Schneegestöber

Geschichten aus Tolkiens Welt vom Herrn der Ringe und anderen Werken.
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Celandril
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Schneegestöber

Ungelesener Beitragvon Celandril » Montag 6. Februar 2017, 16:08

Kopaka (Yondohívre): Einer der älteren und verantwortungsbewussten Elben - meistens, aber nicht im Schnee geschrieben von Vyzra

Juveniel (Hrávalaco): Nicht einmal 400 Jahre, und irgendwie immer an allem schuld geschrieben von Wethrinvar

Maeronmorn: Noldorischer Kartenzeichner auf waldelbischen Abwegen
Celandril: Als Heilerin hat man bei dieser Reise gut zu tun
geschrieben von Celandril

Es ist schon schlimm mit ihm.Wenn es wieder in wärmere Gefilde geht, wird er ganz bestimmt wieder in seine, schon normalen, langsamen Verhältnisse zurückkehren. Wenn ihn nicht sogar das sommerliche Wetter umhauen wird. Aber so lange es kühl ist und Schnee liegt, sieht man eindeutig am Verhalten, dass er und Carnealda verwandt sind. Das sollte ihm eigentlich peinlich sein. Sein Bruder ist ein Idiot.Aber wann gönnt man sich denn sonst Spaß?Vor allem wenn kleine Jungelben sogar einwilligen zu helfen.Die Stöckchen sind sehr schnell zusammen gesammelt. Freundlicherweise wurde auch nur totes Gestrüpp gewählt.Das ausgesuchte Opfer schläft zum Glück bereits. Zeit dem Jungspund beizubringen, wie man mit Stöckchen und Schnee Spaß haben kann.


Juveniel mustert das Schauspiel und wandert still näher heran, bevor man neugierig verharrt und fragend drein blickt. " Was machen wir jetzt ? Also mit dem Schnee und den Stöcken ? Du sagtest ja , dass das lustig werden würde ?" Fragend wird Kopaka gemustert, dann wieder das Zelt und dann wieder Kopaka. Abwartend, wachsam und fasziniert. Das wird bestimmt unglaublich unterhaltsam. Man hat sogar schon Bäume gefragt, wo man sich niederlassen könnte.


Yondohivre zeigt Juveniel eins seiner seltenen breiten Grinsen und nähert sich dem ausgesuchtem Zelt. Selbst mit schwerer Rüstung macht er keine Geräusche auf dem Schnee. Wenn man sich halt mal Mühe gibt.„Ich zeige es dir.“Hoffentlich reicht das Zuschauen, damit er es lernt. Aber der Kleine ist pfiffig. Vielleicht wird er die Konstruktion sogar noch verbessern? Wer weiß? Junge Gemüter kommen auf die merkwürdigsten, aber teilweise Besten Ideen, wenn man sie lässt.Yondohivre macht sich daran die Äste auf dem Zelt zu balancieren. Zu Anfang eine wackelige Angelegenheit. Aber dafür ist der blasse Elb geduldig genug. Nach ein paar Minuten des Bastelns kann Juveniel so etwas wie eine Art Vogelnest sehen, dass erstaunlich gut über dem Zelteingang hängt. Nur ein paar wenige dicke Äste befestigen die Konstruktion und trotzen Wind und Wetter. Ein Ast sorgt wohl dafür, dass das Nest auseinander fällt, wenn die Zeltplane am Eingang fortgeschoben wird.Nun kommt der interessante Teil. So viel Schnee in das Vogelnest reinrieseln lassen, damit es nicht zusammenbricht und man trotzdem seinen Spaß haben kann. Was bringen einige Flocken, wenn man eine Lawine haben möchte?Aber jahrelange Erfahrung mit einem idiotischen Bruder als Testobjekt haben ihn gelehrt, wie man bauen muss, damit das Nest genug tragen kann.Yondohrive tritt einige Schritte zurück und zwinkert Juveniel zu.„Konntest du dir das merken?“Wenn nicht werden wohl Trockenübungen von Nöten sein. Aber die Falle steht und man muss nur noch warten. Oder Rufen.



Juveniel starrt konzentriert und aufmerksam auf das , was Kopaka da tut. Dann wird das Grinsen Stück für Stück weiter und er kichert leise. Das wird so lustig ! Also grinst man nur noch weiter und fixiert das Gebilde, bevor man Kopaka zunickt und murmelt :" Das habe ich verstanden. Aber wenn man wie eine Schräge noch mehr anbaut? Also so , meine ich ... ? " Vorsichtig werden weitere Zweige hinter dem Nest aufgebaut, ordentlich balancierend. So entsteht eine kleine Rampe, könnte man sagen, von der aus noch mehr Schnee nachrutschen kann. Fragend wird Kopaka angesehen ,ob das so in Ordnung ist.


Yondohivre grinst natürlich breit und nickt.Natürlich ist das in Ordnung. Jetzt lernt er selbst noch was dazu. Wäre ja schade in irgendwelchen alten Ritualen stecken zu bleiben, wenn es so schöne neue Möglichkeiten gibt. Selbst wenn es nur ein Streich ist.„Das muss ich mir merken!“Vertraue einem jungen Kopf etwas zu verbessern. Jaja… und wie er das Balancieren der Stöcke gleich hinkriegt. Waldelbenkenntnis gegenüber Stöcken. Ganz bestimmt. Ein natürliches Geschick zum Fallen bauen wäre jetzt auch zu … vorteilhaft.Und verlockend…Bloß nicht dazu hinreißen lassen mehr Blödsinn zu machen, nur weil man jemanden gefunden hat, der genauso viel Spaß hat am herumblödeln wie Carnealda. Er ist ja selbst keine 200 mehr.Trotzdem sieht der blasse Elb grade genau so aus. Ein 200jähriger, der vor Vorfreude grade so still stehen kann. Verdammte temperaturabhängigen Stimmungswechsel!„Wollen wir doch mal sehen, was dein Vorschlag so hergibt.“Vorsichtig wird weiterer Schnee aufgehäuft, wo Juveniels Anbau am Nest hängt.„Noch mehr Vorschläge?“Hoffentlich wacht das ausgesuchte Opfer nicht auf, weil sie sich leise vor dem Zelt unterhalten. Dann sieht man zwar das Ergebnis aus nächster Nähe, steht aber auch in Reichweite. Vor allem bei diesem Opfer ist sich Yondohivre immer noch nicht sicher, ob der Spaß verstanden wird, oder man sehr schnell rennen sollte.Hey! In dem Fall könnte man den Hang runterschlittern!….Yondohivre, du bist keine 200!Ein leichtes Kopfschütteln, um den Blödsinn zu verbreiten und man wartet auf Juveniels Antwort.


Wachsam wird auch jetzt betrachtet, was Kopaka dort tut und dann nickt man zufrieden , da die Konstruktion hält. Für den Moment.... Aber selbst, wenn sie nicht lange halten sollte... wen interessiert das schon, wo es doch nur lang genug halten muss, damit jemand aus dem Zelt kommt. Was es offensichtlich tut, da ja nicht alles in sich zusammenstürzt, sondern eben ausgesprochen entspannt zu halten scheint. Gut, dass die Zeltplanen mit etwas Schnee verkrustet sind, sodass dieser den Stöcken zusätzlichen Halt gibt. Sonst wäre es sicherlich schwieriger. So allerdings.... Ein wölfisches Grinsen erscheint auf den Zügen und er hebt die Schultern. Keine weiteren Ideen von dieser Seite , aber es ist sicherlich sehr unterhaltsam, wenn man aus sicherer Entfernung zusehen kann, was passieren wird. Aus sehr sicherer Entfernung. Also schüttelt man den Kopf und murmelt nur in Kopakas Richtung: " Sollten wir jetzt nicht zusehen, dass wir ein wenig Abstand gewinnen ? Und warten wir dann oder rufen wir ? Oder bringen wir jemanden dazu, zu rufen ? Wenn ich Maeronmorn frage , ruft er bestimmt mal nach ihr. Oder nicht? " Fragend wird Kopaka angesehen. Schließlich wird Maeronmorn niemand zutrauen, dass er sowas tut. Sicherlich nicht. Dafür ist er zu ruhig und zu ernst und zu verdammt wohlerzogen! Das würde er sicherlich nicht einmal tun, wenn man ihm erklärt, dass es vergnüglich ist. Aber rufen ? Warum nicht? Das maacht er bestimmt. Auch wenn man sich von ihm sicherlich sonst keine Hilfe vor einer gewissen , zürnenden Person erhoffen darf. Aber das macht nichts. Es reicht völlig, wenn man es auf Kopaka und ihn abgesehen hat, wo sie doch auch die Übeltäter sein werden. Eindeutig. Also hebt man fragend die Brauen und wartet auf die Antwort des Älteren.



Es scheint ausnahmsweise tatsächlich alles in Ordnung zu sein. Nach dem letzten ...Gespräch wegen Schmerzen und verheimlichen und dergleichen mehr ist das doch wirklich schön, und Maeronmorn nutzt die Zeit im Lager, um an der Kartenskizze weiterzuarbeiten. Immerhin muss ein anderer Pass eingetragen werden als erwartet, und mit all den ...Zwischenfällen bisher ist das doch ein wenig vernachlässigt worden. Was macht Juveniel eigentlich? Er war doch eben noch hier, oder nicht?


Das hält wirklich sehr gut. Zufrieden wird genickt.Und der Kleine hat recht. Es wird Zeit ein sicheres Plätzchen aufzusuchen. Er entfernt sich bereits, als dieser ungemein hervorragende Vorschlag kommt.„Maeronmorn würde rufen?“Yondohívre lächelt milde, was nicht wirklich zu der Schadenfreude passt, die sich grade aufbaut. Weiß Juveniel, was er da grade vorgeschlagen hat?„Perfekt!“Und weiter geht es, weg vom Zelt, zu einer Stelle, wo man zumindest so tun kann, als hätte man die Aussicht genossen, oder Wache geschoben. Das, was man von ihm erwarten würde, wenn man aus einem Zelt tritt. Juveniel sucht sich ganz bestimmt einen Baum! Etwas Anderes gibt es doch gar nicht, wenn man mal bedenkt, wie gerne der Waldelb klettert.„Versteckt euch aber gut, bevor Maeronmorn ruft. Wir wollen ja nicht, dass man uns zusammen sieht und falsche Schlüsse gezogen werden, nicht wahr?“Armer Maeronmorn. Yondohívre kichert in sich hinein und geht zu seinem ausgesuchten Plätzchen.


" Oh, das tut er bestimmt ! Warum auch nicht? Ich meine, es macht ihm sicherlich nichts aus und es wäre ja nicht so, als wenn er wüsste, was es damit auf sich hat. " Gesagt , getan, geht es sofort zu Maeronmorn, neben dem man in die Hocke geht und abwartet, bis er vielleicht grade nicht zu sehr auf die Karte fixiert ist. Es ist ja nicht so, als wenn er Hemmungen dem Stück Kunst gegenüber hätte, aber Maeronmorn soll sich nicht ärgern. Das wäre sehr schade und das will er nicht und daher wird geduldig gewartet. Lediglich hin und wieder ein leises Zirpen, das nicht nur Gesellschaft ausdrückt, sondern auch den Wunsch, einen Moment beachtet zu werden, gibt der Waldelb von sich ,bevor er wieder verharrt und darauf wartet, dass er eben ausreichend beachtet wird, um seinen Wunsch vorzubringen. Dass er danach sehr schnell rennen wird.... nun, das steht außer Frage. Wobei .... es geht vielleicht auch anders. Wenn man Maeronmorn zum Rufen bekommt. Das sollte zu schaffen sein ! Eindeutig !


