Millaray - Eine Hobbitdame von weit her
Verfasst: Mittwoch 20. Mai 2015, 00:20
Nebelgebirge
Grimweard saß am lodernden Feuer und schnitzte an einem Stück Holz herum. Die Nacht war kalt und seit Tagen schon blies beständig ein eisiger Wind durch das Nebelgebirge. Lange Tagesmärsche hatte er selten so beschwerlich erlebt wie in den letzten Tagen. Irgend etwas lag in der Luft. Etwas Unheilvolles. Er wusste dass man sie verfolgte und nicht aus den Augen ließ. Aber er wusste auch das die Kreaturen die ihnen auf der Lauer lagen, nicht so dumm waren sich noch näher an die beiden Beorninger heranzutrauen. Es waren Orks. Der widerwärtige Geruch lag ihm immer wieder in der Nase. Er hasste sie und er bedauerte dass sie nicht den Kampf mit ihnen suchten.
Seine dunklen Augen ruhten auf der kleinen Kuduk die nun schon eine Weile schlief. Er bewunderte ihren Mut, wenngleich er ihren Versuch alleine durch das Nebelgebirge zu wandern, dumm und töricht fand. Er kannte das kleine Volk. Aber es gab nur noch wenige die westlich des Carrocks lebten. Früher, das wusste er von seinen Vätern, muss es viele gegeben haben. Bis es zu einer großen Wanderung kam und sie den Weg in den Westen suchten. Man sagt der Schatten aus dem Osten hätte sie vertrieben. Doch waren einige zurückgekommen um in kleinen, ärmlichen Gemeinden zu leben. Millaray, wie sie sich nannte, schien dem Leben im Wilderland nicht viel abgewinnen zu können. Warum sonst sollte sie so eine beschwerliche Reise auf sich nehmen um zu ihren Artgenossen ins Auenland zu gelangen.
Auenland, dachte er bei sich. Er hatte gehört davon. Ein unscheinbarer Landstrich weit im Westen, noch vor den Ered Luin. Vielleicht war es besser für die Kuduks Wilderland zu verlassen. Besonders in Zeiten wie diesen. Millaray hatte den Hohen Pass der von den Beorninger gehalten wurde eingeschlagen. Fast lautlos hatte sie sich entlang des Weges durch Geröll und Gestein bewegt um wachsamen Augen zu entgehen. Aber ein Beorninger war nicht so leicht zu täuschen wie ein dummer Ork. Es war offensichtlich dass sie den Wegezoll nicht leisten konnte. In ihrer ärmlichen Kleidung machte sie einen bemitleidenswerten Eindruck und Widuweard, der Anführer ihrer Gruppe, beschloss die Kuduk passieren zu lassen. Er hatte wohl eine Schwäche für das kleine Volk. Sonst hätte er wohl kaum entschieden, dass sich zwei von ihnen gemeinsam mit Millray auf den Weg nach Imladris machen sollten um sie dort den Elben zu übergeben.
Grimweard hielt von diesem Unterfangen nicht viel. Seiner Meinung nach war jeder Mann und jede Frau am Hohen Pass von Nöten. Ein Überfall der Orks war nur eine Zeitfrage. Anstatt den Pass zu sichern saß er nun am Feuer und bewachte ihre kleine Gruppe. Behrain teilte mit ihm die Aufgabe, das Leben der Kuduk zu sichern. Er wusste nicht wie sie darüber dachte. Vielleicht ähnlich wie er. Vielleicht auch nicht. Es spielte auch nicht wirklich eine Rolle wie sie darüber dachten. Es war ihre Aufgabe Millaray zu schützen. Das würden sie tun solange es nötig war.
Sie hatten ihr Lager etwas nördlich von Imladris aufgeschlagen und würden am nächsten Morgen in dem von Elben bewohnten Tal ankommen. Dann hatten sie ihre Aufgabe erfüllt und die Elben würden sich Millaray annehmen. Er hatte nicht viel über für die Spitzohren, aber er war sich sicher dass sie eine Kuduk nicht abweisen würden.
Er legte ein Scheit Holz ins Feuer. Dann horchte er in die dunkle Nacht hinein. Stille. Nur das fröstelnde Lied das kalten Windes wehte ihm um die Ohren. Er zog sich eine Decke heran und ließ seinen Blick weiter auf der kleinen Kuduk ruhen.

