Die Geschichte des Thingoren Wonthel

Geschichten aus Tolkiens Welt vom Herrn der Ringe und anderen Werken.
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Thingoren
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Die Geschichte des Thingoren Wonthel

Ungelesener Beitragvon Thingoren » Mittwoch 23. Dezember 2015, 21:05

Immer wieder blickt Drosrak aus dem Fenster, scheinbar in Erwartung auf jemanden. Unruhig geht er auf und ab.
``Beruhig dich Vater, es wird schon nichts schlimmes passiert sein.´´ versucht Gosrak seinen Vater zu beruhigen.
``Ach komm schon Bruder, der ist doch bestimmt durchgefallen. Oder glaubst du wirklich dass er die Gesellenprüfung schafft. Doch kein Mensch.´´entgegnet Gosie.
``Gosie! Ich habe dir schon tausend mal gesagt du sollst nicht so über ihn sprechen. Er gehört schließlich zur Familie!´´ weist Drosrak seinen Sohn erneut zurecht.
``Der und Teil unserer Familie? Niemals! Du bist unser Vater! NUR UNSER VATER!!! Ist ja peinlich was du hier alles für ihn aufgefahren hast!´´ sagt Gosie in lautem Ton, während er mit dem Finger auf die Dekoration im Raum deutet.
``Ich habe es seiner Mutter.....´´ beginnt Drosrak, stoppt dann aber weil er unterbrochen wird....
``Ich habe bestanden!´´ sagt ein knapp 170 Fingerbreiten großer Knabe in traurigem Ton während er eine Rolle Pergament die scheinbar mit zwergischen Runen beschriftet ist hochhält. Ohne jedes weiteres Wort geht er mit leicht gesenktem Kopf an allen Dreien vorbei in sein Zimmer und schließt die Tür hinter sich. Das Thema scheint ihm wohl wie immer nahe zu gehen.
``Ganz toll gemacht, Gosie.´´ fährt Gosrak seinen Bruder an.
``Raus! Raus Gosie!´´ fährt dann auch noch Drosrak seinen Sohn an.
``Tz, der ist dir wohl wichtiger als dein eigener Sohn.´´ entgegnet Gosie bloß, schnappt sich seine Axt und lässt dann die Tür hinter sich in Schloss knallen.
``Das hast du dir selbst zuzuschreiben!´´ kann Drosrak seinem Sohn dann nur noch hinterherrufen.
``Soll ich nicht lieber hinterher gehen, Vater?´´ wendet sich Gosrak fragend an Drosrak.
``Nicht nötig. Dein Bruder mag zwar impulsiv sein, aber er ist nicht dumm, auch wenn er den Ärger wohl anzuziehen scheint.´´
Während Gosrak daraufhin in seinem Zimmer verschwindet, betritt Drosrak dann das Zimmer von Thingoren.
Der Knabe mit den kurzen schwarzen Haaren sitzt auf seinem Bett, einige Tränen scheinen ihm über seine Wangen geflossen zu sein. Er hält ein Bild in seinen Händen, auf dem eine Frau und ein Mann zu sehen sind. Der Mann hat einen Arm um die Frau gelegt die auf ihren Armen ein kleines Baby hält. Die beiden sehen zu ihrem Kind hinab. Sie scheinen eine glückliche Familie zu sein.
Drosrak setzt sich neben ihn, sieht in an und mit leiser Stimme spricht er ,``Schaust du dir mal wieder das Bild an? Ich vermisse sie auch.´´ Dann blickt er zu dem Bild und scheint die folgenden Worte an die beiden Menschen auf den Bild zu richten. ``Ilena, Ulfric ihr wärt so stolz auf euren Sohn.´´
Eine kurze Weile sitzen sie schweigend da.
Dann durchbricht Thingorens leise, leicht zittrige Stimme die Stille. `´Drosrak, warum.....warum hast du.....warum hast du mich eigentlich damals aufgenommen? Und was ist damals passiert? Du hast mir nie erzählt was damals eigentlich passiert ist.´´
Drosrak seufzt leise. ``Ich wusste dass dieser Tag irgendwann kommen würde......Du bist nun fast achtzehn, alt genug es zu erfahren und du hast ein Anrecht darauf zu erfahren was damals passiert ist.´´
Und nach einem kurzen Räuspern und Überlegen beginnt Drosrak dann zu erzählen.
``Also deine Eltern waren ja wie du weißt Kaufleute aus Thal gewesen und meine besten Freunde. Nun eines Tages nachdem sie hervorragende Räumlichkeiten für einen neuen Laden im Breeland gefunden hatten, brachen sie mitsamt ihrer Habseligkeiten auf gen Bree.
Sie hatten sich am Vortag extra von mir verabschiedet weil sie wussten dass ich am Tag ihrer Abreise Wache hatten.
Nun und während meiner Wache habe ich dann einige Grimmhands festnehmen können und als ich dann das Gefängnis gerade verlassen wollte, da hörte ich wie sie zueinander sagten dass sie hoffen würden dass die Anderen bei den beiden Menschen-Händlern mehr Glück haben.
Ich schwöre dir bei Durin, dass ich so schnell es ging meine Ziege sattelte und deinen Eltern hinterher eilte.....´´
``Das glaube ich dir, Drosrak.´´ unterbricht ihn Thingoren.
``.....Nun ich eilte so schnell es ging doch als ich ankam, war es bereits zu spät. Dein Vater schwer blutend am Boden und deine Mutter.....´´ Drosrak versucht gegen die Tränen anzukämpfen doch schafft es nicht und so beginnen sie über seine Wangen zu fließen.
``Sie stießen ihr gerade eine Klinge durch ihre Brust. Ich konnte sie zwar in die Flucht schlagen, aber deine Eltern....für die konnte ich leider nichts mehr tun. Deine Mutter nahm mir dann nur noch das Versprechen ab dass ich für dich sorgen soll.
Das war das mindeste was ich noch tun könnte. Und ich bereue es keinesfalls, denn sie leben in dir weiter. Genau hier!´´ beendet er die Geschichte und bei seinen letzten Worten legt er seine rechte Hand auf seine Brust, genau dort wo sein Herz liegt.
``Du bist ein guter Junge und das Ebenbild deiner Eltern. Und ich meine nicht nur das schwarze Haar deines Vaters und die grünen Augen deiner Mutter. Nein ich meine dass du ein ebenso guter Mensch bist wie sie. Du bist immer für alle anderen da. Ich weiß dass du der Sohn meiner besten Freunde bist, doch irgendwie bist du auch zu meinem dritten Sohn geworden und ich bin sehr stolz auf dich.´´
Daraufhin muss nun auch Thingoren wieder weinen und die beiden Fallen sich in die Arme.
Dann kommt auf einmal Gosrak mit einem Kuchen rein auf dem einige Kerzen brennen. ``Zeit deine bestandene Prüfung zu feiern!´´ sagt Gosrak.
Lächelnd blickt Thingoren zwischen den beiden hin und her, ehe er dann sagen kann, ``Ihr seid die Besten!´´
Und so feierten die drei dann doch noch Thingorens bestandene Gesellenprüfung.

to be continued.....
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Re: Die Geschichte des Thingoren Wonthel

Ungelesener Beitragvon Thingoren » Samstag 26. Dezember 2015, 21:55

Ein Jahr später....