Maeronmorn bemerkt Juveniel recht schnell, und dass er irgendetwas möchte ist ziemlich eindeutig. So wird spätestens nach dem leisen und beinahe ungewohnt unaufdringlichen Geräusch aufgeblickt, und die Zeichenarbeit in Sicherheit gebracht. Oder weggeräumt. Das klingt viel besser. Es ist ja nicht so, als müsste man direkt alles an empfindlichem Material vor dem Silvan retten, nur passiert es eben selten, dass dieser einfach nur wegen einer Frage nach Aufmerksamkeit verlangt. Und zumeist würde Papier und Pergament dabei nicht nur stören sondern eben Schaden nehmen, und das muss ja nicht sein. Nachdem also alles rasch zusammengeräumt ist, wird Juveniel fragend angesehen.Was der junge Elb mit Yondohívre geplant und vorbereitet hat - das kann ja nun niemand ahnen. Und wer würde bei Juveniel schon mit Hinterlist rechnen?


Yondohivres ausgesuchte Stelle ist gut. Ein guter Blick auf das Tal, auf das Zelt und auf Maeronmorns improvisierte Studierstube.So oft sieht man das auch nicht, wie Juveniel nach Aufmerksam fragt. Schließlich sind die Beiden meist unterwegs, den Weg auskundschaften. Zirpen… Kurz hat der blasse Elb ein Bild von einem Hundewelpen vor sich, der sanft mit der Pfote sein Herrchen anstößt, um ihn wissen zu lassen, dass er spielen möchte.Ein leichtes Kopfschütteln vertreibt das Bild jedoch schnell wieder.Juveniel ist vielleicht noch ein Welpe, aber so über den Kleinen zu denken ist nicht nur respektlos, sondern wird ihm noch eine Schelte von Wethrinvar einhandeln, falls es ihm herausrutschen sollte.Und bei allem was ihm lieb ist, der Schelte wird er nicht entkommen können, noch sie mit Gleichgültigkeit ignorieren können.Ein klein wenig Erleichterung verspürt der blasse Elb schon, als Juveniel nicht nur die Aufmerksamkeit des Schwarzhaarigen bekommt, sondern Maeronmorn sogar alles wegpackt.Es wäre wirklich mehr als ärgerlich, wenn etwas bei einem Scherz kaputt geht. Vor allem wenn es so eine teure und zeitaufwendige Beschäftigung ist, wie sich Maeronmorn ausgesucht hat.Yondohivre spitzt die Ohren. Es wäre schon wichtig zu wissen, was Juveniel dem Noldo erzählt. Wenn er schon die erste Welle abbekommt, sollte man ihm zumindest mit gebürtiger „Unwissenheit“ begegnen können.



Da wird er auch schon beachtet und weil das genau das ist, was er erreichen wollte, lächelt er schief und entschuldigend und blickt Maeronmorn fragend an. " Sag einmal , Maeronmorn, würdest du für mich einmal nach Celandril rufen? Bitte ? Ich möchte zu gern wissen, ob sie darauf eher reagiert, als wenn ich ohne Not nach ihr rufen würde. " Fragend wird der Noldo angesehen. Das ist ja nun auch keine Lüge. Interessant wäre es wirklich. Und dass Celandrils Zelteingang nun ein wenig .....präpariert worden ist.... naja, Wethrinvar hätte Kopaka und ihn kommentarlos in der nächsten Schneewehe ersticken lassen oder sie kopfüber an einen Felszacken gehängt.... Bei Celandril weiß man immerhin nicht, was sie machen wird. Vielleicht..... aber nur vielleicht.... nimmt sie es ja sogar mit Humor. Vielleicht auch nicht. Dann wird man ohnehin Ärger bekommen, aber denn lässt man sicherlich niemanden an Maeronmorn austoben. Einfach daneben sitzen oder hocken bleiben und abwarten, was passiert. Aber fürs Erste auch Maeronmorn anstrahlen, weil man eine Bitte hat und er sie doch nicht abschlagen soll. Tut er es doch... naja, dann ruft man eben selbst. Aber das wird sich dann zeigen. Fürs Erste einfach abwarten, ob Maeronmorn sich dazu bereit erklärt oder nicht. Schließlich kann man beim besten Willen nicht wirklich lügen und sollte er fragen ,wozu... hm.... da müsste man sich noch etwas zurechtlegen. Aber wäre ja nicht so, als wenn man nicht auch in Gesprächen mit anderen ab und an ein wenig drumherum gemusst hätte. Das klappte bisher nur bei Vater nicht und der ist noch auf seinem Rundgang ums Lager und wird daher nicht sofort da sein. Oder er hockt grade irgendwo auf einem Baum und sieht sich alles an und lacht dreckig , weil er weiß, was das für einen Ärger geben könnte. Wer weiß? Aber Ärger hat Juveniel ja noch nie davon abgehalten, etwas Interessantes auszuprobieren. Also lächeln und fragend drein blicken und den Kopf sachte zu einer Seite legen und von unten herauf blicken.



Nach Celandril rufen? Warum das denn? Die Heilerin hat sich schon vor einiger Zeit in das etwas entfernt stehende Zelt zurückgezogen, und was sie dort tut kann ja nun niemand wissen... aber es ist anzunehmen, dass auch an dieser Stelle ein wenig Schlaf nachgeholt werden muss. Und wenn Juveniel etwas braucht, ohne direkt einen Notfall andeuten zu wollen, dann ist es wirklich einfacher, wenn jemand anders ruft. Sonst nimmt sie sicherlich an, es wäre etwas geschehen....also warum nicht. Maeronmorn lächelt kurz zu Juveniel. Das ist weniger aufwendig als erwartet, und daher wird tatsächlich ruhig, aber deutlich hörbar nach Celandril gerufen. Dass daran irgendetwas nicht in Ordnung sein könnte, kommt Maeronmorn offenbar gar nicht in den Sinn.


Wethrinvar würde sie im nächsten Schneehaufen ersticken lassen? Yondohivre hätte ihm auffordernd zugenickt, dass er es mal versuchen sollte, würde er etwas von diesen Gedanken wissen. Aber weder weiß er was von diesem recht amüsanten Gedankenspiel, noch wo der Waldelb steckt und sie eventuell bereits auslacht.Dafür hört er aber klar und deutlich, wie nach Celandril gerufen wird. Also hinschauen, ob besagte Dame überhaupt reagiert.Juveniel sollte dafür sorgen, dass er Land gewinnt. Maeronmorn und Juveniel zusammen, da ist klar, wer auf diese Idee gekommen hätte sein können.Maeronmorn alleine, ist da eine ganz andere Sache.Gelbgrüne Augen können nicht ganz den Schalk und die Vorfreude verbergen, als der weißhaarige zumindest versucht, ernst zu schauen.


Nun..... das war einfach ! Juveniel grinst breit und dankbar Maeronmorn an. Vielleicht auch ein winziges Bisschen unheilverkündend. Und dann flötet er einen Dank , drückt Maeronmorn die Schulter kurz und freundlich und schießt regelrecht den nächsten Baum empor. Das geschieht mit der üblichen Leichtigkeit und dem Gedanken, dass es vielleicht doch das Klügste wäre, außer Reichweite zu bleiben, solange Maeronmorn keine Schwierigkeiten bekommt. Dann natürlich müsste man sofort und mit Schwung hinunter, um ihm zu Hilfe zu eilen.... Allerdings... er blinzelt verdutzt. Auf dem Baum gegenüber hat es sich jemand anders ziemlich bequem gemacht und mustert ihn mit einem trägen und unheilverkündenden Lächeln. Mist, verdammter ! Wer kann denn auch ahnen, dass der alte Sa.... nicht weiterdenken. Erstens ist es Vater und zweitens hat er immer den Eindruck, dass der ihm alles , was er denkt, von der Nasenspitze ablesen kann.... also bloß nicht in diese Richtung denken.
http://hdro-schattenklingen.de/

Noldor: the Deep Elves, the second host of the Eldar on the westward journey from Cuiviénen, led by Finwë. The name meant "the Wise" (but wise in the sense of possessing knowledge, not in the sense of possessing sagacity, sound judgement).

J.R.R. Tolkien. The Silmarillion

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Celandril
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Re: Schneegestöber

Ungelesener Beitragvon Celandril » Dienstag 7. Februar 2017, 23:27

Celandril nimmt einige Papiere zusammen. Gerade erst aufgewacht, gerade erst die Haare nach oben gesteckt und wieder vollständig angezogen , hört sie den Kartenzeichner nach ihr rufen. Da ist nicht unpraktisch, denn er wird mit einiger Wahrscheinlichkeit übrige bunte Tintenstücke haben, und diese wären für den ..privaten Schriftverkehr sehr hübsch. Es bietet sich also gerade durch das Rufen - es wird wohl kaum eine Verletzung sein, sonst wäre nicht rufen angebracht, sondern schnelles herbeiholen, und für sich selbst nimmt Maeronmorn ja unsinnigerweise ohnehin keine Hilfe an - nun, es bietet sich ein Gespräch an. Etwas Dekoration auf die beschriebenen Blätter zu bringen wird Spaß machen, und warum sollte man sie nicht direkt mitnehmen? Eine Frage, die gleich darauf durch eine erstaunlich große Menge an Schnee und eine noch erstaunlichere Menge schmaler und verzweigter Ästchen beantwortet wird. Was das ist steht völlig außer Frage, denn solche Dinge vergisst man eben auch nach ein paar hundert Jahren nicht, und im Grunde genommen könnte Celandril einfach alles abschütteln, abstreifen und darüber lachen. Der Aufbruch eilt ja noch nicht, und die kleinen Zweige und deren Bruchstücke aus dem nun feuchten Haar zu bekommen wird nicht weiter schwer sein. Aber andererseits sind - gewisse Leute - schon mit unglaublich viel durchgekommen inzwischen, und das muss ja nicht die ganze Reise über so weitergehen. Also wird nicht gelacht, und nur das nötigste an Schnee und Ästen abgestreift. Zornig auszusehen ist nicht besonders schwer, wenn die Elbe darüber nachdenkt, dass durchaus auch wichtigeres als die Erstschrift eines privaten Briefes ruiniert worden sein könnte, und so, genau so geht Celandril in Richtung der rufenden Stimme. Wenn gehen das richtige Wort ist - wer in die grünen Augen sieht, wird sich möglicherweise wundern, dass der Schnee vor ihr nicht wegschmilzt.
"Es sieht fast aus, als wärt Ihr jetzt in Schwierigkeiten. Ihr habt offensichtlich nichts sinnvolles zu tun. Ich dagegen habe nicht die Zeit dafür, wieder in Ordnung zu bringen was durch solchen Unsinn ruiniert ist. Ihr seht also, dass Ihr mir helfen werdet. Ziemlich einfach, nicht wahr?"
Das Papier in den Händen der Elbe hat bereits deutlich an Stabilität verloren, und an einigen Stellen sieht man Tinte verschwimmen.

Maeronmorn sieht nun erst Juveniel nach, der so überraschend schnell verschwindet - und dann doch sehr verblüfft zu der Heilerin hoch. Schwierigkeiten? Die sonst so penibel geordnete Frisur wirkt ebenso mitgenommen wie die Papiere - was bitte ist denn da passiert? Vollkommene Ahnungslosigkeit ist gerade wirklich mit nichts anderem zu verwechseln.



Der Junge kann vielleicht klettern! Yondohívre ist sich sicher, dass ein Eichhörnchen vor Neid erblasst wäre. Aber was viel wichtiger ist: Maeronmorn ruft. Es dauert nur wenige Augenblicke, die jedoch eine halbe Ewigkeit brauchen, bis die Zeltplane weggeschoben wird und das Nest, samt Schnee, auf eine wundervolle, anscheinend frisch gerichtete, Frisur fällt. Ein breites Grinsen zeichnet sich auf dem Gesicht des blassen Elben ab. Er hütet sich davor zu lachen, bis die Reaktion der Elbin sicher ist.Ja. Maeronmorn ist in Schwierigkeiten, aber das war Juveniels Idee. Der kleine Funke Mitleid und irgendwelche Schuldgefühle sind somit auch schnell wieder erstickt. Eigentlich könnte das Maeronmorns tadelloses Bild etwas verschönern. Niemand erwartet einen Streich von ihm. Umso überraschender ist es, dass er grade tatsächlich Ärger bekommt und… es ist wirklich schwer bei dem ahnungslosen Blick des Noldo nicht laut zu lachen. Trotzdem…Celandril sieht wirklich wütend aus…Yondohivre grinst zwar immer noch breit, beobachtet nun aber etwas wachsamer das heranwachsende Unwetter, dass gleich auf Maeronmorn einbricht. Dieser Schwarzhaarige kann die Rüge bestimmt gebrauchen, aber ein wenig Verantwortung kann man immer übernehmen, sobald es zu schlimm werden sollte. Aber bis jetzt überwiegt die Schadenfreude. Ganz eindeutig.


