Briefe an den Onkel

Geschichten aus Tolkiens Welt vom Herrn der Ringe und anderen Werken.
Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Mittwoch 27. Dezember 2017, 16:37

Die Sonne geht auf im Osten

Der jüngste Sohn des Fürsten trifft in Dol Amroth ein.
Berenthil sieht ihm in die Augen.

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Es gibt Kunde?
Ein Nicken und der Jüngste erstattet vollumfänglich Bericht.
Was wirst Du tun Vater?
Das Nest ausräuchern. Ich erhielt in der Nacht ein Schreiben
vom Waldläufer, der getarnt als Bediensteter, dieses abgefangen
hat.
Die Botschaft verschlüsselt, eindeutig wer diese versteht zu lesen
Ich habe es geahnt, seitdem der Gefangene "zufällig" in die Hände
der Soldaten fiel und rechtzeitig auch dem Diplomaten eine verschlüsselte
Botschaft aller Eventualitäten übermittelt.
Berenthil nickt knapp.
Der Gefangene war auch kein "Zufall".
fährt der Jüngste fort.
Harrad in Gondor, gefangen...
schüttelt den Kopf
Berenthil nickt
Keine Gefangenen mein Junge. Das ist der deklarierte Todfeind!
Der Jüngste nickt.
Der Harrad will Blutrache an der letzten Überlebenden der Familie des Diplomaten üben.
Alle müssen sterben, sonst ist es in derem Sinne "unehrenhaft".
Berenthil nickt langsam
Die Familie des Diplomaten fand einst ein Mündel...
Zogen es auf wie das Ihre. Er wurde größer, übernahm Aufgaben...
Aufmerksam lauschen Gefährtin und Sohn dem Vater.
Eines Tages , verschwand er spurlos. Der Diplomat war in der Zeitin den Studien der Linguistik in Dol Amroth, den Göttern sei Dank.
Der Fürst sieht mit ernster Miene zu Beiden.
Es gab einen Überfall auf das Gut, keine Überlebenden bis auf diesen Einen. Den Diplomaten.
Dir wird klar sein, warum der Harrad überlebte unter den Augen des Kommandanten?
Richtet Frage und Wort an den Jüngsten.
Er erledigt den Diplomaten, dann stirbt der Harrad und Kommandant wird
das Gut übernehmen. Er ist dann fein raus. Immerhin, der Diplomat zwar "unglücklicherweise verstorben", doch der Hauptmann, hat den angeblichen Mörder zur Strecke gebracht.
Ein "Held" in eigenen Reihen, keiner mehr da um das Gut zu übernehmen.
Der Lehnsherr fern in Breelanden, der eingesetzte Verwalter, nebst Gefährtin tot.
Der Fürst nickt und drückt dem Jüngsten anerkennend auf die Schulter und verlässt Beide mit den Worten:
Der nicht aufgehen wird...

Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Mittwoch 27. Dezember 2017, 16:45

Lagebericht

Berenthil erhält ein Pergament. Enthalten ein Bericht eines seiner Offiziere.

Ser,

Eurem Befehl folgend erstatte ich Bericht über die jüngsten Vorkommnisse auf dem Gut des Advokaten.
An dem Abend als wir zur weiteren Verstärkung der Truppen und mit Hilfsgütern eintrafen, brach in den Ställen ein Feuer aus. Die Leute gerieten in Panik und mussten unter möglichen Umständen, das Feuer könne auf die naheliegenden Gebäude übergreifen sofort evakuiert werden.
Vor dem Gut wurde ein Zeltlager errichtet, als Zufluchtsort.
Die Versuche die Feuer zu löschen dauerten Stunden.
Ein ungünstiger Wind aus Südost machte die Lage letztendlich unmöglich.
Die Ställe sind vollkommen abgebrannt, trotz der Versuche dem Feuer Herr zu werden.
Die umliegenden Häuser wurden nicht beschädigt.
Verletzte nur wenige.
Der Verwalter und seine Gefährtin sind wohlauf.
Folgende Todesfälle zu meinem größten Bedauern zu beklagen:
Hauptmann Angelbert der versuchte einen der Stallmeister aus dem Flammen zu retten, kam bei dem Versuch ums Leben.
Der Stallmeister,
Ein Gefangener.
Drei Zivilisten.
Zusammen mit den Zivilisten und uns werden die Ställe nach und nach wieder aufgebaut, die Verletzten versorgt und die Toten begraben.
Mögen die Valar Ihnen gnädig sein.