Schwer atmend beugt sich Thingoren nach vorne und stützt sich mit den Händen auf seinen Knien ab.
``Vielen Dank......für deine.......Unterweisung Gosrak.´´
``Nichts zu danken, du musst ja lernen dich zu verteidigen. Tut dir nur selbst einen Gefallen und übe fleißig, denn du hast noch einiges zu lernen. Die Übungen werden dir weiterhelfen.´´
``Mach ich!´´
Plötzlich ertönt ein Ruf hinter den beiden: ``Thingoren, beeil dich sonst reißt dir Nisti noch den Kopf ab.´´
``Bei Durins Bart ist es schon so spät? Gosrak ich räume dies später fort.´´
``Nicht nötig ich.....´´ sagt Gosrak bis er unterbrochen wird.
``......werde es im Kampf gegen Gosie brauchen!´´ vollendet Gosie Gosraks Worte. ``Bruder du schuldest mir noch einen Rückkampf.´´
``Das stimmt und ich werde ihn dir auch gewähren.´´
``Nun dann wünsche ich euch viel Freude bei eurem Kampf. Rasup Gamût.´´
``Werden wir haben!´´ ertönt es von beiden wie aus einem Munde.
Kaum ist Thingoren losgelaufen da hört er hinter sich schon Stahl auf Stahl und ihre Schlachtrufe erklingen.


Später in Thorins Hallen.....

Nisti überreicht Thingoren eine Rolle Pergament. Langsam entrollt Thingoren das Stück Pergament und beginnt die zwergischen Runen zu lesen.
``Ich habe bestanden? Ich habe die Meisterprüfung wirklich bestanden?´´
``Aye, das hast du....´´ mit einem Lächeln auf den Lippen reicht Nisti einen Briefumschlag ``......und zwar mit Bestnoten.´´
Kaum hat er den Briefumschlag in seinen Händen, da umarmt Thingoren Nisti auch schon. ``Vielen Dank Meister. Ohne euch hätte ich das niemals geschafft!´´
``Oh-ho-ho-ho......Du hast es verdient Junge. Warst immer ein guter Schüler!´´ klopft Nisti ihm lobend auf den Rücken. ``Versprech mir nur nie zu vergessen und stets auf dich achtzugeben.´´
``Das werde ich, Meister. Ihr werdet stolz auf mich sein.´´
``Das bin ich schon Jungchen. Deine Arbeit ist der eines Zwergs ebenbürtig. Und nenn mich ruhig Nisti, ich bin nun nicht mehr dein Meister.´´
``Eure Worte ehren mich, Meister. Und verzeiht doch ihr werdet immer mein Meister sein.´´
``Ich bin schon darauf gespannt was einmal aus dir wird.´´ sagt Nisti.
``Ich will eines Tages meinen eigenen Laden eröffnen. Dann werde ich hoffentlich ein ebenso großer Goldschmied und Meister wie ihr.´´
``Das wirst du sicherlich.....eines Tages und ich freue mich bereits auf jenen Tag. Doch nun wird es Zeit. Viel Glück, Thingoren. Möge Aule dir stets den richtigen Weg weisen.´´
``Nochmals vielen Dank, Meister Nisti. Möge Aule euch wohl gesonnen sein und euch schützen. Rasup Gamut.´´
``Rasup Gamut.´´ Die beiden schütteln sich zum Abschied die Hände. Danach gehen die beide ihrer Wege.

Thingoren arbeitet von kommenden Tag an in Gondamon, wo er den Posten des verstorbenen Goldschmieds in der städtischen Goldschmiede übernahm.

to be continued......
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Re: Die Geschichte des Thingoren Wonthel

Ungelesener Beitragvon Thingoren » Sonntag 27. Dezember 2015, 04:51

Sechs Monate später.....

Leise schlichen Thingoren und die Brüder Starkbier durch das Unterholz. Nur kleine Schritte machten sie um keine lauten Geräusche zu machen.
``Dort drüben Bruder!´´ flüsterte Gosie und tippte seinen Bruder auf die Schulter. Sein Finger zeigte auf einen Hirsch mit großem Geweih.
``Gut gemacht Bruder!´´ lobte ihn Gosrak und auch Thingoren war voll des Lobes ``Ja, toll gemacht Gosie.´´
``War doch klar.´´ sprach Gosie aus und lies es sich nicht nehmen erklingen zu lassen für wie selbstverständlich er es hielt dass er den Hirsch entdecken würde.
``Los, Bruder erleg ihn.´´ befahl er Gosrak ja schon geradezu.
Während er dies forderte hatte Gosrak seinen Bogen bereits in die Hand genommen und einen Pfeil angelegt, den er nun begann zu spannen.
Er zielte, lies den Pfeil los und......traf den Hirsch mitten in die Brust.
Der Hirsch bäumte sich auf und lies ein lautes Röhren erklingen. Er konnte zwar noch einige Schritte laufen, viel dann jedoch leblos zu Boden.
``Treffer!´´ jubelten Gosie und Thingoren mit erhobenen Händen.
``Perfekter Schuss Bruder!´´
``Du bist wirklich ein wahrer Waffenmeister, Gosrak!´´
``Danke ihr beiden. Aber lasst ihn uns nun holen und heim bringen.´´
Gesagt - getan! Die beiden Zwerge trugen den Hirsch auf ihren Schultern, während Thingoren den Dreien einen Weg zurück durch das Unterholz barnte.
Die drei Jäger waren gerade aus dem Wald gekommen, als hinter ihnen eine fremde Stimme erklang.
``Halt ihr Langbärte und Menschenabschaum! Dieser Hirsch gehört uns!´´
Die Drei wendeten sich um, um zu sehen wer da zu ihnen sprach. Ihre Blicke fielen auf fünf fremde Zwerge.
``Dreckiger Grimmhand-Abschaum! Ihr wagt es Forderungen zu stellen?´´ sprach Gosie als Erster, mit einem Ton der Abneigung und Anwiederung.
``Wir haben den Hirsch gefangen!´´ entgegnete Thingoren.
``Für wahr! Ihr habt kein Anrecht auf unsere Beute!´´
``Doch das haben wir. Und nun übergebt uns diesen Hirsch. Oder ihr werdet den Zorn Skorgrims zu spüren bekommen!´´ sprach der Grimmhand der ihm am nähsten stand. Einer mit schwarzen Haaren, scheinbar ihr Anführer.
Daraufhin legten Gosrak und Gosie den Hirsch nieder, ehe sie ihre Waffen zogen.
``Thingoren, zück dein Schwert. Zeit zu sehen ob unsere Übungen Früchte trugen.´´ forderte Gosrak Thingoren auf, ehe er seinen Blick den Grimmhands zuwand.
``Und ihr? Ihr wollt unsere Beute? Dann kommt und holt sie euch!´´ sprach er, die letzten Worte fordernd und kampfeslustig.
Das ließen sich die Grimmhand nicht zweimal sagen und zogen ihre Waffen. Mit lautem Kriegsschrei und erhobenen Äxten stürmten sie auf die Drei los.
``Für die Ehre von Skorgrim!´´
``Kommt her! Kommt her und sterbt!´´ brüllte Gosie und stürmte ihnen mit erhobenem Schwert und Schild bewaffnet entgegen.
``Weiche nicht von meiner Seite, Thingoren.´´ riet Gosrak seinem Freund.
``Ja, Gosrak. Das werde ich.´´
Stahl traf auf Stahl, Schlag folgte auf Schlag und am Ende hörte man nur die schmerzerfüllten Schreie der fliehenden Grimmhands.
``Ja, flieht ihr Feiglinge! Flieht zu eurem Feiglingskönig Skorgrim!´´ rief ihnen Gosie hinterher.
``Gut gekämpft, Thingoren. Deine Mühen haben sich wahrlich bezahlt gemacht.´´ lobt Gosrak seinen Freund.
``Da muss ich meinem Bruder ausnahmsweise zustimmen. Du hast dich gut geschlagen.´´
``Eure Worte ehren mich, ihr beiden. Doch war es die größere Ehre an eurer Seite zu kämpfen.´´
``Dein erster Kampf, soweit ich weiß.´´ ergänzte Gosrak.
``Für wahr. Ich musste vorher noch nie die Klingen kreuzen.´´
``Dann lasst uns heimkehren, diesen Hirsch zubereiten und die Krüge darauf erheben!´´ schlug Gosie hervor.
``Eine hervorragende Idee, Bruder.´´
So kehrten die Drei zusammen mit ihrer Beute heim, wo sie zusammen mit Drosrak auf ihren Sieg und den ersten Kampf Thingorens ihre Krüge erhoben und ihre Beute verspeisten.

