ihn zu interessieren ob hier auch Fürsten einkehren würden.
Danke Khamy. Wir haben hier ein "Problem":
In letzter Zeit gab es Schmierereien an den Wänden der Stadt und später Flugblätter mit Hetzparolen gegen Fremde. Noch heute wird Fahndung nach dem Mann rausgehen und mein Dekret erlassen. Auch hier gilt ab Aushang eine Ausgangssperre ab der zehnten Abendstunde.


Breeland

Ein Brief geht auf die Reise ans Kap.

Mein Freund,

eine junge Frau wurde brutal niedergeschlagen. Es geht ihr besser. Im Lauf der Zeit, nach dem ihr Erinnerungsvermögen zurück gekehrt ist, sind einige Dinge etwas klarer.
Es geht um ein Buch über Heilkunde und das Fertigen seltener Gifte.
Das Buch lieh sie damals einer Heilerin hier aus um bessere Erkenntnisse zu erhalten. Letzte Woche drang jemand in das Haus der Heilerin ein und entwendete, nachdem
der unbekannte Täter sie niederschlug und fliehen konnte, das Buch.
Warum schreibe ich das. In dem Buch waren ein Zettel und mehrere Namen, meinte die Heilkundige.
An einen konnte sie sich erinnern. Wir beide wissen, solche Listen, sind keine "Freundschaftsanfragen".
Ich fand in der Nähe vom Fenster, durch das der Täter geklettert ist, ein Stück blauen Stoff und ein paar recht schwierig zu erkennende Spuren, die zum Nachbarhaus führten.
Das Gras war geplättet von einem menschlichem Körper und ein paar Schleifspuren, welche abrupt endeten.
Versteckt zwischen den platten Gräsern blinkte was auf Eine Münze. Aber keine von hier.
Die kleine Zeichnung von der Münze ist im Anhang.
Den Stoff und die Münze gebe ich den hiesigen Stadtwachen, welche mit den Untersuchungen von Beginn an betraut wurden.
Die Heilerin nannte einen Namen: Saelrom. Vielleicht kennst du ihn. Mir ist er unbekannt.

Dein Freund

Der Brief ist in rhunischen Schriftzeichen verfasst. Eine Sprache die ihm einst sein Freund gelehrt hatte und bei wichtigen Informationen zum Tragen kommt. Die Adresse für Rückantworten anbei.

Kap von Belfalas. Sommerresidenz des Fürsten

Der Fürst ruft seine beiden Söhne per Eildepesche zu sich.

Bild

Ein düsterer Schatten liegt über dem Kap...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Sonntag 8. März 2020, 15:48

Hasardspiel

Berenthil ruft zu einer zweiten geheimen Sondersitzung.
Wir wissen um ein Buch mit Giften. Da es sich um seltene handelt sucht nach Alchemisten, die solch Dinge brauen können. Ich gehe von Lebensmitteln aus die im Fokus stehen. Achtet auf die Handelsleute. Es herrscht der Ausnahmezustand.
Bei all den Vorsichtsmaßnahmen bleibt ein Restrisiko dessen Abschätzung zu diesem Zeitpunkt mir zu früh erscheint. Bedauerlicherweise hat der Käse viele Löcher durch die der Attentäter schlüpfen kann.
Was bleibt sind unsere wachen Augen und der Segen der Valar.

Der Fürst reitet zur Kaserne. Dort trifft er auf den amtierenden Kommandanten und erwartet Bericht.
Einige unserer Männer sind in ziviler Kleidung, als Bauern, Kleinhändler, Fischer unterwegs. Verdächtige Personen observieren. Keine Neuigkeiten bislang Ser!
Mit knappem Nicken quittiert Berenthil das Gesagte.

Insel vorm Kap

Der Prinz notiert bei seiner Rückkehr die Hektik der Leute. Auch die Wachen zeigen deutliche Alarmbereitschaft. Vom Wachhabenden wird er zügig in Kenntnis gesetzt. Sein Gesicht in Stein gemeißelt. Dann überreicht man ihm den Brief vom Diplomaten aus dem Haus Berenthil mit der Bitte eines Besuchs. Das es dringend sei. Mit knappen Nicken macht er sich mit einer Eskorte auf den Weg zum Diplomaten auf.

Gebäude der Diplomatenfamilie

Im Haus des Diplomaten erwartet den hohen Besuch ein landesübliches Essen aus dem Süden. Der Tisch ist reichhaltig gedeckt. Die Familie empfängt den Prinzen standesgemäß und sehr freundlich. Besonders der Kleine mag den Prinzen und geht ganz offen auf ihn zu, was dem Mann aus dem Süden gefällt, die Härte aus den Zügen für eine Weile vertreibt.
Ihr seid ein kluger Mann. Wenn bei uns wichtige Dinge besprochen werden, dann bei einem gutem Essen'
Eine Sitte die wir auch hier einführen sollten. Behaglichkeit schafft eine gute Grundlage.

Der Prinz zeigt Wohlwollen, wenn gleich eine unterschwellig gewisse Anspannung die gute Atmosphäre trübt.
Das Haus Berenthil bedauert zutiefst, das solch Unannehmlichkeiten euer Rückkehr trüben. Seid gewiss wir finden ihn.
Er stirbt durch meine Hand.

die Antwort vom Gegenüber.
So soll es sein. Ich bedauere diese Angelegenheit. Es hat uns alle hier genauso überrascht, aber wir sind vorbereitet.
In meinem Haus sind Vorkehrungen getroffen und ich werde Vorkoster einstellen.
Da sollten wir alle als Maßnahme in Erwägung ziehen.

erwidert der Diplomat.
Ein Nicken. An dem Abend wird deutlich das die diplomatischen Beziehungen auf sehr wackligen Füssen stehen.

Taverne am Kap

Berenthils Neffe und Nichte schicken die Waren zur Taverne.Die Handelsgüter mit keinem Absender gezeichnet. Doch ergeht vorher ein Eingang an die Taverne mit lapidarem Inhalt "Die Pakete werden fristgerecht geliefert" Eine der Wachen informierte die junge Schankmaid im Vorwege. Für die eine Fuhre mag es reichen, aber eine Botschaft wie diese kann locker abgefangen und in die falschen Hände geraten.


Irgendwo am Kap

Die Gestalt nickt zufrieden seine List mit der Taverne scheint aufzugehen .Unbemerkt von allen zieht er sich in seinen Unterschlupf zurück um sich seinem eigentlichen Auftrag zuzuwenden .Durch seine Spione hat er erfahren das besagte Person wieder im Lande ist und sogar schon , kaum wieder da , einen Besuch bei einem Diplomatenehepaar am Kap absolviert hat .Dieser Umstand könnte ihm ,dem Schatten ,eine gute Möglichkeit geben an besagte Zielperson zu kommen .Da sein Versuch unbemerkt auf dessen Insel zu gelangen gescheitert ist ,muss er leider eine andere List anwenden. Da kommt ihm das mit dem Diplomaten ganz recht. Auch wurde ihm zugetragen das bei besagte Zielperson eine Frau lebt .Entweder nur seine Gespielin ,was für seine Zwecke eher schlecht wäre oder seine Gefährtin. Das wäre wiederum nützlich .Denn das könnte bedeuten durch sie näher an sein Opfer zu gelangen .Aber er muss auch überaus vorsichtig agieren da des Fürsten Spürhunde sich wohl schon an seine Fersen gesetzt haben .Was ihn eher anspornt als stört aber dies bedeutet auch das er jeden seiner nächsten Schritte sehr genau überlegen muss Als er dies alles so überdenkt fällt ihm der Alchemist wieder ein bei dem er sich die Kräuter für seine Tinkturen geholt hat. Er überlegt kurz, ob er zu diesem zurückgehen sollte um ihn als möglichen Zeugen zu eliminieren aber verwirft diesen Gedanken wieder. Da gute Alchemisten für seine Zwecke dünn gesät sind. Außerdem kann er ihm, dem Schatten, in seiner schwarzen Kleidung und mit dessen Vogelmaske kein Gesicht geben . So lässt er diese Gedanken wieder fallen um sich seinem eigentlichen Problem zuzuwenden.
Das er überaus vorsichtig sein muss hat er schnell begriffen als er das Dekret des Fürsten gelesen und auch die vermehrte Präsenz von Wachen gesehen hat. Aber er wäre nicht der Beste seiner Zunft wenn er nicht damit klar käme.