Juveniel muss grinsen, als er sie herauskommen sieht und es ganz genauso wird, wie Kopaka das gesagt hatte. Allerdings verschwindet das Grinsen, als er sieht, wie Maeronmorn Ärger zu bekommen beginnt. Also macht er , dass er den Baum genauso geschwind wieder hinunter kommt. Es wäre ohnehin sinnlos, das zu leugnen, denn Wethrinvar ist zwar niemand, der einen guten Streich nicht zu schätzen wüsste, aber jemanden, selbst wenn es Maeronmorn ist, der nichts damit zu tun hat, dann den Ärger einstecken zu lassen, würde nicht geduldet werden und Juveniel weiß, dass jedes Unwetter , dass von Celandrils Seite kommen kann, nicht ansatzweise so unangenehm wird, wie die Enttäuschung im Blick des Älteren, wenn er ihn darauf hinweist, dass man nicht andere den Kopf für einen hinhalten lässt. Also nur ein kurzer Blick zu Wethrinvar, der in aller Ruhe nach unten schaut und dann wieder hinauf und eine Braue hebt, als wolle er fragen, was er nun zu tun gedenkt. Verdammte Erziehung! Verdammte Schuldgefühle! Verdammte Celandril , die nicht einfach davon ausgehen kann, dass ausgerechnet Maeronmorn etwas dafür können würde. Also runter von dem Baum und gen der Beiden getrabt, wobei er schon aus einem Stück Entfernung behutsam meint :
" Celandril ? Dafür konnte Maeronmorn nichts. Wirklich nicht! " Man muss ja nicht gleich Schuld eingestehen, auch wenn das hier wahrscheinlich genauso gut oder eher schlecht ist, aber sicherlich nicht Maeronmorn die Sache ausbaden lassen, der ja nun wirklich nichts dafür kann. Und man kann ja nicht ahnen, dass sie..... was auch immer das mal gewesen ist, mit sich nach draussen bringen würde. Wer , außer Maeornmorn, würde denn bitte Papier mit nach draussen in den Schnee bringen?!



Dass Maeronmorn dafür nichts kann, das ist ziemlich leicht zu erkennen. Dafür ist es zuviel an Überraschung, und auch wenn er kein Wort sagt, sondern auf die Worte hin nur schnell aufsteht, ist das noch lange kein Grund, eine effektive Methode ungenutzt zu lassen. Mit der freien Hand nimmt Celandril etwas schmales aus einer Tasche an der Kleidung, und sieht Maeronmorn dabei auffordernd an. Und dann ist das wilde Kind auch schon da, und der auffordernde Blick wird ihm zugewandt. Natürlich hat dieser Noldo, kaum zu glauben, dass er so viel älter ist als sie selbst, damit nichts zu tun. Und natürlich könnte man den Jungen nun anschreien, wie verantwortungslos es ist, das Vertrauen einer anderen Person - ständig, nicht nur für solchen ungefährlichen Unsinn - auszubeuten. Und damit vermutlich für einige Augenblicke Einsicht erreichen, bis zum nächsten mal eben.
"Juveniel, wie schön. Dann muss ich nicht extra noch nach dir rufen."
Ohne den Blick von dem jungen Waldelben zu nehmen, reicht Celandril den gerade hervorgeholten schmalen Kamm an Maeronmorn. Aus einer leicht schimmernden Art von Knochen geschnitten, ist das wohl keine elbische Arbeit, obwohl die schlichten Muster durchaus schön eingeschliffen sind. Die Worte sind zwar direkt zu Juveniel gesprochen, aber wohl kaum an ihn gerichtet.
"Ich werde bestimmt nicht ohne Notwendigkeit weiterreisen, als wäre ich eben durch totes Gebüsch gekrochen, also solltet Ihr Euch Mühe geben, alles an Splittern und Stückchen herauszubekommen."

Die Pause nach diesem ...Hinweis wird Maeronmorn nicht unterbrechen, auch wenn der Kamm, den man in die Hand bekommen hat, irritiert und deutlich ablehnend gemustert wird. Was ist da bloß...irgendetwas hat Juveniel angestellt, und ihn irgendwie mit hineingezogen - nicht absichtlich? Oder doch? Aber nun ist es wohl nicht zu ändern, und ob der Noldo dazu eine Meinung hat, gut oder schlecht, ist in den rasch auf den Boden gerichteten Augen nicht zu erkennen. Celandril sieht ja ohnehin zu Juveniel, und ob dieser den viel zu kurzen Funken an Verletztheit bemerkt hat, wer kann das schon wissen?



Ist es nicht schön, wenn man einen Streich spielt und jemand anders den Ärger bekommt? Das nennt man gelungen.Der Weißhaarige kommt nicht davon weg kurz zu seufzen. Natürlich versucht Juveniel die Schuld von Maeronmorn zu nehmen und spielt damit Celandril genau in die Hände, wenn er richtig gehört hat.Kopfschütteln begleitet den Gedanken. So kann man sich den Spaß auch nehmen. Nicht das Yondohivre das Grinsen beendet hätte. Er verfolgt weiterhin das Dilemma, dass sich die Beiden zweifelsohne grade selbst schaufeln. Noch ein klein wenig, bevor man einschreitet. Vielleicht hat Maeronmorn ja seine eigenen Methoden, um sich herauszuwinden. Obwohl… wahrscheinlich endet das jetzt gleich doch in Missverständlichkeiten. So wie immer. Noch ein klein wenig bis Celandril ausgeteilt hat. Ihren Blick will er ja schon noch sehen…


Juveniel für seinen Teil tut das, was er eben tut, wenn ihn jemand damit konfrontiert, dass er Unfug getrieben hat : Den Kopf heben, den Blick erwidern und es hinnehmen. Was er allerdings nicht hinnehmen möchte, ist, dass nun Maeronmorn etwas tun soll, nur weil er , im Grunde, nichts falsch gemacht hat.... Also schüttelt er nur rasch den Kopf und erklärt in einem Unterton , der durchaus leisen Ärger verrät: " Es ist nicht im Geringsten gerecht, dass Ihr Euch nun Maeronmorn vornehmt, nur weil er etwas für mich getan hat, ohne zu wissen, was das bringt! Vor allen Dingen, weil Ihr sehr gut wisst, dass er das nicht war und keine Schuld trägt ! Was soll das? Wäre ja nicht so, als wenn es ihm oder Euch gefallen würde. Das ist meine Schuld und dafür sollte ich grade stehen und sicherlich nicht Maeronmorn. Das hat er nicht verdient, wo er so garnicht gemacht hat, außer mir eben einen Gefallen zu tun. "
Es wird nicht aufgestampft. Das tut man nicht, wenn man sich ernsthaft unterhalten will. Auch wenn ihm grade sehr danach wäre... Stattdessen wird Celandril angefunkelt. Es war ein Scherz und dafür nun Maeronmorn zu bestrafen ist nicht rechtens. Ganz simpel. Der hat weder drüber gelacht, noch hat er auch nur ansatzweise gewusst, was es damit auf sich hat. Abgesehen davon hat der Blick grade durchaus Beachtung gefunden und tut weitaus mehr weh, als es Schelte oder Strafe von Seiten der Heilerin tun würden. So wird sich denn auch ziemlich kompromisslos dazwischen geschoben, auch wenn das sicherlich keinen eventuellen Blickkontakt unterbrechen kann, weil sie dafür einfach nur über seinen Schopf hinwegschauen müsste, was Maeronmorn ebenso leicht möglich ist. Aber es ist immerhin deutliches Zeichen, dass das nicht gewünscht ist. Was auch immer das bringen mag.
"Wenn Ihr die Zweige wieder loswerden wollt, dann mache ich das, schließlich ist es auch mein Verdienst, dass sie dort gelandet sind! Was ist schließlich Strafe daran, wenn es nicht den trifft, der die Verantwortung trägt ? Ich wollte etwas ausprobieren , was mir vorher beschrieben worden ist und Ihr habt Euch eher angeboten als andere Mitreisende. Dass Ihr ausgerechnet mit einem Haufen Papier aus dem Zelt kommen musstet, konnte ja keiner ahnen. Auch wenn es mir Leid tut, dass es nass geworden ist, weil das keine Absicht war. "
Verärgert wirbeln die Hände nun durch die Luft und unterstreichen die Worte nur noch in Gesten, die sonst munter, momentan allerdings abgehackt und scharf wirken. Es geht schließlich nicht an, dass Maeronmorn so schaut. Das wird eindeutig noch ein Nachspiel haben, aber das wird er aushalten müssen. Sicherlich muss aber nun nicht Maeronmorn noch mehr einstecken, als das hier grade eindeutig schon war. Definitiv nicht ! Und auch , wenn man sich dazu durchringen muss, wird eine Hand nach hinten gestreckt und ein sachter Blick über die Schulter geworfen. " Würdest du mir bitte den Kamm geben, damit ich das machen kann ? Dich trifft schließlich keine Schuld und es tut mir Leid, dass du das abbekommen hast, Maeronmorn. " Das klingt ernst und ehrlich und vor allen Dingen bittend. Allerdings ist auch ziemlich eindeutig, dass er nicht vorhat, daneben zu stehen oder sich abstellen zu lassen, damit Celandril irgendwelche "Erziehungsmaßnahmen" vornehmen kann. Wäre ja nicht so, als wenn sie die Erste wäre, die es damit versuchen würde. Juveniel versteht das Prinzip durchaus. Wirkt nur nicht. Hat es noch nie. Im Zweifelsfalle stachelt es auf. Aber gut. Das kann ja Celandril noch nicht wissen ...


Maeronmorn scheint sich nicht ganz sicher zu sein, welches Verhalten nun angemessen wäre. Einerseits wurde deutlich gesagt, was die Heilerin erwartet, andererseits hat Juveniel irgendwo ja recht - was kann er da nun bitte dafür? Aber abwarten, und wirklich ...schlimm... ist das ja nicht...nur sehr...seltsam. Und dieser Gedanke ist vermutlich wieder etwas, das ...andere nur als prüde verlachen würden.