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Re: Die Geschichte des Thingoren Wonthel

Ungelesener Beitragvon Thingoren » Sonntag 27. Dezember 2015, 19:25

Drei Monate später.....

Es ist bereits spät in der Nacht als es auf plötzlich an der Tür des Hauses Starkbier klopft.
``Das muss Vater sein. Aber warum klopft er? Er hat doch einen Schlüssel.´´ sagt Gosrak. Er erhebt sich und betritt den Flur. Scheinbar war er nicht der einzige der das Klopfen gehört hat, denn auch Gosie und Thingoren haben ihre Betten verlassen um die Tür zu öffnen.
``Wir haben wohl alle scharfe Ohren.´´ meint Thingoren und beginnt amüsiert zu lachen. Die beiden Zwerge stimmen in sein Gelächter mit ein. Gut gelaunt öffnet Gosrak die Haustür.
``Vemû ai-menu Va....Unnurr?´´ fragt er dann überrascht. ``Was führt den Hauptmann der Wache zu uns? Wollt ihr etwa zu Gosie?´´
``Vemû ai-menu Gosrak. Dürfte ich vielleicht eintreten?´´ fragt Unnurr.
``Aber natürlich.´´ spricht Gosrak und tritt prompt bei Seite, so dass Unnurr eintreten kann. Der Zwerg mit hellbraunem Haar blickt sich um.
``Wie ich sehe seit ihr alle da. Vemû Gosie und Thingoren.´´
``Vemû mein Hauptmann.´´ spricht Gosie klar und deutlich während er vor Unnurr salutiert.
``Vemû Hauptmann Unnurr.´´ entgegnet Thingoren und verbeugt sich vor dem Hauptmann.
``Nun Gosrak, um deine Frage zu beantworten ich bin gekommen um mit euch zu reden. Und mit euch meine ich: euch drei.´´ Unnurr zeigt auf alle drei und bei seinen letzten Worten blickt er ernst gen Gosie, wohl um einige gewisse Worte zu unterbinden.
``Setzt euch erst einmal.´´
Verwirrt blicken Gosie, Gosrak und Thingoren einander an, ehe sie tun wie ihnen geheißen wurde.
Unnurr überlegt kurz, wohl auf der Suche nach einem Beginn. Als er die scheinbar passenden Worte gefunden hat öffnet er die Worte und der Klang seiner Stimme erfüllt den Raum.
``Jungs, ich bin hier weil ich euch eine Nachricht überbringen muss.....Eine die euren Vater betrifft. Euer Vater.....Er wandert nun durch die Hallen Aules.´´
Die Augen der Drei weiten sich. ``Es tut mir leid. Er war ein großer Zwerg und ein treuer Gefährte. König Dwalin richtet euch ebenfalls sein Mitgefühl aus.´´
So freundlich diese Worte auch gewählt sein mögen, keiner der Dreien scheint sie gehört zu haben zu groß ist der Schock und zu tief sitzt die Trauer scheinbar. Gosie ist der Erste der seine Stimme wiederfindet.
``Nein! Das kann nicht sein! Nicht Vater!´´ spricht er ungläubig. Man merkt ihm an dass er es nicht wahrhaben will.
Gosrak schüttelt ebenso den Kopf und über Thingorens Wangen rollen die ersten Tränen.
``Ich wünschte es wäre nicht so, doch habe ich seinen Leichnam selbst gesehen. Es ist wahr, so sehr ich mir auch das Gegenteil wünschen würde.´´
``Wie? Wie...ist es...passiert?´´ stottert Gosrak.
``Es war mir klar dass ihr es wissen wollt und ihr habt es verdient zu erfahren.´´ beginnt Unnurr. Nach einem kurzen Räuspern setzt er weiter fort.
``Ich hatte ihn und Halli nach Duillont entsand. Sie sollten dort einen elbischen Abgesandten aus Bruchtal treffen und ihn von dort nach Gondamon zu eskortieren, wo er König Dwalin treffen sollten um über einen Friedensvertrag zu verhandeln. Sie hatten Gondamon wohl schon fast erreicht, als Pfeile auf sie zuflogen. Sie waren in einen Hinterhalt der Grimmhands geraten. Ein halbes Dutzend dieses Abschaums hatte sich in den Büschen versteckt. Sie kämpften erbittert und konnten auch zwei niederstrecken doch dann floh wohl einer der vier übrigens Grimmhands um Verstärkung zu holen.
Euer Vater war nicht nur ein guter Kämpfer sondern auch ein kluger Mann. Er wusste dass sollte die Verstärkung eintreffen, dass sie dann überrannt und der Elbenabgesandte gefangen genommen werden würde. Er befahl Halli mit dem Abgesandten nach Gondamon zu fliehen, während er die restlichen Grimmhands aufhalten würde.´´ Unnurr muss kurz mit seinen eigenen Tränen kämpfen und schafft es sie zu unterdrücken.
``Nachdem Halli uns alles schnell berichtet hatte, ritt ich zusammen mit einem Dutzend unserer Krieger aus um euren Vater zu unterstützen doch es war bereits zu spät. Die Verstärkung der Grimmhands hatte ihn bereits überwältigt.
Er hatte sich geopfert, damit die anderen beiden leben und das Bündnis mit den Elben zum Wohle unseres Königreiches abgeschlossen werden kann.
Er wird als Held in die Geschichte unseres Königreiches angehen und wir werden ihn alle ehren! Ihr könnt stolz auf ihn sein!´´
Kaum hatte Unnurr zu Ende erzählt da schnappte sich Gosie sein Schwert und seinen Schild. ``Sie werden büßen!´´ Mit diesen Worten stürmte er aus dem Haus, hinaus in die schwarze Nacht.
``Gosie! Nein! Bleib hier!´´ ruft Gosrak ihm noch hinterher, doch Gosie kehrte nicht um.
Unnurr hält Gosrak fest. ``Lass ihn, Gosrak. Es ist seine Art zu trauern. Keine Sorge ich werde einige Wachen anweisen ihm zu folgen.´´
``Vielen Dank Unnurr.´´
``Ja, vielen Dank Unnurr.´´ erklang dann auch Thingorens Stimme der sich allmählich wieder gefunden zu haben scheint.
``Nichts zu danken, Jungs. Solltet ihr etwas brauchen lasst es mich wissen. König Dwalin hat bereits eine große Zeremonie zu Drosraks Gedenken angeordnet.
Wir stehen in seiner Schuld.
Verzeiht, doch ich muss weiterziehen. Die Pflicht ruft und wir wollen ja auch nicht dass Gosie etwas zustößt. Rasûp Gamut!´´
``Rasûp Gamut.´´ sprachen die beiden Freunde wie aus einem Munde.
Unnurr schloss die Tür hinter sich und eilte gen des Wachhauses um wie versprochen einige Wachen zu entsenden, Gosie zu folgen.

