Von Hobbits und Bilwissen
Verfasst: Donnerstag 22. Oktober 2015, 00:13
Der junge Grenzer – grade mal 34, also erst seit einem Jahr jährig – ritt auf seinem weißem Pony die Straße entlang nach Hafergut entlang. Rechts von ihm war eine Scheune. Um das ganze Dorf herum sah man Felder. Die Hobbithöhlen wahren mit Stroh bedeckt. Aus den Fenstern sah man neugierige Blicke. Es herrschte ungewöhnlich viel Gewusel. Er hielt sein Pony an und besah sich die Szene. Es waren mehrere Grenzer sowie einige normale Bürger in der nähe des Brunnen versammelt. Außerdem wurde grade ein Langer von einem Grenzer in die Wachstube geführt. Die meisten der Anwesenden machten sich scheinbar schon auf den Heimweg. Als der blonde Hobbit vom Pony stieg und sich der kleinen Gruppe näherte wurde ihm schon eifrig zugewunken. Beuno, ein Hobbit der für seine Mütze mit den beiden Zwipfeln bekannt war begrüßte ihn schon mit: „Huhu Hecco!" bevor dieser auch nur ein Wort rausbringen konnte. Hecco grüßte zurück und salutierte, wie es sich für einen Grenzer gehörte. Es waren noch andere Hobbit anwesend, welche Hecco allerdings nicht kannte. Zumindest vom Namen nicht. Es war unter anderem Strigro, welcher sich als ein Knappe bezeichnete, sowie Elanorya, eine blonde Hobbitdame, mit einem Blumenkranz im Haar und einem dunkelgrünen Kleid welche er schon öfters im Efeubusch gesehen hat. Außerdem Faroweis - den er doch Recht gut kannte - und seine Rekrutin Catalynia. Faroweis trug die selbe grün-weiß-gestreifte Grenzeruniform, nur das Heccos Uniform dunkler war, da er in Dachsbauten und nicht im Südviertel stationiert ist. Und er trug seine Grenzermütze, auf welche Hecco heute verzichtet hatte, da er in einem Sondereinsatz war und sie beim reiten von langen Strecken nur störte. Er ließ sich von seinem Kollegen erklären was vorgefallen war. Offenbar hatten sie Aardwulf, einen Langen und dazu noch ein bekannter Verbrecher verhaftet. Dabei schien Faro einen Schlag gegen den Kopf bekommen zu haben, jedenfalls trug er einen Verband. Die Gruppe löste sich nach und nach auf, bis nur noch er selbst, Faro und Elanorya übrig blieben. „Kannst du dich noch an die Sache mit Mirfol erinnern?", fragte er Faro. Dieser konnte das natürlich, auch wenn dies schon vier Monate her war. Er erklärte Faro das er eventuell eine Spur hatte und fragte Faro ob er Überstunden machen konnte. Dieser willigte ein. Und Elanorya wollte sie unbedingt begleiten. Da nichts dagegen sprach ritten sie kurz darauf zu dritt Richtung Norden die Straße nach Nachtschatten entlang. Hecco auf seinem weißem Pony, Faro auf seinem beschen und Elanorya auf ihrer Ziege. Eine Schneeweiße Ziege. Er wird wohl nie nachvollziehen können wieso Ziegen sich so großer Beliebtheit als Reittiere erfreuen.
