Dungeonslayers - Ein klassisches P&P

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Blundo
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Dungeonslayers - Ein klassisches P&P

Ungelesener Beitragvon Blundo » Donnerstag 2. November 2017, 20:53

Ja, der Titel verrät es schon, ich möchte an dieser Stelle gerne ein wenig auf das Pen&Paper-Rollenspiel "Dungeonslayers" aufmerksam machen.
Dungeonslayers ist für mich seit ein paar Jahren interessant da es einen für mich interessanten Ansatz verfolgt. Im Gegensatz zu einigen mittlerweile stattlich gealterten Systemen, die bisweilen sehr komplex geworden sind, bietet Dungeonslayers ein Spielsystem dass es erlaubt wieder mehr zu den Ursprüngen des klassischen Rollenspielens zurückzukehren, so wie es seinerzeit bei Dungeons and Dragons alles mal seinen Anfang nahm.

Hierbei bedient sich das Spielsystem in den Grundregeln minimalistischer Völker- und Klassenauswahl, so sind hier vertreten:

Völker:
Menschen
Elfen
Zwerge

Klassen:
Kämpfer
Späher
Zauberwirker

In der später erschienenen Erweiterungsbox, dem Kampagnenhintergrund zum Land in dem das System spielt, werden noch weitere Völker hinzugefügt, und zwar die Gnome und die Halblinge.
Alle Völker werden noch einmal in Kulturen unterteilt... man kann das in etwa wie bei den Hobbits verstehen wo es die Falbhäute, die Starren, usw. gibt.
Für die Klassen besteht die Möglichkeit mit Erreichen der Stufe 10 (wenn man denn bis dahin überlebt) eine Heldenklasse zu wählen, also eine quasi epische Berufslaufbahn für den vorherigen Normalo-Held.
Find ich recht spannend.

Was mir ebenfalls ausserordentlich gut gefällt ist die Tatsache, dass es *Trommelwirbel* das Grundregelwerk vollkommen *Tusch* kostenlos als PDF gibt.
Das PDF kann man sich nach vorheriger Registrierung direkt auf der Website: http://www.dungeonslayers.net/ herunterladen. Die Box-Version die es im Handel gibt ist eigentlich nur die Print-Version. Alles was man zum spielen benötigt ist im PDF enthalten.

Ich selbst habe es noch nicht wirklich gespielt, mag aber den klassischen Ansatz sehr. Man hat sich sehr schnell in das Regelsystem eingelesen und die Welt in der Dungeonslayers spielt ist nur sehr wenig beschrieben. Das bietet natürlich ein ungeheures Potential für eigene Inhalte ohne dass man groß mit offiziellen Publikationen kollidiert. Was mit ebenfalls sehr gefällt ist, dass Dungeons und Kämpfe optisch dargestellt werden. Das heisst entweder als ausgedruckter Plan oder als Battlemap werden die Umgebung, Häuser und andere Gebäude dargestellt, Die Spieler und Gegner (Menschen/Monster) werden entweder als Token oder als Figur auf dem Plan bewegt, was interessante taktische Möglichkeiten erlaubt und auch den Spielern dabei hilft das ganze optisch besser zu erfassen. Ich mag das mit Figuren und Geländedarstellung... ich bastel das Zeuch ja auch gerne.

Nicht dass der Eindruckt erweckt wird ich will hier Werbung machen, aber nachdem ich mitbekommen habe dass es im Südviertel durchaus auch ein paar Pen&Paper-Interessierte gibt, dachte ich mir ich stell einfach mal das eine oder andere System mal etwas vor. Vielleicht fühlt sich ja jemand inspiriert auch einmal in die doch sehr interessante Welt der Pen&Paper-Rollenspiele reinzuschauen. Gibt ja in der Szene auch gerade einen regelrechten Boom und jede Menge neue Spielsysteme und auch Spieler. Schöne Zeiten für die Szene, nachdem sie schon fast totgesagt wurde.
Ausserdem wurde im Forumsbereich "Rollenspiel-Geflüster" noch nichts geschrieben... das musste ich nun einfach ändern, hihi :D

So, wer Fragen oder anmerkungen dazu hat, der kann sie gerne an mich richten, ich freue mich über rege Unterhaltungen.