Gosrak und Thingoren schliefen diese Nacht nicht mehr. Sie saßen einfach da und versuchten die Kunde von Drosraks Tod irgendwie zu verdauen. Nach vielen Stunden kehrte dann auch Gosie blutbeschmiert und mit der Kunde der Rache wieder.
Das Band zwischen den dreien war nach diesem Tag stärker denn je und sie schworen sich gegenseitig das Andenken an Drosrak stets zu ehren und ihn stolz auf sich zu machen.

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Re: Die Geschichte des Thingoren Wonthel

Ungelesener Beitragvon Thingoren » Sonntag 27. Dezember 2015, 20:42

Zwei Wochen später....

Das Begräbnis war gerade erst vorbei, die letzten Trauergäste gegangen da klopfte es auch schon wieder an der Tür des Hauses Starkbier.
Die drei Trauernden, gekleidet in schwarz, öffneten die Tür. Vor der Tür wartete ein alter Zwergenherr in schwarzer Robe.
``Mein tiefstes Mitgefühl, Söhne des Drosraks.´´ begrüßte er sie. ``Ich bin Wárr Tintenärmel, Notar. Dürfte ich vielleicht eintreten?´´
``Sicher tretet ein.´´ antwortete Gosrak. Wárr trat ein und setze sich auf den Stuhl nahe des Tisches.
Die beiden Brüder und Thingoren taten es ihm gleich, wobei Gosrak sich als neues Oberhaupt der Familie an den Kopf des Tisches setze, direkt gegenüber von Wárr. Rechts von ihm Gosie und links Thingoren. ``Was führt euch zu uns, Herr Tintenärmel?´´ fragte Gosrak den Notar.
``Das Testament des Drosrak Starkbiers, Herr Gosrak.´´
``Drosraks Testament?´´
``Vaters Testament?´´ sprachen die drei gleichzeitig.
``Oh, ich sehe die Herren wussten nichts davon? Nun wenn die Herren nichts dagegen hätten würde ich anfangen.´´
Gebannt blickten die drei Wárr an und nickten bloß.
Dieser zog daraufhin eine Rolle Pergament hervor, welches er entrollte und begann laut vorzulesen.
``Letzter Wille von Drosrak Starkbier, Sohn des Torzrak Starkbier.
Mein Haus vermache ich meinen Söhnen Gosrak und Gosie unter der Bedingung dass sie meinem Ziehsohn Thingoren Wonthel anbieten dort wohnen zu bleiben.
Mein Gold soll unter allen dreien gleichmäßig aufgeteilt werden.
Meinem ältesten Sohn Gosrak vermache ich:
Meine beiden Äxte sowie meine Grossaxt auf dass sie ihm in der Schlacht gute Dienste erweisen werden.
Meine Erzvorräte auf dass er daraus etwas schmiedet was das Leben unseres Volkes schützen kann.
Meine junge Reitziege Mithril.

Meinem jünsten Sohn Gosie vermache ich:
Mein Schwert und meinen Schild auf dass er sie zum Schutz unseres Vokes einsetzen kann.
Meine Schlachtrüstung auf dass sie ihn in der Schlacht schützen möge.
Meine Bücher über das Königreich des Erebors, da die Geschichten ihn bereits als Kind erfreut haben.

Meinem Ziehsohn Thingoren Wonthel vermache ich:
Meine Edelsteinvorräte auf dass er eines Tages einen eigenen Laden eröffnen kann.
Meine Mithrilschuppe auf dass er einen Ring daraus schmieden kann, denn er seiner Frau anstecken möge.
Den Schlüssel zu dem Bankverlies seiner Eltern, falls ich vor seinem zwanzigsten Geburtstag fallen sollte.

So das wäre alles. Nun bleibt mir nichts anderes übrig als ihnen die Sachen auszuhändigen.´´
Kaum hatte er aufgehört zu sprechen, kramt er auch schon einige Dinge hervor.
Er reicht den beiden Brüdern je eine Urkunde über den Besitz des Hauses aus.
Danach widmet er sich Thingoren dem er einen kleinen goldenen Schlüssel aushändigt.
``Die Waffen, Bücher und Reitziege sind ja bereits hier. Die restlichen Erbstücke sind bereits in ihre Bankverliese gebracht worden.
Ich möchte ihnen erneut mein Mitleid aussprechen und würde mich nun auch verabschieden, sobald sie alle unterzeichnet haben.´´
Er reicht ihnen einen Vertrag, der das Antreten und Übergeben des Erbes bestätigt, welches sie alle drei schnell unterschreiben.
Die drei bedanken sich. Kurz unterhalten sie sich noch über das gerade Geschehene. Dann macht sich auch Thingoren schon auf zum Bankverlies seiner Familie.

Etwa eine Stunde später vor dem Bankverlies der Wonthels in Thorins Hallen.....

Thingoren mustert die Tür. ``Das ist es also. Das Bankverlies meiner Familie. Was sich wohl darin befindet?´´
Er steckt den Schlüssel in das Schlüsselloch, dreht den Schlüssel um und es klickt. Langsam öffnet er die Tür und als sie dann geöffnet hat, staunt er nicht schlecht.
An den Wänden stappelt sich ein kleines Vermögen an Gold, eine Menge Weine aus allerlei fernen Ländern, feine Gewänder und Kleider und in der Mitte steht eine große Truhe.
``Den werdet ihr für die Truhe brauchen, wir wurden angewiesen ihn für euch aufzubewahren.´´ sagt der Bänker und reicht Thingoren einen kleinen silbrigen Schlüssel.
``Vielen Dank dass ihr das getan habt.´´ entgegnet Thingoren dem Zwerg mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen.
Er nimmt den Schlüssel und öffnet die Truhe. Doch statt wie mancher wohl denken mag, enthält sie weder Gold noch Edelsteine, sondern ein paar Goldschmiede-Werkzeuge.
An die Innenseite des Deckels ist ein Brief geklebt. Thingoren nimmt ihn ab und beginnt zu lesen.

``Mein werter Thingoren,

ich hoffe du bist wohl auf, denn ich weiß wenn du diese Zeilen lies bin ich bereits in den Hallen Aules.
Diese Kiste enthält all das Werkzeug dass man braucht um als Goldschmied arbeiten zu können.
Ich hoffe es hilft dir wenn du eines Tages wenn du deinen eigenen Laden hast.
Doch um die Wahrheit zu sagen: Dieses Werkzeug ist nicht das wichtigste in dieser Truhe.
Diese Truhe enthält nämlich noch einen Schatz, nun ja zumindest ist er das für dich.
Ich habe einen doppelten Boden einbauen lassen, damit er nicht beschädigt wird.
Hol ihn dir! Ich bin mir sicher er wird dein Herz erstrahlen lassen.