Dass man einfach über den kleinen Silvan hinwegsehen könnte stimmt wohl. Celandril sieht allerdings weiterhin zu ihm, auch nach dem Positionswechsel.
"Vornehmen - interessante Wortwahl. Was mir gefällt ist wohl nichts, mit dem du dich sonderlich auskennen würdest, nicht wahr? Aber wie recht du hast - dass nicht nur Haar und Kleidung in gewisse Mitleidenschaft gezogen werden, konnte niemand wissen. Genauso wenig wie irgendwer wissen konnte, ob ich irgendetwas anderes dabei haben würde. Das hier ist nur Papier, und ich bin sicher, dein Freund wird dir welches geben können, damit du das neu schreibst."
Celandril lächelt kurz, als Juveniel so vehement versucht, alles an Konsequenzen von Maeronmorn fernzuhalten. Den Impuls, den Jungen auf die Nase zu stubsen, drängt sie jedoch sofort zurück. Der Ärger und -kann man das Beschützerinstinkt nennen? - ist zwar belustigend, aber das Ziel ist schließlich ein anderes.
"Was du vielleicht für eine lustige Idee hältst, kann leicht zu etwas anderem führen, wenn andere ohne nachzudenken folgen. Wir hatten, soweit ich weiß, vor kurzem schon eine Unterhaltung darüber, die offensichtlich nicht sehr tief vorgedrungen ist. Und natürlich sollte eine Strafe effektiv sein. Was bringt es denn, dich eine Art von Arbeit tun zu lassen, die du ohnehin jeden Tag freiwillig möchtest? "


Yondohívre kann derweil nicht mehr.Das erste leise Lachen ertönt, als Juveniel aussieht, als würde er gerne mit den Füßen aufstampfen. Wenn Jungelben verärgert sind. Einfach wunderbar!Als würde Celandril sich nur Maeronmorn vornehmen. Sie nimmt sich hauptsächlich Juveniel vor. Sieht man das nicht? Der schwarzhaarige Elb dient da wohl nur als Mittel zum Zweck.Wieder ein leises Lachen. Wobei es auch gut sein kann, dass man Maeronmorn auch eine auswischen möchte.Die Beiden machen es ihr zu leicht.Aber Juveniel hat Recht. Das sie ausgerechnet mit irgendwelchen Schriftstücken heraus kommt konnte man nicht ahnen. Es ist zwar schade, aber bestimmt nichts, dass man nicht beheben kann. Carnéalda sagte immer, dass er eine schöne Schrift hat, also ist das wirklich eine Kleinigkeit, dass wieder hinzukriegen und… bei allem was ihm lieb und teuer ist, Juveniel regt sich viel zu sehr auf.Es war wirklich eine lustige Idee und er amüsiert sich köstlich, aber er sollte nun wirklich seinen Teil der Schelte abholen. Und den Ausdruck auf… bitte was? Kürzlich eine Unterhaltung und Strafe?Da sind sie hin, die Schuldgefühle, werden von amüsierter Interesse ersetzt und Yondohívre setzt den Fuß wieder ab, den er schon zum entgegengehen angesetzt hatte. Das scheint doch nochmal spannend zu werden.


" Wenn ich mich mit dem auskennen wollte, was Ihr als angenehm empfindet, würde ich Euch auch in der Regel einfach danach fragen... Aber Maeornmorn hat nichts getan, was Strafe verdienen würde, also bleibt mir wohl grade nichts anderes über. Wäre nicht so, als wenn ich in Euren Haaren hantieren wollte.... "
Er schnauft leise und klingt ausgesprochen.... nun... regelrecht angefressen bei der Vorstellung. Und dann mustert er sie mit einem Ausdruck in den Augen, der eine ziemliche Irritation und dann eine andere Art von Ärger verrät.
" Ich habe es einmal gesagt und weil mein Vater Euch schätzt, sage ich es genau noch ein einziges Mal , Celandril : Wenn ich jemanden dazu auffordere, mit mir von einem Baum zu springen, dann sicherlich nicht, weil ich mir nicht sicher wäre, dass es nicht funktioniert. Und es wäre nicht so, als wenn man sich bei einem Sprung ins Wasser nicht auch hin und wieder einen Zeh stoßen könnte.... Als wenn ich jemanden zu etwas auffordern würde, was einfach nur gefährlich und töricht ist.... ich weiß durchaus , welches Risiko ich eingehen kann und darf und welches unverantwortlich wäre. Maeronmorn war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr und bei einem Streich mit einer Zeltplane ist auch niemand in Gefahr und alles Wichtige, was wir dabei haben ,ist ohnehin stabil genug, um ein wenig Schnee auszuhalten... Fragt Kopaka! Der ist schließlich verantwortungsbewusst genug, auf solche Risiken, die mir in meiner so kindischen Art offensichtlich Eurer Meinung nach entgehen, zu achten und sie einzuschätzen!"
--Ups.... .das sollte nun nicht gesagt werden. Aber er ärgert sich und es ist ja durchaus richtig. Sie haben darüber gesprochen und er war besorgt, dass etwas sein könnte. Er war besorgt. Nicht Kopaka! Aber wer würde ihm das schon glauben ? Also das Kinn recken, einen entschuldigenden Blick in Richtung des Hellhaarigen vermeiden, weil das die Sache auch nicht mehr besser machen würde und er ohnehin schon mit das Schlimmste aufgebrummt bekommen hat, was er von ihr bekommen kann : Schreibarbeit ... als könnte sie riechen, wie sehr er so etwas hasst. Trotzdem schnappt er die durchweichten Blätter mit einem ärgerlichen Laut aus ihrer Hand und mustert kurz die verschwommenen Worte. Kann sie ja gern sehen ,was sie davon hat, wenn er ihr das neuschreiben soll. Hat man sicherlich vorher schon nicht lesen können, aber jetzt ? !


- Lasst es gut sein - so schlimm ist es nicht - das bringt ohnehin nichts - ich entscheide selbst welches Risiko in diesem Vertrauen steckt - nicht streiten Hrávalaco - Ja, eigentlich gibt es genug, das jetzt gesagt werden könnte. Und eigentlich ist ja auch gar nichts passiert?!
Und dieser Brief wäre mit Sicherheit schneller fertig, genauso wie das Haar schneller fertig wäre, wenn diese Frau das andersherum verteilt hätte. Kann man Juveniel nicht einfach zufrieden lassen? Aber etwas hält davon zurück, und dummerweise ist Maeronmorn vollkommen bewusst, was das ist. Wird es irgendwann zuviel Vertrauen sein? Wird es nicht. Natürlich nicht. Juveniel würde nichts tun, das wirklich verletzt. Würde er bestimmt nicht...nicht mit Absicht. Vielleicht sollten sie darüber sprechen. ... Vorerst wird nur nach unten gesehen und der Kamm in den Finger gedreht. Juveniel kann das schließlich sehr gut erklä ---- was hat Kopaka damit zu tun? !
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Celandril
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Re: Schneegestöber

Ungelesener Beitragvon Celandril » Mittwoch 8. Februar 2017, 14:37

Celandril lächelt kurz, als das wütende Wölfchen-Heulen weitergeht. Wo man Juveniel zumindest zugute halten kann, dass er stets bemüht ist, den angerichteten Schaden zu begrenzen, und Unbeteiligte herauszuhalten ...dass sein Freund alles, egal was, einfach hinnimmt ist doch nicht normal. Das ist Verhalten, das nur zu Schwierigkeiten führen wird... nicht nur von der einen Seite.
"Ganz wie du meinst, Juveniel - ich hoffe nur, dir fällt irgendwann auf, wie schnell man sich an Vertrauen gewöhnen kann, und es nicht mehr nur angenommen sondern erwartet wird. Und ich hoffe Euch ist bewusst, oder wird demnächst bewusst, dass es sinnvoll ist selbst nachzudenken statt jemandem blind zu folgen. Ihr dürft anfangen."
Der zweite Teil richtet sich eindeutig an Maeronmorn, der die Worte natürlich hört. Ist ja auch nicht schwer zu verstehen. Aber was weiß diese Elbe schon davon? Sie kann Verletzungen behandeln und all das, schön, das reicht auch. Juveniel schnappt nach dem Papier...das feucht ist. Und festgehalten wird...es gibt nicht einmal ein Geräusch, bevor der kleine Silvan zwei halbe Blätter in der Hand hat.

Celandril hebt nur die Augenbrauen kurz an.
" Das war ja wieder so überhaupt nicht vorhersehbar, richtig? Aber Hauptsache, du konntest zerren. Ich hatte nicht vor, dich einen verschwommenen Text abschreiben zu lassen, Junge. Ich sage dir, was darin stehen soll.--sagte ich nicht, Ihr dürft anfangen...?"
Eine leichte Ungeduld ist dabei schon herauszuhören. " Oh, und wenn Kopaka alle Risiken bedacht hat, dann sicher auch, dass ein Feuer nasses Haar schneller trocken werden lässt. Falanyel hat noch genug Holz dabei, und ich bin sicher dass wir in kurzer Zeit etwas Wärme hier haben werden."



Genug gelacht. Er hatte seinen Spaß und man sollte wirklich nicht versuchen sich der Sache zu entziehen. Vor allem wenn Juveniel sein Plappermaul nicht halten kann. Also grinsend zu den Drei hingelaufen.„Verzeiht, aber ein Stapel Papier war nicht in meiner Risikoberechnung drin.“
Celandril wird mit einem entwaffneten Lächeln beachtet. Juveniel und Maeronmorn dafür mit nichts.„Wäret ihr so gütig und lasst Maeronmorn gehen? Er hat wirklich nichts damit zu tun.“
Ein kurzer Seitenblick zu dem ungleichen Paar.„Er wird schon sehen, was er von seinem bedingungslosen Vertrauen hat. Wenn er es nicht schon sieht und beschlossen hat es hinzunehmen.“Dann wieder ein Lächeln zu Celandril. Die Beiden sind immer zusammen unterwegs, streiten sich, versöhnen sich, springen von Bäumen und dazwischen ein Vater der bestimmt auch etwas bei den Beiden zu sagen hat. Das ist geradezu dafür bestimmt irgendwann kräftig in die Hose zu gehen.
Dass Wethrinvar den Noldor mit Leidenschaft am liebsten den nächsten Berg runterwerfen würde, darauf kommt Yondohivre nicht. Es sieht immer noch so aus für ihn, als wolle der Vater Maeronmorn vor gewissen Eigenheiten seines Sohnes warnen, hat aber beschlossen, dass es keinen Zweck hat. Also schreitet er nur bei den ärgsten Problemen, die sich anbahnen könnten ein. Quasi den Sohn vor seinen eigenen Blödheiten abhalten, damit man ihm Schuldgefühle erspart. Maeronmorn ist da offensichtlich kein Schuldträger an Wethrinvars Launen. Ist doch ganz logisch! Er ist ja gut erzogen und will niemanden etwas Böses. Auch wenn er dazu neigt Dinge zu überdenken und dann in völlig falsche Richtungen stolpert.
„Wie sagen die Menschen immer? Bei den Beiden ist Hopfen und Mais verloren. Nicht wahr?“Yondohivre neigt leicht den Kopf, wohl als Entschuldigung angedacht. Aber da er immer noch grinst, tut ihm der Streich selbst nicht Leid. Nur der Schaden am Papier.
„Da es rein meine glorreiche Idee war Juveniel zu zeigen, wie man im Schnee Unfug treibt – und nichts für Ungut Juveniel – ich gesehen hab, wie Juveniels Schrift aussieht, darf ich vorschlagen, dass Juveniel eure Haare richtet und ich den Schaden wieder gut mache? Ich nehme an, dass das Geschriebene am Ende lesbar sein soll.“
Bloß nicht das Feuer erwähnen. Bestimmt übernimmt das jemand, wenn er Celandril nur weiter ablenkt. Auch wenn das schon etwas verdient ist, aber wenn jemand anders das Lagerfeuer wieder neu entfacht, dann ist das doch von Vorteil aller. Schnell sollte das auch gehen. Das Feuer ist ja nur heruntergebrannt.



Juveniel mustert Celandril nur kurz, bevor er etwas von keine Ahnung haben knurrt und dann eindeutig ärgerlich und mit einem Ausdruck , der keinerlei Geduld mehr vermittelt, das Papier mustert. Ebenso wie er die Worte vernimmt, die ihm erklären, sie würde es diktieren. Viel Spaß. Er wird den Kram genau einmal mitschreiben und ob ihr das dann gefällt oder nicht, ist ihre Sache.... Wird schon sehen, was sie davon hat, etwas von ihm zu wollen ,was er noch nie besonders gut konnte oder können wollte.... Aber wenn sie das eben verlangt , hat sie jedes Recht dazu und dementsprechend wird nur leicht genickt und er antwortet knapp, aber deutlich :
" Sicher, wenn es behagt.... Aber Maeronmorn muss Eure Haare nicht machen. Er hat immernoch nichts damit zu tun! Soll er meinetwegen ein Feuer machen, aber ihn zu strafen ist nichts , was er verdient hat, also hört gefälligst auf damit !" Das wird nicht laut , aber scharf hervorgebracht und Juveniel wirkt auch durchaus nicht, als würde er einfach daneben stehen, selbst wenn Maeronmorn nun gehorsam vortreten würde. Und dann kommt Kopaka hinzu und nimmt einen Teil der Schuld, sogar einen ziemlich großen, auf sich , wofür man ihm wirklich dankbar ist, auch wenn weder Nicken noch Blick in seine Richtung gehen. Zu sehr wird darauf geachtet, dass Maeronmorn sich jetzt bloß nicht von der Stelle rührt, es sei denn, um das Feuer neu anzufachen. Das wäre legitim, weil es weder Strafe noch unnütz ist. Und außerdem gibt Kopaka ja auch noch Recht, was das angeht. Nur von den eigentlichen Umständen scheint er keine Ahnung zu haben, aber ihn darauf hinzuweisen... nun, das dürfte ziemlich überflüssig sein. Also wird geschwiegen und ärgerlich geschaut. Langsam ist der ohnehin kurze Geduldsfaden Juveniels ziemlich offensichtlich an seinem Ende angelangt. Aber dass Kopaka dann auch noch so nett ist, anzubieten zu schreiben.... eigentlich zu schön um wahr zu sein. Aber wahrscheinlich wird das abgelehnt. Ziemlich sicher sogar. Aber wie schon gedacht: Wird sie sehen ,was sie davon hat, wenn sie darauf beharrt, dass es ausgerechnet Juveniel für sie schreibt. Aber vielleicht bekommt man wirklich Maeronmorn aus dem Schneider , womit das wichtigste Ziel erfüllt sein würde.