Bild

Sommerresidenz

Berenthil geht mit gekreuzten Armen auf dem Rücken in seiner Bibliothek auf und ab. Quälende Gedanken martern den Fürsten.
Zu viele Lücken, keine Hinweise mit denen man das Schwein dingfest machen kann. Wir haben .. nichts..
Wir reagieren. Keine Agitation. Er hat uns in seiner Art im Griff.

Harte Gesichtszüge Berenthils während er seinen Gedanken nachhängt.
Doch...
Der Fürst hält plötzlich inne.
Es wird Zeit den Spieß umzudrehen. Dafür brauche ich ihn. Sein Vertrauen das im Moment auf einer harten Probe steht.
Ein Grad, Vabanquespiel, hohes Risiko..
Zeit das wir etwas in die Tat umsetzen mit dem er nie rechnen wird...

Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Samstag 21. März 2020, 16:48

Eine erste Spur

Haus des Alchemisten am Kap

Der Kommandant zur Wache
Gehen wir behutsam vor. Denke zwar er hat das Dekret gelesen. Gehen wir rein. Auf dem Schild da steht "geöffnet"
Boham: Aye Kommandant *
und würde folgen.
Zum Gruße.
Da sieht der alte Mann von den Büchern auf.
Grüße die Herren Wachen.
Grüße. Habt ihr einen Moment?'

Boham nickt dem alten Mann hinter seinem Tisch freundlich entgegen.
Natürlich
freundlich und keinesfalls einer der böse Absichten im Stillen hegt oder unterstützen würde
Setzen wir uns da drüben hin.
Er geht in das kleine Zimmer nebenan.
Boham: Sein Blick fällt auf die vielen Bücher, Phiolen,Tiegel und Töpfchen die überall im Raum umherstehen.
Auch der Geruch von Kräutern und Pflanzen kitzelt ihm in der Nase. Niesend folgt er dem Kommandanten.
Bitte, bitte nehmt ruhig Platz.
meint der Alte.
Ich muss mich ebenfalls setzen.
umständlich bringt er sich in den Stuhl.
Boham: Entschuldigung.
Reibt sich erst die kitzelnde Nase dann zückt er seinen Stift und Block zum notieren.
Das sind die vielen Kräuter und Pflanzen, mein Junge.
Ihr seid ein bekannter Alchemist hier.

beginnt der Kommandant der Wachen mit seiner Befragung.
Eigentlich einer der Gelehrten was das betrifft. Daher habe ich eine Frage an euch.
Bitte Herr Kommandant nur zu, nur zu.

Ich habe einen Freund mit einem Problem. Das Ganze ist auf vertraulicher Basis zu verstehen...
einleitend. Dann kommt die Frage.
Er meint tatsächlich das seine Medizin falsch dosiert ist. Eher schadet als hilft
Kann das passieren?
Ja..sicher. Eine falsche Dosierung setzt alles entweder außer Kraft, oder verschlimmert mögliche Nebenwirkungen. Welche Art der Medizin bekommt euer Freund?

Boham beobachtet den Alten aufmerksam.
Wenn ich das wüsste. Er war immer eine Art Hypochonder. Am besten ich schicke ihn einmal zu euch.
Meine kleine Stube steht offen für jedermann mit Sorgen. Doch zuerst sollte er den Medicus zu Rate ziehen.
Ich richte es aus. Wie ihr wisst gibt es einiges am Kap was uns Wachen verleitet, überall einen Besuch abzustatten. Heute sind wir bei euch.
Das Dekret des ehrenwerten Fürsten?

bedächtiges Nicken.
Recht so. Solche Leute gehören an den Galgen!
Ehrliche Worte mit Inbrunst, wenn auch leiser, da die alte Stimme nicht mehr so kann wie früher.
Ist euch in letzter Zeit vielleicht etwas aufgefallen. Merkwürdige Kunden, oder Leute?
Bei dieser Frage fixiert Boham den Alten noch etwas genauer.
Es gibt viele, die manch einer als merkwürdig bezeichnen kann. Das kommt häufiger vor.
In den letzten Wochen vielleicht?
Meine Erinnerung..das Alter. Wartet ich hole mein Buch. Da schreibe ich alles auf.

Der Alte hebt sich aus dem Stuhl. Mit einem Okular, einem kleinen Notizbuch kehrt er zurück.
Schreibe alles akribisch auf. Ausgaben oder Einnahmen. Buchführung nennt man das.
Bringt sich in den Stuhl und legt alles auf den Tisch
Darf ich das Buch mal sehen?
Bitte nehmt es. Alles drin mit Datum.

Der Alte nickt freundlich und schiebt das Buch dem Kommandanten rüber.
Danke,
beginnt darin zu blättern. Wie der Alte sagte, alles zu lesen. Datum, Art der Bestellung, Einnahmen, Ausgaben. Blättert ca Wochen zurück. In der Hoffnung auf irgendeinen Hinweis.
Boham würde dem Kommandanten gleich mal über dessen Schulter ebenfalls ins Buch schauen.
Aha...
scheint er fündig?
Was sind das für Pflanzen. Die da mit dem Totenkopf?
schiebt dem Alten das Buch rüber. Die Seite aufgeschlagen.
Boham bemerkt beim überschauen zwei Zeichen neben zwei Pflanzennamen die wie ein Totenkopf aussehen.
Er will seinen Kommandanten schon darauf hinweisen als dieser sie ebenfalls schon bemerkt hat und hebt schnell den Blick um den Alten aufmerksam zu beobachten.
Vielleicht zeigt er ja eine verräterische Reaktion.
Der betagte Alchemist nimmt das Buch entgegen
Das ist die schwarze Tollkirsche. Wird in geringen Dosen bei schweren Koliken verabreicht.
Es ist krampflösend. Die zweite...
Herbstzeitlose bei Schmerzen in den Knochen. Meistens nehmen das ältere Leut.

erklärt alles ganz in Ruhe.
Boham notiert sich dies gleichmal .
Was passiert wenn man die Dosierung verändert?
Bei Tollkirsche kann es zu Rauschzuständen führen. Bei der Herbstzeitlichen ...
die ist in falscher Dosierung hochgiftig. Nur ein in etwa fünzigstel Gramm kann einen Menschen töten. Häufig habe ich solche Fälle gesehen...
Die Leute haben das mit Bärlauch verwechselt
Heißt das die zweite nach Knoblauch riecht?'