Hochachtungsvoll
Drosrak´´

Thingoren nam die Werkzeuge aus der Truhe, öffnete den Boden und zog ein Buch hervor. Auf der Vorderseite des Einbands ist ein Wappen zu erkennen und darunter in goldener Schrift geschrieben: ``Wonthel´´
``Das ist das Buch meiner Familie! Oh Drosrak, du bist wirklich ein Held!´´
Thingoren blieb noch einige Zeit im Bankverlies und blätterte im Familienbuch ehe er dann zu Gosrak und Gosie zurückkehrte.
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Re: Die Geschichte des Thingoren Wonthel

Ungelesener Beitragvon Thingoren » Montag 28. Dezember 2015, 16:23

Zwei Monate später.....

Thingoren war alleine daheim. Er wandelte durch die Hallen des Hauses. Vorbei an all den Gemälden die die Familie Starkbier und ihre Vorfahren, die noch im Königreich des Erebors lebten, zeigt. Vorbei an den Wandteppichen die die Geschichte der Erebor-Zwerge zeigen.
Dann zog er sich wieder in seine Gemäscher zurück.
``Ein prachtvolles Heim. Doch nicht mein Heim.´´ seufzte er.
Kaum hatte er die Worte gesprochen, als sich schon die Tür öffnete und die beiden Brüder lachend eintraten.
``Thingoren, wir sind wieder da.´´ erklang es wie aus einem Munde.
Nachdem Thingoren sie begrüßt hatte sprach er schweren Herzens das Thema an.
``Ich muss mal mit euch beiden sprechen.´´
``Oh nein, was ist los?´´ ``Wem ist was passiert?´´ fragten sie nacheinander. Die Ereignisse der letzten Monate ließen sie wohl bereits schlimmes erahnen.
``Nichts ist passiert. Nun ja nicht zumindest was ihr vermutet. Keine Sorge niemand ist gefallen.´´
Die beiden atmeten erleichtert aus. ``Aber was ist dann?´´ kam Gosie seinem Bruder zuvor.
``Ich habe einige Zeit schon überlegt und nun bin ich sicher: Ich werde dieses Haus verlassen!´´
``Was? Aber das hier ist doch dein zuhause!´´ sagt Gosrak mit überraschter Stimme.
``Nein, ist es nicht. Es ist unser Heim Bruder. Verstehe es nicht falsch, aber Thingoren ist eben nicht von unserem Blute.´´ entgegnet Gosie seinem Bruder.
``Doch. Er ist Teil unserer Familie. Zwar mag er kein Blutsverwandter sein, doch einer im Herzen.´´
``Nein Gosrak, Gosie hat recht. Ich habe fast mein ganzes Leben in diesem Hause verbracht und mich auch stets wohl gefühlt.....´´
``Aber warum willst du dann gehen?´´ unterbricht ihn Gosrak.
``Ich habe mich zwar stets wohl gefühlt, jedoch nie wirklich heimisch. Ich bin euch und Drosrak für alles dankbar. Dafür dass ihr mich aufgenommen und für mich gesorgt habt. Doch ich muss mein Leben nun selbst in die Hand nehmen. Drosrak hat immer zu mir gesagt ich solle meine Träume leben und das will ich nun. Ich habe mir bereits einige Karten besorgt. Ich will ferne Länder bereisen und den Ort suchen an dem ich mich niederlassen kann. Ich hoffe ihr versteht das.´´
Gosrak seufzt traurig. Gosie hingegen reicht Thingoren umgehend sein Hand. ``Mögen sich deine Träume erfüllen. Wann willst du aufbrechen?´´
``Ich werde in drei Wochen aufbrechen Ich muss noch einiges erledigen und besorgen ehe ich aufbreche.´´
``Dann bringen wir dir vorher aber noch ein paar Tricks bei und ich zeig dir noch ein paar Übungen die du auch allein machen kannst.´´ meint Gosrak recht trocken.
``Wir wollen ja nicht dass du dir was passiert.´´ meint Gosie und kann sich ein Lachen nicht verkneifen.
Thingoren blickt die beiden freudig grinsend an. ``Vielen Dank, ihr beiden.´´

In den Tagen darauf unterwiesen die beiden Brüder in neuen Schlag- und Verteidigungstechniken, Thingoren besorgte sich noch ein paar weitere Karten, Vorräte und ein paar Reisewerkzeuge sowie Reisebekleidung.
Wie von ihm angekündigt dauerte es fast drei Wochen und als dann der Tag der Abreise gekommen war kamen die Drei zum Fuße der Durins Statue auf Frerins Platz zusammen. Sogar Thingorens früherer Lehrmeister Nisti war gekommen um seinen ehemaligen Schüler zu verabschieden.
``Geb auf dich acht, Junge. Hier ich habe noch ein Geschenk für dich.´´ Nisti zog einen klaren, fast schon durchsichtigen Edelstein hervor der als einige Sonnenstrahlen auf ihn fielen in verschiedenen Farben zu leuchten begann. ``Den habe ich neulich gefunden und ich habe dir ja auch noch gar kein Geschenk für deine Meisterprüfung gemacht. Außerdem hörte ich dir wurde eine Mithrilschuppe vermacht. Tu einem alten Zwerg einen Gefallen: Mach einen wundervollen Ring daraus und geb ihn der Frau die eines Tages dein sein soll.´´
Thingoren nimmt den Edelstein entgegen und betrachtet ihn. ``Das werde ich, Meister. Er ist sagenhaft!´´
``Hier! Der könnte helfen.´´ meinte Gosie und reichte Thingoren einen Briefumschlag. ``Ein Brief für freies Geleit durch unser Königreich. Unnurr lässt auch grüßen.´´
``Das ist sehr nett von dir Gosie. Bitte sprech auch ihm meinen Dank aus.´´ Die beiden gaben sich kurz die Hand und dann wand sich Thingoren auch schon Gosrak zu.
``Ach, alter Freund. Pass auf dich auf! Hier, die habe ich gestern noch für dich fertig geschmiedet.´´ Gosrak übergibt ihm eine Schwertscheide.
Thingoren packt den Griff und zieht die Klinge heraus. Es ist eine feingearbeitete Klinge deren Griff mit schwarzen Lederriemen ummantelt ist. Als Thingoren sie schwingt ist ein leichtes Surren zu hören.
``Eine hervorragende Klinge.´´
``Für einen hervorragenden Freund.´´
``Vielen Dank, Gosrak.´´
``Wenn du am Leben bleibst ist mir das Dank genug.´´
Die beiden umarmten sich. Dann nahm Thingoren seinen Rucksack auf, blickte ein letztes Mal zurück und marschierte dann los.

Und so begann Thingorens Reise auf der Suche nach sich selbst, neuen Abenteuern, neuen Erfahrungen und seinem Heim. Eine Reise die insgesamt knapp viereinhalb Jahre dauern sollte.

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Re: Die Geschichte des Thingoren Wonthel

Ungelesener Beitragvon Thingoren » Mittwoch 30. Dezember 2015, 16:28

Drei Tage später.....