Viele Grüße

Blundo
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Re: Dungeonslayers - Ein klassisches P&P

Ungelesener Beitragvon Tulpeline » Donnerstag 2. November 2017, 20:58

Verstehe ich das richtig. Kann man da auf der Seite auch eigene DUngeons und so Bauen die dann die anderen Mitspieler auch sehen können?
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Re: Dungeonslayers - Ein klassisches P&P

Ungelesener Beitragvon Blundo » Donnerstag 2. November 2017, 21:04

Nein, das ist auf der Wesite Roll20 https://roll20.net/ der Fall. Darüber kann man auch Dungeonslayers spielen. Im Normalfall spreche ich bei den Systembeschreibungen immer davon wie es ist wenn man mit den Spielern am Tisch sitzt. :D Roll20 bietet aber mittlerweile eine sehr gute Möglichkeit um mit anderen Spielern weltweit online, unter Zuhilfename von z.B. Teamspeak, Pen&Paper-Rollenspiele zu spielen. Im Prinzip so wie es gestern in der Runde der Fall war. Nur dass wir hier noch kein Roll20 genutzt haben. Mangels Zeit konnte ich mich da noch nicht tief genug reinarbeiten und es dauert auch eine Weile bis man einen schönen Dungeon zusammengebaut hat. :)

Auf der Website von Dungeonslayers werden Dungeons, bzw. Abenteuer als Download angeboten. Die meisten sind von der Spieler-Gemeinschaft erstellt und haben unterschiedliche Qualitäten. Evtl. kann man diese downloadbaren Pläne auch in Roll20 einbinden, soweit bin ich aber noch nicht. :D
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Re: Dungeonslayers - Ein klassisches P&P

Ungelesener Beitragvon Tulpeline » Donnerstag 2. November 2017, 21:05

ah ok dann habe ich das falsch verstanden^^

Aber Roll20 werde ich mir auch mal angucken wenn man dort Dungeons Bauen kann. Ich finde das klingt sehr spannend.
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Re: Dungeonslayers - Ein klassisches P&P

Ungelesener Beitragvon Blundo » Donnerstag 2. November 2017, 21:07

ich finde das auch hochgradig spannend, denn ich mag das selbst unheimlich gerne so in den Dungeons herumzukriechen. In der Szene nennt man das dann auch gerne einen "Dungeoncrawl", also wenn sich der Hauptteil eines Abenteuers in einem Dungeon abspielt, es darum geht Monster/Gegner zu beseitigen, Fallen zu umgehen, Rätsel zu lösen, Schätze zu bergen und die Prinzessin zu befreien... klischeehaft gesprochen ;)
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Re: Dungeonslayers - Ein klassisches P&P

Ungelesener Beitragvon Filbu » Freitag 3. November 2017, 11:16

Klingt ganz gut. Hauptsache es gibt Halblinge. ^^

Grundsätzlich finde ich es ganz gut wenn ein Regelwerk überschaubar bleibt. Viele Regeln führen dich zwangsläufig dazu das die Situation..."aber so stand das nicht im Regelwerk"...entsteht. Oder hast du da andere Erfahrungen Blundo?
Das Regelwerk von MtG ist ja eigentlich recht überschaubar. Aber selbst da muss man oft Dinge nachschlagen. ^^
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Re: Dungeonslayers - Ein klassisches P&P

Ungelesener Beitragvon Blundo » Freitag 3. November 2017, 21:28

Kommt immer auf Spieler und Spielleiter an, Filbu.

In meiner festen Pen&Paper-Runde gibt es eigentlich keine Regeldiskussionen, da wir relativ locker spielen. Da werden Proben schon mal nach dem Prinzip "Wirf einen W20, wenn Du 10 oder drunter hast ist die Probe gelungen, von 11-20 ist sie daneben gegangen" behandelt. Wir wollen da nicht den Spielfluss stören.