Boham nickt und schreibt sich auch diese Information auf, während der Alte auf die Frage des Kommandanten hin nickt.
Der Kommandant nimmt das Buch erneut zur Hand.
Der Eintrag ist von vorletzter Woche. Hat der Kunde das Mittel bis jetzt nicht abgeholt?
So schnell geht das nicht Herr Kommandant. Ich muss die Pflanzen erst sammeln.
Die Blütezeit hat erst begonnen. Dann muss alles extrahiert und hergestellt werden. Der Kunde bekommt einen Zettel, eine Pipette, das er es richtig dosieren kann
Weiß der Kunde das?'
Ich hab ihm gesagt. Er soll in zwei Wochen wiederkommen. Anteilig wurde ich bezahlt.

immer noch ist der Alte völlig ahnungslos.
Ende der vorletzten Woche. Bedeutet, er kommt Ende der übernächsten vorbei?
murmelnd
Warum aber beide Mittel?
Der Mann trug eine Maske. Seltsames Ding. Nun ja.. er meinte sein Gesicht sei entstellt, wie der Rest vom Leib.
Das Rauschmittel braucht er um die Schmerzen zu ertragen. Das Schmerzmittel um den Rest der Schmerzen, die selbst im Rausch übrig bleiben zu ertränken.
Diese Pflanzen sind sehr selten, nehm ich an?
Nein nicht wirklich. Doch die Kenntnis daraus ein Heilmittel zu machen ist höchst gradig selten. Nur wenigen beschienen.

Boham horcht bei dem Wort Maske auf und notiert es sich sofort. Jetzt versteht er auch weshalb die Maid kein Gesicht beschreiben konnte.
Wie war die Stimme des Fremden? Kommt so etwas häufiger vor. Ich meine die Nachfrage nach sehr seltener Medizin?
Stimme?

schmunzelnd
Eher eine Art Sing Sang. Doch freundlicher Natur. Durchaus. Aber was diese Kombination betrifft, wars das erste Mal'
Dürfte ich eine Abschrift anfertigen lassen. Von dieser Seite?

Boham hört wie elektrisiert zu .Dies könnte ihre erste heiße Spur sein.
Selbstverständlich. Euer Junge da kann es gleich in seinen Notizen vermerken.
Eine erste Spur. Gleichzeitig schwebt der Alte in akuter Lebensgefahr. Was ist wenn der Schatten das Mittel in den Händen hält?
Danke
Boham nickt dem Alten freundlich zu und macht sich gleich daran von besagter Seite eine Abschrift zu fertigen.
Boham habt ihr noch Fragen?
Nein Kommandant.

Klappt seinen Block zu und steckt ihn mitsamt Stift wieder ein.
Bitte bleibt sitzen. Das ist alles. Vielen Dank das ihr euch Zeit genommen habt.
Boham: Habt Dank für eure Hilfe.
Dann wünsche ich viel Glück bei der Suche. Die Valar mögen eure Wege segnen
meint der Alte fast väterlich. Eine gute Seele ist er. Als die Wachen das Haus verlassen geht er nach oben
Zeit für ein Pfeifchen.
Draußen vor der Tür des kleinen Ladens
Scheint ein Volltreffer zu sein Kommandant.
Wir müssen sofort zum Wachhaus. Lasst uns dort reden. Es ist besser.


Bild

Wachhaus am Kap

Der Kommandant schickt eine Eildepesche los. Der Inhalt:
Ladung der Wachen, Adressat Haus Berenthil...

Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Sonntag 29. März 2020, 12:42

Der Schatten


Die dunkle fast schwarze Nacht kommt ihm sehr gelegen .Unhörbar umrundet er das Haus ,bis er an einem halb geöffneten Fenster halt macht Schnell ist dieses geöffnet und er kann einsteigen.
Im Zimmer ist es dunkel als er leise an ein Bettchen tritt um das darin schlummernde Kind zu betrachten. Eine Weile steht er da das leise atmende Kind betrachtend dann zieht er eine schwarz glänzende Feder hervor und legt diese gut sichtbar auf die Kommode neben dem Bettchen ab .Noch ein kurzer Blick zu dem Kind dann ist er auch schon wieder aus dem Fenster. Er zieht es noch leise hinter sich zu bevor er wieder in der Nacht verschwindet.

Der Junge des Advokaten findet eine Feder neben seinem Bett. Aufgeregt will er das neue Fundstück den Eltern zeigen und nimmt sie mit ins elterliche Bett. Es ist der Vater der ihm die Feder abnehmen will und bei der spielerischen Rangelei zwischen Vater und Sohn, fällt der Junge plötzlich wie aus dem Nichts in die Arme seiner Mutter und bleibt ohne Bewusstsein liegen. Die Eltern alarmieren den Medikus nebst seiner versierten Hebamme und Heilerin. Bangen um das Leben des nicht mal 4 Jahre alten Sohn der keine Reaktionen mehr zeigt bis auf das der Brustkorb sich langsam senkt und hebt.
Der Arzt stellt eine Bewusstseinseintrübung fest. Es gelingt ihm und seiner Hebamme den Jungen zu retten, Schlimmstes zu verhindern.Bei der Untersuchung fällt eine kleine Stichwunde am Finger ins Auge. Kein Zufall, das ist selbst dem Medikus klar geworden, der die Wachen ruft, als der Sohn des Diplomaten wieder bei Bewusstsein und von seinen Eltern und der Heilerin versorgt wird. Die Wachen beraunen eine umfangreiche Untersuchung an und finden Spuren am Fenster im Kinderzimmer. Eine kleine Phiole, deren Inhalt eine milchige Substanz enthält.
Das Fenster steht immer auf Kipp erzählt die noch ganz aufgelöste Mutter. Da muss er eingebrochen, den Gegenstand platziert auf dem Tisch neben dem kleinen Kinderbett und durch die offene Eingangstür das Haus verlassen haben. Die Phíole und Feder wird dem Heiler íns Spital gebracht.
Die Untersuchung ergibt bald einen eindeutigen Beweis, das der Junge mit gering dosierter Flüssigkeit der atropa belladonna absichtlich vergiftet worden ist...