Nach einer viertel Stunde in der sie durch einen dichter werdenden Wald ritten hielt Hecco sein Reittier an. Er hatte im Wald eine Kreatur entdeckt. In etwa so groß wie ein Hobbit, aber viel schmächtiger und mit einem abscheulichen Gesicht. Ein Bilwiss. Der Grenzer machte seine Begleiter darauf aufmerksam und Faro hatte schon seinen Dolch gezogen und war dabei von seinem Pony zu steigen als Hecco ihn zurück hielt. Dann stieg er selber ab und schlich fast lautlos zwischen den Bäumen umher. Durch seine grüne Uniform war er dabei fast Unsichtbar. Der Bilwiss bemerkte ihn erst als es schon zu spät war und er mit einem Schlag der Grenzerkeule zu Boden geschickt wurde. Die beiden anderen Hobbits kamen nun hinterher. „Verstehen die unsere Sprache?", fragte Hecco. Faroweis verneinte aber Elanorya war der Meinung, dass sie es könnten. Also nahm Faro dem Bilwiss die Waffe ab und hielt ihm seinen Dolch an die Kehle. Dann weckten sie den bewusstlosen Bilwiss auf um rauszufinden wo sich ihr Lager befände. Wenn man der Kreatur glauben konnte, befand es sich am Grünfeld. Mit weiteren Keulenschlag wurde der Bilwiss wieder außer Gefecht gesetzt. Endgültig. Hecco stieg wieder auf sein Pony. Sie mussten zum Grünfeld. Also zurück nach Hafergut und von da aus nach Süden. Auf dem Weg erzählte er, das er auf der Suche nach Mirfol und drei anderen Hobbitkindern war die verschwunden – anscheinend entführt – sind. In den letzten vier Monaten hatte Hecco alle möglichen Spuren verfolgt. Und diese führten nun ins Grünfeld. Er konnte sich zwar beim besten Willen nicht vorstellen wieso Bilwisse Hobbitkinder entführen sollten, befürchtetet aber das schlimmste. Außerdem musste seine Begleiter versprechen mit niemanden darüber zu reden, da sonst nur Bürgermeister Weißfuß sowie Hauptmann Sauberstein und Hauptmann Breitfuß davon wussten.
Die Sonne ging schon fast unter als sie am Grünfeld ankamen. Nun mussten sie das besagte Lager finden. Nach einer weiteren viertel Stunde standen sie auch schon vor den rot angemalten Holzpfeilern, die vermutlich den Eingang darstellen sollten. Das Lager war von einer Wand aus Leinen umgeben. Überall standen Zelte und brannten Lagerfeuer. Sie schätzen die Anzahl der Bilwisse auf mindestens Einhundert. Unglaublich. Wo kamen die her und wie kann es sein das dieses Lager noch nicht entdeckt worden war? Die Patrouillen mussten dringend verstärkt werden, wenn es doch nur mehr Grenzer gäbe. Aber jetzt galt es wichtigeres zu klären. Sie mussten die Kinder finden. Elanorya ließ sich nicht davon abhalten die Grenzer zu begleiten und krabbelte mit einer Bratpfanne bewaffnet mit ihnen unter der Leinenwand her. Nun standen sie im Lager. Sie durften auf keinen Fall entdeckt werden. Sie hätten keine Chance. Also schlichen sie durch das Lager, mit Steinen bewaffnet um Bilwisse die sie möglicherweise entdecken könnten auf falsche Fährten zu locken. Und tatsächlich, sie fanden vier Hobbitkinder - davon einer mit auffälligen roten Locken - die gefesselt neben einem Schaf in einer Art Gehege saßen. Sie wurden nur von einem Bilwiss bewacht. Dieser war schnell überwältigt. Ein gezielter Steinwurf gegen seinen Kopf brachte ihn ins taumeln und dann war Faroweis mit seinem Dolch zu Stelle. Der Leblose Körper der Kreatur wurde schnell in ein Gebüsch befördert. Während Faroweis anschließend die Kinder befreite fand Hecco eine Truhe mit interessantem Inhalt. Einen Schlüssel sowie drei Pergamente, welche er in seinen Beutel steckte. Elanorya beruhigte während dessen die Kinder und erklärte ihnen das sie jetzt ganz leise sein mussten. Hecco wollte das Schaf dort lassen, aber Faro bestand darauf es auch mitzunehmen. Also wurde ihm der Mund zugebunden damit es sie nicht verraten konnte. Jetzt mussten sie es nur noch aus dem Lager schaffen. Was ihnen erstaunlicherweise auch gelang. Vor allem durch Elanoryas Hilfe, die dafür sorgte das die Kinder ruhig blieben. Und da diese Bilwisse so unaufmerksam wahren, dass denen ein Troll durch ihr Lager trampeln könnte, ohne das sie es bemerken würden. Sie fühlten sich anscheinend sicher und überlegen. Außerdem wahren die meisten Bilwisse schon am schlafen gewesen.