In einer früheren Gruppe in der ich mal kurze Zeit war hat man sich sehr akribisch an das Regelwerk (DSA 4.1, der Regelmoloch) gehalten. Da wurde geschlagene anderthalb Stunden wegen eines Speerstoßes diskutiert und Regelhefte gewälzt. Der Kampf dauerte insgesamt ca. 3 Stunden... der totale Wahnsinn. Das war gar nichts für mich und auch der Hauptgrund weswegen ich die Gruppe dann bald darauf verlassen habe.
Ich denke, wenn es ein gut überschaubares Regelsystem ist, in dem nicht jeder Pups eine Regel mit Sonderregel und Sonderausnahmeregel, dann kann man schon nach den Regeln spielen. Hausregeln macht man eh immer nach Bedarf. Dungeonslayers ist auch nur ein Beispiel für ein Regelsystem das ich persönlich gut finde, weil einfach einfach.

Leider bin ich noch nicht dazu gekommen andere Regelsysteme vorzustellen... mangels Zeit. Dungeon World möchte ich gerne noch beschreiben, genauso wie "Der eine Ring". Kommt alles noch... sobald ich Zeit und Muße habe. ;)
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Re: Dungeonslayers - Ein klassisches P&P

Ungelesener Beitragvon Amanta » Freitag 3. November 2017, 23:54

Ohhh perfekt dann muss ich nicht weitersuchen :D
Bin gerade etwas fleißiger zwischen den Vorlesungen(W-lan sei dank) am Rumstöbern was ich so finde und zu Dungeon world beispielsweise habe ich sogar schon meine Meinung *grins*. Nehm mir trotzdem mal die Freiheit dazu nix zu sagen bis du deinen Teil hast, bin ja im vergleich doch noch ein Küken ^^
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Re: Dungeonslayers - Ein klassisches P&P

Ungelesener Beitragvon Sundo » Samstag 4. November 2017, 09:15

Ich habe mir das GRW und die Kampagnenbox geholt, ist erst 'ne Woche her.
Es wird explizit darauf hingewiesen dass man doch gerne auch in anderen Settings spielen solle.
Dass das Caera der Settingbox/Kampagnenband halt genau so gestrickt ist wie das Regelwek: Man kommt innerhalb von ein paar Tagen über den Kontinent durch alle Klimazonen. Weil man will ja flüssig spielen und nicht wochenlange Reisen ausspielen.

Es ist simpel gehalten, Charaktere haben einige wenige Werte, Rassenboni gibts auch.
Und gleich die Beschreibung wie man eigene Rassen erstellen kann. Wenn also einer einen Uruk haben will, das ginge.

Wenn ich ein System für Anfänger empfehlen sollte, definitiv dieses. Unser Junghobbit mit 4 1/2 hatte seinen Spaß, es war flüssig und alles wofür es keine Regel gibt ist einfach abgeleitet.
Watch your back,
shoot straight,
conserve ammo,
and never, ever,
cut a deal with a dragon.

"We poison our air and water to weed out the weak!
We set off fission bombs in our only biosphere!
We nailed our God to a stick!
Don't fuck with the human race!"
http://www.sandraandwoo.com/woode/2015/ ... h-attacks/

"In my opinion, sir, any officer who goes into action without his sword is improperly dressed".
Fighting Jack Churchill, WW II

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Re: Dungeonslayers - Ein klassisches P&P

Ungelesener Beitragvon Blundo » Sonntag 5. November 2017, 03:39

Die Kampagnenbox steht noch auf meiner "Must-Buy-Liste", da mein Hobby-Budget derzeit allerding sständig ausgereizt ist und ich ehrlich gesagt auch gar nicht mehr weiß wohin mit dem ganzen Rollenspielkram, muss die noch ein wenig warten, hihi. Anschaffen werd ich mir sie natürlich trotzdem. ;)

Ich stimme Dir da absolut zu, Sundo. Ich würde Dungeonslayers auch für Anfänger empfehlen, da es wirklich sehr einfach gestrickt ist und viel Spaß macht. Wenn man es später gerne etwas kopmplexer haben möchte kann man ja das System nach eigenem Gusto wechseln.
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