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Grimweard saß am lodernden Feuer und schnitzte an einem Stück Holz herum. Die Nacht war kalt und seit Tagen schon blies beständig ein eisiger Wind durch das Nebelgebirge. Lange Tagesmärsche hatte er selten so beschwerlich erlebt wie in den letzten Tagen. Irgend etwas lag in der Luft. Etwas Unheilvolles. Er wusste dass man sie verfolgte und nicht aus den Augen ließ. Aber er wusste auch das die Kreaturen die ihnen auf der Lauer lagen, nicht so dumm waren sich noch näher an die beiden Beorninger heranzutrauen. Es waren Orks. Der widerwärtige Geruch lag ihm immer wieder in der Nase. Er hasste sie und er bedauerte dass sie nicht den Kampf mit ihnen suchten.
Seine dunklen Augen ruhten auf der kleinen Kuduk die nun schon eine Weile schlief. Er bewunderte ihren Mut, wenngleich er ihren Versuch alleine durch das Nebelgebirge zu wandern, dumm und töricht fand. Er kannte das kleine Volk. Aber es gab nur noch wenige die westlich des Carrocks lebten. Früher, das wusste er von seinen Vätern, muss es viele gegeben haben. Bis es zu einer großen Wanderung kam und sie den Weg in den Westen suchten. Man sagt der Schatten aus dem Osten hätte sie vertrieben. Doch waren einige zurückgekommen um in kleinen, ärmlichen Gemeinden zu leben. Millaray, wie sie sich nannte, schien dem Leben im Wilderland nicht viel abgewinnen zu können. Warum sonst sollte sie so eine beschwerliche Reise auf sich nehmen um zu ihren Artgenossen ins Auenland zu gelangen.
Auenland, dachte er bei sich. Er hatte gehört davon. Ein unscheinbarer Landstrich weit im Westen, noch vor den Ered Luin. Vielleicht war es besser für die Kuduks Wilderland zu verlassen. Besonders in Zeiten wie diesen. Millaray hatte den Hohen Pass der von den Beorninger gehalten wurde eingeschlagen. Fast lautlos hatte sie sich entlang des Weges durch Geröll und Gestein bewegt um wachsamen Augen zu entgehen. Aber ein Beorninger war nicht so leicht zu täuschen wie ein dummer Ork. Es war offensichtlich dass sie den Wegezoll nicht leisten konnte. In ihrer ärmlichen Kleidung machte sie einen bemitleidenswerten Eindruck und Widuweard, der Anführer ihrer Gruppe, beschloss die Kuduk passieren zu lassen. Er hatte wohl eine Schwäche für das kleine Volk. Sonst hätte er wohl kaum entschieden, dass sich zwei von ihnen gemeinsam mit Millray auf den Weg nach Imladris machen sollten um sie dort den Elben zu übergeben.
Grimweard hielt von diesem Unterfangen nicht viel. Seiner Meinung nach war jeder Mann und jede Frau am Hohen Pass von Nöten. Ein Überfall der Orks war nur eine Zeitfrage. Anstatt den Pass zu sichern saß er nun am Feuer und bewachte ihre kleine Gruppe. Behrain teilte mit ihm die Aufgabe, das Leben der Kuduk zu sichern. Er wusste nicht wie sie darüber dachte. Vielleicht ähnlich wie er. Vielleicht auch nicht. Es spielte auch nicht wirklich eine Rolle wie sie darüber dachten. Es war ihre Aufgabe Millaray zu schützen. Das würden sie tun solange es nötig war.
Sie hatten ihr Lager etwas nördlich von Imladris aufgeschlagen und würden am nächsten Morgen in dem von Elben bewohnten Tal ankommen. Dann hatten sie ihre Aufgabe erfüllt und die Elben würden sich Millaray annehmen. Er hatte nicht viel über für die Spitzohren, aber er war sich sicher dass sie eine Kuduk nicht abweisen würden.
Er legte ein Scheit Holz ins Feuer. Dann horchte er in die dunkle Nacht hinein. Stille. Nur das fröstelnde Lied das kalten Windes wehte ihm um die Ohren. Er zog sich eine Decke heran und ließ seinen Blick weiter auf der kleinen Kuduk ruhen.

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