gez. Hauptmann Bertram Erendur

Der Fürst legt das Pergament zur Seite und lässt einen Brandy reichen. Langsamen Schrittes zum Fenster und sieht auf das Meer, streicht über seinen Bart, ein Nicken ...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Sonntag 7. Januar 2018, 16:28

Botschaften

Berenthil sitzt am Schreibtisch in seinem Haus in Dol Amroth und öffnet nachdem er einige Tage in den weißen Bergen war die Post. Das erste ist das seines Sohnes aus Harwick.

Vater,

wir sind wohlbehalten in Harwick angekommen und haben einige Tage genutzt uns auf das Treffen mit dem Greven und Prinzen von Ost Emnet vorzubereiten.
Das er mürrisch sei, wie die Leute hier unter vorgehaltener Hand behaupten, konnten wir nicht bestätigen.
Wir waren gut aber schlicht gekleidet, es wäre unklug gewesen gondorische Farben in Rohan zu tragen.
Meinen Einschätzungen nach verlief das Gespräch positiv und ich durfte am Ende ein Geschenk überreichen.
Eine alte Weise aus seinen Landen. Er hat sichtliche Überraschung und Freude gezeigt.
Es war unser erstes Mal das Haus Berenthil zu vertreten und für uns Beide mehr als beeindruckend.
Eine Einladung durch den Greven zum Essen war der Abschluss der Audienz, die wir dankend entgegen nahmen.
Mona und ich werden auch meinen alten Freund besuchen, der hier in Harwick lebt und dem letzten Brief an mich zufolge, Vater wird. Dann kehren wir, eine weitere Erfahrung reicher nach Hause zurück.

gez. Shairmon und Anmona

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Das Treffen verläuft für alle Beteiligten zufriedenstellend. Es geht zurück nach Gondor.

Auf Messers Schneide

Am nächsten Tag, nach dem Essen mit Harding, treffen die Beiden auf einen alten Freund und dessen hochschwangere Braut.
Der Abend währt lange, bis in den Morgengrauen.
Dann geht es zurück nach Stangard. Von dort auf ein Schiff. Das Paar wechselt am Meer auf einen Schoner, der die Beiden nach Hause bringt.
Der letzte Abend an Bord des Schoners. Es gibt einen besonderen Fisch.
Die meisten, auch Mona winken ab, aber der junge Gondorer gut gelaunt probiert ein Stück während das Schiff in den heimatlichen Hafen segelt.
Shairmon fühlt sich nicht besonders, zeigt nichts nach außen
und Beide verlassen den Schoner.
Mit Säckel bepackt soll es auf dem Ross nach Hause gehen.
Er steigt in den Sattel....
Schweiß auf der Stirn...
Schwarz wird es...
Der Gondorer bricht plötzlich zusammen, was er nicht mehr mitbekommt ist, das die Mannschaft dem Fürsten eine Eilbotschaft sendet. Der Fürst Heiler schickt und sich auf den Weg macht zu seinem Sohn. Shairmon wird in das Palais gebracht. Heiler in Sorge und an seinem Bett. Mona, der Vater, sein Bruder der Jüngste, Cedrik der Major Domus.
Bangen und wachen die ganze Nacht. Berenthil wischt sich den Schweiß von der Stirn.
Mein Junge geh nicht...
drückt die matte Hand seines Sohnes
Cedrik der in der Nähe ist, sieht in dem Fürsten heute Nacht eher den Vater der auf der Bettkante wacht. Nach fast 30 Sommern wagt der getreue Diener seine Hand auf die Schulter zu legen, als Freund. Berenthil lässt ihn gewähren und nickt.
Bangen, beten, hoffen...
Harren - Warten
bis in die frühen Morgenstunden. Diese Nacht wird die Entscheidung bringen. Das Wissen unausgesprochen im Raum. Bedrückende Stille.
Was bleibt ist die Hoffnung.
Endlich Aufatmen als der Gondorer, in den frühen Morgenstunden eine Regung zeigt.
Berenthil leitet eine sofortige Untersuchung ein...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Sonntag 7. Januar 2018, 16:46