Als sie später sicher in Dachsbauten ankamen begutachtete Hecco die Pergamente. Was er sah gefiel ihm gar nicht. Sie waren in einer Schrift geschrieben, die er nicht lesen konnte. Elanorya nannte es „Dunkles Elbisch" oder so ähnlich. Aber das dritte Pergament zeigte Eindeutig eine Karte des Auenlandes auf der Michelbinge, Buckelstadt und Dachsbauten markiert wahren. Falls diese Bilwisse ins Auenland einfallen würden, gäbe es nicht genügend Grenzer um sie aufzuhalten. Sie machten sich auf dem Weg zur Wachstube, es war schon ziemlich dunkel als sie an den Hobbithöhlen mir ihren Schiefer- oder Grasdächern vorbei gingen. Hecco erstattet Hauptmann Sauberstein sofort Bericht, während Faro sich an den Schreibtisch setze und die Adressen der Eltern aus dem Regal rauszusuchen um ihnen mit Briefen mitzuteilen, dass ihre Kinder in Sicherheit wahren und abgeholt werden können. Am nächstem Morgen würde er dann mit Mirfol ins Südviertel aufbrechen und den Grenzern dort alles erzählen. Elanorya wollte über Nacht bei den Kindern bleiben. Allerdings nicht in der Wachstube sondern im Pflug und Sterne. Der Besitzer Stellte ihr und den Kindern das Zimmer kostenfrei zur Verfügung. Faro hatte diesen Luxus nicht und musste in der Wachstube übernachten. Nachdem Hecco die Briefe bei Postmeister Mehrsel - welcher wnig erfreut über die nächtlichte Störung war - abgegeben hatte und dieser nach Klarstellung der Umstände versprach, die Briefe gleich am nächstem Morgen mit dem erstem Boten vom Post-Schnell-Dienst per Sonderzustellung zu verschicken, ging er zurück in die Wachstube um auch ein wenig zu schlafen. Er musste morgen früh raus, wenn er noch rechtzeitig zum Stammtisch in Hobbingen-Wasserau sein wollte. Vielleicht würde er ja jemanden finden, der dieses „Dunkle Elbisch" lesen kann.
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Nach einer viertel Stunde in der sie durch einen dichter werdenden Wald ritten hielt Hecco sein Reittier an. Er hatte im Wald eine Kreatur entdeckt. In etwa so groß wie ein Hobbit, aber viel schmächtiger und mit einem abscheulichen Gesicht. Ein Bilwiss. Der Grenzer machte seine Begleiter darauf aufmerksam und Faro hatte schon seinen Dolch gezogen und war dabei von seinem Pony zu steigen als Hecco ihn zurück hielt. Dann stieg er selber ab und schlich fast lautlos zwischen den Bäumen umher. Durch seine grüne Uniform war er dabei fast Unsichtbar. Der Bilwiss bemerkte ihn erst als es schon zu spät war und er mit einem Schlag der Grenzerkeule zu Boden geschickt wurde. Die beiden anderen Hobbits kamen nun hinterher. „Verstehen die unsere Sprache?", fragte Hecco. Faroweis verneinte aber Elanorya war der Meinung, dass sie es könnten. Also nahm Faro dem Bilwiss die Waffe ab und hielt ihm seinen Dolch an die Kehle. Dann weckten sie den bewusstlosen Bilwiss auf um rauszufinden wo sich ihr Lager befände. Wenn man der Kreatur glauben konnte, befand es sich am Grünfeld. Mit weiteren Keulenschlag wurde der Bilwiss wieder außer Gefecht gesetzt. Endgültig. Hecco stieg wieder auf sein Pony. Sie mussten zum Grünfeld. Also zurück nach Hafergut und von da aus nach Süden. Auf dem Weg erzählte er, das er auf der Suche nach Mirfol und drei anderen Hobbitkindern war die verschwunden – anscheinend entführt – sind. In den letzten vier Monaten hatte Hecco alle möglichen Spuren verfolgt. Und diese führten nun ins Grünfeld. Er konnte sich zwar beim besten Willen nicht vorstellen wieso Bilwisse Hobbitkinder entführen sollten, befürchtetet aber das schlimmste. Außerdem musste seine Begleiter versprechen mit niemanden darüber zu reden, da sonst nur Bürgermeister Weißfuß sowie Hauptmann Sauberstein und Hauptmann Breitfuß davon wussten.