Inzwischen ist es wirklich schwer, nicht zu lachen. Dass Juveniel wohl kaum etwas weniger gern tun wird, als den Brief neu zu schreiben, ist so unbeschreiblich offensichtlich, und ebenso offensichtlich kommt es ihm im Moment noch gar nicht in den Sinn, dass das Absicht sein könnte. Oder dass der Elbe das letztendliche Aussehen dieses Schriftstücks vollkommen unwichtig ist, und dass der Kartenzeichner nur deshalb das feine Werkzeug aus Elfenbein in die Finger gedrückt bekommen hat, um das 'kaum etwas' abzudecken ... aber das sollte ja auch genau so sein, wenn es irgendeinen Effekt haben soll. Und Kopaka will Juveniel angestiftet haben? Wer soll das denn bitte glauben? Aber gut, wo er ja darauf besteht... Also kein Lachen oder Lächeln, egal wie verlockend es ist, sondern nur knappes Nicken, und die Hand wieder ausgestreckt, nach dem Kamm, so wie es aussieht. "Alles umsonst meint Ihr? Gut möglich, dass Ihr damit recht habt. Schade darum, es wird wohl kaum gut ausgehen können. Juveniel wird schreiben, Maeronmorn wird ihm geben was dafür gebraucht wird, Ihr könnt Feuer machen. Ich denke, das ist die beste Verteilung. Ich werde mit Sicherheit mit dem Auskämmen ohnehin am ehesten fertig sein."

Maeronmorn scheint daraufhin den Kamm gar nicht schnell genug loswerden zu können. Einfach nur Papier und Schreibzeug zu holen klingt wesentlich besser, und auch wenn Feuer anfachen genauso akzeptiert worden wäre, ist das ja nun irgendwo wirklich nicht sein Problem, oder? Oder doch? Natürlich wäre es möglich, für Juveniel zu schreiben. Und der Impuls, darauf auch hinzuweisen ist fast reflexartig vorhanden ... aber warum hat der kleine Silvan ihn überhaupt mit in diese Sache --- nicht darüber nachdenken. Maeronmorn wendet sich um, ohne noch etwas dazu zu sagen.



Das Grinsen verschwindet gar nicht, so wie man vermuten würde. Yondohívre schließt kurz die Augen, weiterhin lächelnd, wohl sein Los verfluchend, aber doch ergeben genug, um der ‚Bitte‘ nachzugehen.Juveniel bekommt sogar einen Blick, der wohl sagen soll ‚Das gehört dazu, Junge. Beschwer dich nicht zu sehr.‘ Ob das aber auch so rüberkommt? Wer weiß. An Maeronmorn wird aber nur ein kurzer Blick verschwendet. Kein Lächeln, kein Lachen? Dafür, dass er grade aus dem größten Schneider geredet wurde, zeigt er sich nicht grade erfreut. Dann versucht man halt Celandril mit einem Blick zu vermitteln, dass er beim nächsten Mal wohl eher Maeronmorn seinem Schicksal überlässt. Hätte er das mal gleich so gemacht. Aber Juveniel hat ein Plappermaul! Wie überaus… herausfordernd… Aber jetzt wo er mal jemanden einen Streich gespielt hat, wird er nicht mehr so schnell den Unwissenden mimen können. Schade. Wirklich schade. Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend.Aber es ist schon mies, dass man so überhaupt nicht darauf eingeht, was man so vorschlägt, aber ein Feuer ist ja zum Glück schnell gemacht.„Schade um das Papier… wirklich schade.“Nach dem Blick zu urteilen meint der weißhaarige Elb nicht die durchweichten Blätter, sondern wohl die, die in seinen Augen, gleich von Juveniel verunstaltet, wenn nicht sogar geschändet werden.Wer etwas nicht leiden kann, wird wohl nicht mit Sorgfalt damit umgehen.„Wenn hier gleich etwas abbrennt, bin ich nicht schuld! Es ist eine Weile her, seit ich Feuer machen musste.“Und mit den Worten - ob die wirklich so scherzhaft gemeint waren, ist fraglich bei dem Tonfall, den der Elb anschlägt - macht er sich auf, diesen erwähnten Holzbündel aufs Feuer zu befördern.Im Gegensatz zu seinen Worten macht Yondohívre aber seine Sache recht gut. Weder zu langsam, noch zu schnell, wie jemand der etwas schnell hinter sich bringen möchte, schürt er das Feuer erneut, bis es fröhlich vor sich hinknistert und der Elb immer noch lächelt, als würde er jeden Einzelnen hier am liebsten in eine Schneewehe tunken.Anstatt aber nachzuschauen, wie sich Juveniel oder Maeronmorn schlagen, verschwindet er kurz. Es dauert jedoch nicht lange, bis er wiederkommt, Haare mit einer feinen Schneeschicht bedeckt und immer noch gedanklich Schneebälle werfend. Aber es war ja verdient und er hat es hinter sich.Also neugierig zu den Anderen laufen und sich um den Stand der Strafen erkunden.„Wie läuft die Papierverunstaltung?“Und weil es ja doch mal gefragt werden muss, warum sich Celandril nicht erweichen lässt, bei so etwas Harmlosen, wie Schnee auf den Kopf zu bekommen:„Warum bekommt Juveniel die größere Strafe?“


Immerhin ist Maeronmorn von der Strafe mehr oder minder befreit. Das ist doch das, was man erreichen wollte. Also knurrt Juveniel leise und nickt dann einfach, während dem Älteren ein besorgter Blick nachgeworfen wird. Er sagt nichts. Überhaupts nichts.... das kann nicht gut sein. Da stimmt etwas nicht. Ob Maeronmorn wegen der Strafe ärgerlich ist.... oder ist er wütend, weil .... ? Oh ! Er ist bestimmt wütend, weil man ihn mit hinein gezogen hat. Also kauert man sich wortlos hin und mustert Celandril fragend und ausdruckslos. Soll sie ihren Text sagen, damit man mitschreiben kann und dann kann man sich um Maeronmorn bekümmern und sich entschuldigen und solche Dinge eben. Sobald sie diktiert,wird man kommentarlos und eben so gut als möglich, mit dem von Maeronmorn beschafften Material schreiben, wenn man es gereicht bekommt. Allerdings sieht er nicht allzu erfreut aus. Was nicht am Schreiben liegt, sondern eher darum, dass er mit Maeronmorn reden möchte, der allerdings ja grade nicht wirklich aufschaut und beim Schreiben ist es ohnehin unpraktisch. Aber gelohnt hat es sich schon ein wenig.... irgendwie..... aber andererseits.... es ist Maeronmorn und ihm gefällt etwas nicht, also ist es nicht in Ordnung und nicht erträglich und er möchte am Liebsten herankrabbeln und entschuldigende Töne von sich geben. Kann man aber nicht. Also muss er eben erst schreiben und dann um Verzeihung betteln.


Die nassen und ...nun, ästchendurchzogenen Haare zu öffnen geht schnell wie immer. Die langen Holznadeln sammelt Celandril in einer ihrer Taschen, und schon währenddessen beginnt sie, den Text für Juveniel zu diktieren. Was die meiste Zeit über klingt wie ein recht nüchterner Reisebericht, ist trotz des faktenlastigen Stils schnell als Brief an ihren Gefährten zu erkennen, und dementsprechend freundlich, aber offen formuliert.Die Heilerin findet es offenbar keineswegs unangebracht, ihre Meinung zu dem "Versuch einer Freundschaft über so viele Grenzen wie man sich nur vorstellen kann" , oder zu Wethrinvars Art, die Gruppe zu führen, die "wohl den meisten als mehr Glück als Verstand erscheinen würde" jedem der zuhören möchte bekannt werden zu lassen. Dass sie ein gutes Ende für Juveniel und Maeronmorn nur sieht, wenn es mehr Kompromisse gibt, und nicht einer alles aufgeben muss.Dass Wethrinvar ab und an eine Art von Misstrauen und unterdrückter Wut zeigt, die manchen ihrer neuen Verwandten in Lindon kaum nachsteht.Dass sie vielleicht mit Rianriel und Talindir gereist wäre, wenn sich irgendwer die Mühe gemacht hätte, zu fragen, statt unhöflicherweise einfach zu verschwinden. Dass die alte Fürstin so sehr an Brennil Lothiel erinnert in ihrem zurückhaltenden Auftreten, dass sie manchmal in Gedanken den Namen verwechselt.Wie nett es ist, mit den großen Menschen des Gebirges zu sprechen und zu reisen, und wie schön es ist, mit Rhawfaloth zu sprechen. Dass sie trotz allem bald angekommen sein werden, und dass Wethrinvar es lustigerweise trotz allem geschafft hat, sie aus den meisten Schwierigkeiten herauszuhalten.In dieser Weise geht es noch eine Weile weiter, Ästchen fallen auf den Boden, während knielanges schwarzes Haar allmählich wieder ordentlich aussieht. Celandril lässt dabei durchaus mehr Zeit, als sie selbst zum schreiben benötigen würde. Ob das allerdings für Juveniel ausreicht um unterbrechungsfrei mitzuschreiben....

Maeronmorn hat derweil die Kartenskizze wieder vor sich liegen, und noch einige Bögen Papier, die Juveniel vermutlich nicht brauchen wird, und auf die nun Zwischennotizen geschrieben werden. Was denn bitte auch sonst?Aber vielleicht sieht der Silvan noch auf. Vorhin ja nicht, und selbst dann nicht, als Papier und Schreibzeug gegeben wurde...wie bekommt man die Aufmerksamkeit einer Person, ohne dass es der anderen auffällt? Wieder einmal etwas, das noch nie notwendig war, noch nie versucht wurde.Was die Frau da von sich gibt, ist ja teilweise auch völliger Blödsinn, aber könnte Juveniel nicht bitte kurz schauen... solange Celandril nicht schaut, sondern hinter den Haaren versteckt ist? Und dann ist Kopaka zurück, und fragt. Papierverunstaltung. Ach.Maeronmorn sieht noch einmal zu Celandril - kein Sichtkontakt. "Es ist alles gut und fast fertig nehme ich an."
Schnell wird Papier hochgenommen, und wieder neben der Karte abgelegt. Wo Zwischennotizen ja auch hingehören. Nicht wahr?