Es ist noch früh am Morgen und die Temperaturen sind noch angenehm als den Wachen am Tor fröhliches Kinderlachen entgegen weht .Kurz darauf vernehmen sie auch das warme sanfte Lachen der jungen Fürstin die wie fast jeden Morgen mit ihrem kleinen Sohn in den Garten zum spielen geht .Der Blick der Wachen geht in den Garten wo sie Mutter und Sohn kichernd herumtollen sehen.
Der eine Wachmann nickt dann dem anderen zu um seinen Rundgang entlang des Grundstücks zu beginnen.
Dabei hat er auch ein wachsames Auge auf die junge Fürstin die gerade mit ihrem Sohn fangen spielt .Das fröhliche Lachen begleitet ihn noch eine ganze Weile während er seinen Kontrollgang absolviert .Als er fast schon wieder beim Tor angekommen ist , fällt ihm erst die plötzliche Stille dann ein erschrockenes Weinen auf .Kurz darauf vernimmt er den kläglichen Ausruf: Mama ...was hast du denn?
Sofort dreht er um und rennt in den Garten wo er die Fürstin auf dem Boden liegend vorfindet. Der Junge hockt weinend neben ihr.
Noch bevor er bei ihnen ankommt pfeift er laut nach seinen Kollegen .Diese finden sich auch bald darauf ein und beginnen ,während sich der erste Wachmann um die Fürstin kümmert, das Grundstück abzusuchen .Da noch niemand weiß was geschehen ist wollen sie sicher gehen das sich kein Fremder zu tritt verschafft hatte.
Dem Wachmann fällt, als er sich zur Fürstin runterbeugt auf, das diese eine Blume in der rechten Hand hält und ein ungeöffneter Brief neben ihr auf dem Boden liegt .Sofort fast er nach der Fürstin freien Hand, tätschelt diese in der Hoffnung sie würde davon aufwachen.
Aber nichts geschieht die junge Frau wacht nicht auf. Eine tiefe Ohnmacht scheint sie umfangen zu halten .Er ruft nach seinen Kollegen und gibt Anweisungen das sich einer um den Jungen kümmere, ein anderer nach dem Professor schickt und wieder ein anderer den Hausherrn informieren soll. Als er seine Anweisungen getätigt hat nimmt er die Blume vorsichtig aus der Fürstin Hand und legt sie mitsamt dem Brief auf den Gartentisch .Hebt hernach die junge Frau auf seine Arme und trägt sie ins Haus wo er sie behutsam auf deren Bett legt .Wache haltend bleibt er dann in der geöffneten Zimmertüre stehen bis hoffentlich alle Informierten sich einfinden Während all dies stattfindet, patrouillieren die restlichen Wachen weiterhin das Grundstück.
Willington Senior tobt vor innerlich vor Wut. Er bangt um das Leben, Ihr Leben. Eine Eildepesche geht an seinen Vater Fürst Berenthil. Er weicht nicht mehr vom Bett seiner Frau die manchmal wild um sich schlägt, als wäre sie in einen Wahn verfallen.
Der Medikus, zusammen mit seiner Heilerin findet die Frau in einem desolatem Zustand. Doch er kann helfen. Es war von einer Blume, einem Brief die Rede. Beides sollte angeblich von ihrem Mann in den Garten auf den Tisch gelegt worden sein.
Wieder ist es atropa belladonna. Die Tollkirsche. Und der zweite Anschlag auf das Haus Berenthil innerhalb von nur 14 Tagen


Bild

Dieses Mal war es der Blütenstaub, ungefiltert traf es die Frau. Sein Bericht zusammen wird dem Fürsten zusgesandt. Höchste Dringlichkeitsstufe.

Berenthil erhält die Depesche. Der zweite Anschlag auf Mitglieder seines Hauses und seiner Familie.
Zeit für einen Gegenschlag...

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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Sonntag 5. April 2020, 18:35

Der unsichtbare Feind

Berenthils Blick .. eisern.

Bild

Bericht!
knapp zu seinem Medikus. Allen anderen wird kurz zugenickt. Der Fürst hält den Blick.
Der hohe Gast aus Harrad war auf sein Geheiß hin in ziviler Kleidung unterwegs gewesen. Keiner sollte ihn auf dem Weg zum Fürsten erkennen. Er trug eine Kapuze, die er auf seinen Schultern ablegt.
Grüße
freundlich zurück, doch schweift der Blick zum Medikus.
Vor knapp 2 Wochen wurde der Junge eures Diplomaten mit einer Feder, dessen Ende eher einer Nadel glich vergiftet. Das Gift stammt von der Atropa belladonna und war niedrig dosiert..
beginnt mit dem Bericht an seinen Lehnsherren.
Die Begleitung des Prinzen grüßte das Fürstenpaar mit einem tiefen Knicks bevor sie sich still neben ihren Gefährten stellt.
Der Gedanke das am Kap jemand was im Schilde führt erschreckt sie.
Alle Blicke sind auf den Medikus gerichtet.
Es war, den Valar sei Dank sehr niedrig dosiert. Der Junge fiel in einen tiefen Schlaf. Er gilt als geheilt.
Berenthil, eine kleine Bewegung seiner Hand.
Weiter.
Diesmal wurden wir zu den Willingtons gerufen. Seine Frau, ihr wisst, aber der Vollständigkeit für alle Anwesenden hier..
.. wurde ebenfalls mit atropa belladonna vergiftet. Dieses Mal war es der Staub der Blume, welche im Garten auf einem Brief gelegen hat...
Sie dachte es wäre von ihrem Mann und roch daran. Da es direkt in den Körper gelang, ohne vorher extrahiert, ich meine dosiert zu werden, litt sie unter schweren Halluzinationen. Was zwar nicht lebensbedrohlich, aber doch zur Vorsicht raten sollte.
Dann dieser Brief. Ich habe ihn säubern lassen und ihn mit gebracht.

Danke der Fürst knapp und nimmt den Brief in die Hand. Eine schöne Blume für eine schöne Frau! Darunter stehen nur zwei Buchstaben.Ein großes S und ein großes A.
Eine dunkle Ahnung schien ihm gewiss dem Mann aus dem fernen Süden. Zunächst hieße es schweigen.
Der Fürst legt den Brief hin. Als Beweisstück für die Wachen. Wartet ..
nimmt den Brief auf und zeigt ihm dem Prinzen. Könnt ihr was damit anfangen?
Die Blicke der Anwesenden richten die Augen auf den Prinzen.
Mein Name beginnt mit einem S und einem A. Den man hier in Gondor spricht. Es ist aber nicht meine Handschrift.
schiebt den Brief zurück.
Berenthil stellt den Federkil zu ihm und ein Stück Papier.
Schreibt die Zeilen auf.
Nimmt die Feder, in Tinte getunkt schreibt er genau die Zeilen. Als die Schrift trocken war schiebt er das Pergament zu Berenthil.
Seht selbst.
Eine Schrift ist einzigartig. Selbst wenn sie gefälscht wäre. Das Orginal hat immer einen Unterschied. Mag er noch so..
meint Berenthil murmelnd, studiert die Zeilen aufmerksam. Buchstabe für Buchstabe.
Eindeutig seid ihr nicht der Verfasser.
schiebt das Original zum Medikus. Für die Wachen
Von heute an ..

der Fürst erhebt das Wort ..
werden wir andere Maßnahmen als die bisherigen ergreifen
sieht jeden einzelnen an
Marouch. Dies ist streng geheim
der Blick bleibt bei ihr hängen. Schließlich sind sie sich kaum begegnet.
Natürlich Fürst Berenthil.
sie neigt ihr Haupt.
Soll ich den Raum verlassen?
Es wäre töricht dies zu tun.
Ihr seid die Gefährtin des Prinzen. Nein! DAS geht uns alle an.
Professor. Ihr seid zwar keine Wache, eure Einschätzung?

Bis jetzt war alles von rein medizinischer Sicht noch "vertretbar". Dennoch ist eine Steigerung abzusehen. Das erste Mal war es dosiert. Beim letzten Mal nicht. Er wird es wieder machen. Diesmal könnte es..mehr als Halluzinationen werden.
Allet. Deine Einschätzung.

Berenthil fragt bewusst jeden Einzelnen.
Ich befürchte das Professor Theliond mit seiner Einschätzung recht behält.
Marouch eure.
Marouch sieht einen Augenblick verdattert aus als der Fürst sie anspricht dann sucht sie nach einer Antwort und spricht einfach aus was ihr durch den Kopf geht.
Nun .. für mich hat es den Anschein als hätte Jemand etwas gegen das Fürstenhaus ...Euer Fürstenhaus.
Und nachdem ich gehört habe was schon geschehen ist, habe ich ebenfalls die Befürchtung das der nächste Anschlag..
..schlimmere Folgen haben könnte.
Eure Einschätzung
an den Prinzen gerichtet.
Ich denke das mit den beiden Buchstaben hat eine Bedeutung. Mag es spekulativ klingen. Wer immer es ist, hat es auch oder vielleicht nur auf mich abgesehen. Dem verehrten Medikus wie allen anderen stimme ich voll und ganz zu.
Der Fürst richtet klare Worte an die Anwesenden:
Meine lautet wir folgt: Ich stimme dem Prinzen zu. Damals hatte man versucht auf ähnlich perfide Art meinen Sohn zu töten. Das Motiv war mein Haus und ein unmittelbarer Angriff. Hier liegen die Umstände anders..
Der Brief war sein Fehler. Zu sehr deutet es darauf hin unsere Häuser...
.. den Frieden zu intervenieren und benutzt meine Familie als Mittel zum Zweck...