Morgendämmerung

Der Morgen graut, mit ihm die ersten Lebenzeichen.
Die Heiler untersuchen den jungen Gondorer, verschaffen sich einen Überblick.
Der Gesundheitszustand ist zufriedenstellend.
Er hat überlebt und nach ein paar Tagen unter Verabreichung von Tees und leichter Kost wird der Mann bald wieder auf den Beinen sein.
Mona und Berenthil steht die Erleichterung im Gesicht geschrieben.
Der Fürst bleibt eine Weile und geht den alltäglichen Geschäften nach.

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Hinter verschlossenen Türen im Palais. Ort geheim.
Im Raum:
Berenthil
Ein Vermummter, dem Fürsten immer getreu und ihm bestens bekannt.

Ergebnisse?
Der Bote, mit der Nachricht, dass es eurem Sohn schlecht gehe, ist nicht an Bord zurückgekehrt.
Warum hat er die Nachricht abgeschickt? Das ergibt keinen Sinn.

Berenthil knapp
Der Vermummte trägt Recherchen und Ergebnisse vor, auch den möglichen Grund einer vermeintlichen Reue des Boten.
Berenthil nickt knapp
...Ein Zusammenhang mit dem Gefangenen auf dem Gut. Das Attentat wurde weit vor der Festnahme geplant.
Kein Geheimnis das Euer Sohn und Tochter auf dem Weg nach Harwick waren auf dem Seewege. Da muss er angeheuert haben.

Berenthil nickt knapp
Ein Söldner, der für Geld Aufträge erledigt allerdings kein Gewöhnlicher. Ihr habt mit Euren Mannen, das Gut okkupiert, in den Augen mancher Leute. Man sann auf Rache. Der Söldner, ein Neffe des "unglücklich" verstorbenen Hauptmanns, der damals bei dem Versuch Leben aus dem Feuer zu retten selbst das Seine verlor.
Er wurde bereits in Eure „Obhut“ gegeben…


Das Gespräch endet. Berenthil in einer seiner Schreibstuben lässt den Major Domus rufen.

Zeit die Angelegenheit zu beenden.
Cedrik nickt und gießt Berenthil einen Tee ein.
Das Schreiben des Advokaten ist eindeutig, so soll es sein.
Der Fürst übereicht dem Major Domus ein Schreiben.
Bringt es auf den Weg.
Cedrik nimmt das Schreiben entgegen und verlässt den Raum.

Kerker

Zeit für unseren Gast abzutreten.
Der Mann nickt
Der Fürst sieht den Kerkermeister und obersten Wachhabenden in den Gewölben tief unter dem Anwesen eindringlich an.
Ein Segen der Valar mag es sein, schnell zu sterben. Nicht wahr?

Der Mann nickt
Seht ihr, die Crux ist nur, dass selbst die Götter manch Flehen nicht erhören…
...bedauerlich...


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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Samstag 13. Januar 2018, 18:47

Cedrik wartet.
Lumpenpack, Gauner, Straucheldiebe! Ein wahrer Feind wäre mir lieber gewesen!
Zornesröte im angespannten Gesicht des Fürsten.
Cedrik wartet und als der Fürst sich wieder setzt, gießt er dem Lehnsherren einen Tee ein.
Unglücklicher Umstand, das gerade Euer Sohn in den Fokus der Banditen geriert, zumal wir sicher schienen das es ausschließlich mit dem Gut zusammenhing
Berenthil nimmt einen Schluck Tee
Die Annahme entsprach den Fakten, dass es einen Anführer im Norden gibt, den letzten Worten des "Gastes" entnommen, bevor ihn das Zeitliche segnete. Ebenso wie den Hinweis, den er hinterließ und uns hier in Gondor auf die Fährte führte.
Ihr kennt das unausgesprochene Gesetz der Familienehre und deren bedingungslosen Rache.