Thingoren war gerade erst vor einer Stunde von Gondamon aus weitergezogen als er plötzlich Mitten auf der Straße stehen blieb. Es war noch früh am morgen und die Sonne stand noch nicht vollends am Firmament.
Er hatte die Kreuzung nahe der Jagdhütte erreicht.
``Hier ist es also passiert. Hier ist Drosrak also gestorben.´´
Er schloss die Augen, faltete die Hände und sprach ein kurzes Gebet auf Khuzdul.
``Mögest du in Frieden ruhen, Drosrak......Wo lang nun?´´ Er blickte sich um.
Im Nordwesten erblickte er die Umrisse Gondamons. Im Osten erblickte er den Hafen Kheledul. Im Süden sah er nichts als die Straße.
``Hm, ich muss wohl gen Süden, denn soweit ich weiß ist der Hafen von Grimmhands besetzt.´´ Er kramte, wohl nur zur Sicherheit, die Karte hervor und begann sie zu studieren.
``Ja genau. Duillont liegt im Süden.´´
Er verstaute die Karte wieder und marschierte dann immer Straße nach.
Während er die Straße so entlang marschierte fiel ihm auf dass sich das Gelände wandelte. Die raue bergige Landschaft wisch einer Art großen grünen Wiese mit nur wenigen Hügeln. Er staunte nicht schlecht und begann zu lächeln.
``Welch ein Unterschied! Fast wie Tag und Nacht.´´
Es dauerte knapp einen halben Tag und so war die Sonne bereits fast gänzlich verschwunden als er Duillont erreicht hatte.
Kaum war er durch einige der Straßen gewandert, als er merkte wie immer und immer mehr Elben sich nach ihm umwandten und mit ihren Blicken durchbohrten. Irgendwann reichte ihm das und er sprach den Elb der ihm am nähsten war an.
``Hab ich irgendetwas im Gesicht oder habe ich mich auf irgendetwas gesetzt?´´
``Nein, habt ihr nicht.´´ antwortete er trocken.
``Und warum blickt ihr mich dann alle so merkwürdig an?´´
``Oh nun es kommt nicht häufig vor dass ein Mensch hierher kommt.´´
``Nun wisst ihr ob es hier vielleicht ein Wirtshaus gibt in dem ich nächtigen könnte?´´
``Ein Wirtshaus? Nein, etwas derartiges haben wir nicht. Wir sind doch keine Trunkenbolde wie die Zwerge.´´ entgegenete der Elb Thingoren und ging weiter ohne sich zu verabschieden. Er wirkte leicht empört.
``Das hätte ich wohl besser nicht gefragt.´´ meinte Thingoren und sprach noch weitere Elben an nur fragte er diesmal nach einem Ort zum nächtigen.
Er hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben als ihm ein freundlicher Elb verriet:
``Nein, da muss ich euch enttäuschen, aber ihr könnt vor den Toren der Stadt euer Lager aufschlagen.´´
Diesem Hinweis gin Thingoren nach und so stieg er die Treppen hinab, und schlug nahe einer Brücke die wie er der Karte entnahm in Richtung des Auenlands führte sein Lager auf.
``Hm, wo gehe ich als nächstes hin?´´ Er studierte die Karte weiter.
``Mir scheint als wäre Celondim bloß eine Sackgasse, also folge ich wohl besser der Straße und gehe ins Auenland. Hm, Nadelhohl? Kommt mir irgendwie bekannt vor.´´ Er begann zu grübeln. Es dauerte zwar einige Minuten doch dann schoss scheinbar ein Gedanke durch seinen Kopf.
``Ach stimmt, Nadelhohl. Die Stadt der Hobbits wo alle reisenden Zwergenhändler ihre Waren anbieten. Ja da muss ich unbedingt hin. Dort kann ich dann den Rest planen.´´
Er klappte die Karte zusammen und legte sich schlafen.
Am nächsten Morgen brach Thingoren nicht sofort auf, er beschloss noch zwei Tage in Duillont zu verweilen um die Elben, ihre Gewohnheiten und Geflogenheiten zu studieren.
Am siebten Tag seiner Reise zog er, nach einem ausgelassenen Frühstück, schließlich weiter gen Nadelhohl.

to be continued.....
Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken, sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben.

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Re: Die Geschichte des Thingoren Wonthel

Ungelesener Beitragvon Thingoren » Samstag 2. Januar 2016, 21:32

Die Sonne hatte den Zenit gerade erreicht, als Thingoren sein Mahl beendet hatte.
Er unterhielt sich mit den Zwergenhändlern und das ein oder andere Gelächter war zu hören. Noch lauter wurde es als die kleinen Auenlandbewohner, die Hobbits, dazu kamen.
``So viel musste ich noch nie lachen.´´
``Lachen ist gesund!´´ meinte einer der kleinen, etwas rundlichen Leute.
``Ich muss leider weiter. Wen könnte ich hier nach dem Weg fragen?´´
``Frag mal Postmeister Rotschmied. Der kennt sich aus.´´ antwortete ein anderer Hobbit.
``Vielen Dank. Und passt auf euch auf.´´
``Danke du aber auch.´´ riefen sie ihm hinterher.
Es dauerte nicht lange da hatte Thingoren auch schon das Post-Smial gefunden. Er klopfte an der kleinen Runden Tür, wofür er leicht in die Knie gehen musste.
Sekunden später öffnete der örtliche Postmeister die Tür.
``Ja? Was kann ich für euch tun?´´ fragte er Thingoren.
``Seid gegrüsst Postmeister Rotschmied. Ich bin Thingoren Wonthel. Ich wollte euch fragen, ob ihr mir den Weg nach Michelbinge zeigen könntet.´´
Thingoren reichte ihm die Karte des Auenlands.
``Oh nichts leichter als das!´´ Der Postmeister nahm die Karte, trat aus dem Smial und entrollte die Karte über dem Briefkasten.
``Ihr folgt der Straße durch das Binsenmoor und passt auf dass ihr wirklich auf der Straße bleibt, sonst sinkt ihr in den Schlamm ein. Irgendwann kommt ihr dann auf eine Ansammlung von Wagen an einer Kreuzung mit nur sehr sehr wenigen Smials. Das ist der Ort Wegscheid. Von dort braucht ihr nur noch der Straße gen Westen folgen und schon seid ihr in Michelbinge. Dort ist auch ein tolles Gasthaus namens ``Adler und Kind´´. Der Wirt heißt Karlo Schwarzhain.
Ihr solltet sein Bier ``Schwarzhain Dunkel´´ probieren, es ist hervorragend!´´ erklärte er Thingoren und zeigte dabei mit dem Finger den Weg.
``Also der Straße bis Wegscheid folgen und dann die Straße nach Westen nehmen.´´ wiederholte dieser und nickte.
``Vielen Dank, Postmeister.´´
``Nichts zu danken. Aber könntest du vielleicht diesen Brief hier für Postmeister Stolzfuß mitnehmen. Er ist der Postmeister von Michelbinge.´´
``Natürlich, das ist das Mindeste was ich tun kann.´´
Rotschmied gab Thingoren dann seine Karte wieder und den Brief für Postmeister Stolzfuß, der beides umgehend in seinem Rucksack verstaute.
``Na dann gute Reise.´´
``Vielen dank. Und euch noch einen schönen Tag.´´
Und so zog Thingoren weiter. Das Binsenmoor war wirklich groß und so benötigte Thingoren alleine eine halbe Woche bis er es durchquert und Wegscheid erreicht hatte.
``Viele Händler hier.´´
Thingoren beschloss nicht direkt weiterzuziehen. Er unterhielt sich mit den verschiedenen Händlern.
Er lernte von ihnen einiges über das Volk der Hobbits und ihre Philosophien.
Nach zwei Tagen zog er schließlich weiter um am übernächsten Tag dann in Michelbinge anzukommen.
``Michelbinge - endlich habe ich es erreicht!´´ sagte er als er schon die Hügel der Stadt näherkommen sah.
Als er es dann schließlich erreicht hatte begannen seine Augen zu leuchten. Staunend blickt er sich um.
``Bei den Valar! Es ist so wunderschön hier.´´
Während er durch die Straßen der Stadt wanderte begegnete er zahlreichen Hobbits die ihn freundlich begrüßten.
``Hier sind alle so herzlich und freundlich.´´
Einige Minuten später hatte er das örtliche Post-Smial erreicht. Postmeister Stolzfuß sitzt draußen auf einem Schaukelstuhl und genießt die Sonne.
``Hallo Reisender.´´ grüßte er Thingoren.
``Seid gegrüsst. Seid ihr Postmeister Stolzfuß?´´
``Ja der bin ich. Und wer bist du?´´
``Ich bin Thingoren Wonthel. Postmeister Rotschmied hat mir einen Brief für euch mitgegeben.´´ Thingoren reicht ihm den Brief.
``Oh vielen Dank. Auf den habe ich schon lange gewartet.´´
``Nichts zu danken. Es war eine Selbstverständlichkeit. Könnt ihr mir sagen wo ich das Gasthaus ``Adler und Kind´´ finde?´´
``Na direkt dort drüben.´´ Der Postmeister zeigt mit dem Finger an Thingoren vorbei eine kurze Starße entlang.
``Vielen Dank. Einen schönen Tag noch.´´
``Euch auch, Herr Wonthel.´´
Thingoren brauchte nicht lange bis er das Gasthaus erreicht hatte. Innen war es etwas niedrig, zumindest für einen Menschen, wohl deshalb nahm Thingoren auch prompt Platz auf einem der kleinen Hocker.
``Guten Abend werter Reisender. Was kann ich für euch tun?´´ begrüßte ihn der Wirt.
``Guten Abend. Ich hätte gerne einen Krug Schwarzhain Dunkel.´´
``Aber gerne doch.´´
Der Wirt reicht Thingoren einen vollen Krug und er bezahlt ihn umgehend. Dann nimmt er einen Schluck und nickt leicht.
``Nicht schlecht das Bier. Fast so gut wie das Bier der Zwerge.´´
`´Oh, ein großes Lob. Vielen Dank dafür.´´
Thingoren unterhielten sich den restlichen Abend noch bei dem ein oder anderen Krug, ehe Thingoren bis kurz vor die Tore zog um dort sein Lager aufzuschlagen und dort die Nacht zu verbringen.
Kurz bevor er sich zum schlafen legt, sprach er noch leise vor sich her.
``Ich glaube hier werde ich für eine Weile bleiben.´´
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Re: Die Geschichte des Thingoren Wonthel