Der Blick ist eiskalt und die Worte deutlich.
Wir müssen handeln!
Erstens: Meine Familie und Freunde werden angehalten ihre Grundstücke mit meinem Heer und den Kapwachen beschützen zu lassen. Ich habe genug Männer hier am Kap. Die Häuser werden von den Einzelnen nur für die tägliche Arbeit verlassen. Der Rest bleibt zu Hause...
Zweitens: Essen wird von meiner Nichte und meinem Neffen geliefert. Niemand sonst hat ab sofort das Recht die Grundstücke zu betreten. Vorkoster werden überall eingestellt.'
Drittens: Die Taverne am Kap erhält sämtliche Waren, wenn aus dem Hause Hynt, das persönlich beliefert. In Namen Dhavariorn oder Taryrond.'
Ich werde noch heute an alle mein Schreiben entsenden. Als oberster meiner Familie ist das kein Vorschlag, sondern ein Befehl. Damit die Post nicht abgefangen werden kann. Schicke ich meinen besten Mann.'
Gleiche Maßnahmen gilt es für euer Haus zu treffen, die auch an unseren Lieferungen teilhaben sollen.

sieht zum Gegenüber.
So wird es gemacht.
Professor. Wie sieht es mit Gegenmitteln aus?
Natürlich gibt es Gegenmittel. Leider sind die stark von der Dosierung abhängig. Ich habe schon beim ersten Mal angefangen. Es wird aber etwas dauern.

Der Fürst nickt knapp. Tut dies!
Nehmen wir an, es geht um den Zwist den ein perfider Verbrecher sein Vorhaben nennt. Ohne Rücksicht, selbst auf Kinder ..
das Gesicht des Lehnsherren nahezu versteinert.
.. Treffen wir Gegenmaßnahmen.
Berenthil steht auf die Hände hinter dem Rücken. Er geht ein Stück.
Niemand muss das Land verlassen! Niemand dem Gondor ein Zuhause bietet! Perfide Menschen brauchen perfide Antworten. I
Wir reagieren. Wir müssen AGIEREN!

deutliche Worte.
Daher wird mehrere Gerüchte gestreut und die Runde machen.
Der Prinz habe das Land verlassen?
Oder vielleicht gilt er als verschollen. Niemand weiß es.
Man hat ihn aber in der Taverne gesehen.
Lassen wir das die Runde machen und setzen einen drauf...'
.. einer meiner Männer sei tot im Graben aufgefunden. Er wurde ermordet? War es Gift. Jedes Gerücht entwickelt eine Eigendynamik. Sorgen wir das Schatten des noch Unbekannten immer länger wird.

Berenthil sitzt wieder,
Gab es einen Erzfeind Prinz? Fällt euch keiner ein?
...es gibt jemanden.Ich erinnere mich an ihn. Einen der mir durch die Lappen ging...Er hasste Gondor mehr und mein Vorhaben wie kaum ein Anderer.
Ich erinnere mich an ihn. Wir hatten ihn gefangen und...verhört. Dabei erlitt er einige Wunden. Seine Art war eigensinnig. Er entkam, weil er die Gabe der Täuschung auf ganz eigene Art besitzt...
Die säuselnde fast hypnotische Stimme hatte auf manche der Wachen einen subtilen Einfluss, was ihm die Flucht ermöglichte. Nur ein schwacher Geist obliegt der Täuschung.
Er nutzt jede Lücke und wurde von uns "alzilu" genannt

Berenthil an den Prinzen.
Bedeutet?
Der Schatten.
Keinen Namen?
Nein.
Das könnte er sein. Die Schankmaid in der Taverne beschrieb ihn so. Säuselnde Stimme. Kein Name. Lautlos wie ein Schatten.
Schwächen? Irgend etwas?

will der Fürst wissen.
Wir hatten ihn nicht lange in Gewahrsam. Er floh bevor wir mehr wissen konnten..aber hinterließ in seiner Zelle ein altes Papier mit einer Zeichnung.
Eine kleine Flasche. Sowas wie eine Phiole die Heiler benutzen. Das ist alles was ich habe.
Phiole...Professor was sagt euch das?
Giftmischer mit einer seltsamen Wahrnehmung sehen sich als eine Art "Heiler". Das könnte es sein. Er will die Spreu vom Weizen trennen. Ich halte ihn für sehr klug, aber auch dementsprechend krank im Kopf.
Paranoid?'
Ich bin kein Geistheiler. Aber die Fürstin Pollythwen hat ihre, so ich weiß, Ausbildung mit Auszeichnung absolviert. Sie könnte mehr sagen als ich es kann.
Trefft euch mit ihr.
Berenthil knapp.
Sicher...

Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Montag 13. April 2020, 12:36

Gegenmaßnahmen

Heute kommt der Medikus mit einigen Fragen. Es geht um die Anschläge auf den Diplomaten und einen der Söhne des Fürsten. Als angehende Geistheilerin hat er Fragen an dich
recht stolz sieht er sie an.
Polly nickt.
Dachte mir schon das man sich bei diesen schlimmen Vorkomnissen an mich wenden würde.
Hören wir uns seine Fragen an. Ich vertraue auf deine Kenntnisse.
Werde mit all meinem erworbenen Wissen von Herzen helfen.

Ein Klopfen an der Tür.
Wir sind es der Medikus mit Heilerin und hatten uns angekündigt.
in diesen Zeiten ist eine solche Maßnahme zwingend erforderlich.
Ihr könnt eintreten.
Sie sind da.meint sie und blickt zur Tür.
Seid gegrüßt werter Professor, werte Branlinda.

Polly lächelt dem Heilerpaar freundlich entgegen.
Grüße. Gehen wir nach nebenan.
man sieht, sein Bein ist nicht mehr so beweglich. Die Vergiftung von einst ist zwar lange aus dem Körper aber ein Orkpfeil hinterlässt seine Spuren.
Ich gehe davon aus, das alle im Kreis der fürstlichen Familie Berenthil über die neusten Vorkommnisse auf geheimen Kurierwegen informiert worden sind.
Sicher ..

Polly nickt.
.. wir wissen um all die schrecklichen Dinge und hörten Ihr hättet spezielle Fragen an uns ...mich ..
aber zuerst würde ich gerne wissen wie es dem Kind und der werten Brytwine geht Professor.
Werte Pollythwen. Ich möchte wissen mit wem wir es zu tun haben. Daran kann ich eventuell ableiten, was als Nächstes folgen wird. Die Attentate haben eine Steigerung erfahren. Erst dosiert, dann un dosiert. Es geht den Umständen entsprechend, gut. Doch der Schrecken steckt allen Betroffenen noch in den Gliedern.

Polly, die dem Professor aufmerksam zuhörte nickt.
Das verstehe ich vollkommen Professor. Je mehr Ihr über den Täter wisst um so besser.
wieder nickt sie und Erleichterung steht in ihrem anmutigen Gesicht.
Das freut mich überaus.
Ein Anschlag auf ein Kind ..