Cedrik nickt langsam.
Ich werde dem Advokaten eine Nachricht senden und meinen Jüngsten nach Bree schicken. Wenn er eingetroffen ist, der Advokat informiert.
Ich wünsche allein zu sein
Cedrik nickt und verlässt das Schreibzimmer.

[...]

Entscheidung im Morgengrauen

Am kommenden Abend sitzen zwei Fürsten bei einem Brandy, schmauchen ihre Pfeifen, in einem der Kaminzimmer zusammen.
Berenthil bringt keine guten Nachrichten mit.

Bewahren wir Stillschweigen. Kundschafter bringen schlechte Neuigkeiten
Der Freund wartet.
Das Gut des Advokaten, welches von Deinem Neffen verwaltet wird...
Ein Nicken.
Plündernde Horden
Mannstärke?
In etwa 300. Das Gut ist nur mit der Hälfte besetzt. Viele Flüchtlinge, Kinder.
Wann wird der Feind das Gut erreichen?

Berenthil antwortet
Wir rechnen in etwas weniger als vier Tagen, wenn der Kurs weiter in dieser Richtung bleibt,da der Feind langsam voranschreitet, nach den uns vorliegenden Berichten.
Verstehe. Mir bleibt der Seeweg gen Osten. Die Zeit läuft mir sonst davon.

das Gesagte mit einem knappen Nicken quittiert.
Berenthil holt eine Karte aus dem Sekretär, rollt diese auf dem Tisch aus und fährt mit dem Finger über das Pergament.
Dein Gut liegt in diagonaler Linie.
Der Freund nickt.
Ich kann meine Truppe nicht abziehen. Mein Anwesen im Osten.
Ich breche noch heute auf.
militärisch knapp.

Der Fürst nickt.
Schnell wird eine Depesche mit Marschbefehl auf ein Pergament geschrieben anschließend Cedrik, der wie üblich um das Wohl beider Fürsten bemüht, in die Hand gedrückt.
Es eilt!
Ein Nicken des Major Domus, der sofort das Kaminzimmer verlässt und das Schreiben einem Boten übergibt.
Zeit zum Aufbruch!
Berenthil nickt und erhebt sich.
Für Gondor mein Freund!
Mein Neffe und seine Gefährtin bleiben hier in Dol Amroth, bis die Lage geklärt und das Gut wieder sicherer ist.
Berenthil nickt
Für Gondor!
Der Freund verlässt das Palais des Fürsten.

Draußen weicht unter leichten Nebelschwaden die Nacht dem anbrechenden Tage.
Berenthil sieht dem Freund hinterher, geht zu einem der großen Fenster, richtet langsam den Blick nach Osten...

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Lestard
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Re: Briefe an den Onkel

Ungelesener Beitragvon Lestard » Dienstag 16. Januar 2018, 08:35

Im Angesicht des Feindes

Danke Cedrik, ihr könnt gehen.
Der Major Domus verlässt das Arbeitszimmer und lässt Berenthil mit dem Bruder alleine.
Wie konnte das passieren? Die letzten kamen auf gleichem Wege unbeschadet an.
Beginnt dieser, als die Türe geschlossen ist.
Ich weiß es nicht, es kommt mir fast so vor, als...
Nachdenklich sieht der Fürst den älteren Bruder an, der den unvollständigen Satz zu Ende führt.
...haben wir einen Feind in den eigenen Reihen. Jemand der alle Informationen hat, die Du besitzt und damit meine ich alle én Detail mein Bruder én Detail.
Berenthil nickt bejahend, sehr nachdenklich.
Vielleicht jemand der Hauptmänner, wenngleich...
Berenthil schüttelt langsam den Kopf.
Die Hilfsgüter und deren Weg kennen nur wenige. Das lässt den Kreis der Tatverdächtigen auf genau zwei Männer reduzieren.
Die wären?