Die Sonne ging schon fast unter als sie am Grünfeld ankamen. Nun mussten sie das besagte Lager finden. Nach einer weiteren viertel Stunde standen sie auch schon vor den rot angemalten Holzpfeilern, die vermutlich den Eingang darstellen sollten. Das Lager war von einer Wand aus Leinen umgeben. Überall standen Zelte und brannten Lagerfeuer. Sie schätzen die Anzahl der Bilwisse auf mindestens Einhundert. Unglaublich. Wo kamen die her und wie kann es sein das dieses Lager noch nicht entdeckt worden war? Die Patrouillen mussten dringend verstärkt werden, wenn es doch nur mehr Grenzer gäbe. Aber jetzt galt es wichtigeres zu klären. Sie mussten die Kinder finden. Elanorya ließ sich nicht davon abhalten die Grenzer zu begleiten und krabbelte mit einer Bratpfanne bewaffnet mit ihnen unter der Leinenwand her. Nun standen sie im Lager. Sie durften auf keinen Fall entdeckt werden. Sie hätten keine Chance. Also schlichen sie durch das Lager, mit Steinen bewaffnet um Bilwisse die sie möglicherweise entdecken könnten auf falsche Fährten zu locken. Und tatsächlich, sie fanden vier Hobbitkinder - davon einer mit auffälligen roten Locken - die gefesselt neben einem Schaf in einer Art Gehege saßen. Sie wurden nur von einem Bilwiss bewacht. Dieser war schnell überwältigt. Ein gezielter Steinwurf gegen seinen Kopf brachte ihn ins taumeln und dann war Faroweis mit seinem Dolch zu Stelle. Der Leblose Körper der Kreatur wurde schnell in ein Gebüsch befördert. Während Faroweis anschließend die Kinder befreite fand Hecco eine Truhe mit interessantem Inhalt. Einen Schlüssel sowie drei Pergamente, welche er in seinen Beutel steckte. Elanorya beruhigte während dessen die Kinder und erklärte ihnen das sie jetzt ganz leise sein mussten. Hecco wollte das Schaf dort lassen, aber Faro bestand darauf es auch mitzunehmen. Also wurde ihm der Mund zugebunden damit es sie nicht verraten konnte. Jetzt mussten sie es nur noch aus dem Lager schaffen. Was ihnen erstaunlicherweise auch gelang. Vor allem durch Elanoryas Hilfe, die dafür sorgte das die Kinder ruhig blieben. Und da diese Bilwisse so unaufmerksam wahren, dass denen ein Troll durch ihr Lager trampeln könnte, ohne das sie es bemerken würden. Sie fühlten sich anscheinend sicher und überlegen. Außerdem wahren die meisten Bilwisse schon am schlafen gewesen.
Als sie später sicher in Dachsbauten ankamen begutachtete Hecco die Pergamente. Was er sah gefiel ihm gar nicht. Sie waren in einer Schrift geschrieben, die er nicht lesen konnte. Elanorya nannte es „Dunkles Elbisch" oder so ähnlich. Aber das dritte Pergament zeigte Eindeutig eine Karte des Auenlandes auf der Michelbinge, Buckelstadt und Dachsbauten markiert wahren. Falls diese Bilwisse ins Auenland einfallen würden, gäbe es nicht genügend Grenzer um sie aufzuhalten. Sie machten sich auf dem Weg zur Wachstube, es war schon ziemlich dunkel als sie an den Hobbithöhlen mir ihren Schiefer- oder Grasdächern vorbei gingen. Hecco erstattet Hauptmann Sauberstein sofort Bericht, während Faro sich an den Schreibtisch setze und die Adressen der Eltern aus dem Regal rauszusuchen um ihnen mit Briefen mitzuteilen, dass ihre Kinder in Sicherheit wahren und abgeholt werden können. Am nächstem Morgen würde er dann mit Mirfol ins Südviertel aufbrechen und den Grenzern dort alles erzählen. Elanorya wollte über Nacht bei den Kindern bleiben. Allerdings nicht in der Wachstube sondern im Pflug und Sterne. Der Besitzer Stellte ihr und den Kindern das Zimmer kostenfrei zur Verfügung. Faro hatte diesen Luxus nicht und musste in der Wachstube übernachten. Nachdem Hecco die Briefe bei Postmeister Mehrsel - welcher wnig erfreut über die nächtlichte Störung war - abgegeben hatte und dieser nach Klarstellung der Umstände versprach, die Briefe gleich am nächstem Morgen mit dem erstem Boten vom Post-Schnell-Dienst per Sonderzustellung zu verschicken, ging er zurück in die Wachstube um auch ein wenig zu schlafen. Er musste morgen früh raus, wenn er noch rechtzeitig zum Stammtisch in Hobbingen-Wasserau sein wollte. Vielleicht würde er ja jemanden finden, der dieses „Dunkle Elbisch" lesen kann.
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