Der Professor sieht sie aufmerksam an
.. ein ehrloser gedungener Verbrecher
Wir brauchen ein mögliches Profil.
Da gebe ich Euch vollkommen recht Professor

auch sie nickt zustimmend wie alle anderen im Raum.
Sich an einem unschuldigen Kind zu vergreifen ist wahrlich feige aber ...
sie macht eine kurze Pause
.. und versteht mich bitte nicht falsch ..
ernst ruht ihr Blick auf dem Heiler.
.. wenn er den Jungen hätte töten wollen, hätte er es getan. Meines Erachtens wollte er mit dem Angriff auf das Kind seine Macht demonstrieren.
Ich bin eurer Meinung. Das hätte er in beiden Fällen machen können, wobei der zweite Fall auch anders hätte ausgehen können. Die Pollen gingen ungehindert in das System der Fürstin Brytwine.
Was meint ihr kommt als Nächstes? Noch mehr Macht?

Polly nickt.
Da bin ich ganz bei Euch Professor. Bei Fürstin Brytwine könnte er deren Tod in Kauf genommen haben.
Ich würde annehmen, das die Anschläge zunehmen werden und das es über kurz oder lang auch Tote geben könnte.
Was wir wissen. Er ist wie eine Art ... Schatten. Doch jeder lebt und jeder macht Fehler. Was meint ihr kann seiner sein?'

Polly wiegt ihren Kopf sachte während sie nachzudenken scheint.
Aronndhir hört aufmerksam zu. Angespannt trifft es besser.
Ich bin nur Heilerin und kein Stratege aber wenn wir wüssten auf wen es dieser Schatten abgesehen hat ....so würde ich doch tatsächlich vorschlagen eine Falle zu stellen.
Er scheint an dem was er tut Gefallen zu haben und wird meiner Meinung nach sein Spiel noch weitertreiben Wenn ihm aber das Subjekt seiner Begierde praktisch serviert würde ..

macht eine kleine Pause als überlege sie nach den richtigen Worten.
.. könnte er sich hinreißen lassen sich diesem direkt zuzuwenden.
Ich weiß dies ist überaus gefährlich für besagtes Subjekt aber es wäre tatsächlich eine Möglichkeit ihm habhaft zu werden.
Was ist, wenn man ihm keine Grundlage mehr gibt. Kein Zugriff auf Personen im fürstlichen Umfeld. Oder deren Lieferanten?'

Polly überlegt erst einen Moment bevor sie zu einer Antwort ansetzt.
Ich verstehe auf was Ihr hinaus wollt Professor aber falls ich mit meiner Einschätzung nicht falsch liege ....würde ihn dies wahrscheinlich wütend machen und er suchte sich Opfer in der Bevölkerung.
Will damit sagen das wenn er sein eigentliches Opfer nicht bekommt seine Wut an anderen Unschuldigen auslassen könnte.
Das wäre ein Risiko. Ihr schlagt vor ihm das Subjekt der Begierde. Ich formuliere es mal so .. auf dem silbernen Tablett zu präsentieren? Ich arbeite an einem Gegenmittel. Aber das dauert. Wie soll das vonstatten gehen?
So dachte ich es mir. Natürlich müsste das Ganze genau überdacht werden. Besagte Person dürfte dabei nicht aus den Augen gelassen werden um eingreifen zu können wenn es hart auf hart kommt.
Die besagte Person sollte mehr in der Öffentlichkeit bleiben. Dafür wird gesorgt werden. Ich stimme überein. Der Fürst wird seine Familie, Angestellten weiterhin schützen. Wie ich das verstanden habe, fährt er eine klare Linie. Da wäre eine Taverne ein Ort wo der Schatten auf ihn treffen kann. Er muss einen ersten Kontakt starten. Also aus der Deckung, oder seine Leute.

Aronndhir wechselt den Blick mit allen Anwesenden*'
Polly nickt sachte.
Dies wäre eine Möglichkeit .Natürlich sollte für den Schutz der Person gesorgt sein um schnell eingreifen zu können. Da wir nicht wissen wie dieser Schatten reagieren wird wenn er seinem Opfer gegenübersteht.
Branlinda: Ist das nicht zu gefährlich? Was wenn er sein Opfer gleich töten will, wenn er ihm gegenüber steht?
Wenn er mit normalen Waffen agieren will. Bin ich sicher das die Zielperson weiß wie man einen herkömmlichen Angriff abwehrt.
der Medikus zu seiner Heilerin.

Polly nickt gen Branlinda.
Das ist es sicherlich. Ein großes Risiko bleibt bestehen aber auch die Möglichkeit den Angreifer außer Gefecht zu setzen.
sie nickt mit besorgtem Gesicht.
Er wird vorbereitet sein. Aber...ein Schatten tritt ungern ans Licht. Er konnte seine Helfer schicken.
Schnappt dann die Falle zu ist er gewarnt.

Polly lächelt Branlinda aufmunternd zu bevor sie sich wieder zum Professor wendet.
Wenn ich diesen Schatten richtig einschätze, wird er es sich bestimmt nicht nehmen lassen einen Kampf von Mann zu Mann zu führen. Er wird sich den Triumph sein Opfer selbst stellen zu können nicht nehmen lassen wollen.
Motiv Rache? Trifft es das?

ein Nicken.
Ihr kennt euch besser aus.
Natürlich wird er sich alles erstmal genau ansehen und es könnte sogar sein das er sich beim ersten Mal gar nicht blicken lässt. Eben weil er eine Falle vermutet.

wieder nickt sie.
Rache ist oft die treibende Kraft für solche Anschläge. Rache und Hass.
Ich werde dem Fürsten berichten. Warum diese säuselnde Stimme? Es waren Aussagen mancher Bürger nach Befragung der Wachen.

Polly nickt.
Tut dies. Nun ...ich nehme an das diese Stimme eine Art hypnotische Wirkung hat. Nicht auf jede Person aber wohl auf so manch einfaches Gemüt. So bekommen seine Forderungen mehr Gewicht.
Danke. Eine wichtige Information. Ich bin nur Arzt. Arbeite Tag und Nacht an einem wirksamen Gegenmittel Gibt es noch etwas was wir wissen müssen?

Aronndhir wechselt den Blick mit allen Anwesenden.
Natürlich unterstütze ich Euch gerne bei der Suche nach einem Gegenmittel aber lasst Euch gesagt sein das es nicht unbedingt beim Gift der Tollkirsche bleiben muss.
Dazu gibt es einfach zu viele andere Giftpflanzen als das er bei einer bleiben würde.
Und darum wäre es wichtig des Schatten Blick auf sein eigentliches Opfer zu lenken .Auch wenn es für dieses höchste Gefahr bedeuteten würde.
Aber ...dies ist nur meine Ansicht Professor.
Ich habe schon darüber nachgedacht. Bleibt auf der Hut. Niemand ist gefeit, bevor wir das mögliche Opfer auf dem Präsentierteller servieren. Salopp gesagt.
Meinen Dank für Eure Einschätzung.

Polly nickt mit ernster Miene.
Wie gesagt dies alles ist nur meine Ansicht. Berichtet dem Fürsten von diesem Gespräch. Er wird wissen was zutun ist und dementsprechend handeln. Natürlich werden wir alle weiter auf der Hut sein um nicht selbst noch zum Opfer zu werden.