Die berechtigte Frage des Bruders.
Der Diplomat und der eingeweihte Hauptmann, welcher die Hilfsgüter mit der Eskorte begleitet hat. Allerdings hege kaum Zweifel an der Loyalität des Diplomaten.
Was ist mit dem Hauptmann?
Der Mann hat den Angriff mit seinem Leben verteidigt.Warum für eine Sache kämpfen um gleichzeitig Verrat zu üben. Das alles ist allein vom Gedankengang ad absurdum. Feinde sind das täglich Brot eines Fürsten, damit müssen wir leben.
Richtig, doch in diesem Fall muss der Verräter in unmittelbarer Nähe sein. So nah, das wir beiden nicht auf den Gedanken kommen, oder diesen vielleicht zu verdrängen suchen.Das alleine sollte, nein muss uns mehr als nur zu denken geben.

Die Gesichtszüge des Fürsten verhärten sich langsam und sieht aus dem Fenster mit verschränkten Armen hinter seinem Rücken. Langsam geht er durch das Arbeitszimmer. Häufig sieht er seinen Bruder an und schüttelt den Kopf, als wolle er die mögliche Tatsache nicht glauben können und wendet sich wieder seinem Bruder zu.
Ich verstehe.
Ein Nicken.
Was wir brauchen sind Beweise. Sollte dem wirklich so sein...
Der Bruder streicht mit der Hand kurz über die in Falten gelegte Stirn.
...bei allen Göttern...

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Die schwerste Entscheidung

Die ganze darauffolgende Nacht findet der Fürst keine Ruhe. Unstetig läuft er langsam im großen Schlafsaal auf und ab.
Denkt an die Kindheit, die frühe Jugend, das Erwachsen werden. Immer begleitet, ohne große Worte. Damals beim Attentat auf seinen Jungen.
Nein
leise.
Nein, es muss...
Zerknirscht, wütend, vor allem ... enttäuscht...
Warum?
Die für ihn vehement wichtige Frage nach nüchterner Erkenntnis.
Warum?...
Es gibt nur diesen Einen der meistens anwesend war, auch und gerade bei dem letzten Schreiben an den Hauptmann, das die Hilfsgüter wieder auf gleichem Wege unterwegs sein werden.
Die vorletzte Lieferung...er war nicht zugegen...kam wie geplant an.

Die Miene des Fürsten wie versteinert. Innerlich zerrissen.
Warum?
Der Fürst versucht zur Ruhe zu finden, doch ohne Erfolg.

Am nächsten Tag lässt er seine Söhne und seinen Bruder zu sich rufen. Vor der verriegelten Tür stehen zwei Wachposten.

Mit dunklen Rändern und nüchternen Worten erzählt Berenthil den genauen Sachverhalt und deklariert im gleichem Zusammenhang den vermeintlichen Täter, erst am Ende seiner Rede wird der Name benannt.
Ich habe keine andere Wahl, als den Verräter zu stellen, wegen Hochverrats anzuklagen.Ich selbst bin befangen und werde nur als Zeuge fungieren können.
Noch heute werde ich die zuständige Richterschaft informieren und ihn vorher in Gewahrsam nehmen lassen, wegen dringenden Tatverdachtes.
Da schickte ich meinen Jüngsten einen Banditen zu töten, einen der wie viele andere seinen Auftrag von hier erhalten haben musste.
Shairmon wäre fast ermordet worden.
Ich habe Menschen getötet, hinrichten lassen, die mitschuldig waren, während der Hauptschuldige hier in aller Ruhe weitere Fäden spannte.


Berenthil wischt sich den Schweiß von der Stirn. Das erste Mal in seinem Leben, die schwerste Entscheidung und jetzt fällt mit klaren Worten der Name des Beklagten.
Warum?....

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