Ungelesener Beitragvon Thingoren » Sonntag 3. Januar 2016, 17:51

Ein Hahn kräht und weckt Thingoren der langsam aus dem Zelt krabbelte.
``Das war ein Traum. Ich habe geträumt im Auenland zu sein.´´
Er reckt und streckt sich, reibt sich die Augen und dann......ja und dann weiteten sich seine Augen.
``Es war doch kein Traum!´´ Lächelnd betrachtet er die grünen Hügel und Wiesen. Er erblickte Wegscheid und etwas das wie eine Stadt aussah etwas weiter entfernt. Schnell kramte er seine Karte hervor und versuchte herauszufinden was für eine Stadt das ist.
``Hobbingen und Hobbingen-Wasserau. Das wird mein nächstes Ziel. Doch erst einmal bleib ich noch ein paar Tage hier.´´
Doch aus ein paar Tagen wurden dann zwei Wochen.
Thingoren unterhielt sich mit den Bewohnern der Stadt. Er lernte viel über das kleine Volk der Hobbits und durch ihre Art wurden sie ihm schnell sympathisch. Sie gewährten ihm gar einen kurzen Besuch in ihrem Mathom-Haus.
``Das sind also Mathoms?´´
``Ja das sind unsere Schätze.´´
Thingoren nickte bloß, denn die Mathoms waren jene Sache die er nicht verstand. Er konnte einfach nicht verstehen was an Alltagsgegenständen so besonders sein sollte, aber jedes Volk hat nun einmal seine Ansichten und Traditonen.
Ein besonders schönes Erlebnis war der Bauernmarkt.
Auf dem Marktplatz herrschte ein wildes Treiben. Überall Musik, Gelächter und Erzählungen.
``Äpfel! Frische Äpfel! Birnen! Frische Birnen! Frische Früchtchen bekommt ihr hier!´´
``Kohl, Kürbisse und mehr! Allerlei Gemüse kommt ruhig her! Sogar Töften hab ich!´´
``Brote aller Art! Weiß, Dunkel, Vollkorn! Wir haben alles!´´
``Pfirsich-Marmeladen, Pflaumen-Marmeladen und noch viele mehr! Marmeladen sämtlicher Art hier bei mir.´´
Schallte es aus allen Ecken. Begeistert sieht sich Thingoren um. Zuerst besuchte er den Brothändler.
``Guten Tag, werter Reisender. Ein Laib Brot für euch?´´
``Guten Tag, werter Herr. Aber gerne, einen Laib Vollkornbrot bitte.´´
Der Händler schnappt sich einen der großen Laibe und wickelte ihn ein ehe er ihn Thingoren reicht. ``Das macht fünf Silberstücke.´´
Thingoren reicht ihm fünf Silberlinge. ``Ein guter Preis. Ich danke euch.´´
``Und ich euch. Lasst es euch schmecken.´´
Thingoren nickte ihm lächelnd zu und zog dann weiter zum Früchte-Händler.
``Guten Tag. Einen Dutzend Äpfel und Birnen bitte.´´
``Guten Tag. Aber gerne doch. Zehn Silberlinge.´´
Die beiden tauschten Münzen und Früchte aus ehe Thingoren dann dem Gemüsehändler einen Besuch abstattet.
``Hallöle, Reisender. Was hättest du gerne?´´
``Habt ihr auch Kartoffeln?´´
``Türlich, Türlich! Wie viel hätteste denn gerne?´´
``Ein halbes Kilo. Am besten in einem kleinen Säckchen wenn es geht.´´
``Aber klar! Anders wär´s ja auch nur schwer zu tragen.´´
Mittels einer Waage wog der kleine Bauer seinen Töften ab und reichte Thingoren den Sack. ``Das macht dann sieben Silberlinge.´´
``Danke und hier eure Bezahlung. Einen schönen Tag noch.´´ sagt er während er dem Bauern die Münzen reicht.
``Danke euch auch.´´
Damit zog Thingoren dann weiter zum letzten Händler.
``Guten Tag, der Herr. Welche Marmelade darf es sein?´´
``Tag auch, werter Herr. Ich hätte gerne eine Pfirsich-Marmelade und noch eine die ihr mir empfehlen würdet.´´
``Dann gebe ich euch die Grüner-Apfel-Marmelade. Das ist unsere Neuste.´´ Er reichte Thingoren zwei Einmachgläser.
``Oh eine neue Sorte. Na da freue ich mich dann schon jetzt drauf. Wie viel bekommt ihr denn?´´
``Das macht drei Silberstücke.´´
Thingoren bezahlt seine Bestellung. Er mischte sich noch etwas unters Volk und dann zog er sich mitsamt seiner Einkäufe zurück.
``Was für ein Tag.´´ seufzte er während er die Sachen verstaute. Den Sack Töften befestigte er dabei außen an den Rucksack direkt neben die Kochutensilien.
Nachdem er fertig war setzte er sich nach draußen und genoss den Sonnenuntergang.
``Morgen werde ich weiterziehen. Michelbinge ist schön doch ich habe noch vieles zu sehen. Meine Reise ist noch nicht zu Ende.´´
Nachdem die Sonne untergegangen war ging er noch auf ein letztes Bier ins ``Adler & Kind´´ ehe er sich dann zur Ruhe legte.
Am nächsten Morgen zog er weiter gen Hobbingen.