Juveniel beißt die Zähne zusammen und schreibt mit. So rasch, dass er sich fragt, ob sie überhaupt weiß, wie wenig davon nachher lesbar sein wird . Aber nun gut. Wenn sie nicht langsam spricht, dann wird man sich eben alle Mühe geben, so gut als möglich mitzukommen. Alle Worte werden vorhanden sein. Alle in der richtigen Reihenfolge. Aber nun.... es ist kein schöner Anblick , wie er sich eingestehen muss, als sie endet und er mit zusammengezogenen Brauen das mustert, was er vor sich hat. Es sieht grauenhaft aus ! Wirklich.... Aber sie wollte ja unbedingt, dass er schreibt. Was macht Maeronmorn eigentlich die ganze Zeit neben ihm ? Das ist eine Karte, aber er legt doch sonst keine kleinen , losen Blätter daneben, oder ? Jetzt , wo man fertig ist, wird ein neugieriger Blick hinüber geworfen und dann verblüfft die Stirn gerunzelt. Hat er etwa .... ? Hat er .... Verblüfft wird Maeronmorn ein Blick zugeworfen, vielleicht sogar dankbar, aber dann schüttelt er leicht den Kopf und mustert prüfend das, was er selbst geschrieben hat. Das ist nicht schön, aber es ist seins und er war bereit, die Strafe auszusitzen. Also wird er das eben tun. Auch wenn es peinlich sein dürfte. Aber mit Mühe ist es wohl lesbar. Wird sie mit leben müssen. Also reicht er mit einem gemurmelten Dank das Schreibwerkzeug an Maeronmorn zurück und hält Celandril mit ausdrucksloser Miene den Brief hin. Soll sie sehen, was sie damit macht. Man ist währenddessen schon damit befasst sich zu Maeronmorn umzuwenden und diesen schief anzulächeln. Den Arm dabei gen Celandril zu strecken ist zwar nicht unbedingt angenehm, aber das macht nichts. Schließlich scheint man es ihm ja nicht zu übel zu nehmen, wenn man sogar sowas für ihn tun wollte. Trotzdem wird der Kopf leicht zur Seite gelegt und er grinst leicht und formt ein "Danke " mit den Lippen, wenn auch kaum ein Ton zu hören ist.
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Re: Schneegestöber

Ungelesener Beitragvon Celandril » Freitag 10. Februar 2017, 21:12

"Was meint Ihr damit, Kopaka? So schlimm wird es nicht gewesen sein, wo es ja nur Schreibarbeit war. Und so schrecklich ist gar nicht."
Celandril nimmt entgegen, was ihr gegeben wird, und lacht leise. "Trotzdem hätte ich gern beide Versionen, bitte. Ihr seid wirklich hoffnungslos verloren, und es wird mit soviel Sicherheit nicht gutgehen... Auch tiefe Freundschaft hält nicht alles aus, aber das ist offensichtlich eine Erfahrung, die Ihr selbst machen müsst."


Yondohivre legt den Kopf schief und macht sich nichts draus offensichtlich dem Inhalt des Briefes zuhörend. Wenn sie ihn hier laut diktiert, darf man ja doch zuhören. Und selbst wenn nicht, hätte man ihn drauf hinweisen sollen. Als würde er dann nicht zuhören.Celandril kennt wirklich keine Gnade bei der Geschwindigkeit. Juveniel scheint sich wirklich abzumühen. Ein paar mal sieht es auch so aus, als würde der Stift jeden Moment zerbrechen. Was wohl nur aus dem einem Grund nicht passiert, dass es nicht sein Stift ist. Maernmorns Versuche Aufmerksamkeit bei dem Jüngeren zu erhalten wird eher nur am Rande wahrgenommen. Dafür verzieht der Weißhaarige einfach zu sehr das Gesicht, als der Brief fertig ist und er einen Blick auf diese Verunstaltung werfen kann.Was meint ihr, fragt sie auch noch. Das sieht danach aus als hätte Cugu versucht zu schreiben!„Ich schlage vor, ihr legt das den Gehlehrten auf den Tisch zum übersetzen. Die werden Jahre dafür brauchen, wenn man sie glauben lässt, dass es sich um eine Geheimbotschaft handelt.“Man könnte meinen, dass Yondohivre den Vorschlag todernst meint, während sämtliches Mitleid dem Papier gewidmet ist. Vielleicht ist das etwas übertrieben, aber an der Schrift muss man etwas tun!Dann schweigt Yondohivre wieder. Celandril hat ja mehrere Themen angeschnitten die aufstoßen können. Davon sollte man nicht ablenken. Vor allem wenn man Feuer machen musste.´

Celandrils ...Behauptung wird übergangen. Könnte man sagen, wenn der kurze Blick nicht wäre, der so selten ist, so ungewohnt, dass es schon viele, Bekannte, Freunde, Feinde, überrascht hat. Was bildet sich diese Dame eigentlich ein? Maeronmorn steht nicht auf, sondern reicht nur das beschriebene Papier nach oben. Feine Linien, ebenmäßig als hätte jemand eine Form dafür verwendet, und der ganze Unsinn hat in kleinen Buchstaben nicht einmal ganze zwei Seiten gebraucht. "Ganz wie Ihr wollt. Ich dachte, ich könnte es als Andenken behalten daran, dass nicht alles an Jugend immer die richtigen Antworten auf Fragen findet, die nie gestellt worden sind, aber sicher wisst Ihr über die Gedanken anderer Leute ganz genau Bescheid, hen nîn. Aber bitte." Dann ist man die Zettel auch schon los, und kann sich zu Juveniel umwenden. Und lächeln. Selbst wenn das vorhin schlimm gewesen wäre - natürlich war es das nicht, alle Erinnerungen an Verrat von ... Freunden in solcher Weise sind lange her, alles ist lange her, Nin-in-Eilph ist lange nicht mehr bewohnt, die hochmütigen Städte sind längst schon gefallen, und niemand würde seither auf die Idee kommen solche Vergleiche überhaupt---- selbst wenn es vorhin schlimm gewesen wäre, das was die Heilerin andeutet ist Unsinn. Vollkommener Unsinn, und schon allein deshalb wird Maeronmorn jetzt nicht auf irgendetwas bestehen. Warum auch? Es ist alles in Ordnung, und Kopaka kümmert sich immer noch verantwortungsvoll um alles das, was Wethrinvar nicht beachtet, und niemand muss sich SOrgen machen oder Gedanken und überhaupt ist lächeln gut.


Maeronmorn hat das wirklich gut hinbekommen. Aber das ist nicht verwunderlich. Schließlich ist es etwas, das Maeronmorn kann und Juveniel eben nicht. Allerdings kümmert er sich nicht weiter um Kopakas Worte. Soll der ruhig reden. Wäre ja nicht so, als wenn es Juveniel kümmern würde, was Andere von seinem Schriftbild halten. Es gibt soviele wichtigere Dinge im Leben, warum sollt er sich also damit aufhalten, sauber zu schreiben? Dementsprechend bekommt Celandril auch nur einen eisigen Blick, als sie so daherredet und eine Beschimpfung , die ziemlich sicher verständlich und ziemlich sicher auch sehr unhöflich ist, da sie mit Dienstleistungen für Warge zu tun hat, bevor er ihr den Rücken zuwendet. Eine Strafe mag schön und gut sein, aber sich in anderleuts Angelegenheiten zu mischen, als hätte sie jedes Recht dazu, das darf sich auch eine gebeutelte Heilerin nicht erlauben, ohne eine unfreundliche und ausfallende Antwort zu bekommen. Dann allerdings kann er sich nach vorne lehnen, ohne sie noch weiter zu beachten und Maeronmorn sachte mustern, bevor er in weitaus sanftmütigerem Tonfall erklärt: " Es tut mir Leid, dass ich dich gebeten habe, zu rufen. Das war nicht gerecht, nachdem ich dir nicht ganz gesagt habe, was das bezwecken sollte. Entschuldige bitte, Maeronmorn. Das mache ich nicht wieder. Versprochen !" Soll Celandril doch brabeln und soll Kopaka doch gucken. Wen interessiert das denn bitte, wo er sich doch entschuldigen muss, weil er etwas wirklich Falsches getan hat und das ausgerechnet bei Maeronmorn ! Da ist die Entschuldigung mehr als wichtig und die Hoffnung, dass sie angenommen wird noch ganz nebenher.


Also hat der Noldokämpfer tatsächlich alles mitgeschrieben, ohne einen anderen Anlass zu haben als zu wissen, dass der kleine Silvan das weder gern noch gut tun möchte. Und da besteht er darauf, älter zu sein und mehr Erfahrung zu haben? Die Anrede, die Sidaneth stets so sicher ungehalten werden ließ, bewirkt bei Celandril nur ein sanftes Lächeln. Recht zu haben in so privaten Angelegenheiten ist selten etwas, das von anderen gerne gesehen wird. Die Elbe sieht von dem Papier hoch, erst zu Kopaka, dann zu Juveniel...leises Kichern ist schon bei dem Vorschlag des weißhaarigen Elben kaum mehr zu unterdrücken, aber was Juveniel sagt bringt dann doch jede Zurückhaltung zum Einsturz. Ein wildes Kind, allerdings... Und auch hier ist sehr offensichtlich keine Einmischung, so sinnvoll es auch wäre, erwünscht. Nun, das macht nichts, es ist nicht das erste mal, dass Hilfe abgelehnt wurde und wird gewiss nicht das letzte mal gewesen sein. Und wer weiß? Vielleicht funktioniert es ja doch. Rasch ist das Papier zusammengefaltet und weggesteckt, das Haar hochgedreht und mit den Holznadeln fixiert."Das ist eine lustige Idee mit der Geheimbotschaft, vielleicht eine Übung für einen Lehrling. Wenn man weiß dass es Tengwar sind ist es eigentlich ganz passabel zu erkennen."Das mag zwar daran liegen, dass Celandril weiß, was dort zu stehen hat, aber sie ist jetzt eindeutig nicht mehr verärgert. Stattdessen wird mit einem leicht amüsierten Blick beobachtet, wie Juveniel sich entschuldigt. Und wie sofort jeder Hochmut und jede Anspannung aus Maeronmorns Blick verschwindet, und leise, freundliche Worte als Antwort darauf gemurmelt werden, als wären überhaupt keine anderen Personen anwesend. Zwar kennt Celandril solchen ... Mangel an Privatsphäre zu Genüge, denn ein gewachsenes Flet in Lothlorien bietet nunmal weniger undurchdringliche Wände und Decken als ein steinernes Haus aus dem Westen, aber für diesen Elben aus Bruchtal ist es ungewöhnlich. Aber wie es ja scheint, ist diese Entwicklung bisher entweder nicht aufgefallen, oder sie ist gewünscht. Die Heilerin hebt die Schultern kurz an, eine unauffällige Bewegung, die wohl nur halb bewusst stattfindet, und lächelt wieder."Wisst Ihr, Kopaka... Äste mit Blättern hätten mehr gehalten. Aber Ihr musstet auf die Gefühle der lebenden Bäume achten, nicht wahr?"