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Ein Schiff erreicht den Hafen der fürstlichen Kaserne. Die Wachen sind in Eile. Einer der Matrosen meldet das ein Mitglied der Mannschaft über seltsame Beschwerden klagte. Er rege sich nicht mehr. Berdrion ist alarmiert und erwartet den Schiffsarzt samt Bericht.
Jener konnte nur noch den Tod diagnostizieren ...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Freitag 17. April 2020, 17:01

Breeland

Hier findet die Gerichtsverhandlung gegen den Handlanger von jenem, den sie in Gondor "den Schatten" nennen, was man hierzulande nicht gewahr ist. Es geht um eine Verhandlung wegen Einbruch, Diebstahl und in dem Zusammenhang, Körperverletzung an einer Heilerin.
Im Gerichtssaal:
Der Richter, sein Beisitzer, ein Gerichtsschreiber, die Stadtwachen, der Angeklagte.
Die Sitzung ist nicht öffentlich entschied der vorsitzende Advokat.
Der Richter zusammen mit seinem Beisitzer geht noch mal kurz die Schriftsätze, bzw. die abgeschlosene Ermittlungsakte im Fall Damol durch.
Der Beisitzer hatte die Akte bereits vor einigen Tagen nach seiner Ankunft studiert, aber das ist ja üblich vor Gericht.
Kommandant Amryng Castamyr etwas angeschlagen verrichtet seinen Dienst. War doch selbst vor einigen Tagen Opfer eines Anschlags in dem Gift eine Rolle spielte. Glück gehabt. Dank der versierten Heilerin und der couragierten Haltung der Wache Raston ging das glimpflich aus. Untersuchungen in der Angelegenheit werden folgen, aber heute ist Verhandlungstag.

Damol ...blass und schmutzig, sieht etwas ängstlich zum Gerichtsgebäude. Er nickt zum Hauptmann.
Da der Gefangene bislang keinen Widerstand leistete, auch ohne Handschellen.
Denk dran. Euer Verhalten vor dem hohen Richter trägt dazu bei, ob die wieder dran kommen.
Damol nickt
Das Gericht wird von den Gerichtswachen bewacht.

Bild

Die Tür wird im Anschluss verschlossen, da der Richter entschied, das dies keine öffentliche Verhandlung sei.
Damol schluckt schwer als sein Blick auf den Richter und einem Fremden fällt. Etwas zaghaft folgt er den Wachen nach vorne.
Amryng: Euer Ehren *anständig wird salutiert und führt gemeinsam mit seiner Wache den Beklagten vor.
Freundlich der erste Vorsitzende der Verhandlung.
Grüße Herr Damol. Nehmt Platz.
Raston salutiert respektvoll. Euer Ehren.
Der Beisitzer nickt auch freundlich rüber.
Damol zupft nervös an seiner löchrigen Hose rum. Den Blick zum Richter gewandt der ihn bei ihrem ersten Zusammentreffen recht freundlich behandelt hatte. Blinzelnd sieht er auf den anderen Mann ....nickt dann und sieht wieder zum Richter.
Er versteht kein Wort von dem was der Richter ihm erklärt aber es wird schon seine Richtigkeit haben.

Bild

Fangen wir an:
Der Gericht zu Bree gegen Herrn Damol. Vorsitz hat Richter Linthvorn Berenthil unter dem Beisitz des Herrn Castamyr.
Euch werden folgende Vergehen zur Last gelegt:
Einbruch, Diebstahl und Körperverletzung an einer Heilerin hier in der Siedlung. Bitte erklärt dem Gericht wie es dazu kam.

Raston steht in Haltung neben dem Gefangenen.
Eine Augenbraue zieht er leicht nach oben als selbiger Nachname fällt. Wie üblich in Haltung, der Kommandant
Ehm ...nun ...es war so Euer Ehren. Ein Mann kam zu mir und bot mir eine Goldmünze an wenn ich ihm ein bestimmtes Buch besorgen würde.
Die beiden Richter verfolgen den Ausführungen.
Er sagte ich solle es bei dieser Heilerin in der Siedlung holen ...und so brach ich dort ein.
Linthvorn nickt er möge fortfahren.
Das sie dann nach Hause kam ahnte ich ja nicht ..
ringt nervös die Hände.
.. habe sie geschubst als sie gerade rein kam und bin dann mit dem Buch abgehauen.
ein Seitenblick zum Beisitzer, falls er Fragen habe.
Ich ...ich ...wollte ihr bestimmt nicht wehtun euer Ehren ..
Der Beisitzer an den Beklagten:
Mich würde interessieren. Eine Goldmünze ist viel Geld, warum ihr das getan habt? War es Gier?
klar fragt er einfach mal nach möglichen Motiven.
Linthvorn nickt nochmals zu Damol, das er die Frage beantworten möge.
Weiß nicht euer Ehren. Ich komme aus dem Armenviertel und hoffte mit dieser Münze endlich dort rauszukommen. Dachte ein Buch stehlen werde ich schon schaffen.
Was war das für ein Mann und warum gerade ihr? Im Armenviertel gibt es viele.

Nachfrage vom Beisitzer.
Ich weiß es nicht Euer Ehren. Habe sein Gesicht nie gesehen er trug stets eine Maske aber ...er ...er hatte solch eine komisch säuselnde Stimme die mich jedesmal ..
er ringt die Hände. .. konnte mich ihr nicht widersetzen.

Der Beisitzer nickt seinem Vorsitzenden zu, das er momentan keine weiteren Fragen habe, der das Wort wieder aufnimmt.
Eine säuselnde Stimme, die fast wirkte wie ein Trank der einen, wie soll ich das sagen, in eine Art schönen "Rausch" versetzt? Was es in der Art?
Oder eher in Angst?

Damol nickt eifrig.
Genau euer Ehren. Ich musste es einfach tun und später verspürte ich dann Angst. Es war gruselig euer Ehren.
Seid ihr dem Mann später noch einmal begegnet?
Ohja euer Ehren ..

Damol, froh darüber reden zu können, plappert eifrig drauflos.
.. ich war kaum aus dem Haus und ging Richtung Nachbargrundstück als ich auch schon gepackt wurde. Er zischte mir ins Ohr ob ich das Buch hätte .. und kaum gab ich es ihm, riss er es an sich und schlug mich dann zu Boden. Das Einzige was ich noch hörte war das klimpern von Münzen ..
.. und das mir etwas aufs Gesicht fiel ... dann wurde mir schwarz vor Augen.
Und das versprochene Geld nie erhalten?
Doch euer Ehren nickend die Münze hat der Kommandant. Aber er sagte diese wäre wertlos.enttäuscht darüber.