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Re: Die Geschichte des Thingoren Wonthel

Ungelesener Beitragvon Thingoren » Montag 25. April 2016, 12:06

Die Sonne stand am Horizont und ein leichter Wind wehte durch Thingorens rabenschwarzes Haar als er die Straße hinab gen Hobbingen schlenderte.
Fröhlich pfiff er das ein oder andere Liedchen vor sich her, er schien mit sich und der Welt im reinen. Einfach sehr glücklich.
Er hatte die Stadt fast erreicht als eine kleine Schar von Hobbitkindern auf ihn zugelaufen kam und ihn mit großen Augen anblickte.
``Man ist der groß! Wo der wohl herkommt? Glaubt ihr das ist ein Riese? Ob der wohl Törtchen mag?´´ sprachen sie wild durcheinander.
``Aber nein ich bin kein Riese. Ich bin ein Mensch.`` entgegnete er ihnen freudig strahlend. ``Wo ich herkomme? Dort hinten von den Zwergen aus den Bergen.´´ sagte er und deutet gen Nordwesten, wo die Hallen Thorins lagen.
``Und was machst du hier?´´ fragte ein kleines rothaariges Mädchen.
``Nun ich reise durch die Lande. Ich will viele andere Länder sehen.´´ erklärte er ihr.
Auf einmal hörten sie von irgendwoher immer lauter werden Rufe und nach wenigen Sekunden sah Thingoren wo sie herkamen. Eine braunhaarige Hobbitdame stürmte mit erhobenem Zeigefinger ihnen entgegen. ``Oh nein! Da kommt Lobelia! Schnell weg hier!´´ riefen sie wüst durcheinander und ehe Thingoren sich versah hatten sie sich auch schon in alle Himmelsrichtungen verteilt.
``Wo sind die kleinen Bälger hin?´´ keifte ihn die Hobbitdame schon fast an.
``Ich weiß es nicht.´´ entgegnete Thingoren.
``So so willst es also nicht sagen. Na dann aus´m Weg! Die werden schon merken was die davon haben mir einen Streich zu spielen.´´
Erst jetzt bemerkte Thingoren dass sie etwas glitschiges im Haar hatte. Und die kleinen Fitzel Eierschale ließen darauf schließen dass es Eiweiß war. Die kleinen Hobbits schienen der Dame wohl in der Tat einen Streich mit Eiern gespielt zu haben. Thingoren musste sich ein Lacheln verkneifen, doch nicht lange denn Lobelia war genauso schnell wieder weg wie sie gekommen war.
Kaum war sie weg fing Thingoren an zu lachen.
Er wischte sich eine Freudenträne weg. ``Schon sehr lustige kleine Gesellen, diese Hobbits.´´
Leichtfüßig schlenderte er durch die Straßen der großen Stadt. Kaum hatte er sie betreten da fiel im auch schon das örtliche Gasthaus auf, der Efeubusch.
Er zwängte sich durch die kleine Tür, denn immerhin war er mittlerweile 192 Fingerbreiten hochgewachsen, und blickte sich um. Er bestellte sich einen Krug Honigbier, so wie einen Teller voll Weissfisch, Töften und Frühlingsgemüse.
Das Mahl stärkte ihn und er spürte wie ihm das Essen neue Kraft verlieh.
Er kramte die Karte des Auenlands hervor und studierte sie. ``Hm, ich muss mich scheinbar entscheiden. Entweder ich geh nach Osten bis Bockland und von dort nach Bree, ja oder in den Norden und über Dachsbauten nach Hafergut in Evendim. Hm, schwere Entscheidung.´´ Er grübelte einige Minuten, wobei er seine anderen Karten ebenfalls hervorzog und sie nachdenklich studierte. Dann endlich eine gefühlte halbe Ewigkeit später hatte er sich entschieden. ``Ich geh nach Evendim! Ich wäre doch ein Narr, wenn ich so viele Ort auslassen würde. Außerdem soll der Evendim-See sagenhaft sein. Ja, ich glaube das ist eine gute Entscheidung.´´ Er nickt kurz und rollte die Karten wieder zusammen ehe er seinen Krug leerte. Er bezahlte dankend und verließ das Gasthaus wieder. Sein Lager schloss er etwas Fluss abwärts auf, auf halbem Wege zwischen Hobbingen und dessem Stadtteil Wasserau.
Doch statt am nächsten Morgen direkt aufzubrechen beschloss Thingoren noch für ein paar Tage zu bleiben. Er wollte mehr über die Hobbits und ihre Bräuche erfahren, da traf es sich auch gut dass nur zwei Tage später ein Fest an der Methel-Bühne etwas Süd von Wasserau stattfand.
Thingoren war zwar keinesfalls ein Miesepeter und wie man feiert wusste er von den Festen als er noch in Thorins Hallen lebte, doch so ein Fest wie dieses übertraf alles was er bisher gesehen hatte.
Überall um ihn herum waren lauter kleiner feierwütiger Hobbits. Überall wo er hinsah lauter tanzende, lachende und essende kleine Leute. Er kam sich gar etwas prüde vor, so ausgelassen wie die freundlichen Gesellen da alle um ihn herum sangen und sprangen.
Jedoch lies er es sich nicht nehmen sich zwei ihrer Traditionstänze zu zeigen und von ihren Speisen zu kosten.
Als er dann spät in der Nacht in sein Zelt kroch und sich auf seinen Schlafsack fallen lies, seufzte er bloß und dachte laut. ``Diese Hobbits.....die wissen wie man tanzt, singt und feiert! Wirklich sehr nette Leute muss ich sagen.´´
Am nächsten Tag erholte er sich noch vom Fest und besuchte nun auch Hobbingens zweites Gasthaus, den Grünen Drachen.
Es war wirklich ein entzückendes Gasthaus, wie der Efeubusch auch, allerdings etwas kleiner.
Das Bier jedoch nahm sich nicht viel. So wie ein paar Tage zu vor im Efeubusch und wie auch bereits in Michelbinge lobte er auch den Wirt des grünen Drachens für sein Bier, welches zwar nicht so gut wie jenes der Zwerge sei, allerdings wirklich sehr zufrieden stellen sei.
Der Tag verging wie im Fluge und so fand sich Thingoren schon bald am Morgen des nächsten Tages sein Zelt abbauend und für die Weiterreise vorbereitend wieder.
Die Sonne hatte ihren Zenit gerade überschritten als er sein kleines Mittagsmahl beendet hatte, sich seinen Stock griff und über die Brücke den Weg entlang Richtung Dachsbauten weiter wanderte.

......to be continued
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