Yondohivre unterdrückt den Drang die Augen zu verdrehen. Ein kleiner Scherz und schon entschuldigt man sich, als hätte man einen schwerwiegenden Verrat begangen. Das die sich auch immer aufstacheln müssen! Celandril ist da keine Ausnahme. Aber zumindest ist er, dank ihr, nicht der Einzige der sich amüsiert.Was stimmt mit den beiden nicht? Erst einen Blick aufsetzen, der Billwisse zum Weinen bringt und dann wieder sich gegenseitig bekümmern als wären sie die einzigen hier. Und das alles nur, weil man einen Streich spielt? Das war früher einfacher!Auf der anderen Seite hatte man da keine verrückten Waldelbenkinder und melancholisch veranlagte Jungspunde in der näheren Umgebung.„Die Idee ist nicht von mir, wenn jemand nachfragt.“Ha! Da geht sie doch tatsächlich auf den Vorschlag ein! Eine Reihe an Unsinn kommt da in den Sinn, wenn man eine Heilerin auf der Seite hat, aber vielleicht ist es besser, dass erstmal sein zu lassen. Gut, dass Celandril die Gedanken von neuen möglichen Streichen unterbricht. Er ist schließlich nicht Carnealda und eigentlich der viel verantwortungsvollere der beiden. Einer muss es ja sein.„Natürlich hätten belaubte Zweige besser gehalten. Aber leider gibt es nur Nadelbäume in der unmittelbaren Umgebung. Die Gefühle der Bäume habe ich eher weniger beachtet. Eher respektiere ich den Glauben einiger Mitreisenden.“Mhhh… wenn sie jetzt herausfinden wollte, ob das wirklich auf seinen Mist gewachsen ist, dann hat sie wohl jetzt ihre Bestätigung.„Vielleicht wollte ich mir aber auch nicht stundenlang erklären lassen, was der Baum davon hält, wenn ich ihm einen kleinen Ast abbreche. Auf der anderen Seite wäre ich schon daran interessiert, was ein Baum so erzählt, wenn ein Reh die Rinde abfrisst. Oder ein Specht in seinem Inneren nach Insekten sucht und dafür Löcher in den Stamm treibt.“Wieder eine kurze Pause, als Yondohivre damit anfängt den Gedanken weiter zu spinnen. Gegen Ende sollte eigentlich klar sein, dass er nicht wirklich eine Antwort erwartet. Eher erwartet er irgendwelche merkwürdige Kommentare, die sämtliche Bäume zu verteidigen versuchen. Zumindest schaut der blasse Elb in dieser Erwartung Juveniel an.„Oder ob man einem Baum erklären kann, warum man ihn jetzt fällen muss. Man kann ja nicht immer totes Holz benutzen.Und wenn doch müsstet ihr euch doch auch bei jedem Grashalm entschuldigen, der unter den Füßen zerknickt oder von euren Pferden gefressen wird. Wenn eine große Eiche Gefühle hat, dann warum nicht auch ein kleiner Grashalm, der zu seinen Füßen wächst?….Ich kling wie mein Bruder… Aber versteht ihr worauf ich hinaus möchte?“


Juveniel verdreht nur die Augen, als die beiden so reden, als wäre seine Schrift etwas Lustiges. Bitte. Sollen sie sich darüber amüsieren. Viel wichtiger ist doch, dass Maeronmorn ihm das nicht übel nimmt. Im Wald wäre ein Scherz ein Scherz und man müsste nur damit rechnen, dass einem selbst eben auch einer gespielt wird, aber hier .... Noldor sind seltsame Kreaturen, aber er mag Maeronmorn eben und kann nichts daran ändern. Außerdem würde er ihn wahrscheinlich auch nicht so mögen, wenn er nicht genauso wäre, wie er eben ist. Aber dazu gehört eben ein sehr verletzter Gesichtsausdruck bei etwas, das eigentlich nicht verletzend gemeint war und anderswo Alltag sein könnte. Passiert. Er wird es sich merken und es im Sinn behalten, damit er diesen Fehler nicht wieder macht. Irgendwann. Allerdings muss man grade erst einmal diese beiden ignorieren, die sich mehr oder minder lustig machen. Aber das funktioniert. Er hat Übung darin, Leute ab und an zu ignorieren. DAS kann er , verdammt nochmal! Aber es ist garnicht einfach, wenn sie immer weiter spinnen und als Kopaka beginnt, über Bäume zu sinnieren , genügt es und Juveniel wirft Maeronmorn einen sehr entschuldigenden Blick zu, bevor er den Kopf gen Kopaka wendet. " Es ist sehr nett, dass du so etwas respektierst , Kopaka. Aber Bäume wissen, dass Rehe von ihnen nehmen, wenn der Winter zu hart ist und sie sind sogar dankbar dafür, dass der Specht ihnen die Schädlinge wegnimmt, die unter der Rinde jucken und nagen. Warum sollten sie darüber klagen. Ein wenig Rinde zu verlieren, tut auch keinem von ihnen weh, wenn ein Reh frisst und wenn es ihnen doch schadet, dann sind sie vielleicht ohnehin zu klein und schwach, um im Wald je groß zu werden. Aber nun ja, ich erwarte nicht, dass man das versteht, wenn man sie nicht hört. Wobei ich nicht weiß, warum das so ist, dass ihr das nicht mitbekommt, wo sie doch immer da sind..... " Er hebt leicht die Schultern und obwohl er durchaus begriffen hat, dass Kopaka nicht auf eine Antwort wartet, die ernst gemeint ist, gibt er doch eben eine solche. Schließlich will man auch ab und an zeigen, dass man sich durchaus beherrschen kann. Ein wenig... " Man muss keine Bäume fällen. Das ist ganz einfach . Man kann sie dazu bringen, einem Holz für einen Bogen oder Pfeile zu überlassen und man kann sie dazu bringen, in der Form zu wachsen, die man benötigt, wenn man einen Flet oder Unterschlupf haben möchte. Warum sollte ich sie da fällen. Die Boote sind , wenn wir welche fertigen, nicht aus Planken , sondern aus gehärteter Rinde oder Leder und leichten Streben gefertigt. Das ist nichts, wofür man einen Baum abschlagen müsste. Aber wenn sie alt sind und wissen, dass sie bald sterben, haben sie tatsächlich nichts dagegen, wenn man sie fällt und ihr Holz nimmt, um damit etwas zu tun. Sie mögen es nicht besonders, aber sie haben eben auch nichts dagegen, da das der Lauf der Dinge ist. Aber zum Feuer entfachen oder dergleichen kann man ausschließlich totes Holz verwenden. Trockenes Moos, Dung, altes Gras. Es gibt so viele Dinge, die nicht darüber klagen, weil sie nicht mehr leben. Und warum ich mich nicht bei Gras entschuldige ? Weil ich nicht so darauf trete, dass es bricht.... es richtet sich nach kurzer Zeit wieder auf, wenn man nicht trampelt wie ein Ork. Warum sollte ich also eine Entschuldigung dafür aussprechen, dass ich ihm nichts tue, was nicht auch jedes Tier oder ein Windstoß mit ihm anstellt ? Das ist eine seltsame Frage, Kopaka. Wirklich. Also ich meine, das weiß man doch, dass drüber gehen oder hindurchreiten die Grashalme nicht umbringt. Und wenn ein Pferd sie isst? Nun, ich esse auch Fleisch und Pflanzen. Ich entschuldige mich nicht, aber ich besitze den Anstand, mich bei ihnen dafür zu bedanken, dass sie mir als Nahrung dienen. Tut man das bei euch nicht? Ich meine, das ist doch normal , dass man sich dafür bedankt, dass man etwas bekommen hat. Rehe bedanken sich doch auch bei Bäumen, wenn sie Rinde fressen und das Pferd ist dankbar , dass das Gras es nährt. Und ein Falke, dass die Maus eben für ihn als Speise dient und solche Dinge eben. " Verwirrt wird zwischen Kopaka und Celandril hin und her geblickt. Haben die von so etwas Grundlegendem wirklich keine Ahnung? Wahrscheinlich ist es gut, dass er grade nicht zu Maeronmorn schaut. Eventuell. Aber auf diesen Gedanken kommt der Silvan ohnehin nicht.


Ja, eindeutig war Kopaka mit dabei. Sehr eindeutig... aber nun auch nicht mehr so wichtig. Die unnachgiebige Reaktion hat ja nun mal so gar nichts gebracht, und jetzt fragt der kälteliebende Elb in so unnachahmlich noldorischer Weise nach den Bäumen, dass Celandril schon wieder fast kichern muss. Woran liegt es nur, dass die Sicht auf die Welt gerade von dieser Seite aus so oft so ... eingegrenzt wirkt?Das ist ja so --oh. Juveniel antwortet darauf, und er antwortet gut, um einiges besser als erwartet."Glauben klingt etwas unwirklich, so wie Ihr es ausdrückt. Es klingt nach etwas, das nicht wahr ist... Aber Wethrinvars Kind ist gut unterwiesen worden, um Euch so antworten zu können. Vielleicht sogar von den Bäumen selbst - es ist schwer, einen Teil der Musik hören zu wollen, wenn es eben so nicht sein soll, und dann so viel leichter, das was andere hören als unglaubwürdig anzusehen. Eine Entschuldigung, oder ein Dank, das muss nicht mit viel Aufwand geschehen, es braucht keine Zeremonie. Man fühlt es, und es ist in der Musik, und damit ist es für jeden zu erkennen, der zuhören kann. Das ist ein Prinzip, das so einfach ist, dass es vielen der hohen Gelehrten zu kompliziert erscheint."Celandril lächelt und sieht dabei nur beim ersten Satz zu Kopaka, denn auch wenn Juveniel gerade nicht in diese Richtung sieht, oder sehen will, oder einfach nicht daran denkt, ist ja nun Kopaka nicht der einzige mit gewissen - Zweifeln an dieser einfachen, und einfach richtigen Lebensweise. Und wenn Maeronmorn unbedingt daran teilhaben möchte, ist es in jedem Fall besser, manche Dinge schnell zu lernen.



"Vielleicht hätte ich dich einfach einmal fragen sollen..." Das ist so leise gemurmelt, dass vermutlich gerade mal Juveniel die Worte verstehen kann, und das eben nur, weil er so nahe ist.Manchmal könnte man beinahe vergessen, wie umfangreich und verständlich Hrávalaco diese seltsamen Waldelben-Dinge erklären kann, und Maeronmorn hört zu, und sieht zu Juveniel, und schon wieder ist es kaum zu bemerken, dass er sonst so viel kleiner ist. Waldelbenmagie... das könnte ja auch irgendwann gefragt werden. Also, irgendwann. Nicht jetzt, wo so plötzlich alles durcheinander war und genauso plötzlich alles gut und in Ordnung ist, und wieso stimmt Celandril da jetzt eigentlich zu? Aber nicht einmischen. Wenn Juveniel so seltsam größer ist als sonst, kann Maeronmorn einfach zuhören und zusehen und lächeln und abwarten bis der Silvan sich wieder zu ihm umwendet.


Yondohívre hört sich die Erklärung milde amüsiert, aber interessiert an. Er würde sich nicht darüber lustig machen, selbst, wenn er jetzt den größten Blödsinn hören würde. Dafür ist Juveniels Erläuterung über „grundlegende Dinge“ zu enthusiastisch und zu überzeugt.Dann will man schon den Redefluss des Kleinen unterbrechen und dann gibt Celandril ihm auch noch Recht. Himmel! Das wollte er doch gar nicht bezwecken! Wird er jetzt doch tatsächlich von zwei Seiten belehrt, über Dinge, wo er keine Belehrung nötig hat? Ernsthaft?!„Juveniel! Juveniel. Weder zweifle ich daran, dass ihr Silvan in der Lage seit die Sprache der Bäume zu hören, noch bin ich völlig undankbar, gegenüber dem was mir gegeben wird. Ich habe genug gesehen, um zu wissen, dass man nicht alles sehen oder hören muss, um daran zu glauben. Ob es nun wahr ist, oder eben nicht.Ich wollte dich nur necken. Das daraus gleich eine, überraschend gute Erklärung, wird, habe ich nicht geahnt. Aber das ist besser als diese unendliche Suche nach Vergebung, wenn ihr euch gegenseitig auf die Füße tretet. Seid ihr beide Freunde, oder Krieger, die bei der kleinsten Kleinigkeit einen Verrat fürchten?“Kopaka lässt die beschwichtigten gehoben Hände wieder sinken und schaut sogar kurz die Beiden streng an.„Eure Freundschaft sollte solche Kleinigkeiten, wie einen Streich überstehen. Da ist es nicht nötig, dass man gleich auf die Knie geht und das Betteln anfängt.“Der strenge Blick weicht einem milderen, wenn auch immer noch etwas genervten Blick. Aber die Drei waren jetzt schon so lange mit ihm unterwegs, um zu erkennen, dass da nichts Nachtragendes oder Genervtes in der Luft hängt, sondern dass das einfach nur sein normaler, wenn auch etwas sanfterer, Gesichtsausdruck ist. Zumindest sollten sie das erkennen.„Genug der Belehrungen. Weil ihr mich Feuer schüren habt lassen, biete ich nicht an, irgendwann mal Eiskristalle oder Schneeflocken für euch zu zeichnen.“Celandril wird dabei mit einem gnadenlosen Seitenblick bedacht, der nur durch ein leichtes Lächeln abgeschwächt wird.
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Celandril
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Re: Schneegestöber