Raston verfolgt die Verhandlung aufmerksam.
Herr Castamy? Bitte eure Ausführung zu eben benannter Behauptung.
Euer Ehren. Es ist eine Münze mit einer Gravur drauf. Kein Zahlungsmittel das ich hier kenne und daher für hiesige Verhältnisse wertlos

gibt er zum Besten.
Keine hiesige Währung. Eine Goldmünze die sich vielleicht von Schmieden eingeschmolzen als nützlich erweisen kann? die erneute Frage an den Kommandanten der Stadtwachen.
Damol immer noch enttäuscht darüber, nickt mit grimmigem Gesicht. Alles umsonst ...und jetzt landet er noch im Kerker.
Nein euer Ehren. Es ist eine Art Blech. Selbst eingeschmolzen ist die nichts wert hier.
Danke. Herr Damol bitte beschreibt die Situation im Armenviertel.
vom Hauptmann zum Beklagten zurück.
Was soll ich da sagen euer Ehren. Wir haben dort weder ein Dach über dem Kopf noch Essen oder Wasser. Oft wird sich um ein Kanten altes Brot geprügelt was irgendwer im Müll gefunden hat ...oder mitgehen ließ meint er kleinlaut Wenn wir Arbeit hätten euer Ehren .. aber es nimmt uns ja keiner.
Eine hoffnungslose Situation, wo es um das nackte Überleben geht und jeder kleine Wink Hoffnung schenkt. Sei es mit einem warmen Essen, oder was Anderes?
Damol nickt.
Ein Mann verspricht weitaus mehr. Ein Goldstück für einen Einbruch und Diebstahl. Das ist soviel Geld, das selbst ein Bürger aus normalen Verhältnissen lange ein Auskommen hat. Meine Frage ..
ruhig zum Beklagten
..Wusstet ihr das sowas strafbar sein kann?
Deshalb sitze ich ja jetzt hier euer Ehren. Weiß ja das es nicht richtig war aber es war so verlockend.
Ihr wusstet es?
Ja euer Ehren meint er zerknirscht.
Insofern gebt ihr zu, das ihr den Einbruch, den Diebstahl getätigt habt in Wissen einer Straftat?
Zum anderen komme ich später.
Wollte dort weg ...endlich ein Zuhause haben ...vielleicht ein kleiner Hof er seufzt.
Ja euer Ehren.
Dann kam die Heilerin. Was geschah im Anschluss?
Die ...ja ...na sie öffnete die Türe und ich gab ihr einen Schupps so das sie hinfiel und ich rannte aus dem Haus.
Einen "Schupps" Was genau ist darunter zu verstehen?
Na einen Schupps eben euer Ehren.

Er hebt beide Arme, die Hände nach vorne haltend als schiebe er wen weg.
Sie kam rein ...ich stand seitlich neben der Türe und habe sie mit beiden Hände zur Seite geschoben so das sie hinfiel.
Danke.
sieht zum Beisitz, welcher eine Frage stellt.
Also .. war es eine schnelle Handlung?
Ja euer Ehren. Hatte ja nicht damit gerechnet das sie heimkam.
Danke, keine Fragen mehr.
Möchtet ihr dem Gericht noch etwas dazu sagen?
Ja euer Ehren nickend Möchte sagen das es mir leid tut. Wollte der Frau nicht wehtun.
Was ist mit den anderen Anschuldigungen? Dem Einbruch, dem Diebstahl?

mag eine Wiederholung sein, aber bewusst plaziert vom Richter.
Damol holt tief Luft. Dazu stehe ich euer Ehren da ich wusste was ich da tat.
Danke. Das Gericht zieht sich zu einer kurzen Beratung zurück. Die Anwesenden seien drauf hingewiesen, den Saal nicht zu verlassen ..
erhebt sich und verlässt gemeinsam mit dem Beisitzer den Saal.
Damol wartet bis beide Richter rausgegangen sind dann lässt er sich mutlos wieder auf den Stuhl sinken.

Hinter verschlossener Tür im Nebenraum.

Herr Kollege, eure Einschätzung?
Meine Einschätzung:
Der Mann ist arm und sah darin eine Chance. Was nicht darüber hinweg täuschen soll, das er die ersten beiden Straftaten wissentlich begann.
Fahrt fort.
Die Körperverletzung .. sehe ich als Handlung im Affekt und daher keinen Vorsatz.
Dennoch wurde sie verletzt und wir können das nicht ungeahndet lassen.
Es war eine Verkettung von Ereignissen. Aufgrund vorsätzlicher Straftaten.

Ein bestätigendes Nicken des noch recht neuen Kollegen.
Damols Blick wandert immer wieder in Richtung der geschlossenen Tür.
Ich werde folgendes Urteil verkünden .. schreibt alles genau auf, unterschreibt und legt es dem Beisitzer vor, damit er es lesen, im Falle einer Ergänzung noch etwas hinzufügen könnte.
Der liest langsam die Urteilsschrift und mit einem Nicken kommt diese zur Unterschrift. Das Papier geht an den ersten Vorsitzenden zurück.
Er nimmt es an sich und geht in den Gerichtssaal zurück. Die Tür wird geöffnet. Die Richter treten ein.

Damol erhebt sich schnell als die Türe aufgeht und die Wachen in Haltung.
Damol blickt etwas ängstlich nach vorn zu den beiden Richtern.

Das Gericht zu Bree unter dem Vorsitz des Richters ..
verliest das Pergament.
.. Linthvorn Berenthil, dem Beisitzer Aronndhir Castamyr ist zu folgendem Urteil gekommen:
Herr Damol wird nach Beweislage in allen Punkten für schuldig gesprochen...
Urteilsbegründung:
Der Einbruch und Diebstahl waren vorsätzlich geplant. Unabhängig davon aus welchen Verhältnissen Herr Damol stammt ist es für das Gericht kein Freibrief für Straftaten, die, wie der Beklagte selbst zugab,
unter Vorsatz verübt wurden ..

Damol wird blass .. versucht sein Urteil wie ein Mann entgegen zu nehmen.
Die anschließende Körperverletzung der Heilerin, wäre ohne Straftaten nie passiert. Einbruch und Diebstahl. Sie wird daher auch in vollem Umfang mit berücksichtigt ..
Normalerweise ..
sieht zu dem Verurteilten .. wäre in Summe: erneut aufs Pergament geblickt
.. eine Schadensersatzsumme an die Heilerin in Höhe von 200 Silberstücken zu entrichten...
Damol wird noch blasser als er die horrende Summe hört.
10 für das Eindringen in ein fremdes Haus und 20 für den Diebstahl .. sieht zu Damol. .. in Summe 230 Silberlinge ..
plus 5 Silber für das Verfahren, in Summe 235 Silberlinge.
Das Gericht erkennt die mangelnde Liquidität des Beklagten..
Der Beklagte gab die Taten in vollem Umfang zu. Es gewährt daher mildernder Umstände ..

Damol hört nur "milderne Umstände " als ein winziger Hoffnungsschimmer in ihm aufkeimt.
.. und verurteilt den Beklagten zu 2 Jahren Arbeit auf einem Bauernhof. Herr Damol zeigte Reue, aber das schützt nicht vor Strafe. Er möge sich bei Herrn Raston melden. Dort seinen Dienst verrichten bis die Summe, wegen mildernder Umstände auf 135 Silberlinge verringert, abgegolten ist. 100 Silberlinge werden der Heilerin als Schadensersatz, 30 Silberlinge wegen Sachbeschädigung und Diebstahl an die Heilerin übergeben. Die 5 anderen Silberlinge ...
Raston nickt.
.. dem Gericht für Aufwände und Kosten in diesem Verfahren berechnet.
Herr Raston, so das Gericht, ist Teil der Stadtwache und unser Ansicht nach gilt er als befähigt und besitzt mit seiner Familie einen Bauernhof.
Sollte Herr Damol in irgendeiner Form auffällig werden, gilt das volle Strafmass in Verbindung einer sofortigen Verhaftung und Absitzen der Strafe hinter Gittern. Was eine Dauer ..
da er zahlungsunfähig ist, von in etwa 4 Jahren zur Folge hätte.
Beschlossen und verkündet am 16.04 diesen Jahres, zur 10ten Stunde und tritt ab sofort in Kraft.

endend legt er den Urteilsspruch auf den Tisch zurück.
Die Sitzung ist geschlossen.


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