Ungelesener Beitragvon Celandril » Montag 13. Februar 2017, 09:04

Es ist erstaunlich, dass ausgerechnet Celandril es besser zu verstehen scheint als Kopaka, aber widersprechen wird man ihr sicherlich nicht. Es stimmt schließlich. Und ja, er ist gut unterwiesen worden. Man hat sich alle Mühe gegeben, ihm das, was stets wichtiger als lesen, schreiben oder dergleichen war, beizubringen. Erleichterung macht sich breit, als auch Kopaka beinahe sofort feststellt, dass das ja verständlich sei . Dann allerdings blickt er ihn verblüfft an und blinzelt zweimal, bevor er antwortet. " Kopaka, bevor ich etwas falsch mache, für das ich mich dann nicht ausreichend entschuldige, sage ich es lieber einmal mehr als einmal weniger. Außerdem sind wir beide offensichtlich sowohl Krieger wie auch mit Sicherheit befreundet... Das Eine schließt das Andere nicht aus und da wir nun wirklich nicht ähnlich aufgewachsen sind, ist es eben leicht, etwas zu tun, wo man nicht damit rechnet, dass es vielleicht falsch ist. Also entschuldige ich mich lieber mehr als weniger. Dann verpasse ich es zumindest nicht, wenn es notwendig ist und es schadet nicht, Reue zu zeigen, wenn man etwas falsch gemacht hat. " Er kraust kurz die Nase, scheint noch mehr sagen zu wollen .... Warum zur Hölle sitzt er eigentlich zwischen drei Leuten ,die ihn alle ansprechen ?! Der Kopf schnappt zu Maeronmorn herum und er hebt neugierig die Brauen. Dann werden nur die Schultern leicht gehoben und wieder sinken gelassen. Maeronmorn hat nicht laut gesprochen, also wird er darauf auch nicht hier und jetzt und vor allen Dingen nicht laut eine Antwort geben. Aber dass er nicht einmal daran gedacht hat, dass da ein Fehler vorliegen könnte, wenn sie einander nicht nach Dingen und Weltsichten fragen, nun das sieht ihm hoffentlich Maeronmorn zumindest an. Schließlich wäre es ja nicht so, als wenn er selbst nicht auch nach Dingen hätte fragen können. Aber darauf sind sie eben Beide offensichtlich nicht gekommen. Passiert. Kann man nachholen. Eindeutig. Also wird ein Mundwinkel in einem schiefen Lächeln hochgezogen, bevor er schon wieder zu Kopaka herumwirbelt, so man im Sitzen denn davon sprechen kann. Immerhin hat Maeronmorn gelächelt, also sollte das keine Schwierigkeit sein und man würde ja sogar Kopakas Worte verbessern, aber wie sagt man Bindung so, dass man es nicht wie ein Halsband und eine Leine versteht? Verwirrt blinzelt er bei dem Gedanken und hält tatsächlich eine Weile den Mund, weil er darüber nachdenken muss, wie man das eigentlich bezeichnen sollte,


Da entgleiten Yondohivre doch tatsächlich die Gesichtszüge, als Lächeln und zusammengezogene Augenbrauen einem ungläubigen Starren Platz machen.„Wie kann man nur so weit am Ziel vorbeischießen...?“Juveniel schweigt, der blasse Elb ebenfalls, aber bevor jemand hineinplappert, fängt er sich wieder, Augenbrauen zusammengezogen und im sachlichen Ton.„Ich sollte Metaphern weglassen, dass scheint immer falsch verstanden zu werden. Es ist schön und gut, dass ihr euch lieber vorher entschuldigt als wenn es zu spät ist, vor allem wenn ihr, wie so schön gesagt wurde, aus erzieherischen Gründen, dazu vorbestimmt seit, euch gegenseitig falsch zu verstehen. Aber bei aller Liebe, Geduld und Einfühlsamkeit die hier in eurer Freundschaft mit einfließt, meint ihr nicht, dass es übertrieben ist sich andauernd zu streiten und wieder zu versöhnen? Ihr wisst doch, dass euer Verständnis der Welt teilweise grundlegend anders ist? Es ist vielleicht für eine Weile amüsant euch zu zusehen, wie ihr versucht zwei verschiedene Tänze zu einem einzigen Tanz zu vereinen, aber wenn ihr jedes mal, wenn ihr euch auf die Füße tretet und dann Angst habt es nochmal zu tun, den Tanz unterbrecht um euch zu entsch.. Ich fang ja schon wieder an!“
Sichtlich unzufrieden mit seiner eigenen Erklärung gibt Yondohivre noch ein ‚Huff‘ von sich und starrt den Schnee vor seinen Füßen an, als wäre der Schuld daran, dass er es nicht so rüberbringen kann, dass jeder es versteht. Es ist doch so offensichtlich?! Oder etwa nicht?



Und wie offensichtlich das ist. So unglaublich offensichtlich, dass man zu Beginn nur lachen und etwas später nur die Hände über die Augen legen kann, und hoffen, dass nicht Worte wie 'das kann doch nicht wahr sein' laut hörbar werden. Was machen diese beiden eigentlich, wenn niemand dabei ist, der da zumindest ein wenig Kontrolle ausübt?! Erstaunlicherweise sind sie ja von den -immer- gemeinsamen Wachschichten jedesmal wohlbehalten zurückgekommen. Das ergibt auf interessante Art überhaupt keinen Sinn, aber das zu fragen... nun, manches sollte vielleicht eher anderswann geprüft werden.Celandril jedenfalls hat eine Hand vor den Mund gehoben und rasch das leise Lachen zu einem Kichern abgeschwächt. Kopaka will also ernsthaft mit ausgerechnet Juveniel diskutieren? Wobei, eigentlich will er das wohl nicht. Und die Bemerkung zu Eiskristallen...ach, das macht ja auch nichts. Diesem...Gespräch zuzuhören dürfte genauso lustig sein, wie Kopaka s Eile mit dem Feuer. Und es kann ja nicht sein, dass nur bestimmte Leute Spaß haben, oder?Und darüber hinaus... wäre es ja nicht einmal uninteressant, was genau Maeronmorn und Juveniel selbst dazu sagen. Es ist ja wirklich ziemlich offensichtlich, wie hier keine Möglichkeit für ein Missverständnis ausgelassen wird.



Kopaka hat das vermutlich anders gemeint. Natürlich gibt es keinen Grund, ständig Verrat zu fürchten! Das macht ja auch keiner. Also wirklich.Maeronmorn lächelt zu Juveniel zurück, die Entschuldigung wäre nun nicht mehr nötig gewesen, aber es ist doch einfach nur nett, und nett gemeint, und da kann doch eigentlich niemand etwas schlechtes daran finden?!Offensichtlich schon. Was haben sich andere da überhaupt einzumischen? Der Blick in die Richtung, in die Hrávalaco sich wendet, wird nun auch nicht mehr ganz so freundlich sein. Sie verlieren schließlich beide nichts dabei, weder Celandril noch Kopaka. Man könnte sich also genauso gut einfach heraushalten. "Warum auch immer das Eure Angelegenheit ist, Kopaka...wenn ich etwas tun sollte, das ich als Spiel kenne, und es Juveniel nicht gefällt, würde ich mich ja auch entschuldigen. Das schadet niemandem und hat wohl kaum mit unterschiedlicher Erziehung zu tun. Eher mit ganz normalem Anstand."Das ist genauso leise gesprochen wie sonst, und genauso ruhig. Das ist eine ganz einfache Sache, und bestimmt wird der weißhaarige Elb das noch verstehen. Die Heilerin hat ja ohnehin nichts besseres zu tun als zu lachen. Warum auch immer.



Kopaka wird nur nachdenklich gemustert. Nicht einmal verärgert. Einfach nur mit einem milde gereizten Gesichtsausdruck ,bevor Juveniel leise und abfällig schnauft und sich dann ein wenig um das Feuerchen herum bewegt, bis er mehr oder minder neben Maeronmorn ist. Dort ist es netter und außerdem muss er nicht ständig den Hals verdrehen. Eindeutig besser ! Was Kopaka sagen will , ist ihm offensichtlich dennoch ein komplettes Rätsel, aber was will man machen ? Es wäre ja nicht so , als wenn es nicht offenkundig wäre, was er sagen möchte. Aber was will Kopaka nun schon wieder sagen ? Der hat doch wirklich keine Ahnung ! Sicher nicht ! Auch Celandril verhält sich wirklich seltsam. Komische alte Leute ! Eindeutig. Also beide einfach nicht mehr weiter beachten, bis sie wieder vernünftig werden. Maeronmorn scheint ja auch seiner Meinung zu sein und gibt sich alle Mühe , das auch deutlich zu machen, wenn man bedenkt, wie sehr er sich immer zurückhält. Also da ist das doch schon sehr deutlich ! Juveniel scheint beruhigt und nickt Maeronmorn bestätigend zu.

Diskutieren will er wirklich nicht. So langsam fragt er sich auch, warum er überhaupt ein Gespräch angefangen hat. War er das überhaupt? Es kann doch wirklich nicht sein, dass man ihn nicht versteht. Warum schauen die Beiden jetzt so? Er hat doch gar nichts Falsches gesagt, oder etwa doch? Celandril kichert ja vor sich hin, also war nichts Beleidigendes dabei.Woran könnte es liegen, dass Beide – Juveniel war ja klar, aber Maernmorn? – nicht verstehen, was er zum Ausdruck bringen möchte? Ausdrucksweise? Anders geht es nicht, ohne unhöflich zu werden. Das ist Carnealda‘s Fachgebiet! Ist es vielleicht doch sein Alter, dass gewisse Dinge einfach… wer weiß… überholt sind? Celandril gibt ja auch nicht von sich, ob sie versteht, was er sagt. Sie lacht nur…„Spreche ich eine, euch unbekannte Sprache, oder wo liegt mein Fehler?“Celandril einfach fragen, auch wenn das Meiste seiner Überlegungen nicht in der Frage enthalten ist. Leicht genervte Jungelben kann man ignorieren. Erst muss man den Denkfehler finden, um ein ordentliches Gespräch daraus zu machen.



"Der Fehler wird wohl kaum in der Sprache liegen. Jemandem, der die Augen fest zudrückt sagt man auch, wenn ein Abgrund vor ihm zu erkennen ist. Die Schwierigkeit ergibt sich, wenn dann steif und fest behauptet wird, es gäbe keinen. Ohne die Augen zu öffnen. Dann ist ein Punkt erreicht, wo niemand außenstehendes mehr etwas für das Ergebnis kann. Und wenn sie es damit zufrieden sein wollen, was wollt Ihr machen? Solche Dinge geschehen eben."Celandril wird nicht erwähnen, woran die von Kopaka bemängelte Situation sie erinnert, denn manche Geschehnisse gehen nunmal niemanden etwas an. Und am Ende wird ohnehin niemand etwas tun können. Wethrinvar vielleicht noch am ehesten, aber selbst das ist fraglich, wo es ja den Eindruck machte, als sei es ihm nicht einmal recht, dass der Kartenzeichner überhaupt bei der Gruppe aufgetaucht war. Was nun nicht heißt, dass es niemand lustig finden darf. Immerhin ist nicht ernsthaft zu befürchten, dass sie sich umbringen werden, weder Maeronmorn und Wethrinvar absichtlich, noch die beiden Freunde sich versehentlich. Was kann also schon passieren? Das Kichern ist zumindest einem belustigten Lächeln gewichen, was ein deutlicher Fortschritt ist.


"Vermutlich einfach der Dialekt des 'was mischt man sich da ein' Gebietes...." Das ist wieder nur sehr leise gemurmelt, während Juveniel näher kommt. Näher ist immer besser, und Maeronmorn wird sich sicher nicht darüber beklagen, wenn der kleine Silvan nun noch etwas Zeit für ihn hat. Sie finden schließlich immer etwas, das man zusammen tun kann. Ein Gespräch mit Kopaka oder Celandril ist ziemlich eindeutig nicht erwünscht. Da können die beiden eigentlich auch direkt anderswo hingehen.




((Was - etwas resigniert vielleicht - auch getan wurde, und damit endet dieser kleine Ausschnitt dann auch ^^ ))
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